Schweiz

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Schwiizerischi Eidgnosseschaft
D'Flagge vo Schwiizerischi Eidgnosseschaft
S Wappe vo Schwiizerischi Eidgnosseschaft
Amtsschpraach(e) Dütsch (63,7 %),
Französisch (20,4 %),
Italiänisch (6,5 %),
Rätoromanisch (0,5 %)
Hauptschtadt Bern
(Wobii zbemerke isch, dass d'Schwiiz kei Haupt-, sondern e Bundesstadt hett)
Schtaatsform halbdirekti Konkordanzdemokratie, Bundesstaat
Schtaatsoberhaupt und Regierigschef Regierungschef: keiner (lueg Bundesrat)
Staatsoberhaupt: nöt definiert (Wird gmeinsam wahrgno vom Volk, em Nationalrat/Parlament und vom Bundesraat)
Flächi 41'285 km²
Iiwohnerzahl 7'785'800 Persoone (Ändi 2009)
Bevölkerigsdichti 188,2 Einwohner pro km² Iiwohner pro km²
Währig 1 Schwiizer Franke = 100 Rappe
Gründig 1. Auguscht 1291, als Bundesstaat ersch 1848
Nationalhymne Schwiizerpsalm
Ziitzone MEZ
Kfz-Kennzeiche CH
Internet-TLD .ch
Vorwahl +41
Europe-Switzerland.svg

D’ Schwiiz, offiziell Schwiizerischi Eidgnosseschaft (frz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rät. Roh-Confederaziun svizra.ogg Confederaziun svizra , latynisch Confoederatio Helvetica), isch en Staat in Mitteleuropa. De Name Schwiiz chunnt vom glychnamige Kanton.

D'Schwiiz lyt zwüschem Bode- und Gänfersee, em Alperhy und em Jura, em Hoch-Rhy und em Südrand vo de Alpe. Si gränzt im Norde a Dütschland, im Oschte a Liechtestei und Ööschtriich, im Süüde a Italie, und de Nochbar im Weschte heisst Frankriich.

Inhaltsverzeichnis

[ändere] Dr offiziell Name vom Schtaat

De Name Schwiizerischi Eidgenosseschaft, frz. Confédération suisse, it. Confederazione svizzera, isch der offiziell Titel vo der Schwiiz as politischi Eiheit sit der Iifüehrig vo der Mediationsverfassig 1803.

Dä Begriff chunnt eso zum erste Mol in offizielle usländische Dokumänt us der Zit vom Drissigjöhrige Chrieg uf Dütsch vor. Im 18. Johrhundert isch er gängig worde, so het der Jean de Müller 1780 e Buech mit em Titel Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft usegee. Am 5. Juli 1803 het dr neu Schwiizer Senat d Inschrift Schweizerische Eidgenossenschaft uf em Siigel beschlosse. Dä Name isch au au vom Schwiizer Staatebund 1815 übernoh worde und vom Bundesstaat in der Verfassig 1848 und in der Verfassigsrevision 1878. In der Verfassigrevision vo 1999 isch es s Volk und die schwiizerische Kantön wo die Schwiizerische Eidgenosseschaft bilde.

Schwiizerischi Eidgenosseschaft isch der Name gsi vom

Schwiizerischi Eidgenosseschaft isch au der Name vom modärne Schwiizer Bundeststaat, wo bis hüt existiert. Si Bundesverfassig isch in kantonale Volksabstimmige und uf Landsgmeinde agnoh worde (usser z Friburg, wo der Gross Root abgstimmt het). Am 12. Septämber 1848 hed d Dagsatzig erkärt, ass das s ‹Grundgsetz vo der Eidgenosseschaft› siig. Das ischs Gründigsdatum vom jetzige Staat Schwiiz.

[ändere] D’Landschaft

D’Schwiiz isch starch vu irnä villä Bärgä und ai vu dä zahlriichä Seä prägt. D Bärgä vor Millione vo Jahr di afrikanäschi Plattä uf di eurasäschi Plattä zämätätscht isch. Es hätt füüf geografischi Rüüm, wo o vom Wätter här sehr underschidläch chöi si:

S Matterhorn, Wallis (Oberwallis)

Drisg Prozännt vom Land isch Wald. Am meischte hets Nadelbäum. Die schützet d’Bevölcherig vor Lawine und es hätt denn immer no gnueg für schöni Wienachtsbäum. Es git sogar es Gsetz wo seit, dassmä nid meh tarf houzä ausmä ämä angärä Ort umä ä Boum aapflanzet. Dür das Gsetz u wägdä Ökoflächine nimmt di Gsammtwaudflächi im Momänt zuä.

