Lombardische Sprache

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Lombardisch
Verbreitig: Italie, Schwiz
Sprecher: 3,5 Mio.[1]
Linguistischi
Klassifikation
:
Sproochchürzel
ISO 639-1

ISO 639-2

roa (sustigi Romanischi Sprooche)

ISO 639-3

lmo

S Lombardische (lomb. lumbard) isch e galloitalische Tielekt, wo i de Lombardei, i de Süüdschwiz un im westliche Trentino gredt werd. S Lombardische zellt zo de gfördete Sprooche.

Merchmool[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Typischi lombardischi Merchmool sind d Palatalisierig vo /ū/ und /ǒ/ zu /ü/ und /ö/: müür (Muur" (lat. murus; it. muro), sööl "Bode" (lat. solum; it. suolo), denn de Wandel vo /ct/ zu /č/: lač "Milch" (lat. lact-; it. latte), de Abfall vom n im Uusluut: "Broot" (lat. panis; it. pane) und de Abfall vom /r/ im Infinitiv: kantá "singe" (lat. it. cantare).

Iitailig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

di lombardische Tielekt

S Lombardische cha i drai Gruppe iitailt were, i s Alpelombardische, i s Westlombardische und i s Ostlombardische.

Alpelombardisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Alpelombardische (lumbard alpin) werd i de Alpetäler gredt und zaichnet sich dör Konservatisme uus, zum Tail au dör d Palatalisierig vo /a/ zumene offnige /ë/: cevra "Gaiss" (lat. it. capra). Tielekt, wo dezue ghöred, sind:

  • s Ossolano (ussulan) im Eschetal (Val d'Òssola) und i
  • s Ticinese (ticinés) im Misox (Val Mesolcina) und im Tessin (Tesin) nördlich vom Monte Ceneri.
  • s Chiavennese (cjavenasc) um Chläve (Cjavèna) ume;
  • de Bergellertielekt (bargajot) im Bergell (Val Bargaja);
  • s Puschlavisch (pusc‘iavin) im Puschlav (Pus‘ciaf);
  • s Bormiese um Worms im Veltlin (Burmi) ume und
  • s Livignasco (livignasc‘) im Tal vo Luwin (Livìgn).

Westlombardisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Westlombardische (lumbard ucidental) oder Insubrisch (insübrich) zaichnet sich under anderem uus dör de Rhotazismus: püres "Floo" (it. pulex; it. pulce). S Westlombardische tailt sich i acht Hopttielekt, wo witter undertailt were chönet:

  • s Valtellinese (valtulines) i de Provinz Sondrio (Sundri) bzw. im Veltlin (Valtulina).
  • s Comasco-Lecchese rund um de Comersee (Lagh de Comm), zäme mit em südliche Tessin mit Lugano (Lügann) bis an Monte Ceneri ane. Variante sind:
    • de Seetielekt (laghee) westlich vom Comersee;
    • s Comasco (Comasch) um Como (Comm);
    • s Lecchese um Lecco (Lecch) ume.
  • s Varese-Bosino (varesòtt) uf baidne Siite vom mitllere und südliche Langesee (Lagh Maggior)
  • s Legnanese-Bustocco (legnàn & büstoch) im südliche Tail vo de Provinz Varese (Vares) um Legnano (Legnàn) und Busto (Büsti) ume.
  • s Brianzolo (brianzöö) i de Brianza (Brianza) zwöschet Como und Monza (Munscia).
  • s Milanese (milanes) isch de Tielekt vo Mailand (Milan) und de Umgebig.
  • s Pavese-Lodese mit de Variante
    • s Lodese (ludesàn) um Lodi (Lod) ume;
    • s Pavese (paves) um Pavia (Pävia) ume und
    • s Vogarese (vugares) um Voghera (Vughera) ume. De isch de anzig lombardisch Tielekt, wo südlich vom Po gredt werd.
  • s Novarese (nuaresat) um Novara (Nuara) ume. S Nuaresat isch en Öbergangstielekt zom Piemontesische.

Ostlombardisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Ostlombardische (lumbàrd oriental) isch intervokalisches /v/ verschwunde: kaál "Ross" (lat. caballus, it. cavallo). S glideret sich i:

  • s Bergamasco (bergamàsch) zwöschet de Flüss Adda und Oglio (Òi), i de Provinz Bergamo (Bèrghem).
  • s Cremasco (cremàsch) südlich vom Bergamasco, zwöschet de Adda und em Oglio um Crema ume.
  • s Cremonese (cremunées) zwöschet em Po und em Oglio i de Provinz Cremona (Cremuna).
  • s Bresciano (bresà) zwöschet em Oglio und em Gardasee i de Provinz Brescia (Brèsa) und im Val Giudicarie im westliche Trentino (Trentin). E Variante vo dem Tielekt werd im Val Camonica (Al Camonega) gredt.

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Michele Loporcaro: Profilo linguistico dei dialetti italiani; Bari 2009. ISBN 978-88-420-8920-9.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. PDF bei www.istat.it