Kanton Thurgau

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Kanton Thurgau
Wappe Kanton Thurgau

Lag vum Kanton in dr Schwyz

Basisdate
Hauptort: Frauenfeld
Flächi: 991 km²
(Rang 12)
Iwohner: 232'847 (2004)
(Rang 13)
Bevölkerigsdichti: 235 Iw./km²
(Rang 10)
Bitritt zue dr Eidgnosseschaft: 1803
Abchürzig: TG
Sproche: Deutsch, Schwiizertütsch
Websyte: Kanton Thurgau
Karte
Charte Kanton Thurgau

De Kanton Thurgau isch en Kanton im Nordoschte vo de Schwiiz. Es isch en dütschschprochige Kanton; Hauptort isch Frauefeld im Weschtä vom Thurgau.

Inhaltsverzeichnis

[ändere] Geografi

De Kantonshauptort isch Frauefäld. Wäge de vile Öpfelbäum wird de Kanton au Moschtindie gnännt (s „Indie“ chunnt vo de charakteristische Form vo de Grenze). Ursprünglig bezieht sich d'Bezeichnig numme uff de Oberthurgau. Dä Kanton Thurgau gränzt im Nordä as dütsche Bundesland Badä-Württebärg und an Kanton Schaffhuse. Im Süde isch i de Nöchi vom Hörnli d'Gränze zu dä Kantön Züri und Sanggale. Dä Hohgrot i de Gmeind Fischinge isch mit 991 m ü. M. dä höchschti Punkt vom Thurgau. D'Hauptstadt und dä Sitz vom Regierigsrot sowie äm Obergricht isch Frauefäld. Dä Sitz vom Grossä Rot wächslet all halb Johr zwüschet Frauefäld und Wiifäldä. Dä Kanton Thurgau verdankt sin Namä em Fluss Thur, wo ihn vo Südoschtä noch Nordweschtä durflüsst und im Zürcher Bezirk Andelfingä in Rhy mündet. Im Kanton Thurgau wärdet 61.0% vo dä Gesamtflächi landwirtschaftlich gnutzt.

[ändere] Bevölkerig

[ändere] Sproche

Die im Thurgau gretä Dialekt ghöret äm Hochalemannischä innerhalb däm vo den Nordschwiizertütschä a. D'Thurgauer reded en Oschtschwiizerdialäkt, wo mit de Dialäkt vo de Kantöön Schaffuuse und Sangggale am nööchschte verwandt isch.

[ändere] Religione und Konfession

Konfessione im Kanton Thurgau

Als ehemalig gemeini Herrschaft (gmeinsam Untertanegebiet vo mehrere eidgenössische Ort) isch dä Thurgau konfessionell nöd einheitlich. Im grössere Teil vom hütige Kanton dominiert die reformierti Konfession, doch es git mehreri Landstrich mit überwigend katholischer Konfession. Noch dä Kappeler Religionschrieg im 16. Johrhundert isch uf dä Tagsatzig, wo vo de katholischä Ständ dominiert worde isch, im zweite Landfride feschtghalte wore, dass di neu gschaffne religiöse Zueständ müend gschützt wärde, dass aber uf Wunsch vo drü Gläubige im änä Dorf dä katholisch Gottesdienscht wider chan igfürt wärde und Pfrundgüeter müend gmeinsam verwaltet wärde. Im witäre isch hüfig 's Territorialprinzip agwendet wore, d'Grundherre (dä Thurgau isch i sehr vil lokali Herrschafte ufteilt gsi) händ d'Religion vo dä Untertane chöne massgeblich beiflusse, aber nöd immer duresetze. Es händ sich au vili paritätischi Chilegmeide entwicklet, wo d'Chile vo beide Konfessione gnutzt wore isch, dodebi isch es meh oder weniger fridlich zue und här gange. Mit äm vierte Landfride vo 1712 sind di Reformierte e chli meh begünschtigt wore als vorher. Di gmeinsame Pfrundgüeter sind meischtäns noch Grössi vo de Konfession ufteilt wore. Mängi Chilegmeind wi Scherzinge oder Erle händ chöne e neui Chile baue. was sie vor 1712 meischtens nöd händ törfe. Bis 1798 isch es hüfig vorcho, dass di katholische Kolatore die reformierte Pfärer bestimmt händ. Mit de Ufhebig vo vile geistliche Stift und em Bischtum Konschtanz sind diä Kolatorrecht an Kanton Thurgau gfale, dä hät si 1830 a di einzelne Chilegmeinde witergä.

