Meersburg

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Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Stadt Meerschburg
Meersburg
Deutschlandkarte, Position vo de Stadt Meerschburg hervorghobe
47.6958333333339.2708333333333444Koordinate: 47° 42′ N, 9° 16′ O
Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Nideralemannisch
Regionalvariante: Bodeseealemannisch
Verbreitig: mässig, Tendenz zum Schwäbisch
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Tübinge
Landkrais: Bodeseekreis
Gmaiverwal-
tungsverband:
Meersburg
Heh: 444 m i. NHN
Flech: 12,1 km²
Iiwohner: 5553 (31. Dez. 2006)[1].
Bevelkerungsdicht: 460 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahl: 88709
Vorwahl: 07532
Kfz-Kennzaiche: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 036
Adress vun dr
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
88709 Meerschburg
Webpräsenz: www.meersburg.de
Burgermaischteri: Sabine Becker (CDU)
Dialäkt: Bodeseealemannisch

Meerschburg isch a Stadt im Bodeseekreis im ditsche Bundesland Bade-Württeberg und hot früener zu Bade ghört. Sie liggt im Norde vom Bodesee zwische Überlinge und Friedrichshafe, do wo de Obersee uffhört und de Überlinger See afängt.

Us de alte Zite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Meerschburg

Meerschburg hosst so wie d Alte Burg. Die schaut gwaltig us und liggt über de Unterschtadt und isch a Welt für sich. Es wird verzellt, dass des Alte Schloss vum Merowingerkönig Dagobert I. im 7. Jahrhundert baut worre sei. Es wird agnomme, dass des die älteschte, no it zerstörte und bwohnte Burg in Ditschland isch.

Gegenüber und in de Oberstadt isch des Neue Schloss usm Barock. Im alte und später im Neue Schloss hond die Bischöff vun Konschdanz in de Reformationszit vun 1551 bis zur Säkularisation 1803 gherrscht.

Meerschburg hot also zum Fürschtbischtum Konschtanz ghört. Es isch 1299 zur Stadt erhobe worre und 1803 ans Grossherzigtum Bade gfalle.

Im Johr 1972 isch die Gmeinde Bottehuse-Schiggedorf igmeindet worre.

Wappe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Wappebeschreibung: Ibber blaue Welle isch a rote Burg mit enem Turm und em offene Tor. S Wappe erklärt sich vu selbscht und hott in sich d Bstandteil „Meer“ und „Burg“.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Meersburg hot sich mit de Gmeinde Daisedorf, Hagnau, Stette und Uhldinge-Mühlhofe zu em Verband zsammegschlosse und isch Sitz vu dem Gmeindeverband.

Birgermoschter[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1919–1937: Karl Moll
  • 1937–1946: Fritz Vogt
  • 1945–1946: Bruno Helmle
  • 1946–1948: Otto Ehinger
  • 1948–1958: Hans Netscher
  • 1958–1968: Franz Gern
  • 1969–1980: Horst Eickmeyer
  • 1981–1997: Rudolf Landwehr (CDU)
  • 1997–2005: Heinz Tausendfreund (CDU)
  • 2005-2009: Sabine Becker (CDU)
  • seit 2009: Martin Brütsch (parteilos)

Gemeinderat[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
SPD 2 Sitz 2 Sitz
CDU 8 Sitz 8 Sitz
FDP 1 Sitz
Bündnis 90/Di Griene 1 Sitz 1 Sitz
Wehlervereinigunge 9 Sitz 7 Sitz
Gsamt 21 Sitz 18 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Partner- un Pateschafte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Meerschburg het Städtepartnerschafte mit

Uußerdem hot Meerschburg d Pateschaft für de Versorger Meersburg (Schiffs-Nr. A 1418) vu de Bundesmarine und für de Lufthansajet Meersburg (Nr. D-ACHB) übernomme.

D Wirtschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Meerschburger Marktplatz
(Meersburg-Webcam)

Die wichtigschte Tätigkeite sin de Wiibau und de Fremdeverkehr. Die hond de Vorteil vun de Sunn, de Südlag un em milde Seeklima.

Fremdeverkehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In dr Saison kummet viile Tagesgäscht mitm Schiff oder mitm Auto. Aber es kummet au viile Duurgäscht zum Wii koschte, ind schöne Altschtadt, zum Bade, Ruedere und Segele und wege de badische Küch. Mer ka in viile Hotels, Gaschthöf, Pensione, Feriewohnunge und Fremdezimmer übernachte.

Wiibau[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Vum Schiff us ka mer guet die Rebhäng aan de Hügel nach Uhldinge und Hagnau aluege. Au in höhere Lage, des isch nördlich vun de Bundesschtroß gibts no Rebe. Onner vu denne Wii isch de Spätburgunder Wiißherbscht. Der hot a Farb grad so wie e Zwibbel und schmeckt guet. Als wiiße Rebsort git's de Müller-Thurgau und de Spätburgunder wird usserdem au zue Rotwii usbaut. Die Fläch für de Wiibau isch it so groß, aber es gibt e paar Winzer. Die Betribsforme sind gnosseschaftlich, in Form vunnere Stiftung, staatlich, markgräflich/fürschtlich und privatwirtschaftlich gführt.

Bhörde, Schuele und Sport[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bhörde[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Meerschburg isch es Dekanat Linzgau. Des ghört zum Erzbistum Friiburg.

Eppes für d Bildung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In de Stadt Meerschburg gitts zwei Schuele:

Des Droste-Hülshoff-Gymnasium isch en staatlichs Uffbaugymnasium. Dezu ghört en Internat. D Leiterin vun de Schul isch d Annette Brunke-Kullik, ihr Vertreter isch dr Heinz Scholten. Im Gymnasium schaffet 52 Lehrer. Denne höret zue und folget 629 Schüeler in 18 Schuelklasse. Im allgmeine hond die Klasse im Schuljahr 2006/07 25,4 Schüeler ghett. Für de Bodeseekreis isch dees d niedrigschte Klassegröß an em Gymnasium.

De Sommertalschule isch e Grund- und Hauptschuel mit 24 Lehrer. Die inschtruieret 335 Schüeler in 15 Schuelklasse. De Leiter vun de Schuel isch de Jürgen Ritter, sin Stelvertrreter isch dr Wolfgang Fitz. Im Schueljahr 2006/07 sind bim Wechsel vu de Grundschuel 26 % uff d Hauptschuel gange, 26 % an d Realschuel und 48 % uff Gymnasie.

Freizeit und Sport[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Meerschburg hotts e Freibad und e Thermalbad, e Sporthall, e Tennisgebiet mit fünf Tennisplätz und en Skatepark. S Freibad isch an sunnige Sommertaag vo de Schüeler und de Tourischte gschätzt, wiil mer en direkte Zuegang zum See hot und dett schwimme kaa.

Verchehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Meerschburg vum See aus gsehe

D Bundesstroß B 31 vun Brisach aan de französische Gränz bis na Lindau aan de österreichische Gränz isch in dr Gegen virspurig usbaut und goht an Meerschburg vorbi und me muess ufpasse, dass me d Usfahrt Meerschburg (au Richtung Fähre) oder d Usfahrt Uhldinge/Mühlhofe nimmt. Die andere Bundesschtroß wo Meerschburg dra ligt, isch die B 33 vun Willstätt uf (via Fähre vu Meerschburg) Konschdanz

Zwische Meerschburg und Konschdanz-Staad gitts die Autofähre, wo laufend verkehrt.

Es gitt Busse uf Friedrichshafe und Überlinge im Bodesee-Oberschwobe-Verkehrsverbund.

Und itt zuletscht gitts die Bodensee-Schiffsbetriebe. Mitm Schiff ka mer uf Konschdanz (gegenüber), uf Überlinge (im Weschte) und uf Lindau und Bregenz (im Oschte) gmüetlich fahre.

