Bundesrat (Schweiz)

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Bundesratszimmer
Bundesratsfoto 2014

De Bundesrat in corpore (v. l. n. r.):

Dr Bundesrat (franz. Conseil fédéral, ital. Consiglio federale, rätoroman. Cussegl federal) isch d Regierig (Exekutive) vo dr Schwiizerische Eidgenosseschaft und demit ihri oberschti leitendi und vollziehendi Bhörde. Dr Bundesrat isch zuegliich s Schtaatsoberhaupt vo dr Schwiiz. D Personalunion vo Regierig und Schtaatsoberhaupt isch schtaatrechtlich zwar nöd singulär (prominents Biischpiil sind d USA), aber im internationale Vergliich doch d Uusnahm. Sehr ungwöhnlich isch allerdings, dass es Kollektiv Schtaatsoberhaupt isch. Dr Bundesrat setzt sich us siibe Mitgliider zäme, wo einzeln ebefalls Bundesrat oder Bundesrätin heissed und vo dr Vereinigte Bundesversammlig uf vier Jahr use gwählt werded. Falls es us schprachliche Gründ nötig isch, zwüsched dr Bhörde und em einzelne Mitgliid z underscheide, nennt mer s erschte au Gsamtbundesrat.

Amtsduur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wil es Misstrauesvotum i dr Verfassig nöd vorgseh isch, chönnd Bundesrät während dr Legislaturperiode nöd gschtürzt werde. Au e Nödwiiderwahl vomene amtierende Bundesrat isch nöd üblich und isch sit 1848 erscht viermal passiert, zletscht am 12. Dezember 2007, wo dr Bundesrat Christoph Blocher nöd wiidergwählt worde isch. Wil Bundesrät also de facto unabsetzbar sind und de Termin vo ihrem Rücktritt nach eigenem Guetdünke bestimme chönnd, händ si e viil schtärcheri Stellig als d Minischter i andere Länder; der Befund isch zum Teil demit erchlärbar, dass en Bundesrat zugliich Teil vom Schtaatsoberhaupt isch. Dadruus ergit sich au e sehr langi Amtsduur vo de Bundesrät (ca. 10 Jahr im Durchschnitt). Die längschtdienende Bundesrät im 20. Jahrhundert sind de Giuseppe Motta vo 1911 bis 1940 und de Philipp Etter vo 1934 bis 1959 gsii.

Wahlverfahre[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Di Vereinigt Bundesversammlig wählt us de siibe Bundesrät de Bundespräsident sowie de Vizepräsident vom Bundesrat für e Amtsduur vo eim Jahr. Gmäss de Tradition werded die Positione der Reihe naa allne Mitglieder vom Bundesrat übertrait. Es neus Bundesratsmitgliid wird üblicherwiis zerscht zum Vizepräsident und aaschlüüssend zum Bundespräsident gwählt, nachdems under em Präsidium vo allne amtsältere Kollege gwürkt hät. Dr Bundespräsident hät als erschte under Gliiche (primus inter pares) kei erwiitereti Recht, sondern erfüllt Repräsentationsuufgabe und leitet d Bundesratssitzige. Insbesondere isch dr Bundespräsident nöd öppe s Schtaatsoberhaupt, obwohl er international oft so wahrgeoo wird. Im Jahr 2008 isch d Pascal Couchepin Bundespräsidentin und de Hans-Rudolf Merz Vizepräsident.

Es sind bis zum hütige Tag numme drei amtierendi Bundesröt nümme wiidergwählt worde, nämli de Bundesrat Ochsenbein, de Christoph Blocher und Bundesrötin Ruth Metzler. I de Gschicht vo de Bundesratswahle häts schoo mängisch einigi Überraschige gä, Kandidate, wo Favorite gsi sind, händ z'wenig Stimme überchoo, defür anderi, wo d Partii nöd vorgschlage hät, si gwählt worde. I de jüngere Gschicht vo de Bundesröt händ d Abwahl vo de Ruth Metzler (CVP), druf d Wahl vom Christoph Blocher(SVP) und sini Abwahl, d Wahl vo de Eveline Widmer-Schlumpf, ftüehner (SVP), hüt (BDP), de Rücktitt vom Samuel Schmid (BDP) und sini Nachfolg, d Uswahl zwüsche em Christoph Blocher und em Ueli Maurer, wo de Maurer numme mit einere Stimm Vorschprung gägeüber em Hansjörg Walter Bundesrat worde isch, z'rede gäh.

Underschiid zu andere Länder[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Di siebe Bundesrät regiered eigentlich gmeinsam über alli Gschäfte, aber tatsächlich stönd sie je eim Departement vor (Departementalprinizip) und sind dur das vergliichbar mit Minister in andere Länder. Bedüütsami Underschied bestönd da drin, dass en Bundesrat zugliich no Teil vom Schtaatsoberhaupt isch, und dass es kein richtige Regierigschef mit Wiisigsbefugnis oder wenigschtens Richtlinienkompetenz git. Dr Bundespräsident hät im Vergliich zu de übrige Bundesrät au im äusserschte Fall nur de Stichentscheid binere suscht unentschiedene Abstimmig im Gsamtbundesrat. D Verteilig vo de Departement wird jewiils nach dr Bundesratswahl dur d Bundesrät selber vorgnoo, es gibt uusdrücklich keis Mitwürkigsrecht vom Parlament. D Lischte vo de Departement und de aktuell zueschtändige Bundesrät:

Drüber use sind jedoch alli Bundesrät au für sämtlichi Gschäfte vo de andere Departement mit zueschtändig und händ dur das erheblichi Mitspraach- und Iiflussmöglichkeite. D Beschlüsse vom Bundesrat werded dur s Kollegium mit Mehrheitsentscheid 'troffe und müend dänn vom zueschtändige Departementsvorschteher vor Parlament und Öffentlichkeit au dänn vertrete werde, wenn der de 'troffeni Entscheid eigentlich ablehnt (Kollegialitätsprinzip). Dr Grundsatz berueht allerdings nur uf ungschriebener Tradition und isch nöd gesetzlich greglet. Sit Alters her isch es uusnahmswiis als zuelässig erachtet worde, dass en Bundesrat e vom Gsamtbundesrat abwiichendi Meinig öffentlich kundtuet, wenn er sich uf Gwüssensgründ berüeft und s Gschäft im Übrige nöd vo ihm bearbeitet wird. Es isch in letschter Zit jedoch immer öfter z beobachte gsii, dass einzelni Bundesrät Entscheid vom Kollegium meh oder weniger offe z desavouiere versucht händ. So werded Sinn und Unsinn vom Kollegialitätsprinzip au immer wieder i de Medie und in politische Gremie thematisiert.

Dr Bundesrat wird dur de Bundeskanzler oder d Bundeskanzlerin unterschtützt. Der leitet d Bundeskanzlei, wo als Schtaabsschtell vom Bundesrates dient.

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Bundesrat_(Schweiz)“ vu de dütsche Wikipedia.

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