Noieburg

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Disambig.svg Dä Artikel behandlet d Hauptstadt vom Kanton Nöieburg. För witeri Bedütige lueg under Neuenburg.
Noieburg
(frz. Neuchâtel)
Wappe vo Noieburg (frz. Neuchâtel)
Basisdate
Staat: Schwiiz
Kanton: Nöieburg (NE)
Bezirk: (Dr Kanton Nöieburg kännt sit 2018 kä Bezirk me.)
BFS-Nr.: 6458i1f3f4
Poschtleitzahl: 2000
UN/LOCODE: CH QNC
Koordinate: 561352 / 20448346.9902816.930567430Koordinaten: 46° 59′ 25″ N, 6° 55′ 50″ O; CH1903: 561352 / 204483
Höchi: 430 m ü. M.
Flächi: 18,05 km²
Iiwohner: i33'578 (31. Dezämber 2017)[1]
Website: www.neuchatelville.ch
s Schloss und d Stiftschile vo Noieburg

s Schloss und d Stiftschile vo Noieburg

Charte
NöieburgerseeBielerseeMurteseeFrankriichKanton BärnKanton BärnKanton BärnKanton FriburgKanton FriburgKanton JuraKanton WaadtKanton WaadtKanton WaadtBoudryLa BrévineBrot-PlambozLe Cerneux-PéquignotLa Chaux-de-FondsLa Chaux-du-MilieuCorcelles-CormondrècheCornauxCortaillodLa Côte-aux-FéesCressier NEEngesLa Grande-BérocheHauterive NELe LanderonLignières NELe LocleMilvignesNeuenburg NEPeseux NELes PlanchettesLes Ponts-de-MartelRochefort NELa SagneSaint-Blaise NELa Tène NEValanginVal-de-Ruz NEVal-de-Travers NELes VerrièresCharte vo Noieburg (frz. Neuchâtel)
Iber des Bild
w

Noieburg (frz. Neuchâtel, frp. [a ntʃaˈti], dt. Neuenburg) isch e politischi Gmeind und e Schtadt im Schwiizer Kanton Noieburg. Si isch de Hauptort vo dem Kanton. Di ursprünglich unabhängige Gmeinde Serrières und Chaumont ghöret au zu Noieburg.

Geographie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Noieburg ligt direkt am Ufer vom Noieburgersee. De Gmeindsbann vo Noieburg umfasst 1'745 Hektare, dodervo sind 36% überbaut. Di andere 64% vo de Gsamtflächi sind meischt Matte und Wälder.

D Nochbergmeinde vo Noieburg sind Milvignes, Peseux, Valangin, Val-de-Ruz, Enges, Saint-Blaise, Cressier und Hauterive.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Noieburg taucht zum erschte Mol in ere Urkund vo 1011 uf, wo de König vo Burgund, de Rudolf III., Novum Castellum sinere Frau, de Irmengarde, gschenkt het. Zu dere Zit isch des Novum Castellum, also di noii Burg, numme e chlini Garnison gsi. Hüt isch do drus s Schloss vo Noieburg worde.

D Schtadt isch dann gwachse und im 1214 isch Noieburg e freii Schtadt worde. Im 1349 het d Pescht öppe en Drittel vo de Bevölkerig s Läbe gchoscht und im 1530 isch d Reformation in d Schtadt cho. De Reformator vo Noieburg isch de Wilhelm Farel gsi, wo vo de Schtadt Bärn gschickt worde isch.

E Bsunderheit vo de Gschicht vo Schtadt und Kanton Noieburg isch, dass si vom 1707 bis ins 1805 und vo 1815 bis ins 1848/1857 em König vo Preusse ghört hei.

Name[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • dütsche Name: 1033 Nuvenburch, 1725 Neuenburg
  • französische Name: 1251 Nuefchastel, 1338 Neufchastel, 1750 Neuchâtel.

Bevölkerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Johr 1850 1860 1870 1880 1888 1900 1910 1920
Iiwohner 7901 10.634 12.934 15.675 16.565 21.195 24.171 23592
Johr 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Iiwohner 22.668 23.799 27.998 33.430 38.784 34.428 33.579 32914

Dr Uusländeraateil isch 2010 bi 24,6 % gläge.

Religion[ändere | Quälltäxt bearbeite]

37,5 % vo de Iiwooner sin evangelisch-reformiert, 29 % sin römisch-katholisch (Stand 2000).

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bi dr Nationalrootswahle 2011 het s das Ergebnis gää: BDP 2,6 %, CVP 2,5 %, FDP 34,9 %, GP 10,2 %, POP 2,2 %, SP 22,8 %, SVP 20,7 %.

De Gmeindspresidänt isch de Rémy Voirol (Stand 2012).

Wirtschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Arbetslosigkeit isch im Johr 2011 bi 4,0 % gläge.

Sproch und Dialäkt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bi de Volkszellig 2000 hei vo de 32.914 Iiwohner 81,4 % Französisch als Hauptsproch aagää, 2,6 % Dütsch, 3,2 % Italienisch und 12,5 % anderi Sproche.

De alt frankoprovenzalisch Patois isch wahrschiins Endi 19./Aafangs 20. Jh. uusgstorbe. Ergebnis us de Volkszellige vo 1990 un 2000, wo zum Teil Lüt Patois als Sproch aagchrüzlet häi, gelte i de Sprochwisseschaft als Artefakt und häi ihre Ursprung ender in statistische Fehler oder dass d Lüt unter „Patois“ ihr Regionalfranzösisch verstöhn.[2][3]

Bilder[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Michel Egloff, Jean-Pierre Jelmini: Neuenburg (Gemeinde). In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Jean Courvoisier: Die Kunstdenkmäler des Kantons Neuenburg/Les monuments d'art et d'histoire du Canton de Neuchâtel. Band I: La ville de Neuchâtel (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 33). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Birkhäuser, Bern 1955.
  • Patrick Galan, Anne Bari: Neuchâtel, l’heure de vivre. Hrsg. von Gérard Parienté, Rémy Voirol. Ed. G. Attinger, Neuchâtel 1992; Picturart Communication, Genève [2002].
  • Franz Oswald mit Urs Zuppinger u. a.: Helvéti-Cité: Das Projekt «Netzstadt Drei-Seen-Land». Fallstudie zur urbanen Gestaltung des Territoriums. Franz. Übers.: Leo Bietry. vdf, Hochsch.-Verlag an der ETH, Zürich 2004, ISBN 3-7281-2961-5.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Noieburg – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 2018-08-31. Abgrüeft am 2018-09-30.
  2. Andres Kristol: Que reste-t-il des dialectes gallo-romans de Suisse romande?. In: Jean-Michel Eloy (Hg.).: Evaluer la vitalité. Variétés d’oïl et autres langues. Université de Picardie / Centre d’Etudes Picardes, Amiens 1998, S. 101–114
  3. Pierre Knecht: Die französischsprachige Schweiz. In: Hans Bickel, Robert Schläpfer (Hg.): Die viersprachige Schweiz. Sauerländer, Aarau/Frankfurt/Salzburg 2000, S. 139–176