Donaueschingen

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Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Stadt (Dona)Eschinge
Donaueschingen
Deutschlandkarte, Position vo de Stadt (Dona)Eschinge hervorghobe
47.9530555555568.5033333333333686Koordinaten: 47° 57′ N, 8° 30′ O
Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Nideralemannisch
Regionalvariante: Bodeseealemannnisch
Lokalvariante: Baar
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Friburg
Landkrais: Schwarzwald-Baar-Kreis
Heh: 686 m i. NHN
Flech: 104,6 km²
Iiwohner: 21.369 (31. Dez. 2007)[1].
Bevelkerungsdicht: 204 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahle: 78151–78168
Vorwahl: 0771
Kfz-Kennzaiche: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 012
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Stadtteile
Adress vun dr
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
78166 Donaueschingen
Webpräsenz: www.donaueschingen.de
Oberburgemeischter: Thorsten Frei (CDU)
Dialäkt: Bodeseealemannisch (Baar)

Donaueschinge (umgangsschprochlich Eschinge, amtlich Donaueschingen) liit im Südweschte vo Bade-Wirtteberg und isch die zweitgröscht Stadt vo de Boor im Schwarzwald-Baar-Kreis. Vor de Kreisreform 1973 isch es Kreisstadt vom Landkreis Donaueschinge gsi (Autonummere: DS), hüt isch's e Großi Kreisstadt. D Stadt isch Sitz vom Gmondverwaltungsverband, wo au die kleinere Nochberstädt Hifinge und Briilinge dezue gheret, und isch e Mittelzentrum im Landkreis. Sit 1993 het Donaueschinge de Titel Große Kreisstadt.

Die nechschte größere Stedt im Umkreis sind d’ Kreissstadt Villinge-Schwenninge 13 km nerdlich, d’ Kreisstadt Tuttlinge 24 km eschtlich, Titisee-Neustadt weschtlich und Schaffhuuse i de Schwiiz 30 km südlich.


Geografie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Geografischi Lage[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D’ Stadt liit uf em Hochplateau vo de Boor am Oschtrand vom südliche Schwarzwald am Donauquellfluß Brigach. Kurz noch Donaueschinge fließt d’ Brigach mit dem andere Quellfluß Breg zemmet und bildet do dedurch d Donau. Als historischi Donauquelle gilt d’ Quelle vom Donaubach, wo im Schloßpark entschprint und e glei Stuck wiiter i d Brigach goht.

De Musikantebrunne z Donaueschinge, vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg

Nochbergmoende[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die folgende Städt und Gmoende grenzet a d Stadt Donaueschinge (im Uhrzoegersinn, agfange im Nordweschte): Vehrebach, Brigachtal, Bad Dürrheim (alli Schwarzwald-Baar-Kreis), Giisinge (Landkreis Tuttlinge) , Blumberg, Hifinge und Briilinge (alli Schwarzwald-Baar-Kreis).

Gschichte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Donaueschinge mit Stadtkirche St. Johann und Brigach um 1900

Donaueschinge isch under em Name Esginga zum erschte Mol 889 urkundlich erwähnt worre. Im 13. Johrhundert het de Ort i de Herre vo Blumberg ghert, nochher bis 1465 i de Ritter von Stein. Di umligend Landschaft Baar hond d Grafe vo Fürschteberg scho sit 1283 als Lehen vom Habsburger Kaiser gha, 1488 hond si au d Stadt Donaueschinge dezue kauft. Zum Lehen het s Recht zum Bierbraue ghert, di hittig Fürschteberg-Brauerei het dert iren Urschprung.

1653 isch Donaueschinge under em Ferdinand Friedrich vo Fürschteberg Residenzschtadt worre. Sit 1716 isch es de Hauptsitz vo de Fürschte vo Fürschteberg. 1801 isch i de Stadt e Obervogteiamt vo de Herrschaft Fürschteberg iigrichtet worre.

Mit de territoriale Neiordnung vo 1806 isch Donaueschinge zum Großherzogtum Bade kumme. 1810 hets s Stadtrecht iberkho. S Amt Donaueschinge het vo 1807 bis 1810 und nomol vo 1813 bis 1818 exischtiert, 1849 isch es nei gründet und später zum Bezirksamt erhobe worre.