D Landschaft wird dür d Mönschä starch veränderet. Früächer si riisegi Wäuder grodet wordä um Landwirtschaft betribä z chönnä. Hät mä das nid gmacht wär di ganzi Schwiz ei zämähängend Waud, abgseh vom Tessin.

Hüt wärdä vorauem Landwirtschaftsflächinä veränderet, verbout um gnau z si. Aus Richtwärt seitmä, dass jedi Sekundä ei Quadratmeter Land verbout wird.

[ändere] Flüss und Seeä

Näbdä Bärgä u Wäuder het d Schwiz o viu Seeä u Flüss. Mi seit o, das d Schwiz ds Wasserschloss vo Europa isch. Dases soviu Wasser het, het d Schwiz dä Bärgä u Gletscher ds verdankä.

Di grösstä Seeä si: Gänfersee, Bodäsee und Nöiäburgersee

und di grösstä Flüss si: Rhii, Aare u Rhone.

Lueg au: Flüss vor Schwiiz

[ändere] Kantön

D'Schwiiz isch politisch us 26 Kantön zämegsetzt (noch anderer Zellig 23, will die beide Basel, Appizäll und Unterwalde sogenannti "Halbkantön" sin - das hett aber, usser in es paar politische Gebiet, ke witeri Bedütig). Die Kantön sin lut dr Bundesverfassig grundsätzlich souverän, usser dört, wo d Kantön uf ihri Rächt usdrücklich verzichdet und das in d Verfassig ufgnoh händ. Das heisst, dass jede Kanton eigentlich e eigene Staat isch und alles für sich sälber reglet. Nur ebbe dört, wo dr Bund (also die ganz Schwiiz) öppis für alli greglet hett, sin d'Kantön bunde. Das isch hüt in relativ vilne wichtige Beriich de Fall. Trotzdäm händ d Schwiizer Kantön no vil z'säge, verglichbar mit de Bundesstaate in Amerika (USA).

[ändere] Lischte vo de 26 Kanteen

Karte Kantone der Schweiz farbig 2011.png

Die Lischte entspricht dr offizielle Reihefolg noch de 8 bzw. 13 alte Ort (lueg Schwiizer Gschicht). D Näme vo de Kantön und Hauptstädt sind im jewilige Dialäkt/Sproch (in de jewilige Diäläkt/Sproche) vom Kanton, in Klammere und glich isch dr offizielli Name uff Schriftdütsch. In Klammere und gross isch bi dütsche Kantön dr umgangssprochlichi Name und bi wälsche Kantön und em Tessin dr alemannisch Name.

Kürzel Wappe Name vom Kanton Bitritt zer Eidge-
nosseschaft
Hauptschtadt Yywooner
1
Flechi
2
Bevelkerigs-
dichti

