Berlin

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Land Berlin
Landesfahne Landeswappe
Landesfahne vo Berlin
Wappe vom Land Berlin
Basisdate
Fläche: 891,85 km² (14.)
Iiwohner: 3.520.031 (31. Dezember 2015)[1]
Bevölkerigsdichti: 3.948 Iiwohner pro km² (1.) als Bundesland, (3.) als Stadt
BIP: 80,3 Mrd. € (2006)
Höhe: 34–115 m
Geografischi Lag: 52° 31′ N, 13° 25′ O
Ziitzone: Mitteleuropäischi Ziit (MEZ)
UTC+1
Postleitzahle: 10001–14199
Vorwahl: 030
Autokennzeiche: B
Gmeindischlüssel: 11 0 00 000
ISO 3166-2: DE-BE
UN/LOCODE: DE BER
Website: www.berlin.de
Politik
Reg. Bürgermeister: Michael Müller (SPD)
Reg. Parteie: SPD/CDU
Sitzverteilig im
Abgeordnetehuus
(149 Sitz):
SPD 47
CDU 39
Die Linggi 19
Bündnis 90/Die Grüene 29
Die Piratenpartei 15
Nächst Wahltermin: 2016
Stadtiideilig: 12 Bezirk, 95 Ortsteil
Stimme im Bundesroot: 4
Schulde: 17.940 € pro Iiwohner
Schulde Total: 61,0 Mrd. € (2007)
Usländeradeil: 14,0 % (Dezember 2007)
Arbetslosequote: 14,1 % (Mai 2008)
Cityscapeberlin2006.JPG
Zentrum vo Berlin, Blick vo der Siigessüüle noch Oste
Berliner Mur

Berlin isch d Hauptstadt fa Dütschland und gliichzittig a eigenes Bundesland. D Stadt hätt ca. 3,5 Mio Iwohner un isch d gröschti Stadt in Dütschland.

Nach em Zwoida Weltkrieg isch Berlin doilet gweä in en amerikanischa Sektor, en franzeesischa Sektor, en bridischa Sektor ond en sowjedischa. Us dene drui weschtliche Zona hat ma na Weschtberlin gründet, ond us dr sowjedische Oschtberlin.

Berlin isch fa 1949 bis 1990 in zwoa Helftana, nämli in Oschtberlin und Weschtberlin toalat gsi, und durch die bekannte Berliner Muur fa 1961 bis 1989 treanat gsi. D Muure isch noch dr Wiidervereinigung vo dr Stadt fast vollkomme abbroche worde.

Weltstadt mit ere große Gosch (Schnauze)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Durch de Regierungssitz, d alliierte Mächte nach em Krieg, d Luftbrücke, d Olympiade, es Verlagswese und de kulturelle Austausch mit andere Weltstätte hot Berlin e internationale Usrichtung. Im Zentrum vu Berlin isches es ganz selbschtverschtändlich, dass mer englisch, französisch, spanisch und polnisch nebbe berlinerisch und dütsch gsproche hört.

Fir d westdeutsche und ausländische Gäscht höret sich d Berliner scho emol ruppig und undiplomatisch aa, wenn se onnem abluffet. Dees kummt villeicht durch d große Zahl vu Mensche, wo uff emol abfertigt werre müsset. Wemmer de Aufforderungen Folge leischte tuet, denn hond se fir onnem au en freundlichs Wort und oft en guet gemeinte Rat. Im übrige war Berlin scho immer en Schmelztiggel vu ville Iiwanderer und hott se uff sinne schnoddrige Art no alle integriere könne.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Rotes Rothuus in Berlin-Mitte

Nach de Widdervereinigung vu Berlin isch de Sitz vum Stadtstaat im Berliner Roothuus ("rotes Roothuus" wegge sinner rote Backsteifassade) bim Alexanderplatz. Dett arbeitet de Regierende Birgermoschter vu Berlin, d Senatskanzlei und kummt de Root vu de Birgermoschter zusamme. Dett werret d Staatgäscht empfange und könnet au d Birger und Tourischte neiluege.

Wirtschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es Internationales Congress Centrum (Berlin) und de Berliner Funkturm

Berlin hot vill Verwaltunge im öffentliche Dienscht. D Wirtschaft isch schwach usprägt, weil zu DDR-Zeite de Inselstatus vu West-Berlin und de Wasserkopf-Status vu Oschtberlin Induschtrieansiedlunge verhindert hot. En starke Zweig isch de Tourismus, d Lobbyismus und d Mediebranche und alle Arte vu öffentliche Verwaltunge im Zusammehang mit de Bundesregierung und em Stadtstaat.

Verchehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Flughäffe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Berlin hott seit November 2008 nur no zwei Flughäffe mit so enum 20 Millione Passagier: Tegel (TXL) und Schönefeld (SXF). Bis 2011 soll de Flughaffe Schönefeld vergrößert und denn de Flughaffe Tegel in dr Schtadt gschlosse werre.

De Flughaffe Berlin Brandenburg in Schönefeld isch im Südoschte vu Berlin kurz nach de Berliner Schtadtgrenz und scho im Land Brandenburg. Es soll de Flughaffe fir Berlin, Brandeburg und Pole werre. Es soll en Nachtflugverbot vu Mitternacht bis fünf Uhr gelte. De Bau vum Großflughaffe Berlin Brandenburg isch im März 2006 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig unter bschtimmte Bdingige zueglasse worre. Mit em Bau isch End 2006/Bginn 2007 aagfange worre. Im November 2011 soll mit em Flughaffebtrieb aafange werre. D' Gesellschafter hond d Baukoschte uff ungfähr 2,5 bis 4 Milliarde Euro gschätzt. Im Aafang soll de Flughaffe ungfähr 22 Millione Passagiere abfertige könne. Als Verkehrsanbindunge gitts S-Bahn, Flughaffe-Express vum Hauptbahnhof und d Autobahn A 113. De offizielle Nam fir de Flughaffe isch Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt.[2] [3]

Umweltzone[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Gbiet vu de Innestadt, wo vum Ring vu de S-Bahn umschlosse isch, derf mer seit em Januar 2010 nur no mit Autos fahre, wo e grüene Plakette zugteilt kriegt hond.[4]

Stadtautobahne[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Stadtautobahne hond wegge de Platzknappheit konne Abstellstreife, ville Uff- und Usfahrte in geringem Abstand. D Linnieführunge vu de Autobahne 111, 100, 115, 103 und 113 sind verschlunge und mer mueß laufend d Spur wechsele, selbscht wenn mer nur in onne Richtung fahre will.

Öffentliche Verchehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mit der U 2 ka mer guet vum Weschte in de Oschte fahre. De Bus 100, "de Hunderter" fährt vum Bahnhof Zoo nach Friedrichshain und in d Umgebung vun Weißensee/Prenzlauer Berg über ville touristisch interessante Schtatione. Vum neue Hauptbahnhof, dees war früher de Lehrter Bahnhof, fahret vum Obergschoss S-Bahne nach Weschte bis nach Potsdam und nach Oschte bis zum Flughaffe Berlin-Schönefeld.

D Fueßgänger werret durch kleine blaue Wegweiser-Schildle mitr Aangab in weißer Schrift zu de beliebteschte touristische Ziele durch d Schtadt gführt.

Veranstaltunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In de Waldbühn hinterm Olympiastadion losset d Berliner Philharmoniker jeds Johr im Juni zum Saisonschluss en bschwingtes Konzert im Freie höre. Weil es so e bsundere Stimmung isch, wird es live im Fernsähe ibbertragge.[5]

Schtadtarchitektur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Gendarmenmarkt mit em Deutsche Dom

S gitt a paar Schtroße, Plätz und Gärte mit ener bsundere Atmosphäre.

Schtroße und Plätz[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Verlauf vun de Bundesschtroß 1 isch die Mitte vun de Glienicker Brücke vun Wescht-Berlin nach Potsdam hischtorisch bsonders interessant. Dett sind im "Kalte Krieg" die gschnappte Schpione vun der jeweilige Gegenseite ausgetauscht worre. Die Grenze dett war zur DDR-Zeit für Flüchtlinge wegge der scharfe Bwachung vun der Brücke und em Gwässer nitt zu überwinde.

