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Land (Dytschland)

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy

Es Land z Dytschland isch en Glidstaat vu de Bundesrepublik Dytschland. In de Umgangsschprooch sait mer eme Land au Bundesland. Amtlich säged sich Bayere, Sachse und Thüringe Freistaat.

„Bundesland“ isch aber eigetlich ä irrefüehrendi Bezeichnig, wil es ä Underornig vu de Länder zum Bund nohlegt un dere Eigestaatlichkeit nit wiidergit, denn die dytsche Länder sin Staate im Sinn vum Staatsrächt. Die korrekt un au vum Grundgsetz verwendet Bezeichnig isch doher „Länder“ vu de Bundesrepublik.

Die Underschidig isch nit ubedütend, wil nooch em Zweite Weltchrieg im Weste vum bsetzte Dytsche Riich zuenächst nöii Länder als staatlichi Verwaltigseiheite entstande sin und vu ihne de Bund (d Bundesrepublik Dytschland) als ä (vorläufige) Noochfolgestaat bildet worre isch (konstitutivs Element). Im Gegesatz dezue schtoht d Entwicklig im bsetzte Östriich. Dert isch zerst de Bund wiiderbeläbt worre un denooch als sini Deilstaate die dortige Länder.

Inschtituzione und Zueständigkäite

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As Gliidstaat hät jedes Land ali Yyrichtige, wo en Staat hät: Es Parlamänt, wo d Gsetz macht (Landtag, au Bürgerschaft oder Abgordnetehus gnännt); e Regierig und e Verwaltig, wo d Gsetz usfüert (Landesregierig, au Senat gnännt); und Gricht (Amtsgricht, Landgricht, Oberlandesgricht und Spezialgricht), wo d Gsetz im Notfall duresetzed. Zum die Yyrichtige regle, händ d Länder äigeni Landesverfassige erlaa.

As Gliidstaate hen d Länder au ganzi Gibiet, wo si für d Gsetzgäbig und/oder für d Verwaltig zueständig sind, öppe s äige Staats- und Verwaltigsrächt, s Schuel-, s Medie- und s Dänkmaalschutzrächt und überhaupt s Kulturwäse, d Bouornig und s Naachberrächt, s Polizeirächt, s Straaffvollzugsrächt, s Gaschtwirtschaftsrächt, s Fischereirächt, täilwys s Ruumplanigs-, s Naturschutz-, s Wasser- und s Jagdrächt – und so wyter. D Länder sind überhaupt für di regional Infrastruktur und daademit zum Byyspil au für de regional und lokal Vercheer zueständig. Zum das ales chöne finanziere, händ si au en äigeni Finanzhohhäit.

D Länder reded über de Bundesraat au i de Bundespolitik mit.

Charte vu Dytschland mit nzaichnete Grenze vu de Länder
Charte vu Dytschland mit nzaichnete Grenze vu de Länder
Land Flächi [km²] Iwohner BR Hauptstadt/Regierigssitz
(1) Bade-Württeberg 35.752 10,72 Mio. 6 Stuegert
(2) Bayre 70.549 12,44 Mio. 6 Münche
(3) Berlin 892 3,39 Mio. 4
(4) Brandeburg 29.477 2,56 Mio. 4 Potsdam
(5) Breme 404 0,66 Mio. 3 Bremen
(6) Hamburg 755 1,73 Mio. 3
(7) Hesse 21.115 6,09 Mio. 5 Wiesbade
(8) Meckleburg-Vorpommre 23.174 1,72 Mio. 3 Schwerin
(9) Nidersaxe 47.618 8,00 Mio. 6 Hannover
(10) Nordrhi-Westfale 34.084 18,08 Mio. 6 Düsseldorf
(11) Rhiland-Pfalz 19.847 4,06 Mio. 4 Mainz
(12) Saarland 2.569 1,06 Mio. 3 Saarbrugge
(13) Saxe 18.415 4,29 Mio. 4 Dresde
(14) Saxe-Ahalt 20.445 2,52 Mio. 4 Magdeburg
(15) Schleswig-Holstei 15.763 2,82 Mio. 4 Kiel
(16) Thüringe 16.172 2,36 Mio. 4 Erfurt
Gsamt (Dytschland) 357.026 82,50 Mio. 69 Berlin

