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Erfurt

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Stadt Erfurt
Erfurt
Dütschlandcharte, Position vo dr Stadt Erfurt fürighobe
Koordinate: 50° 59′ N, 11° 2′ O
Basisdate
Bundesland: Thüringe
Höchi: 194 m ü. NHN
Iiwohner:

214.969 (31. Dez. 2022)[1]

Poschtleitzahle: 99084–99099
Vorwahle: 0361, 036201, 036202, 036203, 036204, 036208
Kfz-Chennzeiche:
Gmeischlüssel: 16 0 51 000
Stadtgliderig: 53 Schtàdttaila
Adress vo dr
Stadtverwaltig:
Fischmarkt 1
99084 Erfurt
Webpräsenz: www.erfurt.de
Oberburgermeischter: Andreas Bausewein (SPD)
d’ Lààg vu dr Schtàdt Erfurt ìn Thüringa
Charte
Charte
Dialäkt: Mìlhüüserdiitsch

Erfurt De-Erfurt2.ogg [ˈʔɛɐ̯.fʊɐ̯t]/De-Erfurt.ogg [ˈɛʁfʊʁt] ìsch zitter 1991 d’ Làndeshàuiptschtàdt vum Fräischtààt Thüringa. Sa ìsch mìt knàpp 215.000 Iiwoohner (2022) d’ greeschta Schtàdt vu Thüringa. Sa ìsch àui naawa Jena un Gera ain vu da dräi Owwerzäntra vum Lànd. Ìn dr Schtàdt sìnn wìchtigschta Ìnschtituzioona z’ fìnda: naawa da Làndesbeheerda sìnn àui s’ Bundesàrwetsgrìcht, d’ Üniwärsiteet un d’ Fàchhoochschüal Erfurt, s’ kàthoolischa Bìschtumm Erfurt, sii Mìnschter (dr bekànnta-n-Erfurter Dom), so wia s’ Làndeskìrcha-n-àmt vu dr Evànggeelischa Kìrìch ìn Mìtteldiitschlànd. Ìn dr Schtàdt sìnn àui vììla histoorischa Gebäijer z’ sah — d’ bediitendschta vun’na sìnn dr Dom un d’ Severikìrìch naawa dr Kämerbrucka. Üsserdam hàt d’ Schtàdt a grooss mìttelàlterlig Àltschtàdtkarn mìt 25 Pfàrrkìrcha, dr bàrocka Fäschtung Petersberg, dr äältschta Sünàgooga ìn Mìttelöiropà so wia zààhlriicha Fàchwark- un Bìrgerhiiser — ìnsgsàmt ìsch d’ Àltschtàdt äbba 3 Kilomeeter grooss.[2]

Geogràfii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D’ Schtàdt lììgt ìm Tààl vu dr Gera ìm hììgeliga süüdliga Thüringer Bäcka, wo hàuiptsachlig fìr d’ Làndwìrtschàft b’nutzt wìrd.[2]

Gschìcht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Erfurt ìsch ànna 742 vum Bonifàzius zem äärschta Mol ärwäähnt worra, ìm Zammahàng mìt dr Ärrìchtung vum Bìschtumm Erfurt — schuu-n-ìn dara zitt ìsch sa a groossa Sììdlung gsìì. Kurz druff ìsch’s a Zäntrum vum Thüringer Ràuim worra, obwohl ’s làng politisch nìt Tail vum Lànd gsìì ìsch. Ìm Mìttelàlter hàt d’ Schtàdt a hoocher Mààs àn Salbschtandigkait ghàà; sa hàt jedoch nooh dr gwàltsààma Unterwarfung dur d’ Mainzer ànna 1664 ìhra Otonomii verloora. Ànna 1802 ìsch Erfurt Tail vun Pröissa gsìì (numma ìn dr Zitt vu 1806 bis 1814 ìsch’s àls Fìrschtatumm Erfurt diräkt unter frànzeescha Härrschàft gsìì) un ìsch bis 1945 Tail vu Pröissa blììwa. D’ Üniwärsiteet Erfurt ìsch ànna 1392 gäffnet worra, ànna 1816 gschlossa un ànna 1994 näi grìnda worra. Domìt ìsch sa d’ drìtta Üniwärsiteet, wo ìn Diitschlànd gäffnet worra-n-ìsch. Doo hàt dr Martin Luther gschtudiart.[2]