3
Azahl Gemeinde5 Amts
sproche
ZH Wappen des Kantons Zürich Züri (Zürich) 1351 Züri (Zürich) 1'272'600
(1)
1'729
(7)
729
(3)
171 deu
BE Wappen des Kantons Bern Bärn/Berne (Bern) 1353 Bärn/Berne (Bern) 957'100
(2)
5'959
(2)
160
(15)
398 deu, fra
LU Wappen des Kantons Luzern Lozärn (Luzern) 1332 Lozärn (Luzern) 356'400
(7)
1'493
(9)
238
(9)
97 deu
UR Wappen des Kantons Uri Uri (Uri) 1291 Altdorf (Altdorf) 35'100
(24)
1'077
(11)
33
(25)
20 deu
SZ Wappen des Kantons Schwyz Schwyz (Schwyz) 1291 Schwyz (Schwyz) 137'500
(17)
908
(13)
150
(16)
30 deu
OW Wappen des Kantons Obwalden Obwaldä (Obwalden) 1291 Sarnä (Sarnen) 33'300
(25)
491
(19)
68
(22)
7 deu
NW Wappen des Kantons Nidwalden Nidwoude (Nidwalden) 1291 Stans (Stans) 39'800
(22)
276
(22)
143
(18)
11 deu
GL Wappen des Kantons Glarus Glaris (Glarus) 1352 Glaris (Glarus) 38'200
(23)
685
(17)
56
(23)
27
3 (ab 2011)
deu
ZG Wappen des Kantons Zug Zog (Zug)
8
1352 Zug (Zug) 106'500
(18)
239
(24)
440
(5)
11 deu
FR Wappen des Kantons Freiburg Fryburg/Fribourg (Freiburg) 1481 Fryburg/Fribourg (Freiburg) 254'000
(11)
1'671
(8)
149
(17)
182 deu, fra
SO Wappen des Kantons Solothurn Soledurn (Solothurn) 1481 Soledorn (Solothurn) 247'900
(12)
791
(16)
313
(7)
126 deu
BS Wappen des Kantons Basel-Stadt Baaselschtadt (Basel-Stadt) 1501 Baasl (Basel) 185'600
(15)
37
(26)
5'046
(1)
3 deu
BL Wappen des Kantons Basel-Landschaft Basellandschaft (Baaselbiet) (Basel-Landschaft) 1501 Lieschtel (Liestal) 266'100
(10)
518
(18)
513
(4)
86 deu
SH Wappen des Kantons Schaffhausen Schaafuuse (Schaffhausen) 1501 Schaafuuse (Schaffhausen) 73'800
(19)
298
(20)
248
(8)
33 deu
AR Wappen des Kantons Appenzell Ausserrhoden Appezell Ossärodä (Appenzell Ausserrhoden) 1513 Härisu/Troge 4
(Herisau/Trogen)
52'600
(21)
243
(23)
217
(12)
20 deu
AI Wappen des Kantons Appenzell Innerrhoden Appäzöll Innärodä (Appenzell Innerrhoden)
13
1513 Appezell (Appenzell) 15'200
(26)
173
(25)
87
(20)
6 deu
SG Wappen des Kantons St. Gallen Sanggalle (St. Gallen) 1803 Sanggalle (St. Gallen) 460'000
(5)
2'026
(6)
227
(11)
89 deu
GR Wappen des Kantons Graubünden Graubünda (Bündnerland)/Grischun/Grigioni (Graubünden) 1803 Khur/Cuira/Coira (Chur) 187'800
(14)
7'105
(1)
26
(26)
208 deu, rm, ita
AG Wappen des Kantons Aargau Aargau (Aargau) 1803 Aarau (Aarau) 569'300
(4)
1'404
(10)
403
(6)
231 deu
TG Wappen des Kantons Thurgau Tuurgau (Thurgau) 1803 Frauefeeld (Frauenfeld) 234'300
(13)
991
(12)
235
(10)
80 deu
TI Wappen des Kantons Tessin Ticino (Tessin) (Tessin) 1803 Bellinzona (Belänz) (---) 322'300
(8)
2'812
(5)
114
(19)
201 ita
VD Wappen des Kantons Waadt Vaud (Waadt) (Waadt) 1803 Lausanne (Losann) (---) 654'100
(3)
3'212
(4)
205
(14)
382 fra
VS Wappen des Kantons Wallis Wallis/Valais (Wallis) 1815 Sittu/Sio (Sitten) 291'600
(9)
5'224
(3)
55
(24)
158 deu, fra
NE Wappen des Kantons Neuenburg Neuchâtel (Nöieburg) (Neuenburg) 1815 Neuchâtel (Nöieburg) (Neuenburg) 168'400
(16)
803
(15)
209
(13)
62 fra
GE Wappen des Kantons Genf Genève (Gämf) (Genf) 1815 Genève (Gänf) (Genf) 430'600
(6)
282
(21)
1'520
(2)
45 fra
JU Wappen des Kantons Jura Jura (Jura) (Jura) 1979 Delémont (Dälsbrg) (Delsberg) 69'100
(20)
838
(14)
82
(21)
83 fra
CH Wappe vor Schwiiz Schwiiz/Suisse/Svizzera/Svizra (Schweiz)   Bärn/Berne/Berna/Berna (Bundesstadt) (Bern) 7'459'100 41'285 174 2'773 deu, fra,
ita, rm

Bemerkige:

In Klammere bi Ywooner, Flechi und Dichti stoht jewyls dr Rang.
1 Stand: 31. Dezämber 2005, Bundesamt fyr Statistik
2 km²
3 Yywohner pro km², Stand 2000
4 Härisu isch Sitz vor Regierig und em Parlamänt, vo Juschtiz und Polizei isches Troge
5 Stand: 1. Januar 2005
8 bis do ane: Die acht alte Ort
13 bis do ane: Die Drizää alte Ort

[ändere] Regione

Grossregione (2012)

D Schwiiz isch vum Bundesamt für Statistik in siibe Regione iideilt worde:

I der Umgangssprach wird d'Zentralschwiiz als Innerschwiiz bezeichnet. De Region zwüsche Bärn und Züri seit me ou Mittelland und dr französischsprächende Teil vor Schwiiz isch under em Name Romandie, Wälschland oder Weschtschwiz bekannt.

