Kanton Glarus

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Kanton Glarus
Wappe Kanton Glarus

Lag vum Chanton in dr Schwyz

Basisdate
Hauptort: Glarus
Flächi: 685 km²
(Rang 17)
Iwohner: 38'500 (2004)
(Rang 23)
Bevölkerigsdichti: 56 Iw./km²
(Rang 23)
Bitritt zue dr Eidgnosseschaft: 1352
Abchürzig: GL
Sproche: Deutsch
Websyte: Kanton Glarus
Karte
Charte Kanton Glarus

Dr Kantu Glaris isch än Kantuu im Oschte vo dr Schwyyz mit'm Hauptort Glarus. Mit'ere Flächi vu 685 km² isch Glarus dr 17-gröscht Kantu vu'de Schwyz und zellt 38'500 Yhwoner. Bihtrette zur Eidgenosseschaft hett Glarus im Johr 1352.

Inhaltsverzeichnis

[ändere] Geografi

Im Kantuu Glarus gits vermehr grossi Höhenunterschied: Vum flache Talbode uf 414 Meter Hohi stigt das Gländ bis uf über 3600 Meter. Die Gegegsätz gseht me au am Klima ah: Es wächselt innerhalb vu wenige Kilometer vu mild am Walesee mit sinre südländische Pflanzewelt zu hochalpine, verschniite Berggipfel. Dr'zue blast en Föhn durs Tal, so dass Temperaturrekord gmesst werde chönd. Ds'Tal isch nur uf dr Nord-Siite zur Linthebeni hii offe.

Dr sichtbarschti Ihgriff vum Mensch ide Natur isch das imposanti Linthwerk, wo 1807 als erschtes Nationalwerk vude Schwyz gillt. D'Linth wird in de Walesee gleitet und ihre Lauf ide Zürisee kanalisiert. Vor de Korrektur hend sich d'Linth und dr Linthkanal (Walesee-Zürisee) chrüzt, so dass es dur ablagerige zu sümpfartige Zueständ chu isch.

[ändere] Gschicht vum Kantuu

[ändere] Bis ins erschte Jahrhunder

Verschideni Fund us dr Bronzezyt zeiget, dass es Mensche zwüschet em 13. und 9. Jahrhundert vor Chrischti Geburt geh hett. Bodefund und Ortsnäme bewiiset, dass es e Besiidlig im 3. Jahrhundert vor Chrischti Geburt vu de Kelte geh hett. Dr Name vu'dr Linth chunnt vum keltische "lindu-", was Wasser bedütet. Ufn Kerenzerberg und am Walesee hett me spöter Baute vu de Römer gfunde. Um Chrischti Geburt hett das hütige Glarnerland zur Provinz Raetia gköhrt.

Die erscht Talchille isch im 6. Jahrhundert im Glaris buut worde. Obwohl d Alemanne schu 700 nach Chrischti Geburt is Taal ihgwandert sind, isch deri Sprach erscht im 11. Jahrhundert duregsetzt worde. Zu dere Zyt köhrt ds Glarnerland am Kloster vu Säckinge, wo vum St. Fridolin gründet woren isch.

[ändere] D Befreiig vo de Habsburger und dr Biidritt zur Eidgenosseschaft

Im 13. Johrhundert isch Glarus an d Habsburger gfalle, und d Glarner, won ä gwüssi Eigeständikeit gha hai, wie mä us Urkunde vo 1282 cha lehre, wo vo dr Gmeinschaft vo de Manne vom ganze Daal Glarus brichte, hai welle si loswärde. Im Johr 1351 hai si sich vo de Zürcher und Innerschwiizer lo erobere.

1352 hai si än erste Rückeroberigsversuch vo Habsburg zrugggschlage und denn hai si ä Bund mit de Eidgenosse abgschlosse und hai unterhalb vo Näfels ä Letzimuure baut, wo mä Überräscht drvo hüt no cha finde. Noch der Schlacht bi Sempach am 9. Juli 1386 hai si s Stedtli Weese im Sangallische eroberet, wo aber im Februar 1388 wider verlore goht.

An der erste Landsgemeinde, wo usfüehrlig dokumentiert worden isch, hai si sich 1387 eigeni Satzige ge und hai drmit dr Grundstei zur hütige demokratische Verfassig gleit.

Am 9. April 1388 hai si in der Schlacht bi Näfels ä habsburgischi Armee gschlage, wo vil grösser gsi isch as ihri eigeni, und hai sich mit däm Siig vo der habsburgische Herrschaft befreit. Sit däm git s jedes Johr am erste Dunnstig im April d Fahrt vo Näfels zum Gedänke an das Ereignis.

1395 hai sich d Glarner vo Säckinge loskauft, zahle aber em Frauechloster no bis zum Umsturz am Ändi vom 18. Johrhundert än 'ewige' Johreszins.

[ändere] D Reformation

Scho vor 1530 isch d Mehrheit vo de Glarner und Glarnerinne reformiert. Dr Ulrich Zwingli het zäh Johr lang z Glarus as Pfarrer gschafft und si Reformationsschrift 1523 em Ammann, Rat und Gmeind des Lands Glaris gwidmet. Nume Näfels und Oberurne si bim alte Glaube bliibe und ä baar Gmeinde wärde konfessionell paritetisch. Die erste Grundsetz vo Religionsfreiheit ch önne aber d Spannige zwüsche de Konfessione nit verhindere.

Aber s Simultanverhältnis an der Chille vo Glarus het bis zur Iiweihig vo der katholische St. Fridolins Chille 1964 bestande und beidi Konfessione hai die gliichi Chille bruucht; nit emol dr Brand vo Glarus im Johr 1861 het das chönne ändere. D Staatsgwalt aber het sich deilt. Es het drei Landsgmeinde ge: eini für die Reformierte, eini für d Katholike und ä gmeinsami. Au d Gricht, s Militär- und Postwäse und der Salzhandel hai sech drennt. Ä Ziitlang het s sogar zwei Kaländer, wil die Reformierte dr Gregorianisch Kaländer ä Johrhundertlang abglehnt hai. 1836 het die neui Kantonsverfassig die konfessionelli Landesteilig ufghobe.

Der Kantuu Glarus isch nit immer sehr fortschrittlig gsi. Er isch in d Rächtsgschicht iigange, wo do im Johr 1782 die letzti Häx in Mitteleuropa hiigrichtet worden isch, wo d Anna Göldi gchöpft worden isch. Und au d Folterig as Mittel für zum d Wohrhet vor Gricht z finde, isch im Glarus erst im Johr 1851 offiziell abgschafft worde.

[ändere] Städt u Ort

Ds Wasser vom Klöntalersee wird für d Stromproduktion gnutzt
D Stadtchiuche vo Glarus isch es berüemts Kulturguet

Im Kantuu Glarus gits kei Gmeind wo gnue Iiwohner hätt für ne Stadt z si, das heisst mindestens 10'000. Gmeinde mit über 1000 Iiwohner si:

Gemeinde Stand: 31. Dez. 2003
Glarus 5686 Iiwohner
Näfels 3982 Iiwohner
Niederurnen 3700 Iiwohner
Mollis 3008 Iiwohner
Netstal 2881 Iiwohner
Ennenda 2708 Iiwohner
Schwanden 2557 Iiwohner
Bilten 1983 Iiwohner
Oberurnen 1825 Iiwohner
Luchsingen 1145 Iiwohner
Linthal 1134 Iiwohner
Mitlödi 1084 Iiwohner

[ändere] Allmänd

Commons
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[ändere] Netzgleicher (Weblinks)


Persönlichi Wärkzüg
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