Bodman-Ludwigshaffe

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Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Gmai Bodman-Ludwigshaffe
Bodman-Ludwigshafen
Deutschlandkarte, Position vo de Gmai Bodman-Ludwigshaffe hervorghobe
47.8127777777789.0316666666667410Koordinaten: 47° 49′ N, 9° 2′ O
Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Niideralemannisch
Regionalvariante: Bodeseealemannisch
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Friiburg
Landkrais: Konschtanz
Heh: 410 m i. NHN
Flech: 28 km²
Iiwohner:

4716 (31. Dez. 2017)[1]

Bevelkerungsdicht: 168 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahl: 78351
Vorwahl: 07773
Kfz-Kennzaiche: KN
Gmeischlissel: 08 3 35 098
Adress vun dr
Gmaiverwaltung:
Hafenstraße 5
78351 Bodman-Ludwigshaffe
Webpräsenz: www.bodman-ludwigshafen.de
Burgermaischter: Matthias Weckbach
Lag vo de Gmai Bodman-Ludwigshaffe im Landkrais Konschtanz
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Dialäkt: Bodeseealemannisch

D Gemeinde Bodman-Ludwigshaffe hot so um die 4.000 Eiwohner. Sie isch e Doppelgmeinde, wo us de selbständige Gmeinde Bodman und Ludwigshaffe (frieher Sernatinge) bildet worre isch. Die Bodesee-Gmeinde Bodman-Ludwigshaffe ghört zum Landkreis Konschdanz in Bade-Wirtteberg.

Geographie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Blick in Ludwigshaffe uff de See

D Lage[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bodman-Ludwigshaffe liggt am weschtlichschte Punkt vum Iberlinger See. Bodman isch uf der Süd- und Ludwigshaffe uf de Nordseite vu sellem Seearm. D Gmeinde ghört geographisch zum Hegau. Zwische Bodmann und Ludwigshaffe liggt es Naturschutzgebiet „Großes Ried“, wo sich seltene Vöggel und Pflanze aagsiedelt hond.

Was no zu de Gmeinde ghört[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Gemeinde Bodman-Ludwigshaffe isch e Zsammefassung us de friehere Gemeinde Bodman und Ludwigshaffe am Bodesee. Dezu ghöret 15 Dörfer, Weiler, Baurehöf und Häuser.

Zur alte Gmeinde Bodman zählt es Dorf Bodman, de Weiler Bodman-Sommerhalde, d Höfe Bodewald, Mooshof und Rehmhof und d Häuser Fraueberg und Späth, Espasingerstroß.

Zur alte Gmeinde Ludwigshaffe am Bodesee gehöret es Dorf Ludwigshaffe am Bodesee, d Höfe Blumhof, Bühlhof, Ober-Laubegg, Unter-Laubegg und Weierhof, s Haus und Gehöft Regentsweiler und d Häuser Laubegg-Forschthaus. Zum alte Bodman ghört au d friehere Ortschaft Weiler. Im Gebiet vu de alte Gmeinde Bodman liggt d Burgruine Altbodman.[2]

Gschichte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Geschichte vu Bodman[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sicht vo Alt-Bodme ibber de Bodesee uf Ibberlinge.

Bi Bodman sind Pfahlbaute entdeckt wore. D älteschte Sidlungsspure datieret us de Stein- und Bronzezitt. In de Römerzit isch weschtlich vom heutige Dorf no en Guetshof glege. Späteschtens im 6. Joorhundert hond sich d Alemanne aagsiedelt. D Merowinger hond det e Pfalz baut, und so isch de Ort wichtiger worre. Zu dere Pfalz hot s ganze Umland als Königsland ghört, also en Teil vom Hegau und de ganze Bodanrück. Im 7. Joorhundert sind im Ort sogar Münze mit de Ufschrift Bodano prägt worre.

D Karolinger hond d Pfalz ibbernomme, und so isch se zu enem wichtige Ort fir d Herrschaft über Alemannie worre. Vo de Pfalz uus hond au di beide fränkische Grafe Warin und Ruadhard Bfehle usteilt. Noch em Bluetgricht z Cannstatt hond se vo de Karolinger de Ufftrag ibbernomme, Alemannie noi z ordne. Di beide hond denn au de St. Otmar, de Apt vum Chloschter Sanggale, in de Pfalz ins Gfängnis eiglocht.