[ändere] Schtedt

D'Schwiiz hed gmäss dr Bundesverfassig kei Hauptschtadt, sondern e sognennti Bundesschtadt und das isch Bärn. Die gröschti Stadt im Land isch abr Züri, wo öppe knapp 370'000 Ywoner het. Züri isch dr Handelsmittelspunkt vo dr Schwiiz. Die zweitgrössti Stadt mit fast 190'000 Iiwohner isch Gämf, wo dank de vile internationale Organisatione, wo dört ihre Sitz hai, vo groosser internationaler Wichdigkeit isch. Basel het im letzte halbe Johrhundert fast e Viertel vo siiner Bevölkerig verlore und isch mit öbbe 170'000 Iiwohner die drittgröschti Stadt und s Zentrum vo dr zweitgrösste Agglomeration.

[ändere] D Bevölkerig

D Schwiiz isch eis vo de riichschte Länder uf de Wält mit eme Bruttoinlandsprodukt (BIP) 48'048 Franke (CHF) pro Chopf. Es het au eini vo de höggschte Läbenserwartige: e Durchschnitt vo 80.85 Johr, 78.03 für d Manne und 83.83 für d Fraue. (WHO, 2009)

[ändere] Religione

Religione (2012)

D Religion het lang e grossi Rolle gspiilt in dr Schwiiz und nid numme im Positive. Sit dr Zit vo de Chrüzzüg het s immer wider Judeverfolgige gee, bis d Jude schliesslig, usser us zwei Ortschafte im Aargau, us dr ganze Schwiiz verdriibe worde si. Sit dr Helvetik hai si sich dank em Druck vom revolutionäre Frankriich wider döfe niiderloo, aber volli Bürgerrächt hai si erst 1874 mit dr Revision vo dr Bundesverfassig überchoo.

D Usenandersetzig mit em Islam het in dr Schwiiz erst gege s Ändi vom 20. Johrhundert agfange, wo muslimischi Gastarbeiter und Flüchtling hai afo in d Schwiiz cho. Zu dr Xenophobii, wo sich scho in dr Behandlig vo de italiänische Fremdarbeiter in de 1950er und 60er Johr zeigt het, isch bi de muslimische Migrante non es Unverständnis und Misdraue gegenüber ihrer Religion drzue cho.

Sit dr Reformation im 16. Johrhundert hai d Schwiizer Christe sälber immer wider brobiert, d Komflikt under sich militärisch z lööse. D Reformation het sich in de Stedt vom Middelland duuregsetzt, währed die ehnder ländlige Gebiet im Süde drvo katholisch bliibe si. Bis in s 18. Johrhundert si die katholische Ort dank ihrer militärische Übermacht in dr Eidgenosseschaft politisch füehrend bliibe, denn het sich s Blatt gwändet, und im letschte Schwiizer Bürgerchrieg, em Sonderbundschrieg, het dr Liberalismus de katholisch-konservative Kantön e neue Bundesstaat ufzwunge, wo die konfessionelle Gegesätz no di noh verchliineret het. D Religione hai im 20. Johrhundert nid wenigi vo ihren Aahänger verlore. So si no 1967 mit 52,7% e Mehrheit vo de Schwiizer reformiert gsi, währed d Katholike 45,4% vo dr Bevölkerig usgmacht hai.[1] Hützudag si öppe 43% vo de Lüüt i de Schwiiz römisch-katholisch, 38% si evangelisch-reformiert, 11% ohni Zueghörigkeit, 3,3% Moslem und 0,2% jüdisch.

