Aargauerdeutsch

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Charte vum Kanton Aargau

Als Argauerdüütsch bezeichnet mer d Mundarte wo im Kanton Aargau gredt werde. Es Argauerdüütsch im eigentliche Sinn vom Wort gits nöd. Des het historischi Gründ. De Kanton Aargau isch bi sinere Gründig im 1803 us verschidnige Territorie, wo jewils ihri eigeni Gschicht hei kha, zämmegfüegt worde. Au di kulturell bedütendi Brünig-Napf-Rüüs-Linie lauft zmitz durch de hütig Aargau. Im ganzen Aargau wird Hochalemannisch gredt. Z unterscheide isch d Sprooch im Weschtaargau vo de Schprooch im Oschtaargau bsunders im è- un em ä-Lut. So seit me im Weschte vo de Rüüs Schtäärn, Bäärg u schtäärbe, öschtlich vo de Rüüs ehnder Schtèèrn, Bèèrg u schtèèrbe. Im Oschtaargau, bsunders in de ehemolige Grafschaft Bade isch d Nöchi zum Züritütsch und im Weschte zum Bärndütsch offesichtlich. S Fricktal het sich sprochlich immer ehnder gäge Basel orientiirt und s Freiamt gäge Lozärn und Zug.


D Schproch in de ehemalige Grafschaft Bade[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Scho innerhalb vo de ehemalige Grafschaft Bade isch d Schprooch nöd überall gliich. S seit mer zum Bischpil i de Schtadt Bade Schtròòss un gèèl, im Umland ehnder Schtraass un gääl. Grad Bade u Wettige, wo Nachbarört sin, hei dütlichi Unterschiid in de Ussprooch. So sait me z Bade nììd, denn, u Wèèg (wi au z Brugg), z Wettige aber nüüd, dänn u Wääg (wi au z Züri).[1] Dodergäge si di offene Hochzungevokal i, u un ü, im Gägesatz zum Züritütsch scho in de alte Grafschaft Bade so offe, un witer im Weschte isch des no me usprägt, dass Lüt, wo schpontan in de Mundart düent schriibe, hüfig es e, o un es ö bruuche. Das gseht denn zom Bispel so us: «Dodegäge send di offne Hochzongevokal i, u ond ü, em Gägesatz zom Zöridütsch scho e de alte Grafschaft Bade so offe, ond wiiter em Weschte esches no me usprägt, dass Lüüt, wo schpontan e de Mondart dönd schriibe, hüfig es e, o ond es ö bruched.»[2]


Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Niklaus Bigler: Mundartwandel im mittleren Aargau. Eine Untersuchung zu den heutigen Sprachverhältnissen im Spannungsfeld zwischen Ost- und Westschweizerdeutsch. Bern/Frankfurt a. M./Las Vegas 1979 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, 264).
  • Niklaus Bigler: Der Aargau im Schweizerdeutschen Wörterbuch. Beispiele zur Organisation des Materialsammelns in einem mundartreichen Kanton. I: Schweizerdeutsches Wörterbuch. Schweizerisches Idiotikon. Bericht über das Jahr 1984. [Züri] 1985, S. 9–21. – In ere Biarbäitig vom Beat Leuenberger namaal i der AV vom 2. Juli 1985, S. 9.
  • Walter Bigler: Sägs einfach soo we deeer de Schnabu gwachse n esch. E Hampfele Wöörter ond Uusdröck vo geschter ond höt. Berner Aargauer Mundartwörterbuch aus der Region Südwest-Aargau. Oftringen 2012.
  • Hermann Blattner: Ueber die Mundarten des Kantons Aargau (Grenzen; Eintheilung; Phonetik). Vocalismus der Schinznacherm[und]a[rt]. Brugg 1890.
  • Rudolf Hotzenköcherle: Zur Sprachgeographie des Aargaus. I: Rudolf Hotzenköcherle: Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz, useggää vom Niklaus Bigler und em Robert Schläpfer under de Mitaarbet vom Rolf Börlin. Aarau/Frankfurt a. M./Salzburg 1984 (Reihe Sprachlandschaft 1), S. 79–90.
  • Jakob Hunziker: Aargauer Wörterbuch in der Lautform der Leerauer Mundart. Aarau 1877. Nohtruck Wiesbaden 1968.
  • Ernst Matter: Schproochmümpfeli us eusere Gäget. Von der Mundart des Suhrentales. Schöftland 1998.
  • Heinrich Meng: Mundartwörterbuch der Landschaft Baden im Aargau. Baden 1986.
  • Hans-Peter Schifferle: Dialektstrukturen in Grenzlandschaften. Untersuchungen zum Mundartwandel im nordöstlichen Aargau und im benachbarten südbadischen Raum Waldshut. Zürcher Dissertation, Bern 1995 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, 1538).
  • Hans-Peter Schifferle: Die Mundart von Zurzach in Geschichte und Gegenwart. I: Geschichte des Fleckens Zurzach, useggää vom Alfred und em Hans Rudolf Sennhauser und em Alfred Hidber. Zuurzi 2004, S. 527–545.
  • Hans-Peter Schifferle: Badisches und schweizerisches Alemannisch am mittleren Hochrhein. Gemeinsames und Trennendes. I: Grenzüberschreitungen. Der alemannische Raum – Einheit trotz der Grenzen?, useggää vom Wolfgang Homburger, em Wolfgang Kramer, de R. Johanna Regnath und em Jörg Stadelbauer. Ostfildern 2012, S. 173–197.

Einzelnachwiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Mundartwörterbuch der Landschaft Baden im Aargau, S. XVII
  2. Mundartwörterbuch der Landschaft Baden im Aargau, S. XVII