Stühlingen

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Stüehlinge
(Stühlingen)
Wappe Charte
Wappe vu dr Stadt Stüehlinge
Markierung
Dütschlandcharte, Position vu Stüehlinge hervorghobe
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante Oberalemannisch
Regionalvariante Stüehlingerdütsch
Basisdate
Staat: Dütschland
Bundesland: Bade-Württeberg
Regierigsbezirk: Fryburg
Chreis: Waldshüet
Geographischi Lag: 47° 45′ N, 8° 27′ O
Höchi: 501 m ü. NN
Flächi: 93,20 km²
Iwohner: 5.180 (31. Dezember 2010) [1]
Bevölcherigsdichti: 56 Iwohner je km²
Boschtleitzahle: 79778–79780
Vorwahle: 07703, 07709, 07743, 07744
Nummereschild: WT
Gmeischlüssel: 08337106
Adress vu dr
Stadtverwaltig:
Schlossstraße 9
79780 Stühlingen
Internetuftritt:
Bürgermeischteri: Isolde Schäfer
Lag vu dr Stadt Stüehlinge im Landchreis Waldshüet
Karte



Dialäkt: Hotzewälderisch (Stüehlinge)

Stüehlinge (dütsch Stühlingen) isch e Stadt im Landchreis Waldshuet, Bade-Württeberg.

Inhaltsverzeichnis

[ändere] Geografy

[ändere] Geografischi Lag

De Luftkurort Stüehlinge lyt a de Wuete am Südrand vum Schwarzwald uff ere Höchi vu 449 bis 601 Meter. diräkt a de Grenz zu de Schwyz (Gmeind Schlaate). Stüehlinge isch Teil vum Naturpark Südschwarzwald. Nochborort vu Stüehlinge sin (im Uhrzeigersinn) Wuete, Blumberg, Schlaate (CH), Oberhallau (CH), Hallau (CH), Eggingen, Ühlingen-Birkendorf un Bonndorf im Schwarzwald.

Städt i de Umgebig vo Stüehlinge sin Schaffhuse (CH), Boahdorf, Blummberg, Stei am Rhy (CH), Waldshuet-Düenge, Singe (Hohetwiel) un Donaueschinge.

[ändere] Städt i de Umgebig

Städt i de Umgebig vu Stüehlinge sin Schaffhuse (Schwyz), Bonndorf, Blumberg, Stein am Rhein (Schwyz), Waldshuet-Düenge, Singe (Hohentwiel) un Donaueschinge.

[ändere] Stadtgliderig

Rathaus Stühlingen

Zu de Stadt Stüehlige mit de Gmeinde Bettmaringe, Blumegg, Eberfinge, Grimmelzofe, Luuse, Muuche, Oberwange, Schwaninge, Sparreberg, Underwange und Wize ghöre d'Stadt Stüehlinge und no 32 Dörfer, Wyler, Zinke, Höf und Hüser.

Im Gebiet vu de ehemolige Gmeind Bettmaringe lige d'Wüeschtige Ottwange und Tandlekofe. Im Gebiet vo de ehemolige Gmeind Blumegg lige d'Burgruine Blumegg und Vorburg und d'Wüeschtig Huuse. Im Gebiet vu de Gmeind Luuse lige d'Rest vo-n-re Burg, wo in keinere Urkund gnännt wörd. Im Gebiet vu de ehemolige Gmeind lyt d'Wüeschtig Burgstell.[1]

→ Lueg au: Liste der Orte im Landkreis Waldshut

Panorama Stühlingen

[ändere] Gschicht

Schloss Hohenlupfen im Winter

Stüelinge war Sitz vu de Landgrafschaft Stüelinge un em Fürschtedum Füerschteberg.

Wie Fünd us de römische Zit uss de unmittelbare Noochberschaft vu Stüehlinge zeige, war de Dalbode bi Stüehlinge schu lang bsidelet. Diä Grundfescht vum Schloss Hohelupfe söllet zue sellere Zit als Fundament für en römische Signaldurm dient ha. Witerhin sin bi de Ziegelhütte Münze us römischer Zit gfunde worre, die mit de Insignie vu de XI. un XXI. Legion vum römischen Heer voseh sin. Im Oberdorf, am Fueß vum Galgebuck, isch ein Mosaikfueßbode vo römischer Herchunft entdeckt worre. Zämme mit de Uusgrabunge by Juliomagus (Schlaate) im benochborte Schlaate ergit sich s Bild vu nem römische Lager, welles sich zu jenere Zit a de Stroß vu Schaffhuuse nach Fryburg befunde hätt, wo d Wuete überquert worre isch. [2]

[ändere] Verleihung vu de Stadt- un Märkträcht

En markante Zitpunkt isch s Johr 1262 gsi, wo de oval, befeschtigte Ort uff eme Bergschporn hoch überm Wuetedal vum Graf Eberhard I. vo Lupfe (Grafe zu Lupfe) d Stadträcht griegt hätt, un sither darf si sich (au hütt no) Stadt Stüehlinge nänne. D'Stadt hätt dodenoch au s Märkträcht griegt und isch de Sitz vom Gricht gsi. Märkt sin innerhalb vo de ovale Stadtmure gsi, vor allem aber uff em Blatz bim Obere Dor, wo hütt no Marktblatz heißt.