Des alte Meerschburg (Unter- und Oberstadt) ischt für Fueßgänger reserviert. Die Unter- und die wiiter obbe glegene Oberstadt sind mit de Burgtrepp, de Rüschentrepp und de Steigstroß, wo en Buckel nuf goht, verbunde. D Autofahrer könnet um die Altstadt num fahre über die B 33 (Serpentine), und des isch au gliichziitig die einzige Möglichkeit von de Oberschstadt zur Fähre z'kumme.

Arg vill Kultur in Meerschburg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Ferieschtroße fiehret nach Meerschburg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ob es etzet d "Oberschwäbische Barockschtroß", d "Schwäbische Dichterschtroß" oder d "Deutsche Ferieschtroß" isch. Die ganget alle uff Meerschburg.

Alemannische Mundart[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D einheimische Meerschburger könnet alle alemannisch schwätze. Es hot aber nach m Zweite Weltkrieg vill Flichtlinge gäbbe und ville Tourischte, wo no em Hochdeutsche aahänget. Ville Meerschburger schwetzet unterenand wie inne de Schnobel gwachse isch, aber im Tourismusbreich bmüehet se sich "hochdeutsch" zu schwätze. Uff alle Fäll gitts immer d alemannische Lebbensart, d Fasnet, d Musik- und Trachteumzüg und itt zletscht s gmeinsame Gfüel vu denne, wo um de Bodesee wohnet. D Mundart wird vu de Wisseschaftler Bodeseealemannisch im Niederalemannische Sprochkreis gnennt.

Musi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Immerhin gitts zwei bekannte Musikkapelle, nämlich d Knabemusi und d Schtadtkapelle. Di schpielet mit em guete Schmiss. Z finde sind se bei de Fasnet, bim Winzerfescht, aan de Feiertaag und für d Tourischte und d Partnerschtädt.

Dichtung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wil d Annette von Droste-Hülshoff uff de Meerschburg und im Firschtehüsle gsi isch, goht de Droste-Priis vun de Schtadt aan unbekannte Schriftstellerinne, wo nochher brüemt werre.

Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Au z Meerschburg gitts en Zeppelin-Museum, gerad eso wie z Friedrichshaffe. Im Alte Schloss isch usser em Sterbezimmer vun de Droste-Hülshoff au eppes vun de Burganlage ze bsichtige. In de Burg findet au einige Mol a mittelalterliche Burgmusi uff alte Inschtrumente schtatt.

Gegenibber vum Alte Schloss ischs Neue Schloss. Do kaa mer d Rüm vun de Fürstbischöff, d Terrasse mit em guete Rundblick uffn See und Flugzügmodelle us de alte Zite vum Dornier betrachte. Für alle Meerschburg- und Bodesee-Begeischterte gitts dett die Usstellung vun de Meerschburg-Maler.

Im Wibaumuseum in de Vorburggass sid große Wifässer und a alte Wipress (Torkel) usgschtellt. Regelmäßig hotts dett Wiprobe vum Staatsweingut. Ibber dem Torkelkeller, im erschte Schtock, isch de brüemte Arzt und Heiler Franz Anton Mesmer gschtorbe.

In de Bibelgalerie gitts Aufklärung zu de Bibele.

S Hüsle vun der Annette von Droste Hülshoff in Meerschburg (Firschtehäusle), wo hit s Droste-Museum isch.
Raddampfer Hohentwiel im Johr 2006 (Haffe vun Meerschburg)

Nebbe dem Alte Schloss hott die Droste-Hülshoff no en bsunders Refugium ghett. Dees isch des Firschtehäusle oberhalb vum Obertor. Usm friehere Bsitz vun de Fürschtbischöff vu Konschdanz isch des im Johr 1843 aan d Droste verschteigert worre.

Guete Ussichte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bsunders d Terrasse vum Neue Schloss gitt en guete Blick uff d Unterschtadt und de Schiffsverkehr uffm Bodesee.

