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Dielheim

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Gmei Dielheim
Dielheim
Dütschlandcharte, Position vo dr Gmei Dielheim fürighobe
Koordinate: 49° 17′ N,  44′ O
Basisdate
Bundesland:Bade-Württebärg
Regierigsbezirk:Charlsrue
Chreis:Rhy-Necker-Chrais
Höchi:138 m ü. NHN
Flächi:22,7 km²
Iiwohner:

9094 (31. Dez. 2024)[1]

Bevölkerigsdichti: 401 Iiwohner je km²
Poschtleitzahl: 69234
Vorwahl: 06222
Kfz-Chennzeiche: HD
Gmeischlüssel: 08 2 26 010
Adress vo dr
Gmeiverwaltig:
Hauptstraße 37
69234 Dielheim
Webpräsenz: www.dielheim.de
Burgermeischter: Thomas Glasbrenner
Lag vo vo dr Gmei Dielheim im Rhy-Necker-Chrais
Karte
Karte

Dielheim (sidfränkisch Diele) isch e Gmai im Rhy-Necker-Chrais z Bade-Wirttebärg. D Gmai het 9094 Iiwohner (Stand: 31. Dezember 2024). Si ghert zue dr Metropolregion Rhy-Necker.

Dielheim lyt am Leimbach am weschtlige Rand vum Kraichgau an dr Gränz zue dr oberrhynische Diefebeni. Dr Baan bstoht us 54,8 % Landwirtschaftsflechi, 24,9 % Wald, 18,6 % Sidligsflechi un 1,7 % sunschtiger Flechi.[2]

Nochbergmaine vu Dielheim sin Wiesloch, Meckesheim, Zuzenhausen, Sinsheim, Mühlhausen un Rauenberg.

Zue Dielheim ghere d Derfer Dielheim, Horrenberg un Balzfeld un d Wyler Oberhof un Unterhof. Uf em Baan lyt au d Wieschtig Hildebrandeshusen, wu me aber nit sicher cha lokalisiere.[3]

Dielheim isch zum erschte Mol im Lorscher Codex anne 767 as diuuelenheim gnännt wore.[4] Anne 1272 het s Hochstift Speyer d Helfti vum Ort ghcauft. Derzue hän Adelsfamilie wie Herre vu Sickingen, vu Rosenberg, vu Menzingen, vu Neipperg un vu Gemmingen Bsitz un Rächt ghaa, bis Speyer anne 1512 s Ort ganz gchauft het.

Um 1220 isch di abgange Burg Horrenberg böue wore, s Dorf isch um die Burg entstande un isch zum erschte Mol anne 1272 gnännt wore, wu dr Bischof Heinrich vu Speyer d Burg fir s Hochstift Speyer gchauft het. Vu 1462 bis 1498 isch s Dorf zytwys im Bsitz vu dr Kurpfalz gstande, druf isch s wider an Speyer chuu.

Balzfeld isch zum erschte Mol anne 1306 gnännt wore as Balgesuelt, s het scho im Mittelalter zue Horrenberg ghert. Oberhof un Unterhof sin alli zai zumn erschte Mol anne 1341 gnännt wore, as superiore curia un inferiori curia. D Wyler hän vor em Ibergang an Bade zum Hochstift Speyer ghert. Anne 1932 sin Ober- un Unterhof zue Horrenberg yygmaindet wore.

Wu s Hochstift Speyer anne 1803 im Rame vum Rychsdeputationshauptschluss säkularisiert woren isch, sin Dielheim, Horrenberg, Oberhof un Unterhof an s Kurfirschtedum Bade chuu, ab 1806 an s Großherzogtum Bade. Ab 1810 het Dielheim zum Bezirksamt Wiesloch ghert, ab 1938 Landchrais Haidelberch.

Zum 1. März 1972 sin Horrenberg mit de Ortsdail Balzfeld, Oberhof un Unterhof yygmaindet wore.[5] Im Rame vu dr bade-wirttebärgische Chraisreform isch 1973 dr Landchrais Haidelberch ufglest wore un d Dielheim isch zum neie Rhy-Necker-Chrais chuu.

Yywohnerentwicklig

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Johr15301818185219051961200720082010201720182022
Dielheim330792122717993494579957975776589258885938
Horrenberg86334419528848178817781762177118361836
Balzfeld7121138243159810141012102399910271114
Unterhof6547998155313311315300291298
Oberhof1977606964393840333034
Gsamt5121468216729255159895389368916899590729220

Dur d Zuegherigkait zum Hochstift Speyer sin d Derfer draditionäll katholisch bregt. Anne 2018 sin 53,0 Brozänt vu dr Yywohner katholisch gsii (2007: 76 Brozänt) und 15,9 Brozänt evangelisch (2007: 16 Brozänt).

Dielheim het e Verwaltigsgmainschaft veryybart mit dr Stadt Wiesloch un dr Gmai Dielheim

Burgermaischter vu Dielheim:

  • 1948–1978: Erhard Greulich
  • 1978–2002: Bruno Gärtner
  • 2002–2017: Hans-Dieter Weis
  • syt 2017: Thomas Glasbrenner

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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  • Katholischi Chilche St. Cyriak, Dielheim (1784, Durm gotisch vu 1496)
  • Katholischi Hailigchryzchilche Balzfeld (Durm 16.-18. Jh., Schiff 1907)
  • Kapäll Oberhof (1787)
  • Burg Dielheim (Ändi 14. Jh., abgange, hite nume no Flurname)
  • Burg Horrenberg (zum erschte Mol gnännt 1184 as castellum Horemberg, hite nume no Räscht)

Dr Dialäkt vu Dielheim ghert zum Sidfränkisch.

  • Ruth Greulich, Martin Bambach: 1200 Jahre Dielheim. Dielheim 1966.
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966.
    • Bd 2: Die Stadt Heidelberg und die Gemeinden des Landkreises Heidelberg. Karlsruhe 1968.
  • Harald Gomille: Die Geschichte der Gemeinde Dielheim: mit Horrenberg, Balzfeld, Unterhof und Oberhof. Herausgegeben von der Gemeinde Dielheim (Eigenverlag).
    • Band 1: 1994.
    • Band 2: 1998.
  • Klaus Ronellenfitsch: Dielheimer Familienbuch 1648–1900, mit Horrenberg, Balzfeld, Unterhof und Oberhof. Dielheim 2000 (= Badische Ortssippenbücher 85).
  • Gemeinde: Dielheim im Jubiläumsjahr 2017.
 Commons: Dielheim – Sammlig vo Multimediadateie
  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung - Stichtag 31.12. - regionale Tiefe: Gemeinden, Samt-/Verbandsgemeinden (bis 2011)
  3. Quellen für den Abschnitt Gemeindegliederung: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 434–436.
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 2), Urkunde 801, 2. April 767 – Reg. 121. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 296, abgruefen am 5. Januar 2018.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz, ISBN 3-17-003263-1, S. 475.