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Weinheim

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Gmei Weinheim
Weinheim
Dütschlandcharte, Position vo dr Gmei Weinheim fürighobe
Koordinate: 49° 33′ N,  40′ O
Basisdate
Bundesland:Bade-Württebärg
Regierigsbezirk:Charlsrue
Chreis:Rhy-Necker-Chrais
Höchi:135 m ü. NHN
Flächi:58,1 km²
Iiwohner:

45.852 (31. Dez. 2024)[1]

Bevölkerigsdichti: 789 Iiwohner je km²
Poschtleitzahl: 69469
Vorwahl: 06201
Kfz-Chennzeiche: HD
Gmeischlüssel: 08 2 26 096
Gmeigliderig:Kernstadt und 10 Stadtteile
Adress vo dr
Gmeiverwaltig:
Obertorstraße 9
69469 Weinheim
Webpräsenz: www.weinheim.de
Oberburgermeischter: Manuel Just
Lag vo vo dr Gmei Weinheim im Rhy-Necker-Chrais
Karte
Karte

Weinheim (pfälzisch Woinem) isch e Stadt im Rhy-Necker-Chrais z Bade-Wirttebärg. D Stadt het 45.852 Iiwohner (Stand: 31. Dezember 2024). Me nännt d Stadt au Zweiburgenstadt.

Weinheim lyt an dr Badische Bärgstroß, am Weschtrand vum Odewald. Nochbergmaine vu Weinheim sin Birkenau, Gorxheimertal, Heiligkreuzsteinach, Wilhelmsfeld, Schriesheim, Hirschberg, Heddesheim, Viernheim un Hemsbach.

Dr Baan bstoht us 42 % Landwirtschaftsflechi, 30 % Wald, 25,1 % Sidligsflechi un 2,8 % sunschtiger Flechi.[2]

Zue Weinheim ghere d Stadtdail Hohensachsen, Lützelsachsen, Oberflockenbach, Rippenweier, Ritschweier, Sulzbach un Weinheim. Zue Hohensachsen ghert näb em glychnamige Dorf no d Ortschaft Siedlung im Ritschweier Tal, zue Lützelsachsen näb em glychnamige Dorf dr Wohnblatz Kinder- u. Jugendheim Pilgerhaus, zue Oberflockenbach näb em glychnamige Dorf dr Wyler Steinklingen, s Gheft Wünschmichelbach un dr Wohnblatz Daummühle, zue Rippenweier näb em glychnamige Dorf dr Wyler Rittenweier, d Ortschafte Heiligkreuz un Hohert (Ferienheim) un dr Wohnblatz Deisenklinge, zue Ritschweier näb em glychnamige Dorf dr Wyler Oberkunzenbach, zue Sulzbach näb em glychnamige Dorf s Gheft Sulzbacherhof un zue Weinheim näbe dr glychnamige Stadt d Wyler Bertleinsbrücke un Weid un d Ortschafte Nächstenbach, Nächstenbacher Berg, Ofling un Waid.[3]

Weinheim isch zum erschte Mol im Lorscher Codex anne 755 as Winenheim gnännt wore.[4]

Anne 1000 het Weinheim vum Chaiser Otto III. s Märträcht iberchuu, 1065 s Minzrächt. Iber em Ort het s Chloschter Lorsch d Burg Windeck böue. As Lorscher Vogt het dr Bfalzgrof Konrad Aasprich uf Weinheim un d Burg gstellt. Wu 1232 s Lorscher Chloschter em Mainzer Bischof unterstellt woren isch, isch zue lengerem Stryt zwische Mainz un dr Kurbfalz chuu. Weinheim isch zwaiddailt wore, d Altstadt isch unterr Mainzer Herrschaft chuu, d Bfalzgrofe hän derno uf ere Terrasse iber dr Weschnitz d Neustadt böue. Im Hemsbacher Schidsspruch vu 1264 isch die Drännig feschtgrschibe wore, d Neustadt un d Burg Windeck sin em Bflazgrof zuegsproche wore, d Altstadt isch mainzerisch blibe. Dur e Gebietsuusdusch anne 1308 isch schließlig au d Altstadt uf d Bfalz ibergange, 1454 sin d Altstadt un d BNeustadt zue aire Stadt zämedue wore.

Wu d Kurbfalz anne 1803 im Rame vum Rychsdeputationshauptschluss säkularisiert woren isch, isch Weinheim an s Kurfirschtedum Bade chuu, ab 1806 an s Großherzogtum Bade.

In dr Kurbfalz het Weinheim scho syt Ändi vum 14. Johrhundert zum Oberamt Heidelberg ghert. zue dr Kirchheimer Zent ghert un isch im Badische derno Sitz vum glychnamige Amt gsii. Anne isch s Bezirksamt Weinheim Dail vum Bezirksamt Mannheim wore, wu 1939 dr Landchrais Mannheim drus woren isch. Im Rame vu dr bade-wirttebärgische Chraisreform isch 1973 dr Landchrais Mannheim ufglest wore un d Weinheim isch zum neie Rhy-Necker-Chrais chuu. Syt 1956 isch Weinheim Großi Chraisstadt.

