Christoph Landolt

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dr Christoph Landolt (2019)

Dr Christoph Matthias Landolt (* 21. Merz 1966 z Züri) isch e Schwyzer Sprochwisseschaftler un Redakter am Schwyzerische Idiotikon. Syt em Februar 2019 fungiert dr Landolt as Redaktionslaiter.

Lääbe un Forschig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Christoph Landolt chunnt us ere alte Zürcher Wyyhändlerfamilie. Uf s Vaters Syte isch dr Forschtwisseschaftler Elias Landolt e Ururgroßvater, dr friejer Zürcher Stadtbresidänt Emil Landolt e Großunkel zuen em gsii, un uf s Mueters Syte isch dr Johannes Meyer-Rusca e Urgroßvater gsii.[1]

No dr Matura het er an dr Universitet Züri zerscht mit Germanischtik aagfange. Derno het er s Fach gwächselt un Verglychendi germanischi Sprochwisseschaft (bim Stefan Sonderegger), Nordischi Filology un Allgmaini Gschicht studiert. Vu Merz 1991 bis Ändi 1996 het er am Idiotikon as Studäntischi Hilfschraft gschafft, syt 1997 isch er Redakter am Idiotikon – as Nochfolger vu dr Ruth Jörg. Bi Ufenthalt z New York un z Oxford het er si mit em Jiddisch bscheftigt. Syni Forschigsschwärpinkt sin Sprochgschicht un Dialäktology, Lexikology, Morfology, Sintax un Sprochwandel, derzu au jiddischi Sproch.

Dr Landolt isch assoziiertes Mitglid vum Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik (ZüKL) un Mitglid vu dr berotende Fachkommission vum Phonogrammarchiv vu dr Universitet Züri,[2] vu dr Nomenklaturkommission vum Kanton Züri[3] un vum Schwyzerische Dudenuusschuss. Derzue isch er Vorstandsmitglid vu dr «Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur in Zürich».[4]

Fascht 15 Johr lang, vu 2004 bis 2019, het si dr Landolt ehrenamtli in dr Zürcher Schwubliothek engaschiert, ere Bibliothek fir homosexuälli Literatur un Film, wu 1985 grindet woren isch.[5][6][7]

Syt April 2019 isch er Mitglid vu dr Bezirkschilchepfläg Züri.[8]

Fir di Grienliberal Bartei het dr Landolt bi dr Zürcher Gmairotswahle am 9. Februar 2014 kandidiert.[9]

Dr Christoph Landolt isch ghyrote un läbt mit sym Mann z Züri.

