Briefträger Müller

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Filmdate
Orginalplakat
Orginalplakat
Orginaltitel: Briefträger Müller
Produktionsland: Deutschland
Erschinigsjoor: 1953
Längi (PAL-DVD): 90 Minute
Orginalsprooch: Deitsch
Altersfreigaab: FSK 12
Stab
Regie: John Reinhardt, Heinz Rühmann
Dräibuech: Eberhard Keindorff, Johanna Sibelius, noch-ra Novelle vom Ernst Neubach
Produktion: Kurt Ulrich
Musig: Friedrich Schröder
Kamera: Kurt Schulz
Schnitt: Erich Palme
Bsetzig
  • Dr Heinz Rühmann als Briafträgr Titus Müller
  • D Heli Finkenzeller als sei Frau Charlotte
  • D Gisela Mayen als deane zwoi ihr 18-jähriga Dochtr Miize
  • Dr Wolfgang Condrus als dr zwelfjährig Soh Günther
  • Dr Rainer Gröbel als dr andrdhalbjährig Soh Karl-Heinz
  • D Susanne von Almassy als Opreddadiva Mira Belle
  • Dr Harald Paulsen als Sekredär Bertram
  • Dr Oskar Sima als Wei-Hendler Strobl
  • D Else Reval als deam sei Weib
  • Dr Eckart Dux als Hugo, dr Jong vo de Strobls
  • D Trude Hesterberg als Tante Anna
  • Dr Rolf Kutschera als Bobby, dr Vorehrer vo dr Mira Belle
  • Sonscht noh a baar Leit en kloinre Rolla
Dialäkt: Schwäbisch

Briefträger Müller isch a deitscha Farbfilmkomeede vom Regisseur John Reinhardt us-em Johr 1953 mit-em Heinz Rühmann en dr Titlroll. Gleichzeidig hot der au als Co-Regisseur fungiirt. D Enna-Ufnahma send en de UFA-Studios z Berlin-Tempelhof ond em Hotel „Gehrhus“ z Berlin-Grunewald dreht worra ond d Ussa-Ufnahma am Bodasee, hauptsächlich z Meersburg. S erscht Mol ens Kino komma isch der Film am 1. Oktobr 1953 em Universum-Filmtheatr z Stuegert.

Handlong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bald a Virtljohrhondrt vorsiiht dr Titus Müller sein Denscht als Briafträgr en-ra siddeitscha Kleistadt. A-ma scheena Dag fangt s Schicksal ôô, sei Leaba ganz gheerig duranandrzowirbla. Sei stenkreicha Dande Anna hot s Zeitliche gsegnet ond ihrn Neffa Titus zom Erba eigsetzt. Abr eigentlich isch dr richtig Erb jô d Ambrosia, dr Hond vo dr Dande. Weil dui abr da Titus fir bsondrs tiirliab helt, däff der dr Nutzniaßr vo ihre Milliona sei, ond zwar so lang, bis au d Ambrosia da letschda Schnaufr duat. Nôô soll dr Tiirschutzvorei da Rescht vom Vormeega griaga.

Eigentlich isch dr Titus Müller gar et guad uf d Hond zo schbrecha; se hend-em schau z oft seine Hosa vorrissa. Drom braucht’s au a schees Weile Zeit, bis’r sich mit dera Ambrosia ôôgfreindet hot. Abr was duat mr et ällas, wenn oim a Geldseaga wenkt?! – Bald ischt em Titus sei Siidlongsheisle nemme guad gnuag. Er zuit mit seira Frau Charlotte ond de Kendr Mieze, Gisela ond Karl-Heinz om en a brachtvolla Villa ond hengt sein Beruaf an da Nagl. Schliaßlich gheert’r jetzt zo de bessre Leit ond vorkehrt au en de bessre Kreis. Er lôôt sich en da Ufsichtsrat vo a paar Firma wehla ond tridd en d „Aufwärts-Partei“ ei. Deet schafft’r’s sogar, zom Schbitzakandidat fir de negscht Wahl ufzosteiga. Emmr eftr lôôt’r sich au mit dr Opredda-Diva Mira Belle fodografiira ond nemmt Reitondericht. Kurz ond guad: Dr Titus schbiilt da graußa Môô. Wia-nr a-ma Ôôbad en ra Bar a bissle z diaf ens Glas gugget hot ond deet a Mädle vo dr Heilsarmee ufdaucht, geit’r dera an Scheck ibr 100.000 Mark.