De Kurfürstendamm im Weschte isch a Promenierschtroß mit guete Gschäfte und Lokale. Als bsunderes Luxuskaufhaus mit kaum zu fassendem Aangebot isch des KaDeWe (Kaufhaus des Westens) am Wittenbergplatz z' nenne. Es nennt sich de gröschte Departmentstore uffm europäische Kontinent mit 60 000 qm.

Zwische Oscht und Wescht isch de Potsdamer Platz mit enner große Einkaufspassage und em große überdachte Centrum (dees nach Sony bnannt isch).

Denn isch au die Schtroß Unter den Linden als Flaniermeile neu blebt, die führt zum Brandeburger Tor.

Seit der Wiedervereinigung isch im Oschte vill baut worre, bsunders die Friedrichschtroß mit ihre Quartiere und neuere Gschäfte und dr quartierverbindende Passage im Untergschoss.

De Gendarmenmarkt im Oschte isch en architektonisch bsunders glungenes Ensemble mit em Deutsche Dom, wo e Usstellung ibber d demokratische Gschichte vu Deutschland bherbergt isch, und em Französische Dom, wo e Usstellig zum Aandenke an d Hugenotte drinne isch, und mit em Konzerthaus.

S Nikolaiviertel um d Nikolaikirch isch nach de Bombardierung im Zweite Weltkrieg als en Prestigeobjekt vu de DDR im Muschter vu Alt-Berlin wieder ufbaut worre. Ville Alt-Berliner Kneipe gebbet s Gfühl vu vegangene Zite.

Gebäude[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es Olympiastadion im Johr 2004
Es Reichstagsgebäud im Regierungsviertel
Es Bundeskanzleramt

D Zitadelle Spandau isch e guet erhaltene Feschtungsanlaag us de Hochrenaissance mit em Juliusturm, wo 1874 bis 1919 de Staatsschatz uffbewahrt worre isch und wo de Rudolf Hess nach er Verurteilung durch es Nürnberger Kriegsgericht im Militärgefängnis gesesse hot.

Ins Olympiastadion (frieher Reichssportfeld) sollt mer sich emol neisetze, wennes konne Schpiel gitt: und denn einfach emol die Gdanke frei schweife losse. Denn isch es au guet amol rund num zu gange, um d Größe zu begreife. Durch d Modernisierung, Uffstockung, Bestuhlung und es blaue Oval am Bodde isch de friehere Charakter vum Muschelkalkbau arg verfremdet worre. Uff de Seit isch es Olympiabad, wo etzet als Schwimmbad genutzt wird. Uff de andere Seit isch uffm Pflaschter d friehere Olympiaglock uffstellt, wo bim Sprenge vum zerstörte Glocketurm uff de Bodde falle isch und etzt Riss hot.

Majestätisch isch des Ensemble vum Schloss Charlottenburg im Weschte mit sinnem Garte.

Als neuere Gsamtleischtung ka mer dees Regierungsviertel um de Bundestag (früher: Reichtag) sähe.

D Hackesche Höfe sind e Aanlag us de Jugendstilzeit vu Gebäude us glasierte Backstein. Nach inne goht mer vu de Rosenthaler Stroß, passiert acht mitenander verbundene Höf (Hinterhöf) und kummt annere ganz andere Stroß wieder usser. In denne Höf gibt vill Umtrieb, Gschäftle und Restaurants.

Gärte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Tiergarte mit er Siegessäul im Zentrum
Hauptweg im Italienische Garte vum Botanische Garte mit em große Tropehaus

Zur Schtadtarchitektur ghört inner gwisse Weis au de große Park Tiergarten und die Schtroß des 17. Juni mit ihrem Kreisverkehr um d Siegesäule.

De Botanische Garte im Stadtteil Dahlem isch e echte griene Oase im Stadtgwimmel, wo mer vum Trubel abschalte kaa.[6]

D Pfaueninsel in de Havel kaa mer ibber e Fähre erreiche. Es gitt dett tatsächlich frei laufende Pfaue, e Schlössle, und d griene Anlagge sind vum Peter Joseph Lenné.

