Kaal

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Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Stadt Kähl
Kehl
Deutschlandkarte, Position vo de Stadt Kähl hervorghobe
Koordinate: 48° 34′ N, 7° 49′ O
Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Nideralemannisch
Regionalvariante: Oberrhinalemannisch
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Friburg
Krais: Ortenaukrais
Heh: 139 m i. NHN
Flech: 75,1 km²
Iiwohner:

36.664 (31. Dez. 2019)[1]

Bevelkerungsdicht: 488 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahle: 77671–77694
Vorwahl: 07851
Kfz-Kennzaiche: OG
Gmeischlissel: 08 3 17 057
Stadtgliderung: Kernstadt und 10 Stadtteile
Adress vun dr
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 85
77694 Kehl
Webpräsenz: www.kehl.de
Oberburrimeeschter: Toni Vetrano (CDU)
Lag vun vo de Stadt Kähl im Ortenaukrais
Ill (Elsass)Ill (Elsass)FrankreichLandkreis RastattBaden-BadenLandkreis CalwLandkreis EmmendingenLandkreis FreudenstadtRheinau (Baden)Lauf (Baden)SasbachLandkreis RastattLandkreis RottweilSchwarzwald-Baar-KreisAchernAchernAchernAppenweierBad Peterstal-GriesbachBerghauptenBiberach (Baden)DurbachEttenheimFischerbachFriesenheim (Baden)GengenbachGutach (Schwarzwaldbahn)Haslach im KinzigtalHausachHofstetten (Baden)HohbergHornbergKappel-GrafenhausenKappel-GrafenhausenKappelrodeckWillstättKehlKehlKippenheimKippenheimKippenheimLahr/SchwarzwaldLauf (Baden)Lauf (Baden)Lautenbach (Ortenaukreis)MahlbergMahlbergMahlbergMeißenheimMühlenbach (Schwarzwald)Neuried (Baden)NordrachOberharmersbachOberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)OberwolfachOffenburgOhlsbachOppenauOrtenberg (Baden)Ottenhöfen im SchwarzwaldRenchenRenchenRingsheimRingsheimRust (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (gemeindefreies Gebiet)SasbachSasbachSasbachSasbachwaldenSchuttertalSchutterwaldSchwanauSeebach (Baden)Seelbach (Schutter)Steinach (Ortenaukreis)WillstättWillstättWolfachZell am HarmersbachRheinKarte
Iber des Bild

Kaal (dt. Kehl) isch e Großi Kreisstadt im Ortenaukreis z Bade-Württeberg und e Nochberstadt vo Stroßburg.

Geografi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kaal litt am Zämmefluss vom Rhy und de Kinzig, drum hät d Stadt scho immer e Bedütig als Hafestadt gha, was au im Anker vom Stadtwappe z seh isch. Als ehemolige Bruckekopf zu de Gebiet links vom Rhy isch Kehl öfters Ort vo kriegerische Handlige und vylmols völlig zerstört worde. An de hüttige Struktur vo de Stadt und e baar Gebäude isch aber immer no d Handschrift vom Friedrich Wybrenner z seh. Dr Bann bstoht us 52,5 % Landwirtschaftsflechi, 14,5 % Wald, 22,6 % Sidlungsflechi un 10,4 % sunschtiger Flechi.[2]

Stadtdeil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im 20. Johrhundert sin folgendi Ortschafte uf Kaal ygmeindet worde:

  • 1. Jänner 1910: s Dorf Kaal (dt. 'Kehl'), Sunde (dt. 'Sundheim')
  • 1. Juli 1971: Näijmiihl (dt. 'Neumühl'), Oodlshoffe (dt. 'Odelshofen')
  • 1. Dezember 1971: Gollschiier (dt. 'Goldscheuer') mit Marle (dt. 'Marlen') un Kitterschburig (dt. 'Kittersburg'), Korik (dt. 'Kork'), Quärrbach (dt. 'Querbach')
  • 1. Jänner 1973: Huhnerscht (dt. 'Hohnhurst')
  • 1. Jänner 1975: Bodderschwiier (dt. 'Bodersweier'), Litze (dt. 'Leutesheim'), Ouwennä (dt. 'Auenheim'), Zierrlsheffe (dt. 'Zierolshofen')

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

1038 isch Kehl zum erschte Mol erwähnt worre. 1333 isch mit em Bau vo de Rhybruck zwüsche Kehl und Stroßburg agfange, 1683 e neui Festig durch de französische Militär-Architekt Vauban agfange worre. 1774 hät d Gmeind Kehl vom Karl Friedrich von Baden, em dörtmolige Markgraf, d Stadtrechte verliehe kriegt. Noch mehrere Wechsel zwüsche Frankrych, Bade und Östrych sin d Festigsalage 1815 bi de Ruckgab an Bade zruckbaut worre. Während em Dytsch-Französische Krieg 1870/71 isch d Stadt widder Zyl vo französische Agriffe gsi und hät Zerstörige erlyde mieße.