[ändere] Verfassig und Politik

Di gägäwertig Verfassig datiert vo 1987. Sie bildet d'Grundlag für d'Erfülig vo de Staatsufgobe. Zu dene Ufgobe ghört d'Gwärleischtig vo öffentlicher Ornig und Sicherheit, d'Förderig vo de soziale Sicherheit (vor alem d'Usrichtig vo de Sozialhilf), d'Beufsichtigung und Koordination vom Gsundheitswese, d'Sicherstelig vonere ausreichende medizinische Versorgig und ere gnüegende Bildig im obligatorische Schuelbereich, d'Bereitstelig vomene leischtigsfähige und vilsitige Schuelagebot (Chindergärte, Volksschuel, Pruefsschuele und Mittelschuele), d'Förderig vom kulturelle Schaffe, dä Umweltschutz, 's Bauwese und d'Rumplanig sowiä d'Förderig vom öffentliche Vercher und d'Versorgig vo de Bevölkerig mit Energie und Wasser.

[ändere] Legislative

Di Gsetzgebendi, d'Legislative, isch dä Grossi Rot, zelt 130 Mitglider und wird mit em Proporzprinzip vom Volk für vier Johr gwält. 's Volk isch diräkt a de Gsetzgebig beteiliget, indem Verfassigsänderige em obligatorische, Gsetzesänderige em fakultative Referendum (3000 Stimme i 3 Mönet)underliget. Zudem kennt 's Volk 's Recht vo dä Verfassigs- und Gsetzesinitiatve (mind. 4000 Stimmberechtigte) und 's cha (mit 20'000 Underschrifte) d'Abberuefig vom Grosse Rot vorem Ablauf vo dä ordentliche Amtszit verlange, worüber dänn ä Volksabstimmig azordne isch.

Noch dä Wahle vom 2008 herrscht im Grosse Rot folgendi Sitzverteilig:

Partei 2000 2004 2008
Schwiizerischi Volkspartei(SVP) 42 47 51
Chrischtlichdemokratischi Volkspartei (CVP) 27 22 22
Freisinnigdemokratischi Partei (FDP) 24 20 18
Sozialdemokratischi Partei (SP) 22 23 17
Grüeni Partei (GP) 8 13 11
Evangelischi Volkspartei (EVP) 5 4 6
Eidgenössisch-Demokratischi Union (EDU) 1 1 3
Grünliberali Partei (GLP) 2

[ändere] Exekutive

'S usfüerende Organ isch dä Regierigsrot, wo us füf Mitglider bestoht und vom Volk noch em Majorzprinzip äbäfalls für vier Johr gwählt wird. 's Volk cha (wänn 20'000 Stimmberechtigti verlanged) di vorzitigi Abruefig vom Regierigsrot beantrage, über die dänn ä Volksabstimmig agordnet werde muess.

Sitz händ noch dä Wahle 2008:

  • Jakob Stark (SVP, sit 1.Juni 2006; Bau und Umwält)
  • Monika Knill-Kradolfer (SVP, sit 1.Juni 2008; Erzieig und Kultur)
  • Bernhard Koch (CVP, sit 2000; Finanze und Sozials)
  • Kaspar Schläpfer (FDP, sit 2003; Inners und Volkswirtschaft)
  • Claudius Graf-Schelling (SP, sit 2000; Justiz und Sicherheit)

Regierigspräsident 2011/12 isch dä Kaspar Schläpfer, Vizepräsidentin isch d'Monika Knill. D'Staatskanzlei fürt dä Staatsschriber Dr. Rainer Gonzenbach (sit 1.Juni 2000). Am 24. Februar 2008 isch mit dä Monika Knill-Kradolfer zum zweite Mol i dä Thurgauer Gschicht ä Frau i d'Regierig gwält wore.

[ändere] Judikative

Di richterliche Behörde sind uf kantonaler Ebeni 's Obergricht, 's Verwaltigsgricht, uf regionaler Ebeni füf Bezirksgricht und uf Kreisebene zwanzg Fridensgricht.