Im Izugsgebiet vu Berlin, im Südweschte, liggt in Potsdam es berühmte Schloss Sanssouci, wo früher de alte Fritz (Friedrich de Große) im Summer sich uffgehalte hot, mit sinnem Grab, de Wiigärte, de Windmühl und em Park.

Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Museumsinsel[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Bodemuseum uff der Museumsinsel (Berlin)
Nofretete
Berliner Goldhut

Uff de rund ein Quadratkilometer große Museumsinsel sind fünf berühmte Musee: es Bodemuseum, Pergamonmuseum, es Neue Museum, es Alte Museum und d Alte Nationalgalerie. Alle Musee mitenand ligget uff ener Insel in Berlin-Mitte, wo vu de Spree umflosse wird. Selle majestätische Gesamtheit isch 1999 vu de UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worre. D Musee vu d Museumsinsel ghöret zu de finf wichigschte Musee vu de Welt. Die andere vu de „Big Five“ sind de Louvre in Paris, es British Museum in London, d Eremitage in St. Petersburg und es Metropolitan Museum in New York.[7]

Im Pergamonmuseum uff de Museumsinsel kaa mer nur schtaune, wemmer de große, guet erhaltene Altar vun Pergamon und des blaue Ischtar-Tor zu Gsicht kriegt. Es Ischtar-Tor hot zu de finf Weltwundere vu de Antike ghört und stammt us de Stadtmauere vu Babylon. Dehinter sieht mer e Prozessionsstroß us Babylon. Es römische Markttor vu Milet vu 120 n. Chr. isch au uffgstellt.[8] Ibber 1.300 Münze us der Antike und em Römische Reich in der Zeit zwische em 6./7. Johrhundert v. Chr. bis 300 n. Chr. sind im Pergamonmuseum aazluege.[9]

S Bodemuseum mit sinne zwei bsundere Kuppele isch scho ellein als Bauwerk sehenswert. D Münzsammlung hot 740000 Objekte: Münze, Scheine und Gwichte us de ganze Welt seit mer's Geld erfunde hot. D Skulpturesammlung hot Werke vu ville europäische Bildhauer us em religiöse Bereich. Vu de Ballustrade in der Halle vum Haupteingang erkennt mer die schlossartige Ausmaße vum Bode-Museum.[10]

Es Neue Museum isch nach de Zerstörung im Zweite Weltkrieg wieder uffgbaut und 2009 eröffnet worre. E bsunderes Ausstellungsstick isch d Büschte vu de Königin Nofretete us de Bildhauerwerkstatt vum Thutmosis am Nil usm 14. Johrhundert vor Christus, wo durch ihr zeitlos schönes Ussähe d Bsuecher in Bann schlägt. Des isch d Ehefrau vum Pharao Echnaton und 1912 bei Usgrabunge in Ägypte gfunde und nach Deutschland bracht worre. Ägypte hätt se am liebschte wieder zruck.[11] De dreitausend Johr alte „Berliner Goldhut“ sieht aus wie en Zauberhuet, isch 75 cm hoch, us Goldfolie und bschreibt Sonne- und Mondzykle uff sinner Außenseite.[12]

S Alte Museum isch durch d bsundre Lage am Kupfergraben und am Luschtgarte, mit sinner Säulefront und sinner große Granitschal scho imponierend. Inne sind alte Skulpture und Vase z bwundere.

In de Alte Nationalgalerie sind brühmte Gmälde, beischpielsweis vu de Maler Caspar David Friedrich („Der Mönch am Meer“ vu 1808-1810), Menzel, Beckmann, Liebermann, Manet, Monet und Renoir und Schkulpture vu Rodin usgstellt.[13]

Andere Musee[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es Jüdische Museum isch vum Architekt Daniel Libeskind entworfe worre, luegt so uus wie en Blitz in Stein. Es hot im Johr 2001 uffgmacht. Ibbers Johr kummert so um die 750.000 Bsuecher und schauet sich d deutsch-jüdische Gschichte aa. Vu denne kummet zwei Drittel usm Usland.[14] [15]

Im Georg Kolbe Museum in de Sensburger Allee im Westend sind anmutige Schkulpture vum Bildhauer Georg Kolbe wie Tänzerinne und Athlete, aber au Sonderusstellige zu Schkulpture usm 20. Johrhundert usgstellt.