Àm 17. Septamber 2023 hàt d’ Waltäärwakummittee vu dr UNESCO s’ jìddisch-mìttelàlterliga-n-Äärwa vu dr schtàdt ìn d’ Waltäärwalischta-n-uffgnumma. ’S umfàsst d’ Àlta Sünàgooga, d’ mìttelàlterliga Mikwe so wia s’ Schtaihüüs.[3][4][5]

Wìrtschàft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D’ Wìrtschàft vu dr Schtàdt ìsch vu Verwàltung un Dianschtlaischtung gepräägt. Üsserdam ìsch Erfurt Schtàndort vu verschììdana Unternamma ìm Màschììna- un Ànlààgabàui so wia ìn dr Mikroelektroonik. Waaga da nììdriga Loohnkoschta un dr zäntrààla Lààg ìn Diitschlànd ìsch sa àui a bediitend Logistikzäntrum worra. Erfurt ìsch noh Leipzig d’ Schtàdt mìt dr zwaitgreeschta Massa ìn da oschtdiitscha Lander. Mìt ìhrem Hàuiptbààhnhoof ìsch d’ Schtàdt a wìchtiger Iisabààhnknootapunkt ìm Pärsoonaverkeehr. Bekànnt ìsch Erfurt àui fìr siina Gàrta un àls Meediazäntrum (doo ìsch zem Biischpììl dr Sìtz vum Kìndersander KiKA, vu mehrera Radioschtàzioona so wia Tààgszittunga).[2]