BR = Stimme im Bundesrot
D Agabe zue de Iwohnerzahl sin folgendermasse datiert:

  • 31. Dezember 2003: Rhiland-Pfalz, Schleswig-Holstei, Saxe-Anhalt
  • Juni 2004: Hamburg
  • 30. Juni 2004: Meckleburg-Vorpommre
  • 30. September 2004: Saarland
  • 31. Dezember 2004: Bayern, Bade-Württmberg, Brandeburg, Hesse, Nordrhi-Westfale, Nidersaxe, Thüringe
  • 31. März 2005: Saxe
  • 30. April 2005: Berlin, Breme

Die Date beruehe Fortschribige vu dr Iwohnermeldeämter un sin dorum numme uf 10.000 Lüt grundet. Bi grössere Bundesländer bestoht e Usicherheit vu mehrere 100.000 Lüt.

Wytteri Gliderig

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Vertikali Verwaltigsstruktur vu Dytschland

Vertikali Verwaltigsstruktur vu Dytschland

D Stadtstaate Berlin un Hamburg sin rächtlich gsähe jewils glichzyttig ä Land un ä Stadt un sin nit wytter in Gmeie underglideret (d Bezirk vu dene Städt hän ä anderi Bedütig). S Land Breme bestoht us de Stadtgmei Breme un de Stadt Bremerhave. In de ybrige dytsche Länder git es folgendi wytteri Verwaltigs- un Selberverwaltigseinheite:

  • Regierigsbezirke: Die große Länder Bade-Württeberg, Bayern, Hesse, Nordrhi-Westfale un Saxe sin in Regierigsbezirk underdeilt. D Bezirk sind dezentrali Einheite vu de Landesverwaltig. D Underdeilig vu de Länder Nidersaxe (bis 31. Dezember 2004), Rhyland-Pfalz (bis 31. Dezember 1999) un Saxe-Ahalt (bis 31. Dezember 2003) isch in vergangene Johre ufghobe worre. In Rhyland-Pfalz sin funktionsdeilig an d Stelle vu de dry Regierigspräsidie zwei Struktur- un Gnähmigigsdirektione sowie ä Ufsichts- un Dienstleistigsdirektion trätte. Zuedem gits in de Region Pfalz de am Afang vum 19. Johrhundert entstande Bezirksverband Pfalz.
  • Landkreise: Jeder Flächestaat isch in Landkreis (in manche Bundesländer au als Kreis bezeichnet) underdeilt. Insgsamt git es derzytt 323 Landkreis in Dytschland. Dezue chumme die 117 kreisfrye Städt (inklusive vu de beide Stadtkreis z Breme), wo keinem Landkreis anghöre, sundern d Ufgabe vu de Landkreis selber wohrnämme, insofern ä eigene Kreis bilde un doher au als Stadtkreise bezeichnet werre. D Landkreis sin Biitskörperschafte, wo yber direkt gwählti Organe verfüege.
  • Kommunalverbände: In einige Bundesländer gits als Zwischestufe vu de kommunale Arbet zwische Landkreis un Gmeie Kommunalverbände oder Verwaltigsgmeinschafte in underschidliche Forme un mit underschidliche Ufgabestellige. Si hän doher je nooch Land au sehr underschidlichi Bezaichige, z. B. Amt, Samtgmei, Verbandsgmei oder Gmeiverwaltigsverband.
  • Gmeie: Gemeie sin die chleinste selbständige territoriale Einheite. In Dytschland gits derzytt 13.400 Gmeie un gemeifrei Biite (Stand: 31. Dezember 2002). Städt sin in de Regel Gmeie, wo numme au d Bezeichnig Stadt füehre dürfe (lueg Stadtrecht). Säll isch entweder historisch verbüergt un isch im Middelalder meistens mit zahlryyche Privilegie verbunden gsi (z. B. eigeni Styre), oder aber es handelet sich um größeri Gmeie, dene uf Grund vu ihrer hütige Bedütig un Ufgabestellig d Bezeichnig Stadt nöi verliehe wird (je nooch Land wird säll sehr underschidlich ghandhabt). D Gmeie sind Biitskörperschafte, wo yber direkt gewählti Organe verfüege.

