Sipplingen

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Wappe Ditschlandkart
Wappe vo de Dorf Sipplinge
Sipplingen
Deutschlandkarte, Position vo de Dorf Sipplinge hervorghobe
47.7958333333339.0958333333333406Koordinaten: 47° 48′ N, 9° 6′ O{{#coordinates:47,795833333333|9,0958333333333|primary
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Basisdate
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Nideralemannisch
Regionalvariante: Bodeseealemannisch
Verbreitig: mässig, Tendenz zum Schwäbisch
Bundesland: Bade-Wirttebärg
Regierungsbezirk: Tübinge
Landkrais: Bodeseekreis
Heh: 406 m i. NHN
Flech: 4,28 km²
Iiwohner: 2117 (31. Dez. 2008)[1].
Bevelkerungsdicht: 495 Iiwohner je km²
Boschtlaitzahl: 78354
Vorwahl: 07551
Kfz-Kennzaiche: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 053
Adress vun dr
Dorfverwaltung:
Rathausstraße 10
78354 Sipplinge
Webpräsenz: www.sipplingen.de
Burgermaischter: Anselm Neher (CDU)
Lag vo de Dorf Sipplinge im Bodeseekreis
Kart
Dialäkt: Bodeseealemannisch

Sipplinge isch a Gmond im Bodeseekreis im deitsche Bundesland Bade-Württeberg und hät friener zu Bade ghert. Sie liit ugfär sechs Kilometer weschtlich vu Iberlinge am nördliche Steilufer vum Iberlinger See, am a Doal vum Bodesee.

Geographie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Natur- und Landschaftsschutzgebiit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Gmondsgebiit vu Sipplinge sind drei Naturschutzgebiit (Hödinger Dobel, Kechtenerberg, Sipplinger Dreieck) und a Landschaftsschutzgebiit (Bodeseeufer) usgwise (Stand: 30. April 2009).

Us de alte Ziit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nordwestasicht vu Sipplinge

S'Gebiit um Sipplinge isch scho rät lang besidlet. S'giit do ergibige archäologische Fundstelle fir steinzitliche Pfahlbaute. Am Ufer vum Bodesee häts vum 4. bis 1. vorchrischtliche Johrtaused en Hufe Pfahlbausidlunge gea. Taucharchäologe vum Landesamt fir Denkmalpfleg Bade-Württeberg hond vor Sipplinge inere Flachwasserzone en prähischtorische Schueh gfunde. Es handlet sich um e Sandale, wo us Lindenbascht gflochte und sehr guet erhalte isch und wo zwischet 2917 und 2856 v. Chr. datirt worre isch.[2][3]

Des Dorf Sipplinge isch wahrschinlich zwischem 6. und 8. Johrhundert entstande. Erschtmols schriftlich erwähnt wird de Ort in ere Urkund ussem 12. Jahrhundert, wo de Kaiser Friedrich I.(Barbarossa) d'Grenze vum Bischtum Konschtanz festgleit hät.

Lang hät sich Sipplinge inere relative Abgschiddeheit entwicklet. Wege sinere Steiluferlag sind ersch im 19. Johrhundert Stroße und Bahnverbindunge zu de Nochburgmonde entstande. Im 20. Johrhundert hät d Landwirtschaft, wo bis do na vorgherrscht het, a Bedeitung vulore und de Ort zunere Wohngmond entwicklet.

Bi Sipplinge findt mer Reste vu de Burg Haldeberg, de Burg Hohefels und de Burg Hüneberg.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sipplinge isch mit de Große Kreisstadt Iberlinge und de Gmond Owinge inere Verwaltungsgemeinschaft.

Gmondrot[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
CDU 7 Sitz 7 Sitz
Wehlervereinigunge 5 Sitz 5 Sitz
Gsamt 12 Sitz 12 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Burgermoschter[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1957-1977: Robert Cordes-Schmid
  • 1977-1993: Kurt Binder
  • 1993-2001: Klaus Kayan
  • siit 2001: Anselm Neher

Bi de Burgermoschterwahl ohne Gegenkandidate am 8. März 2009 isch de Anselm Neher mit 98,85 Prozent vu de abgäene giltige Stimme binere Wahlbeteiligung vu 57,36 Prozent fir a zweite Amtsziit beschtätigt worre. [4]

Wirtschaft und Infrastruktur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

En Doal vu de erwerbstätige Bevölkerung pendlet i'd umligende größere Städt, zum Bischpil ge Iberlinge und Fridrichshafe. Im Dorf selber schaffed die Iwohner hauptsächlich im mittelschtändische Gewerbe. Im Gewerbegebiit Längere hond sich vorwigend iheimische Handwerker und Gwerbetribende niderglo. Siit a baar Johr vuschiebt sich de Schwerpunkt vum produzirende zum Dinschtleischtungsgewerbe. Vu allem de Tourismus wird all wichtiger.