Es Brücke-Museum liggt bsunders schön in Dahlem und hot d Sammlung vu Gemälde vu de Brücke-Maler. Die nutzet leuchtende Farbe und stellet d Mensche natürlich dor.

In de Liebermann-Villa am Großen Wannsee hoot de Maler Liebermann im Summer in Ruhe gelebt und in sinnem Atelier im obere Stock die beriehmte Gartebilder gemolt.

Kunschtwerk im öffentliche Raum[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • En abschtrakte aber gwaltige Große Schmetterling vun Henry Moore liggt vor em Haus der Kulturen der Welt ("Schwangere Auschter").
  • A 10 Meter hohe Schkulptur vunn em gekrümmte Pferd ("Rolling Horse") vun Jürgen Goertz schtoht uff de Terrasse nach Nordoschte im 1. Schtock vum neue Hauptbahnhof. Dees isch uffgschtellt uffm Sockel in dem Trümmerschtück vum alte Lehrter Bahnhof uffghobe worre sind.
  • Bim Potsdamer Platz uffm Birgersteig vor em Regionalbahnhof isch au a nochbaute[16] Verkehrsampel als en Denkmal, wo aussieht wie en kleine Tempel us Eise mit e paar Lämple. Die erinnert aan die erschte Verkehrsampel in Berlin vu 1924 an sellem Platz, wo vu Hand bedient worre isch und de Verkehr us 5 Stroße gelenkt hot.[17]

Erinnerungsschtätte im öffentliche Raum[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Aan d alte Zitte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Scho in de zweite Hälft vum 13. Johrhundert und im 14. Johrhundert isch d alte Berliner Stadtmauer um Berlin und Cölln baut worre. Selle isch im 18. Johrhundert abgrisse worre. En kleine Rescht us Feld- und Backstein gitts au heut no in de Waisenstroß.[18]

Es Grab vum Heinrich von Kleist liegt am Kleine Wannsee, unterhalb vu de Bismarckstroß (Wannsee), wo er mit de Henriette Vogel am 21. November 1811 Selbschtmord bgange hot.[19]