Gschichte vu de dytsche Länder ab 1945

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1945 1946 1949 1952 1957 1990
1945 1946 1949 1952 1957 1990

D Länder sin s Ergebnis vu de territoriale Neigliderig vu Dytschland nooch 1945. Innerhalb vu de viir Besatzigszone sins zerst 16 Länder gsi, wo im wesetliche us de folgende Biite bildet worre sin:

  • Amerikanischi Besatzigszone:
    • Bayern: Hauptdail vum Land Bayern, wobi Lindau zue de französische Besatzigszone ghört het
    • Breme: Land Breme
    • Hesse: Hauptdail vum Land Hesse, Hauptdail vu de praißische Provinz Hesse-Nassau
    • Württeberg-Bade: Norddail vum Land Württeberg, Norddail vum Land Bade un Wimpfe, ä vorher hessischi Exklave bi Heilbronn.
  • Britischi Besatzigszone:
    • Hamburg: Land Hamburg
    • Niedersachsen: praißischi Provinz Hannover, Länder Braunschweig, Oldeburg, Schaumburg-Lippe
    • Nordrhy-Westfale: Norddail vu de praißische Rhynprovinz, praißisischi Provinz Westfale, Land Lippe
    • Schleswig-Holstei: praißischi Provinz Schleswig-Holstai
  • Sowjetischi Besatzigszone:
    • Saxe: Land Saxe, westlichster Dail vu de praißische Provinz Niderschlesie
    • Saxe-Ahalt: Hauptdail vu de praißische Provinz Saxe, Land Ahalt
    • Thüringe: Land Thüringe, Süddail vu de praißische Provinz Saxe
    • Brandeburg: Hauptdail vu de praißische Provinz Brandeburg
    • Meckleburg: Land Meckleburg, Westdail vu de praißische Provinz Pommere

Am 23. August 1946 entsten dur d Verornig Nr. 46 vu de britische Miltärregierig „Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“ d Länder Nidersaxe, Nordrhy-Westfale un Schleswig-Holstai. Hamburg isch aigeständigs Land bliibe. S Land Rhyland-Pfalz isch au 1946 dur Verornig vu de französische Militärregierig gschaffe worre.

Die hessisch Verfassig isch vu de Verfassungsberatenden Landesversammlung z Wiesbaden am 29. Oktober 1946 bschlosse worre, no am 1. Dezember 1946 dur Volksabstimmig in Kraft trätte un isch dodrmit die erst Noochchriegsverfassig z Dytschland gsi.

D Verfassig vum Freistaat Bayern isch am 1. Dezember 1946 ime Volksentschid agnu worre.

Am 25. Februar 1947 het de Alliierte Kontrollrat d Uflösig vu Praiße bschlosse. Bis dertna het Praiße formal mit sine Provinze näbe de neigründete Länder wytterexistiert.

Am 8. Mai 1949 wird s Grundgsetz fer d Bundesrepublik Dytschland verabschidet. Nordrhy-Westfale un Hamburg werre Bundesländer. Au Schleswig-Holstai wird mit de 1949 vum erste gwählte Schleswig-Holstainische Landdag verabschidete Landessatzig, wo am 12. Jänner 1950 in Kraft trätte isch, Bundesland. D Mitglidschaft vu Westberlin im Bund isch zwar vu de Westalliierte aerchannt worre, isch aber bis Juli 1990 wägem Viirmächtestatut fer Gsamtberlin suspendiert gsi.

Am 25. April 1952 sin (Süd)Bade, Württeberg-Bade un Württeberg-Hohezollre noch ere umstrittene Volksabstimmig zum Land Bade-Württeberg vereinigt worre.

Im glyyche Johr sin d Länder in de DDR zwar nit formal ufglöst, aber vu ihre Verwaltigsfunktione enthobe worre, was ere De-facto-Uflösig glyychchume isch; an ihri Stell sin 14 Bezirke und Berlin (Ost) trätte, was offiziell „Berlin – Hauptstadt der DDR“ gnennt worre isch.