Bsunders fir nebedher oder fir de oagene Bedarf wird vill Obschtbau betribbe, wobi d'Kriese a bsunders wichtige Rolle spillet. Usserdem werret Zwetschge, Mirabelle, Pflaume, Äpfel, Birne und Walnüss und vu denne ihre Blüte Honig gwonne. Nebbe de Obschtwiese und Gärte isch no Platz fir a paar Fleckle Wald und Sträucher.[5]

D'Wasserentnahmestell und d'Uffbereitungsanlag vum Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, der ugfär vir Millione Birger z'Bade-Württeberg mit Trinkwasser vursorget, sind uff de Sipplinger Gemarkung.

Vukehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sipplinge liit a de Bundesstroß 31 alt, ugfär vir Kilometer öschtlich vu Bodman-Ludwigshafe und sechs Kilometer weschtlich vu Iberlinge. Die Gmond wird vu de Bodenseegirtlbahn und au vu de Ditsche Bahn AG agfahre und ghert zum Bodesee-Oberschwobe Vukehrsvubund (bodo).

Ab Aafang April bis Mitt Oktober kaa mer uff Sipplinge mit de Motorbootgesellschaft Bodman mbH vu Bodman-Ludwigshaffe oder vu Ibberlinge aus fahre. [6]

Sipplinge isch au a Station vum Bodesee-Radweg und vum Bodensee-Rundwanderweg.

Bildungsirichtunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Des Dorf hät en Kindergarte und a Grund- und Hauptschuel.

Freizeit- und Sportanlage[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sipplinge hät zwei Yachthäfe mit Boot vu Iheimische und Feriegäscht. A de Uferanlage giits a Beachvolleyballfeld, zwei Boule- bzw. Boccia-Bahne und a öffentlichs Strandbad. Am Hauberg befindet sich zwei Fueßballplätz, a Kleispiilfeld und Leichtathletikalage.

Kultur und Sehenswirdigkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sehenswert sind de Blick uff de Bodesee und die iber 1000-jährige Linde bim Gaschthof Haldehof.

Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im frihere Bahnhof giits a kläne Galerii.

Bauwerk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

I de Mitte vum Dorf stoht die alt katholisch Pfarrkirche. Die isch em St. Martin und em St. Georg gwihe; de Inneraum vu dem gotische Bauwerk isch barockisiert. Zudem findt mer im Dorfkern vill guet erhaltene Fachwerkhiiser und a ehemaligs Franziskanerinne-Kloschter.

Alte Bräuch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Birgermiliz vu Sipplinge. [7] D Birgermiliz hot die Abteilunge Spielmannszug, d Kapelle vu de Miliz und Leut mit em Gewehr. Ihre Traditon goht zrick uf es Johr 1849, wo se gege en Haufe vu badische Revolutionäre in Bodman eigriffe hond. [8]


Einzelnochwiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Hanspeter Walter: Alte Sandale bringt Dorf auf Trab. Vor Sipplingen wurde ein prähistorischer Schuh gefunden - Schätze gefährdet. In: Südkurier vum 11. März 2009
  3. Der älteste Schuh in Herne. In: Archäologie-Online.de vum 21. November 2008
  4. Staatsanzeiger Nr. 9 vom 13. März 2009, Seite 12
  5. Gemeinde Sipplingen (Hrsg.): Sipplinger Steiluferlandschaft. Überlingen 2009, S. 2-3
  6. Internetseite Motorbootgesellschaft Bodman
  7. D Bürgermiliz hot mitgmacht bim Festumzug 225 Jahre Stadtkapelle Überlingen. A Ibertragung vum SWF-Fernsehens am 10. Mai 2009
  8. Internetseite Bürgermiliz Sipplingen

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Sipplingen – Sammlig vo witere Multimediadateie


Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vu dere Version vum Artikel „Sipplingen“ vu de dütsche Wikipedia.

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