[ändere] Sprooche

Verbreitig vo de Landessprooche in de Schwyz – Mehrheitsverhältniss nooch de Volchszäälig vo 2000, mit em Gmeindsstand vo 2012
0 Dütsch (63,7 %)
0 Französisch (20,4 %)
0 Italienisch (6,5 %)
0 Rätoromanisch (0,5 %)

D Schwyz het luut Bundesverfassig vier Landes- ùn Amtssprooche: Dütsch mit eme Aadeil vo öbe 63,7%, Französisch mit 20,4%, Italiänisch mit 6,5% ùn Rätoromanisch mit 0,5%. Viersproochig isch aber nùmme de Bundestaat als Institution: Di meischte Kantön hen dergege nùmme ei Amtssprooch. D Kantön Bärn, Fryybùrg ùn Wallis sin offiziell zweisproochig Französisch-Dütsch ùn de Kanton Graubünde isch offiziell drüüsproochig Dütsch-Italienisch-Rätoromanisch. Au di meischte Gmeinde hen nùmme ei offizielli Sprooch, au wenn Minderheite vo de andre Sproochgruppe dört läbe (Territorialitätsprinzip). Die Sproochgränze sin mee oder weniger stabil; nùmme im Bündnerland verschiebt sich d Sproochgränz syt längrem zum ungunschte vùm Rätoromanische.

Annerkanti Minderheitesprooche, wo territorial nit bunnde sin, sin no s Jenische ùn s Jiddische. Dernäbe schwätze öbe 9% vo de Bevölcherig e Sprooch, wo nit zue de Landessprooche ghört. D Sprooche Serbokroatisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch, Änglisch ùn Türkisch hen alli mee Sprecher wie d Landessprooch Rätoromanisch. Usserdäm bruuche öbe 10'000 Mensche in de Schwyz e Gebärdesprooch, je nooch Region di Dütschschwyzer-, französischi- oder italienischi Gebärdesprooch. Annerkannt isch d Gebärdesprooch aber nùmme im Kanton Züri.

Mit Ussnaam vo de Romandie wird d Sproochsituation in de Schwyz als e Diglossie bezeichnet: Es wird je nooch Situation entweder d Standardsprooch (Hochdütsch, Standarditalienisch oder e schriftlichi Form vùm Rätoromanische) oder e Mùndart gschwätzt. Am komplizierteschte isch d Situation bi de Rätoromane, wo fünf regionali Schriftsprooche hen, dezue no s Rumantsch Grischun, wo aber nit überall akzeptiert wird ùn usserdäm praktisch alli au Dütsch chönne.

In de Dütschschwyz werde im Alldag praktisch ussschliesslich alemannischi Mùndarte gschwätzt, wo als Schwyzerdütsch zämmegfasst werde ùn sich regional starch unterscheide. E Ussnaam isch d Gmeind Samnaun im Bündnerland, wo en bairische Dialäkt gschwätzt wird.

In de italienischsproochige Schwyz werde lombardische Mùndarte gschwätzt, wo aber weniger starch verbreitet sin wie d Mùndarte in de Dütschschwyz: Luut Volchszäälig 2000 schwätzt nùmme öbe en Drittel e lombardischi Mùndart.

Im Gägesatz zue de andre Sproochregione sin di ursprüngliche frankprovenzalischi Mundarte vo de Welschschwyz (Patois) praktisch ganz verschwunde, e Entwigglig, wo am Aafang vum 19. Joorhundert yygsetzt het. In de ganze Romandie schwätze luut de Volchszäälig vo 2000 no zwüsche 1-2% jede Daag Patois. Am meiste Patoisants finde sich im Kanton Wallis mit 6,3% (8'800 Persone) im Joor 1990, em Kanton Fryybùrg mit 3,9% (4'755 Persone) ùn em Kanton Jura mit 4% (1'599 Persone)[2]. In denne Gegende, bsùnders im Wallis ùn em Greyerz, spiilt de Patois no e gwüssi Roll, au wenn di meiste Sprecher über 50 Joor alt sin. En Sùnderfall isch Evolène im Wallis, wo de Patois no aa d Chinder wytergee wird[3]. Statt em Patois schwätzt mer hüt meischt en Français régional, wo als Schwyzer Französisch bezeichnet wird.

[ändere] Politik

D Schwiiz isch e föderalistisch organisierti direkti Demokratie.

[ändere] Parlamänt

D Schwiiz het es Parlamänt mit zwöi Chammere. Dr Nationalrot wo sött s Volk röpresentiere und dr Ständerot wo sött d Kantön röpresentiere. D Nationalröt wärde vom Volk i de Kantön gwählt, drbi chamme i de grössere Kantön me Lütt wähle als i de chlinnere. Im Nationalrot sitze 200 Lüt, är wird alli 4 Johr im Proporz gwählt, dass heisst dr Stimmateil wo d'Parteie händ, sött so genau wie möglich i d'Azahl Sitz fliesse. Im Ständerot git's 46 Abgordneti, un i ihn sändet alli Kantön zwöi Ständeröt, numme die sogenannte Halbkantön sände eine. D Ständeröt wärde überall vom Volk gwählt, dass müesst aber nit e so si. Usser im Jura (Proporz) wärde d Ständeröt überall im Majorz gwählt, dass heisst die Kandidate wo im erste Wahlgang s'absolute Mehr hei oder im zweite Wahlgang am meischte Stimme gmacht hei, si gwählt.