Schrifte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Monografie
  • mit em Hans Bickel: Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. Hg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl. Hrsg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. Dudenverlag, Berlin 2018 (1. Auflage Mannheim/Zürich 2012).
  • mit Esther Hürlimann, Anina Rether, Erika Suter, Daniel Zinnenlauf un Christian Schoch: Fleischli, Luder, Schlumpf. Schweizer Namen – Gründlich erklärt. Zürich 2017.
  • mit Reto Wilhelm, Anina Rether, Daniel Zinnenlauf un Andy Roth: Ausfahrt Arschwald. Das etwas andere Schweizer Ortsverzeichnis. Zürich 2016.
  • Ein Schweizerdeutsches Handwörterbuch? Machbarkeitsstudie zum Projekt einer Kurzausgabe des Schweizerdeutschen Wörterbuchs. Zürich 2003. (online)
  • mit Heinz Gallmann, Marianne Benz u. a.: Schaffhauser Mundartwörterbuch. Schaffhausen 2003 (Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemein verständlicher Darstellung 15).
Ufsetz
  • Fast so vielfältig wie die Flurnamen: Die Schreibweise auf den Landeskarten. Eidgenössische Regeln und kantonale Ausnahmen. In: Sprachspiegel 72 (2016), S. 139–146. (online)
  • mit dr Claudia Bucheli Berger: Dialekt und Konfession in der Deutschschweiz. In: Eli­sabeth Frieben, Ulrich Kanz, Barbara Neuber, Ludwig Zehetner (Hgg.): Dialekt und Religion. Beiträge zum 5. dialektologischen Symposium im Bayerischen Wald. Walderbach, Juni 2012. Regensburg 2014 (Regensburger Dialektforum 20), S. 73–94. (online)
  • «Dis gelt ist ouch den burgern genzlich vergulten.» Die Partizipia Präteriti der Reihe IIIb mit Ablaut u im Alemannischen. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 132 (2013), S. 401–416. (online)
  • Das Schweizerische Idiotikon – ein diachrones Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 57/4 (2010): Historische Lexiko­graphie des Deutschen, hg. von Holger Runow, S. 410–418. (online)
  • Dialektale Morphologie und Morphonologie im Wandel – Beispiel Zürichdeutsch. In: Alemannische Dialektologie: Wege in die Zukunft. Beiträge zur 16. Tagung für alemannische Dialektologie in Freiburg/Fribourg vom 07.–10.09.2008. Hg. von Helen Christen, Sibylle Germann, Walter Haas, Nadia Montefiori, Hans Ruef. Stuttgart 2010 (ZDL-Beiheft 141), S. 97–113. (online)
  • Neuere Entwicklungen in der historischen Dialektlexikographie des Deutschen. In: Lexicographica 23 (2007), S. 151–172. (online)
  • Eine Kurzausgabe des Schweizerdeutschen Wörterbuchs? Zusammenfassung einer Machbarkeitsstudie. In: Schweizerdeutsches Wörterbuch. Bericht über das Jahr 2003, Zürich 2004, S. 23–37. (online)
Idiotikon-Artikel
  • Band XV: Wëlf, Wolf, Wolferli, Wolfteren, walgelen, Wilgel, wulgǟr, wülgren, walsen I, wälsen, Wels, wülsen
  • Band XVI: wan II, wan III, wan IV, wann III, wannen III, Über-Wind (mit Winden, winden, windsch, Windlen), windikieren, Wund, War II, war, Warianten, wir, Wardi, wärdidschen, Werd, wërd / wërt I, Wërdaschen, wërden II, Gegen-wart, Wartolf, -wërt II / -wërts, Wertel, wërtieren, Ant-Wort (mit antworten/antwürten I), ant-würten II (mit gegen-würtig), was, Wīs II (mit wīsen I), wīs (mit Wīsheit), Ver-wīss (mit ver-wīssen), Wīsen III, wīsen IV (mit Wīset, Wīseten), wīsen V, Spī- (Spinn-)Wätteren, wättjen, Wett I (Ge-Wett; mit wetten II), Weter, Wetti III, Wettling, Ge-wëtt (mit wëtten), wieten (mit wettig), Witschel, witscheren, wōtschen, wottschen, wȫtsch, wätschgen, Wätschger, Wätschgi, witschgen II, Witschger, wēwelen, Ge-wīwen, wāx, Wax, wax, Wix, wix, woxen, X, x-x, Xaver, Xilofōn, Xëmpel, Xander I, Xander II, Xandīnen, xinggfīrlen, Xantippen
  • Band XVII: Z, z I, z II, z III (mit za, zä, zei, zi, zie, zo, zu, zui, zü, Zi[zi]), Zeo, zi II, Zīa, ziō, Zō, Zuāv, zue / ze II / z IV (mit zue-ze, zuenig)
«Wortgschichde»
  • Via Websyte vum Schwyzerischen Idiotikon cha mer au e Zyylede vu Wortgschichde vum Landolt in dr glychnamige Rubrik läse.[10]

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Felix Landolt: Das Freigut in der Enge. Ein ehemaliges Landgut vor den Toren der Stadt Zürich, seine Besitzer und Bewohner und seine Weinhandlung. Zürich 2009.
  2. Phonogrammarchiv der Universität Zürich (PAZ): Beratende Fachkommission
  3. 863. Baudirektion, Kommissionen (Amtsdauer 2011/2015, Wahlen, Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich. Sitzung vom 6. Juli 2011
  4. Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur in Zürich (GfdSL): Vorstandmitglieder
  5. Serge Kuhn: Fundgrube Schwubliothek. In: HAZ-Magazin 3/12, S. 18 f.
  6. Georg Gindely: Schwule Bücher. In: Tages-Anzeiger, 26. April 2011, S. 24.
  7. Nina Seiler: Nachgefragt bei Christoph Landolt zum Abschied. In: HAZ-Magazin 1/2019, S. 24 f.
  8. Aktuelle Zusammensetzung der BKP nach Bezirk, Reformierti Chilche, Kanton Züri
  9. Liste der Gewählten und Nichtgewählten im Kreis 7+8. Gemeinderatswahl 9. Februar 2014, Stadt Zürich
  10. Wortgeschichten uf idiotikon.ch