Us Uurkunde kaa mer erkenne, dass d Kaiser Ludwig de Fromme, Ludwig de Deutsche und Karl de Dicke Oschtere gern uf de Pfalz gfeiert hond. Weil im 10. Joorhundert de Burchard I. sich gege d fränkische Obermacht gwehrt hot und s alemannische Herzogtum noi ufflebe hot losse, isch selle Pfalz ufgäbe wore.

De Pfalz isch anno 1277 vum König Rudolf von Habsburg aan de Johann vu Bodman kumme, wo uf em Fraueberg ire Stammburg baut hond. Am 16. September 1307 isch de Blitz in d Burg gschlage. D ganz Familie mit em Gascht isch verbrennt. Blos de eijährig Johannes vo Bodman hot ibberlebt, weil en sine Amme inem Kübel usem Fenschter gworfe hot. Der hot denn d Burg Altbodman baue losse, wo 1332 fertig worre isch. Im Driisgjährige Krieg isch denn die Burg zerschtört worre. Im 18. Joorhundert hond d Grafe vo Bodman s Schloss Bodman baue losse, wo heut no stoot und vo de Familie Bodman bwohnt wird. De Park isch zum Teil fir s Publikum offe, doch wird au uff ere Wanderung um Bodman enum d Natur mit irer iberwältigende Schönheit offebar.

Wo de Nam Bodman herkummt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Ort hot em Bodesee sin Name gäbe. S isch vill dribber sinniert worre, was de Nam bedeute soll und mer hot sich geinigt, dass seller Nam fir e landwirtschaftlich nutzbare Fläche (im Dativplural) brucht worre isch. De älteschte Beleeg isch vom Geograf vo Ravenna und hosst Rugium Bodungo. Im 9. Joorhundert wird Bodoma uusdrücklich "Königspfalz" gnennt. De Name isch denn uf Potamus latinisiert worre. Selles isch e Aanleenig ans griechische Wort potamos fir "Fluss". De Name "Bodesee" wird s erschtmol anno 839 gnennt fir lacus Potamicus (ahd. Bodimsê ).

Gschichte vu Ludwigshaffe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ludwigshaffe

Ludwigshaffe wird als Sernatingen 1145 s erschte Mol innere Urkund gnennt. Im Johr 1810 isch Sernatinge badisch gworre. De neue Haffe isch 1826 vum Großherzog Ludwig uf de Nam Ludwigshaffe tauft worre. D Bwohner hond denn durchgsetzt, dass seller Nam e bissele später fir d ganze Gmeinde ibbernomme worre isch. Aan d alte Bedeutig vum Haffe erinneret no es lange, wuchtige Gebäude mit de Inschrift an de Haffeseit „Großherzogliches Badisches Hauptzollamt“ mit em badische Wappe.[3]

Bodman-Ludwigshaffe in Bade-Wirtteberg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mit de Kreisreform vu 1973 sind beide Orte vum Landkreis Stockach zum Landkreis Konschdanz kumme.

Wahle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ergebnis vu dr Landdagswahle syt 2006:[4]

Johr CDU SPD Grieni FDP Linki1 AfD Sunschtigi
2016 32,7 % 10,5 % 32,6 % 8,9 % 1,8 % 10,6 % 3 %
2011 43,6 % 18,2 % 24,1 % 8 % 2,2 % 3,9 %
2006 48,5 % 17 % 9,2 % 19,4 % 2,3 % 3,5 %

1 2006: WASG, syt 2011: Die Linke

D Wirtschaft und d Aabindung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In beide Teile vum Ort gitts Obschtanbau und Fremdeverkehr. E kleine Weinlag mit ener große Tradition isch der Königsweingarten in Bodman. Scho im Johr 884 isch det vum Kaiser Karl de Dicke zum erschte Mol in Deutschland d Spätburgunderrebe aagpflanzt worre.

Verkehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ludwigshaffe isch vum Schwerverkehr bfreit worre. De Verlauf vu de Bundesstraße B 31 fiehrt numme durch Ludwigshaffe, sondern isch etzet e Fortsetzung vu de Autobahn A 98 in Richtung Oschte. Durch Ludwigshaffe goht aber no d Verbindung Radolfzell - Ibberlinge. De Ortsteil Ludwigshaffe liggt aan de Bodenseegürtelbahn (Radolfzell - Lindau).

Bodman isch de einzige Ort am Bodesee, wo it annere Durchgangsstroß liggt. De Uferweg us Richtung Wallhause uf Bodman isch sogar fir d Radfahrer it zu bfahre und nur fir Wanderer ufm Bodesee-Rundwanderweg. Der Bodesee-Radweg us Richtung Konschdanz fiehrt ab Wallhausen ins Land nei ibbber de Bodanrück, brührt nur Bodmann und goht von dett teilweise vum See weg, teilweise am See nach Ludwigshaffe.