  • 1. Mai 1972: Oberflockenbach[5]
  • 1. Juni 1972: Sulzbach[5]
  • 1. Juli 1972: Rippenweier[5]
  • 1. Augschte 1972: Ritschweier[5]
  • 1. Jänner 1973: Hohensachsen, Lützelsachsen[5]

Yywohnerentwicklig

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Vorlage:Manueller Rahmen

Bevölkerungspyramide für Weinheim (Datenquelle: Zensus 2011[6])

Yywohnerzahle noch em jewylige Gebietsstand. D Zahle sin Schetzige, Volkszelligsergebnis (¹) oder amtligi Furtschrybige vu dr Statistische Ämter.

Johr / Datum Yywohner
14391.780
17741.774
18124.039
18305.000
18585.805
18595.929
1. Dezämber 18716.350
1. Dezämber 1880 ¹7.159
1. Dezämber 1890 ¹8.243
1. Dezämber 1900 ¹11.167
1. Dezämber 1910 ¹14.170
8. Oktober 1919 ¹14.550
16. Juni 1925 ¹15.793
16. Juni 1933 ¹17.486
17. Mai 1939 ¹18.561
Jahr / Datum Einwohner
Dezämber 1945 ¹19.944
13. Septämber 1950 ¹25.199
6. Juni 1961 ¹27.859
27. Mai 1970 ¹29.670
31. Dezämber 197541.005
31. Dezämber 198041.654
25. Mai 1987 ¹41.934
31. Dezämber 199042.241
31. Dezämber 199542.812
31. Dezämber 200042.520
31. Dezämber 200543.417
31. Dezämber 201043.014
31. Dezämber 201544.928
31. Dezämber 202045.497

¹ Volkszelligsergebnis

Weinheim isch e Mittelzäntrum.

Burgermaischter vu Weinheim, sy 1956 Obwerburgermaischter:

  • 1805–1807: Alexander Büchler
  • 1807–1817: Adam Leist
  • 1817–1829: Johann Gottlieb Leisering
  • 1829–1838: Albert Ludwig Grimm
  • 1838–1844: Philipp Kraft
  • 1844–1870: Friedrich Daniel Weisbrod
  • 1870–1872: Georg Peter Köhler II
  • 1872–1881: Johann Heinrich Fild
  • 1881–1885: Hermann Haas
  • 1885–1912: Heinrich Ehret
  • 1912–1920: Karl Alexander Wettstein
  • 1920–1938: Joseph Huegel
  • 1938–1945: Reinhold Bezler
  • 1945: Richard Freudenberg
  • 1945–1948: Wilhelm Brück
  • 1948–1966: Rolf Engelbrecht
  • 1966–1986: Theo Gießelmann
  • 1986–2002: Uwe Kleefoot
  • 2002–2018: Heiner Bernhard
  • seit 2019: Manuel Just
Partnerstedt

Kultur un Böuwärch

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  • s Alt Rothuus (1557)
  • Märtbrunne
  • Löwenapothek (17. Jh.)
  • Evangelischi Stadtchilche (1731)
  • Katholischi Chilche St. Laurentius (1913)
  • Evangelischi Peterschilche St. Peter (1912, neiromanisch)
  • Markuschilche (1957, brutalistisch)
  • Stadtmure mit Obertor, Blaue Huet, Häxedurm un Rote Durm
  • Burgruine Windeck
  • Wachenburg (böue 1907 bis 1928)
  • Schloss (1537, hite Rothuus)
  • Amtshuus vum Dytsche Orde (1710, hite Stadtmuseum)

Dr Dialäkt vu Weinheim ghert zum Pfälzisch.

  • Ute Grau, Barbara Guttmann: Weinheim – Geschichte einer Stadt. Diesbach Medien, Weinheim 2008, ISBN 978-3-936468-40-3.
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967.
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd. 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966.
    • Bd. 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970.
  • Josef Fresin: Die Geschichte der Stadt Weinheim. Beltz, Weinheim 1998.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch. Band IV 2. Stuttgart 1959 (Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages).
  • Siegfried Demuth: Die Pflanzenwelt von Weinheim und Umgebung. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher, ISBN 978-3-89735-115-8.
  • Peter Fuchs, Ferdinand Müller, Carsten Lucas: Weinheim. Beltz Verlag, Weinheim 1997.
  • Angelika Thieme: Weinheim. Die Altstadt als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 34. Jg. 2005, Heft 3, S. 151–158 (PDF)
  • Wolfgang Löckel: Weinheim und seine Eisenbahnen. EK-Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-88255-233-1.
  • Heinz Schmitt: Weinheimer Wortschatz. Ein Wörterbuch zur Mundart der Zweiburgenstadt. 4., verb. u. veränd. Aufl. Edition Diesbach, Weinheim 2001, ISBN 978-3-9806464-4-4.
  • Rudolf Kreutzer: Ortsfamilienbuch Hirschberg/Bergstraße. Leutershausen und Großsachsen einschließlich der Kirchenfiliale Heiligkreuz mit den Orten Heiligkreuz, Rippenweier, Ursenbach, Oberflockenbach, Steinklingen, Rittenweier. 1675–1900. Kulturförderverein, Hirschberg/Bergstraße 2007 (= Badische Ortssippenbücher 125).
 Commons: Weinheim – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung - Stichtag 31.12. - regionale Tiefe: Gemeinden, Samt-/Verbandsgemeinden (bis 2011)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 425–430
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 2), Urkunde 429 17. Juli 755 – Reg. 1. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 139, abgruefen am 21. Januar 2016.
  5. 1 2 3 4 5 Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz, ISBN 3-17-003263-1, S. 477.
  6. Datenbank Zensus 2011, Weinheim, Alter + Geschlecht