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Hirschberg

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Gmei Hirschberg an der Bergstraße
Hirschberg an der Bergstraße
Dütschlandcharte, Position vo dr Gmei Hirschberg an der Bergstraße fürighobe
Koordinate: 49° 30′ N,  39′ O
Basisdate
Bundesland:Bade-Württebärg
Regierigsbezirk:Charlsrue
Chreis:Rhy-Necker-Chrais
Höchi:100 m ü. NHN
Flächi:12,4 km²
Iiwohner:

9647 (31. Dez. 2024)[1]

Bevölkerigsdichti: 781 Iiwohner je km²
Poschtleitzahl: 69493
Vorwahl: 06201
Kfz-Chennzeiche: HD
Gmeischlüssel: 08 2 26 107
Gmeigliderig:2 Ortsteile
Adress vo dr
Gmeiverwaltig:
Großsachsener Straße 14
69493 Hirschberg an der Bergstraße
Webpräsenz: www.hirschberg-bergstrasse.de
Burgermeischter: Ralf Gänshirt
Lag vo vo dr Gmei Hirschberg an der Bergstraße im Rhy-Necker-Chrais
Karte
Karte

Hirschberg an der Bergstraße (pfälzisch Härschberg ån da Bergschdrooß) isch e Gmai im Rhy-Necker-Chrais z Bade-Wirttebärg. D Gmai het 9647 Iiwohner (Stand: 31. Dezember 2024). Si ghert zue dr Metropolregion Rhy-Necker.

Hirschberg lyt im Norde vum Rhy-Necker-Krais an dr Gränz zue Hesse am Rand vum Odewald. Dr Baan bstoht us 41,1 % Landwirtschaftsflechi, 33,1 % Wald, 24,8 % Sidligsflechi un 1,1 % sunschtiger Flechi.[2]

Nochbergmaine vu Hirschberg an der Bergstraße sin Weinheim (Hesse), Schriesheim un Heddesheim.

Zue Hirschberg an der Bergstraße ghere d Ortsdail Großsachsen un Leutershausen. Zue Großsachsen ghere d Wohnblätz Am Kohlbach, Belzbuckel, Eutelslach, Fesselspfad, Gallenberg, Im Kissel, Kunz-Mühle, Marbacher Hof un Talsiedlung. Uf em Baan vu Großsachsen lige d Wieschtige Am Leutershausener Weg, Speck un Hof Marbach. Zue Leutershausen ghert dr Wohnblatz Im Schwanenstein un d Wieschtig Waid und Speck,

Großsachsen isch zum erschte Mol gnännt wore im Lorscher Codex anne 779 as Sahsenheim, 1130 as Sahsenheim major. D Lorscher Herrschaftsrächt sin Ändi 12. Jorhundert as bfälzisch Lääche an dr Markward vu Annweiler gange. Syt em 13. Jorhundert isch Großsachsen diräkt dr Kurbfalz unterstande. Ab 1369 isch s Dorf Sitz vum kurbfälzische Grichtsbezirk Äpfelbacher Zent gsii, ab 1475 het s zum Schriesheimer Zent ghert. 1409 wurde Großsachsen Kurpfälzer Zollstation, eine der ertragreichsten Landzollstationen im Oberamt Heidelberg.

Leutershausen isch zum erschte Mol anne 779 im Lorscher Codex as Husa gnännt wore, wu dr Adlig Liuthar sy Bsitz em Chloschter Lorsch gschänkt het.[3] 897 isch s Ort im Codex as Liuthereshusen gnännt wore. D Lorscher Herrschaftsrächt sin Ändi 12. Jorhundert as bfälzisch Lääche an dr Markward vu Annweiler gange. Anne 1142 isch zum erschte Mol s edelfrei Gschlächt vu dr Hirschberger gnännt wore, wu sy Sitz uf ere Burg iber Leutershausen ghaa het. Im Wald het s hite zwoo Burgruine, s Schanzenköpfle un d Hirschburg. Me goht dervu uus, ass d Schanzenköpfle di alt Hirschburg gsii isch, un d Hirschburg speter vu dr Strahlenberger, eme Nascht vu dr Hirschberger böue woren isch. D Hirschburg isch speter vun eme Minischterialegschlächt vu dr Bfalzgrofe ibernuu wore,m wu si au vu Hirschberg gnännt ghän, si hän d Ortsherrschaft ghaa, bis si 1611 uusgstorbe sin.[4] S Lääche iber Leutershausen isch derno an Kurbfalz retuur gange, wu s wider an verschideni Adlige vergee het. Um 1700 isch s Lääche an d Grofe vu Wiser gange, wu bis 1716 s Schloss Wiser böue hän. S Schloss isch hite no im Privatbsitz vu dr Familie Graf von Wiser.