wàs doo z’ sah ìsch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Lìteràtüür[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Erfurt. In: Brockhüüs Enzüklopädii. Brockhüüs (brockhaus.de [abgerufen am 14. März 2024]).
  • Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt (MVGAE). Band 1–53 (1865–1941), Band 54 ff. (1993 ff.)
  • Alfred Overmann: Erfurt in zwölf Jahrhunderten. Eine Stadtgeschichte in Bildern. Erfurt 1929, DNB 361275498; Nachdruck: Verlag-Haus Thüringen in der Verlag und Dr. Fortschritt Erfurt, Erfurt 1992, ISBN 3-86087-076-9 (in Fraktur).
  • Erfurter Heimatbrief. Brief für die Erfurter in der Bundesrepublik mit West-Berlin und im westlichen Ausland. Heft 1–64 (1961–1992) der Vereinigung „Heimattreue Erfurter“ (in Berlin-Wilmersdorf).
  • Geschichte der Stadt Erfurt. Hrsg. im Auftrag der Stadt Erfurt von Willibald Gutsche. Weimar 1986, ISBN 3-7400-0000-7.
  • Thomas Ott: Erfurt im Transformationsprozeß der Städte in den neuen Bundesländern. Ein regulationstheoretischer Ansatz. Erfurt 1997, ISBN 3-9803607-5-X.
  • Martin Bauer: Erfurter Personalschriften 1540–1800. Beiträge zur Familien- und Landesgeschichte. Degener, Neustadt an der Aisch 1998, ISBN 3-7686-4151-1 (973 Kurzbiografien zu Personen, für die Erfurter Personalschriften vorliegen).
  • Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt (SuG). Hrsg. von Stadt und Geschichte e. V., ISSN 1618-1964, Heft 1 ff. (1998 ff.).
  • Stefan Wolter: Erfurt – Leben in der Blumenstadt 1900–1989. Sutton, Erfurt 2000, ISBN 3-89702-241-9.
  • Steffen Raßloff: Flucht in die nationale Volksgemeinschaft. Das Erfurter Bürgertum zwischen Kaiserreich und NS-Diktatur (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe 8). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2003, ISBN 3-412-11802-8.
  • Helmut Wolf: Erfurt im Luftkrieg 1939–1945 (= Schriften des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Band 4). Glaux, Jena 2005, ISBN 3-931743-89-6; 2. Auflage, Zella-Mehlis 2013.
  • Stephanie Wolf: Erfurt im 13. Jahrhundert. Städtische Gesellschaft zwischen Mainzer Erzbischof, Adel und Reich. Köln/Weimar/Wien 2005, ISBN 3-412-12405-2.
  • Jahrbuch für Erfurter Geschichte. Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Erfurt, Erfurt 2006 ff., ISSN 1863-1266.
  • Steffen Raßloff: Bürgerkrieg und Goldene Zwanziger. Erfurt in der Weimarer Republik. Sutton, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-338-1.
  • Jürgen Valdeig: Erfurt – Schlaglichter zur Stadtgeschichte. Mit einem historischen Überblick von Steffen Raßloff. Weimar 2011.
  • Martin Baumann, Steffen Raßloff (Hrsg.): Blumenstadt Erfurt. Waid – Gartenbau – iga/egapark. Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6.
  • Steffen Raßloff: Geschichte der Stadt Erfurt. Sutton, Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-044-9; 5. Auflage. 2019.
  • Christoph Kreutzmüller, Eckart Schörle: Stadtluft macht frei? Jüdische Gewerbebetriebe in Erfurt 1919 bis 1939. Berlin 2013, ISBN 978-3-942271-97-4.
  • Steffen Raßloff: 100 Denkmale in Erfurt. Geschichte und Geschichten. Mit Fotografien von Sascha Fromm. Klartext Verlag, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0987-8.
  • Rolf Schneider: Erfurt. Ein Spaziergang durch Geschichte und Gegenwart. be.bra verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86124-689-3.
  • Steffen Raßloff: Kleine Geschichte der Stadt Erfurt. Rhino Verlag, Ilmenau 2016, ISBN 978-3-95560-045-7; 2. Auflage 2020.
  • Norbert Götz, Frank Palmowski: Humanitäre Hilfe im Zeitalter Napoleons. Bürgerliche Gesellschaft und transnationale Ressourcen am Beispiel Erfurts. In: Historische Zeitschrift. Band 305, 2017, S. 362–392, doi:10.1515/hzhz-2017-0029.
  • Steffen Raßloff: Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte. Sutton, Erfurt 2021, ISBN 978-3-96303-271-4.
  • Manfred Linck: Die Artillerie der Stadt Erfurt im Jahrhundert zwischen 1348 und 1448. OCLC 1034534291.
histoorisch
  • Jakob Dominikus: Erfurt und das erfurtische Gebiet. Nach geographischen, physischen, statistischen, politischen und geschichtlichen Verhältnissen. 2 Teile. Karl Wilhelm Ettinger, Gotha 1793, OCLC 311331764, OCLC 614950927 (Faksimile des Ersten Teils; Faksimile des Zweiten Teils uf books.google.de); Faksimile und Kommentarband, Rolf-Dieter Dominicus. Hain Verlag, Rudolstadt 2001.
  • Constantin Beyer: Neue Chronik von Erfurt oder Erzählung alles dessen, was sich vom Jahr 1736 bis zum Jahr 1815 in Erfurt Denkwürdiges ereignete. 1. Band. Keysersche Buchhandlung, Erfurt 1821, OCLC 831560369 (Faksimile uf books.google.de); Reprint Bad Langensalza 2002, ISBN 3-936030-31-6.
  • Constantin Beyer: Nachträge zu der neuen Chronik von Erfurt 1736–1815. 2. Band. Erfurt 1823, OCLC 831560395; Reprint Bad Langensalza 2002, ISBN 3-936030-32-4.
  • F. Hasenstein: Die Stadt Erfurt: Ein getreuer und zuverlässiger Wegweiser für Einheimische. Gotthilf Wilhelm Körner, Erfurt/Langensalza/Leipzig 1848, OCLC 179831444 (Digitalisat uf books.google.de).
  • Die Häuser-Chronik der Stadt Erfurt. Hrsg. von Bernhard Hartung. Hennings und Hopf, Erfurt 1861, OCLC 258557969 (Digitalisat uf books.google.de).

Weblìnks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Erfurt – Album mit Multimediadateie

Ainzelnoohwiisa[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Dia Informàzioona sìnn üss’m Àrtìkel Erfurt ìn dr hoochdiitscha Wikipedia ìwwernumma worra.
  3. Unesco: Erfurt erhält Welterbe-Titel. 17. September 2023, abgruefen am 18. September 2023.
  4. n-tv NACHRICHTEN: Erfurts jüdisches Erbe des Mittelalters ist Welterbe. Abgruefen am 18. September 2023.
  5. mdr.de: Unesco: Erfurt erhält nach jahrelanger Vorarbeit Welterbe-Titel | MDR.DE. Abgruefen am 18. September 2023.