Weil sich dr Titus emmr seldenr drhoim bligga lôôt, entfremdet’r sich emmr meh vo seira Familie. Seira 18-jähriga Dochtr Mieze vorbiadet’r, dass-se ihrn Freind Hugo Strobl heirada däff. Der ischt nemlich bloß dr Soh vo ma Wei-Hendlr ond drom fir d Familie Müller nemme standesgemäß. Em zwelfjähriga Günther vorbasst’r a franzesischa Erziihere, was deam Bua ibrhaupt et gfellt. Schliaßlich platzt dr Charlotte Müller dr Kraga. Zamma mit de Kendr zuit se aus on lôôt ihrn Môô alloi en seim graußa Haus. Au mit dr „Aufwärts-Partei“ gôht’s bald abwärts: Dr Vorstand hot glammheimlich d Kass blendret ond sich ens Ausland aagsetzt. Abr s kommt noh schlemmr: Em Titus sei Hondle hot sich mit-ra Promenadamischong eiglau ond haucht en-ra Tiirklinik sei Leaba aus. Ois vo de Nochkomma hot ma grad noh redda kenna. Dr Titus nemmt’s mit hoim ond geit deam Welba da Nama „Ambrosius“. So uf da Hond komma denkt dr Titus ibr sei vorpfuschts Leaba nôch. Jetzt muass’r mit ôôgugga, wia sei Dochtr ihrn Hugo heiradet, ohne dass’r gfrogt worra ischt.

Ama scheena Dag griagt dr Titus ganz oovorwardet Bsuach vo-ma Môô vo dr Heilsarmee. Der ladet-en ei zor Eiweihong vo ma Aldrsheim, wo vo seira graußzigiga Schbende baut worra ischt. Bei dr Feier heert’r ganz ergriffa, was fir a guadr Mensch’r ischt ond wia-nr als Wohltätr globt wuud. Dui Red lauft a-nem naa wia Eel. Scho will’r sich hälenga drvoschleicha, dô stoht uf oimol sei Charlotte neabad-em. Trotz ällam, was’r-ra ôôdoa hot, isch se ganz stolz uf ihrn Titus. Hand en Hand laufet se mitnandr weg.

Jetzt schafft dr Titus wiidr als Briafträgr ond wohnt mit seira Familie wiidr glicklich ond zfriida en seim Siidlongsheisle.

Musig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Musig zo deam Film hot dr Friedrich Schröder gschriiba, oinr vo de erfolgreichschde deitsche Schlagr- ond Opreddakombonischda vo de 40er bis 60er-Johr vom 20. Johrhondert. Gschbiilt wuud se vom Egon Kaiser ond seim Orkeschtr. D Liadtekscht stammet vom Fred Ignor. D Kehrreim vo deane drei Schlagr, wo e deam Film gsonga werret, ganget so:

Es darf niemand ahnen
das heimliche Glück,
denn wenn man verliebt ist,
dann gibt’s kein Zurück!
Drei Rosen im Mai
und viel Liebe dabei,
ich bin so glücklich, weil niemand es weiß.

Eins – zwei – drei –
Es lebe die Partei !
Zwei – drei – vier –
denn die Partei sind wir!

Ja, wenn die gute, alte Post nicht wär,
ja, wo kämen dann die vielen Briefe her
aus Europa, aus Australien und aus Afrika,
die Pakete von dem Onkel aus Amerika?
Ja, wenn die gute, alte Post nicht wär,
ja, dann wüsst man voneinander gar nichts mehr,
und wie sollte man den süßen
Schatz in weiter Ferne grüßen?
Wenn die gute, alte Post nicht wär,
wenn die gute, alte Post nicht wär.

Kritik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • S Lexikon des internationalen Films (Bd. 1 en dr Ausgab vo 1988) moint, der Film sei dr Ausgangsponkt gwäa fir em Heinz Rühmann sei zwoida Karriär als „kloinr Môô“, wo älle Schwiirichkeida zom guada End brenga dät.
  • Noch-em Fazit vom Evangelischa Filmbeobachter (Nr. 688/1953) handlts sich om an middlmäßiga Luschtschbiilfilm.

Litradur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Programm zom Film (Verlag Das neue Filmprogramm H. Klemmer & Co., Neustadt an der Weinstraße)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]