1868 isch di erscht Iisebah gi Donaueschinge kumme, nämlich de südlich Toel vo de Schwarzwaldbahn vo Konstanz her. Ende 1873 isch di ganz Schwarzwaldbahn vo Konstanz bis Offeburg fertig gsi, und bis zu de Johrhundertwendi sind no zwei Streckene gi Furtwange und gi Titisee-Neustadt dezue kumme, so daß sich Donaueschinge zum e gleine Iisebahknotepunkt entwicklet het.

1908 isch en groeße Toel vo Donaueschinge abbrennt, aber mit finanzielle Underschtützung vom Diitsche Reich recht zügig wider uffbaut worre. De domolig Fürscht zu Fürschteberg het gueti persönlichi Beziehunge zum Kaiser Wilhelm II. gha.

Us em Bezirksamt isch 1939 de Landkreis Donaueschinge entschtande, wo bi de Kreisreform 1973 iberwigend im neie Schwarzwald-Baar-Kreis uffgange isch. Do dedurch, daß etlichi umligende Derfer iigmondet worre sid, het sich Donaueschinge zu de zweitgröschte Stadt im Landkreis entwicklet und 1992 zum erschte Mol mehr wi 20.000 Iiwohner gha. Uff Aatrag vo de Stadtverwaltung het s Land Bade-Württeberg mit Wirkung vom 1. Juli 1993 Donaueschinge zun ere Große Kreisstadt erhobe.

Stadttoel vo Donaueschinge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Au d Stadttoel vo Donaueschinge hond e langi Gschichte. Meischtens hond si bis 1806 zum Fürschtetum Fürschteberg ghert und sind denno zum Großherzogtum Bade kumme. Nochdem si e Ziitlang zum Amt Hifinge ghert hond, sind si 1849 zum Amt Donaueschinge und 1939 zum Landkreis Donaueschinge kumme. Griäninge het aber erscht ab 1936 zum Bezirksamt Donaueschinge ghert.

  • Ase isch anne 973 zum erschte Mol als Usin erwähnt worre. Ab 1094 hets im Ort e Adelsgschlecht gä, vo de Burg stoht hit nint me bis uff de Burgschtaal.
  • Allmedshofe isch 870 als Aleuuigeshouun zum erschte Mol erwähnt worre. Au dert hets en Adel gä, vo de Burg stoht aber nint me. Wahrscheins isch de Ort iber d Herrschaft Blumberg und Schelleberg a d Fürschteberger kumme.
  • Uufe isch 889 als Uffheim zum erschte Mol erwähnt worre. Wahrscheins isch es vo Donaueschinge her als Uusbauort agleit worre, und im 14. Johrhundert isch es i Underuufe (später Niederuufe), Suntheim und Oberuufe ufftoelt gsi. Iber d Barbara von Habsberg isch der Ort zemmet mit Donaueschinge 1488 a d Fürschteberger verkauft worre.
  • Griäninge isch 1109 als Gröningen zum erschte Mol erwähnt worre. Im 13. Johrhundert hets dert en Ortsadel gha, später isch de Ort a Fürschteberg kumme und 1326 zemmet mit Villinge a Vorderöschterreich verkauft worre. 1805 isch Griäninge zu Wirtteberg und e Johr später zu Bade kumme. De Ort het sither zum Obervogteiamt Villinge ghert und isch erscht 1936 zum Bezirksamt Donaueschinge kumme.
  • Hubertshofe isch 1440 als Humbrachtzhoven zum erschte Mol erwähnt worre. Hubertshofe isch de onzig Stadttoel vo Donaueschinge, wo friäner zu de Nochbergmond Briilinge ghert het und drum bis 1805 öschterriichisch blibe isch. D Fürschteberger hond scho 1515 s Hoheitsrecht iber Hubertshofe welle ha, aber d Briilinger hond des abgwehrt, und späteschtens 1686 het Fürschteberg d Hoheit iber Hubertshofe anerkannt. 1805 isch Hubertshofe zemmet mit Briilinge a Wirtteberg und 1806 a Bade kumme. I de nächschte 40 Johr hets mol zum Amt Villinge und mol zum Amt Hifinge ghert, sit 1849 gherts zum Amt Donaueschinge.
  • Niidinge isch 870 als Niginga zum erschte Mol erwähnt worre und wahrscheins en kenigliche Guetshof uf de Baar gsi. 949 isch es a s Kloschter Reichenau verschenkt worre. Ab 1108 isch e Adelsfamilie erwähnt, und am Aafang vom 13. Johrhundert isch Niidinge zu Fürschteberg kumme. D Burg Fürschteberg isch vo Niidinge uus gründet worre.
  • De Wiiler Mariahof, wo zu Niidinge ghert, isch zum erschte Mol 1274 als Capella dicta super Curiam erwähnt worre und het e Kloschter gha, wo wahrscheins im 13. Johrhundert gründet worre isch. 1274 isch d Kloschterkirche vo de Niidinger Pfarrkirche abtrennt worre, und denoch sind Begine us Niidinge i des Kloschter iizoge, wo als Nonnekloschter zu de Dominikaner us Rottwiil ghert het. Sit 1337 isch s Kloschter gliichziitig s Familiegrab vo de Fürschteberger. 1503 isch e Tiefburg a s Kloschter Mariahof verkauft worre. I de Reformation isch s Kloschter zuegmacht worre, aber 1562 bzw. 1584 hond si s wider uffgmacht und s het denno zum Kloschter Fiedenweiler ghert. 1802 isch es säkularisiert worre. Nochdem d Kirche 1852 abbrennt isch, hond d Fürschteberger dert e Gruftkirche baut.
  • Wolterdinge isch 772 als Wuldartingas zum erschte Mol erwähnt und im 10. Johrhundert a s Kloschter Reichenau verschenkt worre. Um 1102 isch en Ortsadel erwähnt. Wolterdinge isch wahrscheins scho friä iber d Warteberger a Fürschteberg kumme, selli honds als Lehen a d Tusser von Lanzenhofen gä, aber vor 1450 wider zruck gnumme.
  • De Wiiler Zindelstein, wo zu Wolterdinge ghert, isch 1225 als Sindelstein zum erschte Mol erwähnt worre. Au Zindelstein isch friä zu Fürschteberg kumme und als Lehen a verschideni Herrschafte gä worre. Im Buuregriäg 1525 isch de Ort zerschtört worre. Um selli Ziit hets dert au no drei Maierheef gha, do devo isch im 17. Johrhundert no oner ibrig gsi, wo im Driißgjährige Griäg verlore gange isch. De Grundbesitz isch im 17. Johrhundert meheri Mol verliehe worre, später sind i hittige Derfer Ober- und Underzindelstein druus entschtande.

Iigmoendunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Di folgende Gmoende sind i d Stadt Donaueschinge iigmoendet worre:

  • 1933: Allmedshofe
  • 1935: Uufe
  • 1. Dezember 1971: Wolterdinge
  • 1. Januar 1972: Griäninge, Pfohre
  • 1. Februar 1972: Ase
  • 1. April 1972: Heidenhofe
  • 1. Juli 1972: Hubertshofe
  • 1. Januar 1975: Niidinge

Entwicklung vo de Iiwohnerzahl[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Iiwohnerzahle vo dem Gebiet, wo zu sellere Ziit zu Donaueschinge ghert het. Diä Zahle sind endweder bi Volkszählunge ermittlet worre oder stammet us amtliche Fortschriibunge vo de Statistische Ämter (nu Liit mit Hauptwohnsitz).

Johr Iinwohnerzahle
1750 1.800
1812 2.032
1830 3.023
1852 3.012
1860 2.980
1. Dezember 1871 3.109
1. Dezember 1880 ¹ 3.522
1. Dezember 1900 ¹ 3.758
1. Dezember 1910 ¹ 4.077
16. Juni 1925 ¹ 5.002
16. Juni 1933 ¹ 6.260
17. Mai 1939 ¹ 8.901
Johr Iinwohnerzahle
13. September 1950 ¹ 7.941
6. Juni 1961 ¹ 10.715
27. Mai 1970 ¹ 11.648
31. Dezember 1975 17.578
31. Dezember 1980 17.762
27. Mai 1987 ¹ 18.196
31. Dezember 1990 19.341
31. Dezember 1992 20.141
31. Dezember 1995 20.716
31. Dezember 2000 21.265
31. Dezember 2005 21.439

¹ Volkszählungsergebnis

Gmeinderot[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
SPD 5 Sitz 7 Sitz
CDU 13 Sitz 16 Sitz
Bündnis 90/Di Griene 4 Sitz 4 Sitz
Wehlervereinigunge 4 Sitz 5 Sitz
Gmeinsami Wehlervereinigunge 7 Sitz 7 Sitz
Gsamt 33 Sitz 39 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand

Guck au do[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Hofbibliothek Donaueschingen

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Deutscher Städteatlas; Band: III; 2 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Donaueschingen, Autor: Wilfried Ehbrecht. ISBN 3-89115-002-4; Dortmund-Altenbeken, 1984.

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Donaueschingen“ vu de dütsche Wikipedia.

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