[ändere] Bundesrat

Bundesratsfoto 2012

De Bundesrat in corpore (v. l. n. r.):

D Exekutive vor Schwiiz esch de Bundesrat, er wird vor Vereinigte Bundesversammlig gwählt, dass isch e Versammlig fo allne National- und Ständeröt. Im Bundesrot hets sibe Lüt, wo alli glichi Rächt hei. Jede fode sebe Bondesröt het es Departemänt onder sech ond esch för en bestemmte Berych zueständig. Es git ke Präsidänt, aber dr Bundespräsidänt, wo Staatsgescht empfoht und zu Neujohr und am erste Ougust Rede het.

Im Momänt regierid disi Bundesröt:

[ändere] Ussepolitik

Ussepolitisch isch d Schwiiz e neutrals Land, wo sich aber in vile internationale Gremie bedätigt.

[ändere] Gschicht

Houptartikel: Schwizer Gschicht

100 vor Christus: D'Helvetier u d'Räter u d Lepontier, keltischi Stämm läbä im Gebiet vor hütige Schwiiz. De neuzitlich latinisch Name vor Schwiiz, «Confoederatio Helvetica», und s Outozeiche CH chöme vom latiinische Name vo de keltische Helvetier.

nach 58. vor Christus: Nach der Niderlag gäg de Cäsar wirt s Gebiet vo dr Schwiiz e römischi Provinz mit dr Houptstadt Aventicum (Avenches, ligt zwüsche Murte u Yverdon), witeri Städt us derä Zit: Vindonessa (Windisch), Augusta Raurica (Kaiseraugst), Turicum (Züri)

nach 400: Iwanderig vo Alemanne in die östlige Gebiet, wo me denn emol Alemannisch schwätzt, u Burgunder im Weste, wo die lokale spotlatiinische Dialäkt übernäme.

nach 500: S Gebiet vo der Schwiiz het zum alemannische Herzogdum (537-746) ghört, won en Teil vom Fränkische Riich gsi isch, spöter g'hörts zum Heilige Römische Riich dütscher Nation.

1291: Noch de Legende, wo dank em Schiller sim Tell-Drama i d'Weltliteratur iigangen isch, wird mit em Rütli-Schwur vo de Lüt vo Uri, Schwyz u Unterwalden än Bund geschlosse.

nach 1300: Dür Bitritt, Eroberige und Allianze wachst d Eidgenosseschaft immer witer und nimmt allmählich d'Form von äme komplizierte politische Gebild a, äme Staatebund, wo sich us, sit 1513, 13 mehr oder weniger glichberechtigte ‹Ort›, verschiidne ‹Zuegwandte Ort› mit Zweitklassrecht und schwer uusplünderete Untertanegebiet zämesetzt.

1499: Will d'Eidgenosse Riichsreforme ablehned, chunnt's zum Schwobechrieg (die Dütsche säged «Schweizerkrieg») gegen ä Kaiser. Noch empfindliche Niiderlage vo de Riichstruppe git's än Friedesschluss, und d'Schwiiz isch faktisch nüme Riichsgebiet.

1525: Züri füehrt unterem Zwingli d'Reformation ii. Die reformatorische Idee falle au i anderne Gebiet uf fruchtbare Bode, vor allem i de Städt, wo ökonomisch scho entwickleter sind oder wo si dezue benützed, die geistliche Obrigkeite los z'werde. Es chunnt 1531 zu mene entscheidende Waffegang zwüsched de katholische und de reformierte Ort, wo e militärische Misserfolg für die Reformierte isch und zur Stabilisierig vom bedrängte katholische Iifluss füert.

1648: Im Westfälische Friede wird d'Souveränität vo de Schwiiz vo de Grossmächt au de jure anerkannt.