S Känzele bim Priesterseminar liggt gnau ibber de Rebhäng vum "Rieschen". D Sicht uff d Haffe, de Gondelehaffe und uffs Schtrandbad bis nibber zum schwizer Ufer isch bmerkenswert.

In der Mitt vun de Rieschentrepp isch a windgschütztes , sunnigs Plätzle wo mer guet devo s Triibe in de Unterschtadt gnieße kaa. Aan de Seepromenade sieht mer d Fischle, d Wasservögel, de Felsabfall vum flache ins tiefe Wasser und, wenns schlechts Wetter wird, es Panorama vun de Alpe.

Am Höheweg vun Meerschburg nach Hagnau sind des Wetterkreuz und des Ehrenmal bsundere Ussichtpunkt.

Ober- und Unterstadt und de See vu de Friedrichshöh us uffgenomme
  • Friedrichshöh (en Wasserturm). In de Mitt vu de Von-Laßberg-Straße kaa mer vum alte Wasserturm de Blick schweife losse ibber d Oberstadt, de See und, wenns Wetter schlecht wird, bis zu de Alpe.

Stadtmure[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Des Unterstadt- und Oberstadt-Tor sind d auffällige Reste vun der frühere Stadtbefestigung. De höchste Punkt vun de Stadtbefestigung isch dett gsi, wo etzet de Turm vun de katholische Pfarrkirch schtoht.

Baute unter Denkmalschutz[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Panorama vun Meerschburg

Herusragend isch s Alte Schloss mit sim markante Dagobertsturm. Dees ghört mit zu em iprägsame Panorama vum See us.

Als a neue barocke Residenz vu de Firschtbischöff isch die Gsamtheit us Neuem Schloss (rot), Reithof (gelb) und em Priesterseminar (rot) baut worre. Im Neue Schloss sind etzet Musee, im Riithof s Staatswiguet und im Priesterseminar des Droste-Hülshoff-Gymnasium. Für d Allgmeinheit it zugänglich isch die Barockkapell im Priesterseminar mit Fresko-Malereie übber d Pestzit.

D Wassermühl us Fachwerk, dees isch hit a Hus nur zum wohne

D Fachwerkhüser aan de Steigschtroß sind no guet erhalte und sehr malerisch.

Kunschtwerke, wo dusse im Freie stond[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Magische Säule uff der Haffemole isch vum Peter Lenk usdacht und fertig gstellt worre. Grad eso wie andere vu sinne Kunschtwerk aan de gößere Schiffslände vum Bodesee: So gitts die "Imperia-Figur" am Haffe vu Konschdanz, de "Reiter ibber de Bodesee" a bissele weg vun der Schiffslände z Iberlinge, im Johr 2007 denn d "Magische Säule" an der Ifahrt in de Schiffshaffe vu Meerschburg. Die schaut zerbrechlich us. Do sind alte Gschichte und Leit vu Meerschburg uff- und usgstellt: de Meerschburger Amor vum Firschtbischof us em 13. Jahrhundert, de Freiherr Joseph von Laßberg, d Annette von Droste-Hülshoff, und it zletscht Wendelgart von Halten (Haltnau-Sage), de Franz Anton Mesmer und sin Gegespieler Johann Joseph Gassner (Exorzist).

Film ibber Meerschburg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Hiiser vun Meerschburg hond de Hintergrund abgäbbe für Heimatfilm us de 1950er Johr. Dees isch de Briefträger Müller mit Heinz Rühmann und d Die Fischerin vom Bodensee mit Marianne Hold gsi. In de Fischerin vum Bodesee sind ville Trachte us Meerschburg und em gsamte Bodeseebiet zeigt worre und so au a Stückle Heimat für d Nachfahre bwahrt worre.

