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Niederstetten

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Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Stadt Niederstetten
Niederstetten
Dütschlandcharte, Position vo dr Stadt Niederstetten fürighobe
Koordinate: 49° 24′ N, 9° 55′ O
Basisdate
Bundesland: Bade-Württebärg
Regierigsbezirk: Stuegert
Chreis: Main-Tauber-Chrais
Höchi: 306 m ü. NHN
Flächi: 104,1 km²
Iiwohner:

4906 (31. Dez. 2024)[1]

Bevölkerigsdichti: 47 Iiwohner je km²
Poschtleitzahle: 97996,
97980 (Mönchshof)
Vorwahle: 07932, 07933, 07939 (Heimberg)
Kfz-Chennzeiche: TBB
Gmeischlüssel: 08 1 28 082
Adress vo dr
Stadtverwaltig:
Albert-Sammt-Straße 1
97996 Niederstetten
Webpräsenz: www.niederstetten.de
Burgermaischteri: Heike Naber
Lag vo vo dr Stadt Niederstetten im Main-Tauber-Chrais
KarteAhornAssamstadtBad MergentheimBoxbergCreglingenFreudenbergGroßrinderfeldGrünsfeldIgersheimIgersheimKönigheimKülsheimLauda-KönigshofenNiederstettenTauberbischofsheimWeikersheimWerbachWertheimWittighausen
Karte

Niederstetten isch e Stadt im Main-Tauber-Chrais z Bade-Wirttebärg. D Stadt het 4906 Yywohner (Stand: 31. Dezember 2024).

Niederstetten lyt im Dal vum Vorbach, eme Näbefluss vu dr Tauber. Dr Baan bstoht us 64,6 % Landwirtschaftsflechi, 21,9 % Wald, 10,2 % Sidligsflechi un 3,3 % sunschtiger Flechi.[2]

Nochbergmaine sin Weikersheim im Norde, Creglingen im Nordoschte, Schrozberg im Side, Mulfingen im Sidweschte un Bad Mergentheim im Weschte.

Z Niederstetten het s vier Landschafts- un drei Naturschutzbiet:[3]

  • Landschaftsschutzbiet Gewann Sensen und Tal nordöstlich Eichswiesen: 4,8 ha; syt 1992.
  • Landschaftsschutzbiet Niederstetten: 1786,0 ha syt 1992.
  • Landschaftsschutzbiet Weikersheim: 2718,0 ha; Bad Mergentheim, Creglingen, Niederstetten un Weikersheim; syt 1993.
  • Landschaftsschutzbiet Creglingen: 2027,9 ha; Creglingen, Niederstetten un Weikersheim; syt 1997.
  • Naturschutzbiet Erlenbruchwald beim Lichteler Landturm: 0,84 ha
  • Naturschutzbiet Oberrimbacher Erdfälle: 71,2 ha; Creglingen, Niederstetten und Schrozberg
  • Naturschutzbiet Wildentierbacher Berg: 37,5 ha

D FFH-Biet Taubergrund Weikersheim-Niederstetten un Jagsttal Langenburg-Mulfingen lige zum Dail uf em Baan vu Niederstetten.

Zue Niederstetten ghere d Stadtdail Adolzhausen, Herrenzimmern (mit em glychnamige Dorf un em Gheft Untere Mühle), Niederstetten (mit dr glychnamige Stadt, dr Wyler Eichhof, Ermershausen un Sichertshausen, em Schloss un em Wohnplatz Haltenbergstetten, em Gheft Rehhof un dr Wohnblätz Dreischwingen un Neuweiler), Oberstetten (mit em glychnamige Dorf, em Wyler Weilerhof, em Gheft Höllhof un dr Wohnblätz Fuggersmühle, Reutalsmühle un Stegmühle), Pfitzingen, Rinderfeld (mit em glychnamige Dorf un dr Wyler Dunzendorf un Streichental), Rüsselhausen, Vorbachzimmern, Wermutshausen (mit em glychnamige Dorf un em Wyler Ebertsbronn), Wildentierbach (mit em glychnamige Dorf, dr Wyler Hachtel, Heimberg un Wolkersfelden, dr Hef Höllhof un Schönhof un em Wohnblatz Landturm).[4]

Niederstetten isch zum erschte Mol gnännt wore anne 780 Traditiones Fuldenses, em Schänkigsbuech vum Chloschter Fulda (9. Jh.Sterin, 1351 Niedersteten ), Adolzhausen 1182 as Otolveshusen (1273 Otelshusen), Herrenzimmern 1219/20 as Zimbere(n), Oberstetten im 9. Jh. as Oberensteten, Pfitzingen 1103 (Кор. 12. Jahrhundert) as Pfussech (1155 Puzecke), Rinderfeld 1343 as Ryndervelt, Rüsselhausen 1272 as Ruesilthusen, Vorbachzimmern im 9. Jh. as Zimberen (1309 Vorpachzimmern), Wermutshausen um 1103 as Fruberchtshusen (1111/25 Ermbrechteshusen, 1222 Werenbrehtishusen), Wildentierbach 1156 as Dierbach (1255 Tyerbach, 1319 Wildendierbach).