[ändere] Schwyzerchrieg

Im Schwizerchrieg isch au d'Statthalterschaft vu de Lupfener Grafe vo uffständische eidgnössische Buure nit verschont blibe; si hän d'Stadt im Johr 1499 brandschatzt. Vu sällem Ereignis chunnt d'Legände vom Stühlinger Männle, wo ageblich de letscht gsi isch, wo s Massaker überläbt hätt. S Männli isch sither uff em Wappe vo de Stadt Stüehlige z säh.

[ändere] Buerechrieg

D'Stüehliger Bure hän im Johr 1524 e Uffstand gege d'Herrschaft uff em Hochelupfe verahschtaltet. Es git d'Legände, dass sälle Uffschtand e Initialzündig (Dütsche Buerechrieg) gsi isch. Es isch verbrieft, dass de südbadisch Rädelsführer, de Hans Müller vo Bulgebach, uss eme Wyler in de Nöchi cho isch.

[ändere] Unteres un Oberes Dor

I de Mitti vom 19. Johrhundert sinn di beide Stadtdor abgrisse worre.

[ändere] Landgricht

1864 isch de Grichtsbezirk Stüelinge uffglöst worre un a des Amtsgricht nach Bonndorf volegt worre. S Abhaalte vo Landgricht isch sit Johrhunderte ä Rächt vu de Stüelinger gsi, well de Landgraf do sin Grafeschtuehl plaziert hätt. Item hätts d Stüehinger härt troffe, wo sie dem Recht b'raubt worre sin.

[ändere] Aberkennung des Stadtrechts

Ahfang vum 20. Johrhundert isch s Gricht z Stüehlige uffghobe worre. Während em Dritte Rych isch Stüehlinge durch di Dütschi Gmeindordnig s Stadträcht aberkännt worre. Noch em Zweite Wältchrieg sin si widder hergstellt worre. Wäge de Verleihig vom Stadträcht isch im Judewinkel e Linde pflanzt worre, di sognännti Stadtlinde.

[ändere] Stüehlinger Schwimmbad

1960 isch z Stüehlige e Schwimmbad uffgmacht worre, wo sit de Saison vo 2006 de Verein „Schwimmfreunde Stühlingen“ bedribt.

[ändere] 700 Johr Fyer

Im Johr 1962 isch s 700-Johr-Jubiläum vo de Stadträcht-Verleihig (1262) gfyret worre.

[ändere] Gmeindsreform

Zwische 1973 un 1975 hätt sich d Stadt Stüehlinge vu 1746 uff 5176 Einwohner (Stand 1970) durch die Gmeindsreform in Bade-Württeberg vogrößeret. Dodurch isch Stüelinge zu nere Flächegmeind mit enere Flächi vo urschprünglich 1670 ha uff 9340 ha aagwachse. Am 1. Januar 1975 isch d Reform faktisch in Kraft trette.

[ändere] Bolitik

[ändere] Gmeindroot

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
CDU 9 Sitz 10 Sitz
Wehlervereinigunge 12 Sitz 8 Sitz
Gsamt 21 Sitz 18 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Wie durch d'Gmeindeordnig vom Land Bade-Württeberg bstimmt, hän alli Ortsdeil e gwählte Ortschaftsroot mit jewyls einem Ortsvorsteher. Di einzigi Usnahm bildet de Chernort Stüehlinge. Uss de Bürgerschaft hät sich drum e "APO" bildet, s "Offene Bürgerforum Stüehlige" (OBS).

[ändere] Wappe

D'Blasonierig vom Wappe: I me Schild, wo vo Silber und Blau gspaalte wird, s armlos Stadtmännli vu Stüehlinge mit eme bruune Bart, blauer Chopfbedeckig und eneme gschlossene Wams mit drei Chnöpf.

[ändere] Städtepartnerschafte

Stüehlinge bedribt sit 1980 partnerschaftlichi Beziehige zu de Gmeind Bellême im Département Orne. Für d'Ahlige vu de Partnerschaft isch en Förderverein mit eme 12-chöpfige Komitee zueschtändig; eins vu de 12 Mitglyder isch s Stadtoberhaupt. D'Partnerschaft mit Bellême isch ziemlich intensiv; de Uusdusch findet bi Verein und Schüeler statt. Es git jede Johr i beide Ort e Schüeler- oder Jugenduusdusch.

[ändere] Einzelnochwys

  1. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 1022–1028.
  2. Geschichte der Stadt und der vormaligen Landgrafschaft Stühlilngen, Autor Hans Brandeck, Verlag der Stadtgemeinde Stühlingen

[ändere] Extärni Site

Commons Allmänd (Commons): Stüehlige — Witeri Mulitimediadateie zum Artikel


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