D Meerschburger Fasnet[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Rebberg, Meerschburg im Winter, de Bodesee und d Alpe
De Schnabelgiere-Brunne vu 1964 in Meersburg

[2]

De Meerschburger Fasnet isch scho in ere Urkund vu 1360 als "Vasnaht" erwähnt worre. De Narreruf isch „Ho Narro!“. Besundere Veranstaltunge sind:

De Narrebom setze[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am Sunndig vorm Fasnetsunndig goht ab Zweie am Nachmittag en Umzug durch d Stadt mit em gschälte Tannebom, wo nur no aan de Spitze sinne Zwiig hot. De "Narrebom" wird am Schluss uffm Marktplatz vor em Rathuus vo de Zimmermannsgild uffgestellt. Denn müsset die Kinder, wo stark gnueg sind, am glatte Stamm ruffkraxele bis zum grüene Kranz wo obbe feschtgmacht isch. An demm hänget Lebensmittel. Die müeßet se abriiße, und denn ghöret se ihne. Manche verteilet au ebis von obbe und werfet es in d Mengi. So vill se halte könnet nehmet se mit und rutschet de Stamm wieder nunter. D Narrezunft Schnabelgiere hot au Deutungsversueche ghört, dass de Brauch uffs End vum 3. Johrhundert zruckgoht, wo Jungfraue e eichene Sul (Säule) als Fruchtbarkeitssymbol durch d Stadt trage und am Marktplatz uffgstellt hond fir d haidnische germanische Gottheit Donar.

Katzemusik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am Schmotzge Dunschdig fängts um fünfe in de Früe aa mit de Katzemusik. Denn ziehet d Lit mit Höllelärm durch d Stadt und wecket die, wo no schlofet, uff. Des hört sich rhytmisch, hell und verheerend aa. Des Scheppere hört sich viil luuter a als bim Fechte und vom Rhytmus so, wie wenn d Kinder mit ener Sammelbüchs klapperet. De gruusige Krach wird gmacht mit Kochtopfdeckel, wo se anenand klöpfet, oder die hauet mit Löffel uff alte Kochtöpf.

Am selbe Tag am Vormittag werdet Schüeler bfreit und es Roothuus gstürmt. Ab Zweie am Mittag goht denn vum Obertor de Schnabelgiere-Umzug durchs Städtle. Am Obend um Siebene goht denn de große Hemmedglonkerumzueg los.

De Schnabelgiere[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am Nachmittag vum Schmotzge Dunschtig goht de Schnabelgiere in de Stadt umme uffer feschtglegte Route. De Schnabelgiere isch a Person, wo en große wisse Vogel mit em lange rote Schnabbel, also en Storch, dorschtellt. Er hot en Wiidekorb umgschnallt, kriegt vun de Kauflit Gschenkle in de Korb (vor allem eppes zum schnabuliere) und wirft se denn naus aan d Kinder. D Kinder laufet mit und müesse ruefe "Schnabel-, Schnabel-Giere". Zwei schwarz gwandete Helfer mit enner schwarze Kapuze und erre schwarze Maske, de "Dominos", wo de Schnabelgiere begleite, fetzet die Kinder, wo nit lut gnueg ruefe, mit "Suublodere". Suublodere sin Schweinsblose, wo mit Luft gfüllt und annem Stiil bfeschtigt sind. Die klepfet lut, wenn mer mit dene uff de Rücke vun de Kinder haut, des tuet aber it weh. In de Winzergass unterhalb vun de katholische Stadtkirch isch en Schnabelgiere-Brunne, wo s'Usteile vun de Lebbensmittel dorschtellt und als närrische Ilaag de Betrachter unerwartet nass spritzt. Villicht isch de Schnabelgiere en Erinnerung aan d Peschtärzt us de Peschtzit. Vu de Meerschburger "Narrezunft Schnabelgiere" wird aber druff verwiese, dass de Schnabelgiere in de jetzige Form nach der Peschtzeit am End vum 18. Johrhundert durch d Firschtbischöff fründlich ussähend gschtaltet worre isch. Vum 13. Johrhundert bis zum End vum 18. Johrhundert isch dees e Figur vun em schwarze Raab gsi, als Symbol fir Krieg und Pescht oder villiicht sogar en Erinnerung aan germanische Totevögel.