Aas Dritte Reich[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Ruine vo de Gedächtniskirche mit em Neubau vo 1961 in dr Nacht
  • In dr Mitte vum Bebelplatz gegenibber vun de Humboldtuniversität erinnert a Täfele us Eise im Bodde, dass dett am 10. Mai 1933 vu nationalsozialistische Studente d Biecher vu Hunderte vu verfemte Schriftsteller, Philosophe und Wisseschaftler verbrennt worre sind.
  • Nebbe de Humboldt-Universität isch die Gedenkschtätte aan alle Opfer vun de Kriege und de Diktatur in de Hall vu de Neue Wache mit ener vergrößerte Kopie vun de Schkulptur "Pietà" vu de Käthe Kollwitz.
  • Im Südweschte vor em Reichstag sind Plättle us Eise hochkant gschtellt. Uff der obere Kante isch immer de Name vun em vu de Nationalsozialischte ermordete Reichstagsabgeordnete, meischt vu de SPD oder de Kommunischte, eingraviert. Dees sind insgsamt so 120 Namme.
  • In de Gdenkstätt Topographie des Terrors aan de Kreuzung vu de Niederkirchner Stroß und de Wilhelmstroß uffm Prinz-Albrecht-Glände sind no d Rescht vu de Folterkeller vu de Gestapo, Reichssicherheitshauptamt und de SS erhalte. De Rescht vu de Gebäude isch 1950 abgrisse worre.[20] Dett isch etzt en Dokumentationszentrum zum Massemord mit Fotos vu de Täter, de Mordplän und de Umsetzung in em zweistöckige Flachbau unterbrocht. D Täter ware guet usbildet und sind noch em Krieg oft ohne Strof bliebe.[21]
  • Es Hus vu de Wannsee-Konferenz isch ebbefalls in de Stroß am Große Wannsee und dett isch es Protokoll vu de Konferenz und die durchdachte und präzis dokumentierte Ermordung vu de Jude vum Aanfang bis zum End dorgestellt, damit sich dees nie meh wiederhole kaa.
  • De Ruineturm vun de Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ("hohle Zahn") in dr Näh vum Bahnhof Zoo soll draan erinnere, wie zerschtört Berlin im Zweite Weltkrieg worre isch. Dett isch au des Nagelkreuz von Coventry aazluege. In de neu erbaute Gedächtnis-Kirch isch rechts nach em Eingang die originale Stalingrad-Madonna uff der Rückseit vun ener Landkart, wo us Stalingrad no usgfloge worre isch, zum Gdenke ausgschtellt.
  • Des Holocaust Memorial zwische Berliner Tor und Potsdamer Platz hot e Dokumentationszentrum unter em Schtelefeld. Wemmer durchs Schtelefeld ind Mitte goht, kummt mer vun de glänzende Außenwelt immer weiter nab ins Dunkle, und naus muess mer erscht ghörig tappse bis mer usser findet. Es Dokumentationszentrum zeigt d unerbitliche Usgrenzung, d Verfolgung, d Deportation und d Ermordung vu de Jude im Dritte Reich.
  • D Gedenkschtätte deutscher Widerschtand im Innehof vum Bendlerblock an de Stauffenbergstroß bim Landwehrkanal erinnert aan de 20. Juli 1944.
  • D Reschte vum ehemalige Führerbunker in de Wilhelmschtroß sind nach Schprengung, Abbruch und Tiefenentrümmerung uffgfüllt worre und nimmeh zugänglich.
  • Im U-Bahnhof vunner U 2, de Mohrenstraße, sind die Wänd ganz vornehm mit roschtrotem Naturstein, em Saalburger Marmor, uskleidet.[22] Es isch widerlegt worre, dass de Marmor us de Trümmer vu de Neue Reichskanzlei stammt.[23]

Aan d DDR-Zite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Am Potsdamer Platz sind no symbolisch a paar Mauerreschte uffgschtellt, und über d Schtroß, zwische de Usgäng vu de S-Bahn, markiert a doppelte Reihe vun Pflaschterschteine im Asphalt und e Einkerbung ins Trottoir, wo d Berliner Mauer verlaufe isch.
  • Aan de Bernauer Stroß (Mitte) isch d Gdenkstätt Berliner Mauer. Die erinneret aan d Zeite kurz nach em Mauerbau, wo d Bwohner vu de Oschtberliner Häuser, wo mit de Fenschterseit nach Weschtberlin glege sind, s grad no gschafft hond z fliehe. Machmol hond se us de höhere Stockwerk in Sprungtüecher vu de Weschtberliner Feuerwehr springe müsse. Denoch sind denn d Fenschter zugmauert und no später d Häuser abgrisse worre. Es gitt e paar Hinweistäfele, onne davu isch an der Eck vu de Bernauer zu de Strelitzer Stroß und erinneret aan en Fluchttunnel.[24] [25]
  • S sind weiße Kreuz mit Namme aan dr Eck vu de Ebert/Scheidemannstroß biim Reichstag, wo frieher am Ufer vu de Spree und no frieher bim Reichstag aan de domalige Gränz uffgerichtet worre sind, vu denne die dett hond vun de DDR nach Weschtberlin welle fliehe und dabei vu Volkspolizischte erschosse worre sind.
  • D friehere Ibbergangsstell fir Usländer in und us de DDR, de Checkpoint Charlie, hot mer erscht abgrisse und denn widder nochbaut. Der liggt an de Friedrich-/Ecke Zimmerstroß (Kreuzberg). Schräg gegenibber isch es Mauermuseum, wo bsundre Fluchtunternähme dokumentiert sind, beischpilsweis mit em Auto.[26]
  • Fir de Peter Fechter, wo am 17. Auguscht 1962 uf de öschtliche Seit vun de Mauer bei de Flucht aagschosse worre isch, gitts en Denkmol bi de Zimmerstroß (Kreuzberg) 26. Konner hot ihm gholfe (vu de weschtberliner Polizischte hots nach denne Schüsse konner gwagt, vu de US-Soldate hot konner gdirft wegge de internationale Verwicklunge, vu de Volkspolizischte hot sich konner dezu bkenne welle) und er isch dett langsam nach onner Stund verblutet.[27] [28] [29]
  • S längscht Stück vu de Mauer, wo no erhalte isch (1316 m), hond im Johr 1990 Kinschtler us aller Welt bmalt und drum East Side Gallery gnannt. Des isch an de Mühlestroß zwische em Oschtbahnhof und de Oberbaumbrück.[30]
  • Us em Internierungslager vum sowjetische Gheimdienscht in de Genslerstroß isch in de 1950er Johre es Gfängnis vum Staatssicherheitsdienst vu de DDR (Stasi) worre und hosst seit de Wiedervereinigung Stasi-Gdenkstätt Hohenschönhausen. Durch d enge Zelle füehret ehemalige Häftling als Zeitzeuge.[31]
  • D Glienicker Brücke im äußerschte Weschte vu Berlin verbindet Potsdam und Berlin. Zu DDR Zeite isch d Grenz in d Mitt vu de Brück verlaufe. Ibber d Brück hond nur Diplomate passiere dirfe. Es hot Flichtlinge gäbbe, wo unter und uff de Brück hond fliehe könne. Uff de Potsdamer Seit bfindet sich d Villa Schöningen, en privates Museum zur Deutsche Einheit. Uff de Berliner Seit liggt es Schloss Glienecke in schöner Umgebig.[32]

