Romanische Sprachen

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Dialäkt: Vorarlbärgisch
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D romanischa Sprocha sind an Zwiig vo da indoeuropäischa bzw. indogermanischa Sprocha. Im Gegensatz zu da meischta andara Sprachgruppena kennt ma d’Urschproch vo da romanischa Schprocha no zimli guat: Latein (Volkslatein oder Vulgärlatein) isch im Römischa Riich üba ganz Europa vabreitet wora. Latein säl isch koa romanische Sproch, sondern zält als italische Sproch.

Iteilung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die Romanischa Spracha toalt ma in folgende Gruppana i:

Hütige Standardsprocha[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dia romanische Schproch mit da meischta Muattaschprochla isch schpanisch, denn kummen portugisisch, französisch, italienisch, rumänisch und katalan. Dia sechs Schprocha sind alls Amtsschprocha in mindeschtens oanam Land. A paar andere romanische Schpocha hond no an meh oda weniga offiziella Schtatus uf nam regional oda sunsch limitiertem Level, zum Biischpiel sardisch oda okzitanisch in Italien, Rumantsch in da Schwyz oda galicisch in Spanien.

Alle andara rumänischa Schprocha übaläbend eigentlich bloss no informel, als sogenannte „Gesprochenen Sprache“. Lange Zit hond nationale Regierunga sprachliche Vielfalt als Bedrohung gsähna, als potentielle Quelle für Separatismus, und hond se drum mit allna Mittel bekämpft, indäm se dia offiziella Landesschprocha gschtützt und dia Vawendug vo regionala Schprocha vabota hond und se als „Dialekte“ diffamiert.

Ersch am Ende vom 20. Johrhundat hot ma im Zuge vo da Sensibilisierung vo Rechte vo Minderheita probiert, eana Eigenschtändigkeit und eana Kultur zum erhalta. OB des aba langt, zum dianicht-offiziella Schprocha zum retta, wird sich ersch zoaga.


Sproch Wo wird’s gredet Wieviele
Spanisch (castellano, español) Spanien, Mittel- und Südamerika (ußa Brasilien, Guyana, Surinam, Belize), Äquatorialguinea, uf nam Toal vo da Philippinen, in manchna Gebiete vo da USA  352.000.000
Portugiesisch (mit Brasilianisch; português) Portugal, Brasilien, Angola, Mosambik, Madeira und Azoren 216.000.000
Französisch (français) Frankreich, Südbelgien, weschtliche Kantön vo da Schwyz, Antillen, Kanada (Québec, in nam Toal vo Ontario und Neubraunschweig), in ehemaliga französischa und belgischa Koloniea in Afrika 77.000.000
Italienisch (italiano) Italien, Tessin und südliches Graubünden (boads Schwyza Kantone) 70.000.000
Rumänisch (mit Moldawisch; română) Rumänien, Moldawien und andere Länder in Osteuropa (zum Biischpiel Ukraine und Serbien) 26.000.000
Katalanisch (català) Katalonien und Roussillon (in Südfrankreich), Andorra, Balearen, Valencia und uf Sardinien in da Stadt L'Alguer/Alghero 8.200.000
Galicisch (galego) Galicien in Spanien 3.000.000
Okzitanisch (Occitan) südliches Drittel vo Frankreich, Randgebiete vo Italien (piemontesische Alpa) und Spanien (Val d'Aran in Katalonien) 2.800.000
Furlanisch (furlan) Friaul (Italien) 350.000
Aromunisch (aromână) Balkan (u.a. Gricheland, Makedonia, Albania) 350.000
Ladinisch (ladin dolomitan) Italien (Südtirol, Trentino, Venetien) 40.000
Bündnerromanisch (Rätoromanisch; Rumantsch/Romontsch/Rumauntsch) Schwyza Kanton Graubünden 27.000

Usgschtorbene romanische Schprocha[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Kreolschprocha uf romanischa Grundlag[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Manche Sprachwissenschaftla (Linguischta) zählend o dia romanisch-basierta Pidgins und Kreolschprocha zu da romanischa Schprocha. Däne "neuromanischa Schprocha" (Romania nova) hot ma itoalt in:

  • Lingua Franca (Pidgin)
  • französisch-basierte Kreolschprocha
  • spanisch-portugiesisch-basierte Kreolschprocha

Siehe auch: Lischte vo da Kreolschprocha

Konschtruierte Schprocha uf romanischa Grundlag (Plansprachen)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Vor allem uf Basis vo Latein und romanischem Ifluss sind oagane Schprocha entwickelt wora, z.B. Occidental oder Interlingua. Au Esperanto het e starka romanischa Ischlag.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Alwin Kuhn: Die romanischen Sprachen, Bern (Francke) 1951.
  • Rainer Schlösser: Die romanischen Sprachen, München (Beck) 2001. ISBN 3-406-44767-8
  • Carlo Tagliavini: Einführung in die romanische Philologie, München (Beck) 1973.
  • Beuscher, Martin: Zwischen Latein und Romanisch [1], WiKu-Verlag 2003, ISBN 3-936749-82-5