1653: Im Buurechrieg lehnt sich d'Landbevölkerig gäge d'Patrizierherrschaft vo mehrere Stadtort uuf und pocht uf alti Rächt. D Obrigkeit tüüscht Verhandligsbereitschaft vor, nutzt d Guetgläubigkeit vo de Buure uus, und Zürcher Truppe riibe denn 's schlecht uusgrüschtete Buureheer uuf. D'Afüerer, der Ämmetaler Niklaus Leuenberger und dr Äntlibuecher Christian Schibi, wärded mit em Tod bestraft. Die aristokratisch Herrschaft i de Stadtort festiget sich i de Folg immer meh und steigeret sich is Gottesgnadetum vo de ‹gnädige Herre›.

1712: Noch em Zweite Villmergerchrieg, wo die katholische vo de reformierte Ort gschlage wärde, isch die katholischi Hegemonii in dr Eidgenosseschaft ume gsi.

1798: Noch französisch inspirierte Revolutione z Basel, im Waadtland und Unterwallis, z Freiburg, Bärn, Solodurn, Schaffhuuse und Züri het sich Frankriich au militärisch iigmischt und Deil vo dr Schwiiz bsetzt. Die revolutionäre französische Druppe träffed kei nennenswerte Widerstand aa, wenn mer emol vo Bärn (im Merz) und Nidwalde (im Septämber) abgseht. D'Ziit isch riif für Veränderige. Es hät i dr zweite Hälfti vom 18. Johrhundert im ganze Gebiet vo de Schwiiz verschiedeni Uufständ und Rebellione gäge d'Obrigkeite geh gha, wo aber immer bluetig nidergschlage worde sind. Noch em französische Vorbild wird im April die Helvetisch Republik als Zentralstaat bildet. Sie füehrt wichtigi Neuerige, vor allem im Bildigswese ii, findet aber wäge ihrer zentralistische Struktur noch em Abflaue vo de erschte revolutionäre Stimmig nüme e Hufe Akzeptanz. Si hät immer meh Müeh, d'Ornig uufrecht z'erhalte, und wo d Franzoose ihre Druppe abziehn, kollabiert si noch em Stäcklichrieg, wo d Föderaliste gwünne.

1803: Mediation vom Napoleon. Dä Kaiser bruucht für sini Grossmachtpolitik en stabile Vasallestaat. Er verordnet drum de Schwiiz wieder ä föderali Struktur. S'Fricktal wird vo Vorderöstriich trennt und em Kanton Aargau zuegschlage.

1815: Restauration. D'Patrizier chömed nach de Niederlage vom Napoleon und em Wiener Kongress wieder a d'Macht zruck und versueched die alte Zueständ wieder herzstelle. Gänf, s'Wallis und Neueburg wärded schwiizerischi Kantön, wobii Nöieburg bis zu de Revolution vom ärschte März 1848 gliichzytig no Bsitz vom König vo Pröisse bliibt. S'ehemalig Bistum Basel - dr aktuell Kanton Jura und dr Bärner Jura - chunnt zu Bärn und Basel. Graubünde verlürt sis ehemalig Untertanegebiet Veltlin mit dä Grafschafte Worms und Cleven endgültig.

1830: Regeneration. Z'Paris isch Revolution, und au i der Schwiiz reget sich wieder Freiheitsbesträbige. I Kantön vo ehemalige Untertanegebiet wie Aargau oder Thurgau, aber au i de Landschaft vo Stadtkantön bildet sich Volksbewegige, wo allgemeini Bürgerrecht fordered. Es chunnt i mehrere Kantön zu Umwälzige. D'Basler Landschaft moblisiert 1833 gäge Truppe, wo vo de städtische Herre gschickt werded, schloot si, rüeft än eigne Kanton us und d Kantonsdeilig wird vom Bund anerkennt.

1848: D'Mehrheit vo de liberale Kantön gründet dä hütig Bundesstaat, nachdem im Sonderbundschrieg die konservative Kantön zwunge worde sind, ihri eigeständigi Politik ufzgee. Bärn wird dr Sitz vo dr Bundesexekutive and -legislative, wo us em Nationalrot und em Ständerot bestoht.

1857: Im sogenannte Neueburger Handel verzichtet Preusse endgültig uf Neueburg, wo siit 1815 gliichzitig Schwiizer Kanton und e preussischs Fürschtetum gsi isch. Die preussische Vögt sind aber scho 1848 dur en Sturm ufs Schloss vo de Lüt us de Jurahöchene vertriibe worde.