Wu d Kurbfalz anne 1803 im Rame vum Rychsdeputationshauptschluss säkularisiert woren isch, sin Großsachsen un Leutershausen an s Kurfirschtedum Bade chuu, ab 1806 an s Großherzogtum Bade. Im Badische hän Großsachsen un Leutershausen zum Amt Weinheim ghert, speter Bezirksamt Weinheim. Anne 1936 isch s Bezirksamt Weinheim ufglest un em Bezirksamt Mannheim aagschlosse wore. Anne 1939 isch us em Bezirksamt Mannheim dr Landchrais Mannheim wore.

Im Rame vu dr bade-wirttebärgische Chraisreform isch 1973 dr Landchrais Mannheim ufglest wore un Großsachsen un Leutershausen sin zum neie Rhy-Necker-Chrais chuu.

Di hitig Gmai Hirschberg an der Bergstraße isch entstande zum 1. Jänner 1975 dur dr Zämmeschluss vu dr Gmaine Großsachsen un Leutershausen.[5]

Yywohnerentwicklig

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Jahr185218711880189019001910192519331939195019561961197019742010
Großsachsen111111111164119012001213130412621280204319982296266231773398
Leutershausen137914111576154417201829202321522169338733803652514851796141

Hirschberg ghert zue kainere Verwaltigsgmainschaft.

Burgermaischter
  • 1975 bis 2007: Werner Oeldorf
  • Manuel Just: 2007 bis 2019
  • Ralf Gänshirt: syt 2019
Partnergmaine

Kultur un Böuwärch

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  • Evangelischi Chilche, Großsachsen (1760–1762)
  • Katholischi Chrischtchenig-Chilche, Großsachsen (1965)
  • Remischi Villa rustica, Großsachsen
  • Evangelischi Chilche, Leutershausen (Durm 14. Jh., Langhuus 1783, Chor 1898)
  • Katholischi Wallfahrtschilche St. Johannes Baptist, Leutershausen (1905–1907, neigotisch)
  • Alti Synagog, Leutershausen (1867/68)
  • Schloss Wiser, Leutershausen (1716)
  • Burgruine Schanzenköpfle
  • Burgruine Hirschburg

Dr Dialäkt vu Hirschberg ghert zum Pfälzisch.

  • Staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit den Städten und den Landkreisen Heidelberg und Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung:
    • Bd. 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966;
    • Bd. 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970.
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967
  • Ferdinand Werner: Der Schloßgarten in Leutershausen. In: Die Gartenkunst 2 (2/1990), S. 248–257.
  • Adolf M. Hirn, Gabriele Süskind (Red.), Jürgen Schütz (Hrsg.): Der Rhein-Neckar-Kreis. Stuttgart 1991, ISBN 3-8062-0597-3
  • Rudolf Kreutzer: Ortsfamilienbuch Hirschberg/Bergstraße. Leutershausen und Großsachsen einschließlich der Kirchenfiliale Heiligkreuz mit den Orten Heiligkreuz, Rippenweier, Ursenbach, Oberflockenbach, Steinklingen, Rittenweier. 1675–1900. Hirschberg/Bergstraße: Kulturförderverein 2007 (= Badische Ortssippenbücher 125)
 Commons: Hirschberg an der Bergstraße – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung - Stichtag 31.12. - regionale Tiefe: Gemeinden, Samt-/Verbandsgemeinden (bis 2011)
  3. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 1), Urkunde 40, 1. Oktober 877 – Reg. 3510. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 100, abgruefen am 23. Mai 2017.
  4. Rainer Kunze: Die Hirschberg-Waldecker und ihre Burgen. In: Mannheimer Geschichtsblätter Neue Folge, Bd. 5/1998, Sigmaringen, ISBN 3-7995-0959-3, S. 9–32
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz, ISBN 3-17-003263-1, S. 487.