Zwüsche 1842 und 1847 sin di erschte Hafebecke vo de Badische Staatsisebahnverwaltig aglegt worre.

Durch de Bau vo de Ysebahnbruck vo 1861 isch es zum erschte Mol möglich, diräkt vo Paris uff Wien z fahre. De nötig Zugwechsel isch z Kehl durchgfiehrt worre.

Am Änd vom 19. Johrhundert isch zur Verteidigung vo Stroßburg gege Frankrych e Netz uss zwölf Festige aglegt worre. S Fort Blumenthal z Auene (nördlich vo Kehl) isch im Erschte Wältkrieg zerstört worre. Di zwei andere Kehler Forts, Bose und Kirchbach, sin noch em Zweite Wältkrieg gsprengt worre.

Während em Zweite Wältkrieg isch Kehl uff Stroßburg ygmeindet gsi. Kehl isch dänn in 42 Etappe noch em Abkomme vo Washington in de Zit vom 29. Juli 1949 bis zum 8. April 1953 freige worre.

Kehl isch bis End 1971 Sitz vom ehemolige Landkreis Kehl gsi. Am 4. April 2009 hänn sich die NATO Regierungsscheffs in Kääl uff dr "Passerelle des deux rives", uff de Mimrambrugg zum e Bildl getroffe. Sidder dem wurd Kääl nimme mit Kiel verwexlt. Für d Sicherheit vunn de Schdaadsgäschd isch d Insel, des isch e Wohngebiet in Kääl grad am Rhin, zuem e Hochsicherheitstrakt worre. S isch aber alles gued gange.

Verwaltung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Burgermeischter[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sitt Kaal im Johr 1972 e Großi Kreisstadt wore isch, het d Stadt e Owerbrugermeischter.

  • 1842–1848: Martin Gaß
  • 1848–1849: Gustav Roos
  • 1849–1853: Martin Gaß
  • 1853–1872: Schmidt
  • 1872–1882: Benz
  • 1882–1888: Fingado
  • 1888–1902: Schneider
  • 1902–1908: Beutter
  • 1908–1914: Hermann Dietrich
  • 1914–1925: Gustav Weis
  • 1925–1929: Emil Kraus
  • 1929–1933: Hans Luthmer
  • 1933–1934: Alfred Held
  • 1934–1945: Alfred Reuter
  • 1945–1951: Friedrich Geroldt
  • 1951–1960: Ernst Marcello (wu er suschpendiert gsii isch: 1952–1955 Fritz Koch, 1955–1957 Erich Burger un 1958–1960 Trudpert Müller)
  • 1960–1975: Trudpert Müller (CDU)
  • 1975–1998: Detlev Prößdorf (SPD)
  • 1998–2014: Günther Petry (SPD)
  • sitt 2014: Toni Vetrano (CDU)

Gmeirot[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ergebnis vun dr Kommunalwahl vum 26. Mai 2019:[3]

Barteie un Wehlergmeinschafte %
2019
Sitz
2019
%
2014
Sitz
2014
%
2009
Sitz
2009
Kommunalwahl 2019
 %
30
20
10
0
21,09 %
21,24 %
17,54 %
21,21 %
n. k.
5,05 %
n. k.
7,72 %
Gwinn un Verluscht
im Verglych zue 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
−7,06 %p
−3,35 %p
+0,23 %p
+9,51 %p
−8,42 %p
+0,04 %p
−4,82 %p
+7,72 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,09 5 28,15 7 25,7 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,24 6 24,59 7 21,3 6
FW Freie Wähler Stadt Kehl e.V. 17,54 5 17,31 6 18,2 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 21,21 5 11,70 3 9,6 2
FRAUEN Frauenliste Kehl e.V. 8,42 2 9,4 2
JLK Jugendliste Kehl 5,05 1 5,01 1
FDP Freie Demokratische Partei 6,15 2 4,82 1 11,9 3
LINKE Die Linke 4,0 1
AfD Alternative für Deutschland 7,72 2
Gsamt 100 26 100 27 100 26
Wahlbedeiligung 47,41 % 39,8 % 42,8 %

Städtepartnerschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kehl hät Partnerschafte mit Montmorency z Frankrych und Kotor z Montenegro.

Wirtschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wäge de nydrige Bauhöchi vo de hüttige Rhybruck isch Kehl s Änd vo de Seeschifffahrt uff em Rhy. Über 29 000 Schiff laufe im Johr de Kehler Hafe a, mit me Umschlagsvolume vo über drei Millione Tonne.

Z Kehl sin di Badische Schdoolwärk aagsidlet.

Verkehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Durch d Gränzlag kömme im Johr ungfähr 20 Millione Mensche durch Kehl. Des entweder per Audo oder mit de Bahn. D Stadt wird vo de Bundesstroße B28 (vo Stroßburg über de Schwarzwald uff Ulm) und de B36 (vo Lohr uff Mannhe) durchzoge.

Dialäkt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In Kaal babblet mr ne Dialäkt, wu zuem Owerrhinalemannische gheart unn innerhalb vu där zuer Sproochlandschaft vun de Ortenau zuegeordnet wurd.[4] Er hett spezielli Eigeheide, wu im Hanauerland verbreitet sinn und Ähnlichkeite mit nem Elsässische uff de linke Rhiinsidde hänn.

Bsunderheite im Dialäkt im Hanauerland kennen ich ne paar Wenkersätz üssem Wenkerboge vu Kaal gän.

S Alemannisch Theater Kaal fiert Theaterstuck uf Alemannisch uf.

Bauwerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Rothuus (1815 als Kaserne baut wore, sitt 1910 Rothuus)
  • Weinbrennerhuus (1816)
  • Villa Schmidt (1914)
  • Evangelischi Pfarrkirch (1822-1824)
  • Evangelischi Fridenskirch (1874)
  • Katholischi Kirch St. Nepomuk (1914)
  • Katholischi Kirch St. Maria
  • Evangelischi Lutherkirch z Sundheim (1955)
  • Evangelischi Johanneskirch z Kronenhof (1980)
  • Katholischi Kirch Maria, Hilfe der Christen z Goldscheuer (1961)
  • Evangelischi Kirche Auenheim (17. Jh. mit elterem Durm)
  • Evangelischi Kirch z Bodersweier (romanischi Chordurmkirch, 1616 erneiert)
  • Katholischi Filialkapell zur Heiligen Maria z Kittersburg (1928)
  • Katholischi Pfarrkirch Marlen (1767)
  • Evangelischi Filialkirch Hohnhurst (1855)
  • Evangelischi Kirch Kork (1731/32 mit deilwiis gotischem Chor)
  • Katholischi Herz-Jesu-Kirch z Kork (1906/07, neoromanisch)
  • Evangelischi Kirch Leutesheim (baut vor der Reformation, 1740 barockisiert)
  • Evangelischi Kirch Neumühl (1956)
  • Moschee (2007-1012)
  • Wasserdurm (1904)
  • Wissedannedurm (2004)
  • Passerelle des Deux Rives (iigweit 2004)

Bilder[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch. Bd. 4. 2. Teilband des Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1959.
  • Franz Friedrich Brost (Hrsg.): Kehl. 2. erg. Aufl. Morstadt, Kehl 1980. ISBN 3-88571-028-5.
  • Hartmut Stüwe: Evakuierung, Besetzung, Freigabe, Kehler Stadtgeschichte 1944–1953. Ausstellungskatalog. Kehl 2003.
  • Hartmut Stüwe: Kehl im Dritten Reich, Stadtgeschichte 1933 bis 1945. Kehl 1997.
  • Das besondere Schicksal der Stadt Kehl im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg 1939/1946. Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Bonn 1968.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Kehl – Sammlig vo Multimediadateie

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2019 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung - Stichtag 31.12. - regionale Tiefe: Gemeinden, Samt-/Verbandsgemeinden (bis 2011)
  3. Statistisches Landesamt, Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2019
  4. Hubert Klausmann, Konrad Kunze, Renate Schrambke: Kleiner Dialektatlas. Alemannisch und Schwäbisch in Baden-Württemberg (= Themen der Landeskunde. H. 6). Konkordia-Verlag, Bühl/Baden 1993, ISBN 3-7826-0166-1 (3., durchgesehene und ergänzte Auflage. ebenda 1997).