De Hemmedglonker-Umzug[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dees sind Kerle und Mädle im wisse lange Hemmed. Die ziehet am Obend vum Schmotzge Dunschtig durch d Stadt und traget Fackele. Uff em Marktplatz wird am Schluss a zünftige Red uff alemannisch ghalte über die große und kleine luschtige Begebeheite vum letschte Johr.

D Hänsele sind los[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die Figure stammet us em Anfang vum 19. Johrhundert. D Hänsele sind Kerle und Mädle, wo mer it erkenne kaa, wil se en Häs über de ganze Körper hond, wo us Stoff-Plätzle in mehrere Farbe (blau, rot, schwarz, gelb oder blau, grün, schwarz, rot) bschtoht. Die kummet ällewell in Gruppe, hüpfet und johlet und verstrubbelet die Hoor vun de hübsche Zuschauerinne am Stroßerand und schwätzet mit denne inner Fischtelstimm, damit mer se jo it erkenne kaa. Wenn se grad Luscht hond, denn schnellet se mit ener Karbatsche (Peitsche), dass es nur so klöpft. D Zuschauer machet um se en Kreis und loset.

Lit mit bsunderer Usstrahlung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Grabstein vun der Anette von Droste-Hülshoff, uffm Friedhof vu Meerschburg

Bekannte Lit us Meerschburg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Briemte Lit, wo Meerschburg uffgsuecht hond[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • De Franz Anton Mesmer (1734–1815). De brühmte Arzt und Heiler usm Bodeseegebiet isch im Lauf vun sinnem Lebbe in Wien, Paris, de Schweiz gsi und hot dett, so wird gseit, d Leut gsund gmacht. Der hot denne mit sinne Hände Heilenergie ibbertrage, konne Medikamente braucht und isch vun de meischte Mediziner arg bkämpft worre. Am Schluss vun sinnem Lebbe isch er nach Meerschburg kumme und dett 1815 innem Schpital in de Vorburggass (ibberm Weinbaumuseum) gstorbe. Im Meerschburger Stadtmuseeum sind sin Wirke und sinne Wanderunge feschtghalte worre. Uffm Friedhof vun Meerschburg hott er sin Grabmal, dees isch bsunder mystisch gstaltet worre mit mehrrere Stufe und Eingravierunge.
  • D Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) hot vun 1841, bis se 24. Mai 1848 gstorbe isch, bei ihrem Schwoger Joseph von Laßberg uff de Alte Burg glebt, wenn sen bsuecht hot. Derre ihr Arbeits- und Sterbestueb sind uff de Burg Meersburg no do und kennet bsichtigt werre. Im Firschtehiisle oberhalb vun em Obertor hott se sich a Zitlang uffghalte. Uff em alte Friedhof isch ihr Grab und wird vun ville Lit bsuecht und mit Blume gschmückt.
  • De Fritz Mauthner, en ditschee Schriftsteller un Philosoph usem Meerschburger Glaserhiisle, Ehrebürger vun Meerschburg.
  • De Ralf Zacherl: Der hott friher bim Stefan Marquard im Meerschburger Gaschthuus Drei Stuben kocht
  • De Ingo Lenßen, Anwalt vum Fernsähe
  • De Christian Pampel, Volleyball-Nationalspieler
  • De Stefan Waggershausen, en Musiker

Ibber Stock und Stei[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Uff d Internetseite vu de Narrenzunft Schnabelgiere e. V., Meersburg wird alle Johr de Narrefahrplan mit de Veranstaltungen zeigt

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • (de) Fischer, Steven Roger: Meersburg im Mittelalter - Aus der Geschichte einer Bodenseestadt und ihrer nächsten Umgebung. List & Francke, 1988
  • (de) Rieger-Benkel, Brigitte: Aus einer vergessenen Zeit - Meersburg in den Ortsprotokollen von 1851 bis 1913. Museumsverein Meersburg, 2004.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Meersburg – Sammlig vo witere Multimediadateie