Aan d Wiedervereinigung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

The Day the Wall Came Down von Veryl Goodnight, seit 1998
  • Zwische em AlliiertenMuseum und em Hüttenweg gitts en Denkmal, wo die Amerikaner de Bundesrepublik Deutschland gschenkt hond. Eigweiht hotts de friehere Präsident George Herbert Walker Bush im Johr 1998, um de Fall vu de Mauer ins Gdächtnis ze ruefe. Es isch e Skulptur vu de Veryl Goodnight, USA, mit em Titel "The Day The Wall Came Down". Fünf wilde Pferde, springet ibber d Trümmer vu de Berliner Mauer.[33]

Guete Ussichte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Vum Grunewaldturm oberhalb vun der Havel hott mer a gwaltige Sicht nach Weschte über d Gwässer vun Berlin (Havel, Wannsee) und nach Oschte übber vill Wälder und Parks ind Schtadt nei. Leider kaa mer de Turm wegge de Baufälligkeit vun de Treppe seit 2007 nimme bschteige, d Renovierung isch ungwiss.[34]

Vum Funkturm am Messeglände ka mer uff d Avus, d S-Bahn und uff Weschtberlin luege.

Vun de Aussichtsplattform vum Reichstag ka mer guet s Bundeskanzleramt und d Charité sehe und sozusagge uff der Naas vun de Abgeordnete rumtanze.

Vum Panoramapunkt am Potsdamer Platz im Quartier Daimler ka mer aus 100 m Höhe zum Brandeburger Tor, Reichstag, Haulocaust Memorial, Gendarmenmarkt und Tiergarte num schaue. Do gitts Berlin uff onnen Blick.

Vum Fernsehturm am Alexanderplatz hot mer a guete Rundumsicht, schpeziell nach em Oschte.

Biecher und Plän[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • (de) ADAC e.V. (Hrsg.): Stadtführer Berlin. ADAC Tourset D 402. München 2008. (D wichtgigschte Reiseinformatione uffm Faltblättle).
  • (de) Vis à vis Berlin. Dorling Kindersley Verlag München, 2004. ISBN 3-928044-50-8.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Berlin – Sammlig vo Multimediadateie