[ändere] Parteiesyschtem

Di chrischtlich-demokratisch Partei (CVP), di freisinnig-demokatisch Partei (FDP), di Schwizerische Volkspartei (SVP) und di sozial-demokratisch Partei vo dä Schwiiz (SPS) sind im Regierigsrot verträtte. Im Parlament sind zuesätzlich die grüen-liberal Partei (GLP), die evangelisch Volkspartei (EVP), di eidgenössisch-demokratisch Union (EDU), di junge Schwiizerische Volkspartei (JSVP) und di grüen Partei vo dä Schwiiz (GPS) verträtte.

[ändere] Bezirk und Gmeinde

Bis Endi 2010 isch dä Kanton Thurgau i acht Bezirk underteilt gsi, wo im Zug vonere Bezirksreform uf füf Reduzirt worde isch. Ine stot en vom Volk gwälte Regierigsstatthalter vor, wo gwüssi Teil vo dä Strofverfolgig und ä paar Exekutivufgobe übernimmt. Di örtliche Sälbschtverwaltig findet i dä Politische Gmeinde statt. Es git aber au anerkannti Schuel- und Bürgergmeinde und evangelisch-reformierti- und römisch-katholischi Chilegmeinde.

[ändere] Wirtschaft

Firmäsitz vo de Baumüller Suisse S.A. z Fròuefeld
Obstplantage bi Aarbe

'S Rückgrot vo dä Thurgauer Wirtschaft bildet ä Vilzahl a chline bis mittelgrosse Undernäme. En überrachendi Bedütig hät 's verarbeitende Gwerb, insbesondere d'Metallinduschtrie und dä Maschinebau. Witeri bedütendi Branche sind Nahrigs- und Gnussmittelinduschtrie, d'Elektronikinduschtrie und Kunschtoffware. Eigentlichi Wachstumsbranche sind dä Fahrzügbau sowie 's Verlags-und Telekommunikationswese.

Endi September 2008 händ im Thurgau rund 115'100 Lüüt i 14'900 Arbetsstätte gschaffet. D'Beschäftigung verteilt sich wie folgt uf drü Wirtschaftssektore: Land- und Forschtwirtschaft: 6.5%; Induschtrie, Gwerbe und Bau: 39.5%; Dienschtleischtige: 54%.

Dä langfrischtig Tränd vo dä Beschäftigungsverlagerig us em agrarische und induschtrielle in Dieschtleischtigssektor haltet noch wi vor a. Trotz dä Abnahm vo Arbetsplätz im primäre Sektor um 2% i dä Johr 2005-2008, ligt däm sin Gsamtateil vo Beschäftigung im Thurgau mit 6.5% tütlich überem Gsamtschwizerische Durchschnitt vo 3.3%. Ähndlich verhaltet's sich im gwerblich-induschtrielle Sektor: au sin Beschäftigungsatel vo 39.5% ligt überem Durchschnitt vo 28.5%. Hingäge händ fascht ali Dienschtleischtigsbranchen äs gringers Gwicht als gsamtschwiizerisch, obwohl d'Beschäftigung vo 2005-2008 um 10% gstige isch.

Im Johr 2008 sind rund en drittel (34%) vo dä Thurgauer Export z Tütschland abgsetzt wore. Mit Abstand folgäd [[Italien|Italiä] mit 7.3%, Frankriich und Holland mit je 5.5%. Insgesamt gönd 78% vo dä Exportgüeter i di Europäisch Union (EU).