Im 9. Johrhundert isch Niederstetten im Bsitz vum Chloschter Fulda gsii, im 13. Jh. het s derno dr Herre vu Hohenlohe ghert. D Gschicht vum Ort isch äng verbunde mit dr Gschicht vu dr Burg Haltenbergstetten, wu um 1200 böue woren isch.

Am 14. September 1340 het dr Ulrich vu Bruneck vum Chaiser Ludwig IV. s Stadträcht fir dr Märt Haltenbergstetten iberchuu, är het d Burg un d Stadt derno an Markgrof Stephan vu Brandenburg verchauft. 1367 het dr Chaiser Karl IV. d Stadträcht an Niederstetten vergee. 1347 sin Burd un Stadt an s Domstift, derno an Bischof vu Würzburg verchauft wore, 1366 an Götz vu Hohenlohe-Speckfeld, wu 1412 s Gschlächt vun em uusgstorben isch. Niederstetten sich druf an d Schenken vu Limpurg un d Grofe vu Castell chuu un 1415 an d Rosenberg, wu s em Bischof vu Würzburg as Lääche ufdrait hän. 1641 isch s in Bsitz vum Bischtum Würzburg chuu, wu s derno as Lääche an an Fäldmarschall Graf Melchior von Hatzfeld gee hän. 1794 isch s wider retur an Würzburg chuu.

Wu s Hochstift Würzburg anne 1803 im Rame vum Rychsdeputazionshauptschluss ufglest woren isch, isch Niederstetten an d Firschte zu Hohenlohe-Jagstberg chuu un 1806 schließli an s Chenigrych Wirttebärg.

Im Wirttebärgische het Niederstetten zerscht zum Oberamt Nitzenhausen ghert, no zum Oberamt Ingelfingen un ab 1810 zum Oberamt Gerabronn, ab 1934 Kreis Gerabronn. Ab 1939 het Niederstetten zum Landchrais Mergentheim ghert.

Im Rame vu dr bade-wirttebärgische Chraisreform isch 1973 dr Landchrais Mergentheim ufglest wore un Niederstetten isch zum neie Tauberkreis chuu, wu zum 1. Jänner 1974 in Main-Tauber-Kreis umgnännt woren isch.

[5]

  • 1. Jänner 1972 Oberstetten, Pfitzingen un Vorbachzimmern
  • 1. Februar 1972 Rinderfeld un Wildentierbach
  • 1. April 1972 Adolzhausen
  • 1. Juli 1972 Herrenzimmern un Rüsselshausen
  • 1. Jänner 1974 Wermutshausen

Yywohnerentwicklig

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Johr Yywohner
1961 4987
1970 5270
1991 5432
1995 5611
2005 5476
2010 5222
2015 4822
2020 4800

Quälle: Gemeindeverzeichnis[6] un Aagobe vum Statistisch Landesamt

Niederstetten ghert zue kaim Verwaltigsverband.

Burgermaischter vu Niederstetten
  • 1937–1945: Carl Weber
  • 1945–1947: Johannes Huß
  • 1948: Wollinger
  • 1948–1970: Carl Weber
  • 1970–2002: Kurt Finkenberger
  • 2002–2018: Rüdiger Zibold
  • syt 2018: Heike Naber

Kultur un Böuwärch

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  • Schloss Haltenbergstetten (16. Jh.)
  • Evangelischi Jakobschilche mit romanischem Chilchdurm
  • Stadtmuure mit Durm
  • Katholischi Bfarrchilche St. Johannes Evangelist (1960er)
  • Alti Schuel mit mittelalterligem Stadtdurm
  • Schimmeldurm (mittelalterlig mit Rundbogefries)
  • Seedurm (mittelalterlig)
  • Evangelischi Filialchilche, Sichertshausen (14. Jh., ehmol. Wehrchilche)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Adolzhausen (Durm romanisch)
  • Rothuus un Schuel, Herrenzimmern
  • Evangelischi Bfarrchilche, Oberstetten (Wehrchilche mit romanischem Chordurm)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Pfitzingen (neuiromanisch, Durm dailwys romanisch)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Rinderfeld (romanisch)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Rüsselhausen (friegotisch, 14. Jh.)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Vorbachzimmern (Durm friegotisch)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Wermutshausen (1802/1803, Räscht vun ere romanische Wehrchilche)
  • Evangelischi Bfarrchilche, Wildentierbach (romanischi Wehrchilche)

Dr Dialäkt vu Niederstetten ghert zum Oschtfränkisch.

  • Max Stern: Heimatbuch der Stadtgemeinde Niederstetten mit den Teilgemeinden Ermershausen und Sichertshausen. Knenlein, Niederstetten 1930
  • Walter Krüger (Red.): 650 Jahre Stadt Niederstetten. Stadt Niederstetten, Niederstetten 1991 (Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken. 4)
 Commons: Niederstetten – Sammlig vo Multimediadateie

Wikisource Stetten in der Topographia Franconiae (Mathäus Merian) im dütschsprochige Wikisource
Wikisource Nieder-Stetten im dütschsprochige Wikisource

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung - Stichtag 31.12. - regionale Tiefe: Gemeinden, Samt-/Verbandsgemeinden (bis 2011)
  3. Reinhard Wolf, Ulrike Kreh (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Thorbecke, Ostfildern 2007.
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 337–343.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz, ISBN 3-17-003263-1, S. 453 f. und 469.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz, ISBN 3-17-003263-1.