1918: Di sozial Not wird i de Schwiizer Arbeiterschaft noch entbehrigsriiche Chriegsjohr immer grösser. Sie mündet im November in än Generalstreik. Gforderet wärded soziali Verbesserige wie d'Iifüerig von äre Altersversicherig und äs grächters Wahlsystem zum Parlament. De Bundesrot hät Truppe gäg die Streikende uufmarschiere loh, und es hät au Totni geh. Im Johr druf (1919) wird s Proporzwahlszstem für e Nationalroot iigfüehrt.

1933: Im Frontefrüehlig isch d Understützig, wo die rächtsextreme politische Parteie überchömme, am grösste, si verliere aber denn innerhalb von e baar Mönet vil vo ihrer Popularität.

1939-1945: D Schwiiz überstoht dr Zweit Wältchrieg besser as dr Erst dank dr «Geistige Landesverteidigung», ere bessere Blanig und Rationierig, soziale Massnahme zur Understützig vo de Soldate und ihre Familie. D Wahl vom Wälschschwiizer Henri Guisan zum General und siis energische Iidrätte gege Aabassigstendänze under de Dütschschwiizer Offizier, verhinderet Spannige zwüsche Dütsch- und Wälschschwiizer wie im Erste Wältchrieg.

1948: D Alters- und Hinterlasseneversicherig dritt in Chraft.

1971: D Fraue chömme s eidgenössische Wahl- und Stimmrächt über.

1978: Noch emene driisgjöörige Champf vo jurassische Separatiste gege dr Kanton Bärn - zum Teil au mit nöd ganz legale Mittel - nimmt s'Schwiizer Volk inere Volksabschtimmig d Gründig vom Kanton Jura aa. Di drai nördliche Bezirk vom ehemaalige Bärner Jura - Delémont, d'Fraibärge und Porrentruy - bilde jetz de sächsezwanzigscht Kanton vo dr Schwiiz. Dr Bezirk Laufe wird schpööter em Haubkanton Basel-Landschaft zueteilt.

1992: Dr Bidritt vo dr Schwiiz zum Europäische Wirtschaftsruum (EWR), wien en dr Bundesroot vorschloot, wird in ere Volksabstimmig abglehnt.

2002: D Schwiiz duet de Vereinte Natione bidrätte.

2010: Im Bundesrot sitzet zum erschte Mol in de Gschicht vo de Schwiiz me Fraue wi Manner.

[ändere] Noowiis

  1. dtv-Lexikon, Deutscher Taschenbuch Verlag 1970, Band 16, S.258
  2. Lüdi, G. & Quiroga-Blaser, C. (1997). Le français dans la région de langue française. in: Lüdi, G., Werlen, I., Franceschini, R. et al. (ed.), Le paysage linguistique de la Suisse (Statistique de la Suisse. Recensement fédéral de la population 1990), Berne. (pp. 21-54).
  3. Maître, Raphaël & Matthey, Marinette (2004). Le patois d’Evolène, dernier dialecte francoprovençal parlé et transmis en Suisse. In Éloy, Jean-Michel (éd.) Des langues collatérales. Problèmes linguistiques, sociolinguistique et glottopolitiques de la proximité linguistique. Actes du colloque international réuni à Amiens, du 21 au 24 novembre 2001. Paris : L’Harmattan (pp. 375-390).

[ändere] Lueg au

Portal:Schwiiz

[ändere] Literatur

  • Präsenz Schweiz: Die Schweiz in ihrer Vielfalt. Kümmerly & Frey, 2004, ISBN 3-259-05522-3.
  • Marc Stampfli, Christian Sonderegger (Hrsg.): Aktuelle Schweiz – Lexikon für Politik, Recht, Wirtschaft, Gesellschaft. Sauerländer Aarau 2004, ISBN 3-0345-0115-3.
  • Manfred Hettling, Mario König, Martin Schaffner: Eine kleine Geschichte der Schweiz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-12079-4.
  • Volker Reinhardt: Geschichte der Schweiz. C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53601-8.
  • Susann Sitzler: Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche. Ch. Links, Berlin 2004, ISBN 3-86153-331-6.

[ändere] Netzgleicher (Weblinks)

Commons Allmänd (Commons): Schweiz — Witeri Mulitimediadateie zum Artikel

Normdate: | Schlagwortnormdatei (SWD) in dr DNB: 4053881-3 • im GVK: 4053881-3




Persönlichi Wärkzüg
Namensryym
Variante
Wievylmol agluegt
Aktione
Navigation
Mitarbet und Hilf
Wärchzügchäschtli
Drucke/exportiere
Anderi Sprooche