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2015 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgruefen am 15. Juli 2016 (PDF-Datei).
  2. Großflughafen Berlin Brandenburg Intenational: Schönefelder Bau im Zeitplan. Auf dem Weg nach oben. In: Trade Talk. Das Wirtschaftsclub-Magazin des Wirtschaftsclubs Düsseldorf. Winter 2009, S. 16-18
  3. Berliner Airport soll Namen Willy Brandt tragen. In: Hamburger Abendblatt vum 12. Dezember 2009, S. 2
  4. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz: Umweltzone - bessere Luft für Berlin. Faltblatt Berlin, Mai 2009.
  5. Im Johr 2008 isch es Waldbühnekonzert vu de Philharmoniker durch es Fernsähe im 3Sat am 15. Juni 2008 vu 20:15 bis 22:15 ibbertragge worre.
  6. Udo Walz: Mein Berlin. Knesebeck GmbH & Co. Verlags KG, München 2007. ISBN 978-3-89660-419-4. S. 65-67.
  7. Thorsten Ehrenberg: Die größten Schätze Deutschlands. In: TV Hören und Sehen 41/2009, S. 6-11
  8. Thorsten Ehrenberg
  9. News rund um die Sammlermünze In: Bundesministerium der Finanzen. Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland: prägefrisch.de 4/2009, S. 2
  10. Thorsten Ehrenberg
  11. Berlin soll Nofretete zurückgeben. In: Hamburger Abendblatt vum 25. Januar 2011, S. 30
  12. Thorsten Ehrenberg
  13. Thorsten Ehrenberg
  14. Falk City Guide Berlin, 70. Auflage, S. 39
  15. Wieder Bersucherrekord im Jüdischen Museum. In: Hamburger Abendblatt vum 9. Januar 2010, S. 6
  16. Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin (Hrsg.): Berliner Mauerstreifzüge. 7. veränderte Auflage, Dezember 2008, S. 11
  17. Guido Knopp: Die 33 spannendsten Fragen zur Geschichte. In: Tv hören und sehen 28/2008, S. 30
  18. Vis à vis Berlin. Dorling Kindersley Verlag München, 2004. ISBN 3-928044-50-8, S. 97: Stadtmauer
  19. Heinrich von Kleists Grab wird neu gestaltet. In: Hamburger Abendblatt vum 23. November 2009, S. 6
  20. ADAC e.V. (Hrsg.): Stadtführer Berlin. ADAC Tourset D 402. München 2008. Informationshinweis 33
  21. Kein Gras über dem Ort der Täter. In: Lübecker Nachrichten vum 7. Mai 2010, S. 17
  22. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: "Saalburger Marmor" (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bgr.bund.de
  23. Hans-Ernst Mittig: Marmor der Reichskanzlei Archivlink (Memento vom 24. Oktober 2007 im Internet Archive) In: Dieter Bingen, Hans-Martin Hinz (Hrsg.): Die Schleifung, Zerstörung und Wiederaufbau historischer Bauten in Deutschland und Polen. Wiesbaden 2005
  24. Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin (Hrsg.): Berliner Mauerstreifzüge. 7. veränderte Auflage, Dezember 2008, S. 66 - 71
  25. Internetseite mit Informatione ibber d Berliner Mauer
  26. Internetseite dribber, wie me hot versuecht zum Fliehe
  27. ADAC e.V. (Hrsg.): Stadtführer Berlin. ADAC Tourset D 402. München 2008. Hinweis Nr. 34
  28. Bündnis90/Die Grünen(Hrsg.): Berliner Mauerstreifzüge. Berlin, 7. veränderte Auflage Dezember 2008, S. 15 - 18
  29. Sven Felix Kellerhoff: Ein Haus mitten in Deutschland. In: Hamburger Abendblatt vum 23. Mai 2009, S. 8
  30. Roland Mischke: Als Grenzgänger durchs neue Berlin. In: Hamburger Abendblatt vum 2. Mai 2009, S. 2
  31. ADAC e.V. (Hrsg.): Stadtführer Berlin. ADAC Tourset D 402. München 2008. Hinweis Nr. 42, speziell Gdenkstätt Internetsite vu de Stiftung Hohenschönhausen
  32. Vom Bürgerfest auf der Glienicker Brücke, Deutschland 2009. En Film, wo vum RBB am 10. November 2009 vu 20:15-21:00 usgstrahlt worre isch.
  33. Gedenktafel am Denkmal
  34. Grunewaldturm: Neuer Pächter drängt auf schnelle Sanierung. In: Tagesspiegel vum 7.8.2008, S. 12