1957 isch s Saarland als zähnts Land in d Bundesrepublik Dytschland ufgnumme worre, aber wirtschaftlich bis 1959 bi Frankryych bliibe.

Am 03. Oktober 1990 sin d Bezirk uf em Gebiit vu de DDR abgschafft worre und die sex ehemalige Länder nei errichtet worre (s ehemolig Meckleburg het de Namme Meckleburg-Vorpommere), dailwys mit veränderte Grenze Länder vu de Bundesrepublik Dytschland worre. Westberlin isch debi mit Berlin (Ost) wiiderverainigt worre.

Ä Neigliderig vum Bundesbiit ufgrund vu Artikel 29 GG wird immer wiider in die politisch Diskussion ibrocht. Zueledscht isch aber ä Fusion vu Berlin un Brandeburg am Wille vu de brandeburgische Bevölcherig gschytteret. D Verainigig vu zwai Bundesländer (oder d Trennig) isch de ainzig Fall, wo s Grundgsetz ä Volksabstimmig vorsiht (Artikel 146, wo au ä Abstimmig vorgsähe het, het mer gstriche). Näbe Fusione werre au Dailige diskutiert. So forderet bispiilswiis de Fränkisch Bund ä Abspaltig vu Franke vum Freistaat Bayern, und selbstverständlich wird au d Bade-Frog immer wiider in de Ruum gworfe, wenn s um d Verdailig vu Geld oder Yrichtige in Bade-Württeberg goht. Au yber d Sälbständigkäit vu Oldeburg und Schaumburg-Lippe isch schon abgstimmt worre. Aktuell het aber kei Abspaltigsbewegig Ussicht uf Erfolg.

Flagge vu de dytsche Länder

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Landesflagge von Baden-Württemberg Staatsflagge vum Freistaat Bayre Landesflagge vum Land Berlin Landesflagge v Brandeburg
Land Bade-Württeberg Fristaat Bayern Land Berlin Land Brandeburg
Landesflagge vu Breme Landesflagge Hamburg Landesflagge Hesse Landesflagge Meckleburg-Vorpommre
Frii Hansestadt Breme Frii un Hansestadt Hamburg Land Hesse Land Meckleburg-Vorpommre
Landesflagge Nidersaxe Landesflagge Nordrhi-Westfale Landesflagge Rhiland-Pfalz Landesflagge Saarland
Land Nidersaxe Land Nordrhi-Westfale Land Rhiland-Pfalz Saarland
Landesflagge Saxe Landesflagge Saxe-Ahalt Landesflagge Schleswig-Holstei Landesflagge Thüringe
Fristaat Saxe Land Saxe-Ahalt Land Schleswig-Holstein Fristaat Thüringe

Do sin d Landesflagge vu de Länder dargstellt. Si düerfe in de Öffetlichkeit vu jedem Bürger zaigt werre. D Landesdienstflagge higege sin in de Verwendig starch igschränkt – si düerfe numme vu de jewilige Landesbehörde verwendet werre.

De Fristaat Bayern bsitzt zwei glichgstellti Staatsflagge: einmol die wiss-blau grautet Flagge (lueg z. B. do: Bayern), zum andere die do dargstellt Flagge mit horizontale Strife in de Farbe Wiss un Blau.

In folgende Länder git's kei Underschid zwische Landesflagge un Landesdienstflagge: Bayern, Brandeburg, Hamburg, Nidersaxe, Rhiland-Pfalz un Saarland. D Bremer Landesflagge mit Wappe (in zwei Variante) düerfe au vu de Bürger verwendet werre.

D Landesdienstflagge vu folgende Länder zeige zuesätzlich s Landeswappe: Bade-Württeberg, Hesse, Meckleburg-Vorpommre, Nordrhi-Westfale, Saxe, Saxe-Ahalt, Schleswig-Holstei, Thüringe. D Berliner Dienstflagge zeigt statt em Bär vu de Landesflagge s vollständig Landeswappe.



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