D Kurslinie vu de Motorbootgesellschaft Bodman mbH goht vum Aafang April bis zum Oktober onnige Mol am Tag vu Bodman ibber Sipplinge und d Marieschlucht im Zickzack ibber de Ibberlinger See uf Ibberlinge.

E Buslinie bdient d Strecke Stahringe - Stockach und verbindet so Bodman und Ludwigshaffe. E andre Buslinie bdient d Strecke Ibberlinge - Stockach und goht somit ibber d Ortsteil Ludwigshaffe.

Bodman-Ludwigshafen liggt am Bodesee-Radweg und am Bodesee-Rundwanderweg, wo unterschiedlich verlaufet und so d Natur erschließet. Onner usm Netz vu de Jakobsweg goht an Ludwigshaffe und Bodman vorbei.

Unternehme[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In de Gemeinde hotts Bootswerfte, Obschtverwertunge, Gärtnereie und ville Gaststätte. Denn gitts no metallverarbeitende Btriebe, IT&Telekommunikation, Handel und Handwerk.

Kultur und eppes azluege[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Rothuus vu Bodman isch e kleis Museum mit ville Gegeständ us de Steinzeit, wo gfunde worre sind.

Bsundre Baute[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es Schloss Bodman
D Ruine Altbodman
  • S Schloss Bodman in Bodman isch in de Johre 1831/1832 vum Johann Baptist Wehrle (1791-1857) baut worre. S wird vum heutige Grafe vu Bodman bwohnt. Nur de Park isch fir d Bsichtigung göffnet.
  • Uf em Bodanrück gitts no d Ruine Altbodman mit em Kloster Frauenberg. In Altbodman hot d gräfliche Familie gwohnt bis im Johr 1307 en Blitzschlag en Brand usglöst hot. Nach ere Legende isch d ganze gräfliche Familie umkomme, nur it de Stammhalter. D Amme hot in em Kessel de kleine Johannes abiglosse. De Fundort wird heut mit em kleine Obelisk markiert. Nach em Brand isch es Schloss us Dankbarkeit em Zisterzienser-Kloschter in Salem geschenkt worre. S Kloster hot denoch es abbrannte Schloss ins Kloschter Frauenberg umgwidmet. Erscht mit de Säkularisation isch selles Kloschter 1806 wieder zruck an d gräfliche Familie kumme.
  • Vum See bei Ludwigshaffe sieht mer am Haffe es lang gestreckte friehere großherzoglich-badische Hauptzollamt mit em badische Wappe. Des isch in de Johre um 1830 num errichtet worre. Seit 1993 isch dett es Birger- und Gäschtezentrum und au es Rothuus.
  • D Burg Bodman (Karolingische Königspfalz)
  • D Burg Bodman (Staufische Pfalz)
  • S Ehemalige Schloss Bodman
  • S ehemaliges Knorrenschloss
  • D ehemalige [Burg Laubegg]]

Religione[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D meischt Leut vu Bodman-Ludwigshaffe sind römisch-katholisch. Fir beide Ortsteile gitts je e katholische Kirch und e katholische Kapell. Aber au d evangelische und d neuapostolische Kirch gitts im Ort.

Städtepartnerschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Seit em 30. Juli 2000 bstoht e Freundschaftsabkumme zwische de friehere Gmeinde Schweta, etzet Stadt Mügeln, und de Gmeinde Bodman-Ludwigshaffe.

Ehrebirger[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1948: Wilhelm Schäfer (1868-1952), en deutsche Schriftsteller
  • 2010: Wilderich Graf von und zu Bodman

Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Johannes Hoops (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 3 (1978): "Bodman". ISBN 3-11-006512-6.
  • Joachim Hotz: Friedrich Maler und Johann Baptist Wehrle als Architekten des Schlosses Bodman. Eine Studie zur badischen Baukunst nach dem Tod Friedrich Weinbrenners. Sonderdruck us em „Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg“, Bd. 14, 1977; S. 71-92.
  • Ludwigshaffe isch d Kulisse vum Roman Seegfrörne von Christof Hamann (Göttingen 2001). D Sage vum Nebelmännle spielt in Bodman .

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 784–786
  3. Lexikon Bodensee Gesamtgebiet. Kompass Karten GmbH, Innsbruck. ISBN 3-85491-002-9. S. 37
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Landtagswahl

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Bodman-Ludwigshafen – Sammlig vo Multimediadateie


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