[ändere] Tourismus

Dä Thurgau isch dank sinere Lag am Bodesee voralem im Summer äs beliebs Usflugsziel. Im Johr 2008 sind über 403'000 Logiernächt regischtriert wore, wobi sechs vo zä Gäscht us dä Schwiiz cho sind. Di uslandischä Gäscht sind voralem us Tütschland (rund 62%) in Thurgau cho. Di durchschnittlich Ufenthaltsdur betreit grad emol 2.0 Täg. Dä Kanton Thurgau baut uf füf Plattforme uf: "Velo-Feriäland", "Gnussvolls Wanderä", "Skater's Paradise", "Meeting Thurgau" und "Schlaraffäland am Bodesee". Di sampft Hügellandschaft und di 62km Thurgauer Bodeseeufer eignet sich bsunders zum Velofahre, Wanderä und Inline-Skaten. E witers wichtigs Standbei bildet dä Tagigs- und Seminartourismus. "Meeting Thurgau" isch ä Arbätsgmeinschaft, i därä 16 verschideni Usbildigs- und Begägnigszentre sowie Tagigs- und Seminarhotels zämägschlosse sind. Und underem Titel "Schlaraffäland am Bodesee" wird dä Thurgau sit 2003 als Gourmetregion beworbe.

d'Frauefeld-Wil-Bahn bi Münchwiile

[ändere] Vercher

Dä Thurgau ligt mitte im High-Tech-Drüegg Stuggard-Münchä-Mailand. D'Nöchi zu dä Schwiizer Wirtschaftsmetropolä Züri und em Flughafe Züri sichered ä schnälli Verbindig zu internazionale Märkte. Dä Kanton isch dur zwei Autobahne (A1 und A7) und zwei Schnällzugsachse (Züri-Konschtanz/Romanshorn und Zürich-St. Galä) mit dä Zentre i de Schwiiz und em nöche Usland (Tütschland und Öschterich verbunde. D'Verbindige zu dä Nochborregione sowie di interkantonale Verbindige werdet einersits dur es gut usbauts Gemeins- und Kantonsstrossenetz, anderersiz dur e Vilzahl vo regionale Bus- und Bahnlinie gwärleischtet. Als guets Bispil dodefür stot d'Frauefeld-Wil-Bahn, wo dä Kantonshauptort Frauefeld mit dä nochglägne St. Galler Stadt Wil verbindet.

[ändere] Bildig

Dä Thurgau hät Kantosschuele a dä Standört Frauefeld, Chrüzlinge und [[Romanshorn|Romanshorn]. Dänäbet häts ä Pädagogischi Maturitätsschuel z Chrüzlinge und d'Thurgauer Schüeler chönd dank ämä Abkommä d'Kanti z Wil SG bsueche.

Di Pädagogisch Hochschuel Thurgau isch di einzig Irichtig uf Tertiärstufe im Thurgau und dient zur Us- und Witerbildig vo Lehrpersone. Si hät iren Sitz z Chrüzlinge und bestoht sit 2003.

[ändere] Thurgauerlied

D'Hymmne vom Thurgau isch 's Thurgauerlied O Thurgau du Heimat. D'Melodie stammt vom Johannes Wepf, gschibä häts dä Johann Ulrich Bornhauser.

O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön, wie bist du so schön! Dir schmücket der Sommer die Täler und Höhn! O Thurgau, du Heimat, wie bist du so hold, dir tauchet der Sommer die Fluren in Gold! La, la, la, la, ... dir tauchet der Sommer die Fluren in Gold!

O Land, das der Thurstrom sich windend durchfliesst, dem herrlich der Obstbaum, der Weinstock entspriesst. O Land mit den blühenden Wiesen besät, Wo lieblich das Kornfeld der Abendwind bläht. La, la, la, la, (usw.)

O Heimat, wie blüht dir im sonnigen Glanz, von Dörfern und Feldern ein herrlicher Kranz. O Heimat, wie tönt dir bei Feier und Grab das Glockengeläute vom Kirchturm herab. La, la, la, la, (usw.)

O Thurgau, wie liebe, wie schätze ich dich! Wohl locken viel schönere Gegenden mich. O Thurgau, mich fesselt ein engeres Band An dich, du geliebtes, du wonniges Land! La, la, la, la, (usw.)

Und finde ich schlummernd im Grabe einst Ruh, Dann decket die heimische Erde mich zu. Und öffnet das Jenseits sein strahlendes Tor, Dann schweb' ich von Heimat zu Heimat empor. La, la, la, la, (usw.)

Drum, Thurgau, nimm hin noch den schwellenden Gruss, nimm hin von den Lippen den glühenden Kuss, und bleibe in Eintracht und Liebe vereint, dann ewig die Sonne des Friedens dir scheint. La, la, la, la, (usw.)

[ändere] Netzgleicher (Weblinks)



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