Zürichsee

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Zürisee
De Zürisee mit mit de Insle Ufenau

De Zürisee mit de Insle Ufenau

Date
Laag: Mittelland
BFS-Nr.: 9050
Flächi 88.66 km²
maximali Tüüfi: 143 m
Zueflüss: Linth (Linthkanal)
Abfluss: Limmet
Höchi: 406 m.ü.M.
Grösseri Städt am Ufer: Züri, Rapperschwil
Bsunderhaite: Seedamm vo Rapperschwiil
Chaarte
Zürisee

De Zürisee (610: lacus Tureginensis, 744: Zurihsee)[1] liit i de Kantön Züri, Schwyz und St. Gallä. De See isch 406 m ü.M., de Hauptzuefluss isch d'Linth, am Usfluss z'Züri säid me Limmet. S'Seewasser het Trinkwasserqualität. Im extrem chaltä Winter 1962/1963 isch dä See zum letztä Mal zuegfrorä. D Seegfrörni hät Hunderttusigi ufd d'Isflächi glockt. Es jöhrlichs Highlight isch uf jede Fall d'Stadtzürcher Seequëëri oder Seeüberquërig.[2]

Regeboge bi Wollishofe

Geografii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De See hät zwee Teil: De Obersee und de Zürisee. D' Trännig zwüsched dene beide Seeteil macht de Damm zwüsched Rapperschwil und de Halbinsle Hurde, wo allgemain Seedamm gnännt wird. Am Uusfluss vom Zürisee lit Züri. Die sunigi Nordsite vom Zürisee wird wege de vile Villene wo döt stönd au Goldchüste gnännt, d Südsite dagege me scherzhaft Pfnüselchüste.

Dr Zürisee het d'Form vonerä Bananä. Er isch bis Rapperswil öpä 30 km lang, zämme mit em Obersee ca. 40 km. A dä breitestä Stell zwischä Stäfa und Richterswil 3,85 km breit. Siini tiefsti Stell liit bi 143 m zwüsche Herrliberg und Oberriedä. D Uferlängi betreit 87,6 km.

Zwüschet Rapperschwil und Pfäffike liget zwoo Insle, d Ufenau, wo zum Chloster Äinsidle ghört und d Insle Lützelau, wo unter Naturschutz staaht. Zwüschet Mäile und Horge gits en Autofähri und über de Seedamm füehrt sit 1878 d Iisebahnlinie vode SOB und en Autostraass. Denebet gits sit 2001 en Steg für Pilger zum Chloster Äinsidle. Er isch en Tail vom Schwizer Jakobsweg. De Steg ersetzt en alte verschwundene Steg us ältere Zite.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wäred de Iiszit isch s ganz Gebiet vom Zürisee bis zum Lägere mit Iis bideckt gsii. Nume de Albis im Süde het über d Iisdecki glueget. Wo sich öppe um 17'000 v.Chr. s Iis het afange zruggzie, het sich s Wasser, wo vom Linthgletscher abgflosse isch, a de Endmoräne gstaut, so ass de Zürisee entstande isch. Ab em 6. Jahrtuusig hend sich die erste Mensche am undere Zürisee aagsidlet, wo Jäger, Fischer und Sammler gsii sind. Im Neolithikum (Noistaizit, ab 4500 v.Chr.) het d Bevölkerig am Nordufer vom Zürisee starch zuegnaa. D Mensche hend aafange chlini Dörfer uf Stelze am Seeufer z baue, werum me vo Pfahlbauer redt. Die hend beraits Chorn und Flachs aabaut und Huustier ufzoge. Ab 2800 v.Chr. werdet Schnuercheramiker am Zürisee sesshaft, e Volch wo beraits e guet usbildeti Kultur bsesse het (Rad, kunstvolli Keramik). Im 8. Jh.v.Chr., am End vode Bronzezit verschwindet d Seeufersidlige.

I de Hallstattzit (Früeni Isezit; 8.–5.Jh.v.Chr.) fanged d Mensche a Grabhügel für iri Tote z errichte und s Ise löst d Bronze als Werchstoff för Waffe und Werchzüg ab. I dere Zit isch s Gebiet vom Zürisee aber nüme so starch besidlet gsii, wie vorene. Die druf folgendi Latènezit (Spoti Isezit; 5.–1. Jh.v.Chr.) cha a de Kelte zuegschribe werde. D Helvetier werdet im Gebiet vom Mittelland z erstmol vom griechische Schriftsteller Poseidonios gnennt. Er schribt, as d Helvetier mit vorliebi us Flüss Gold wäsched (en Aigeschaft wo de Schwizer irgedwie bis hüt blibe isch). De Zürisee het dazmal zum Randgebiet vode Helvetier ghört.

Wo d Römer d Helvetier unterworfe hend, isch d Stadt Züri, wo dazmal Turicum ghaisse het, nume e chliini Zollstation gsii, wo d Güeter uf Schiff verlade worde sind. Die oberi Station isch am Obersee bi Tugge glege und uf de Insle Ufenau isch e galloromanische Viereggtempel gstande. Im grosse und ganze isch aber au währed de Römerzit s Gebiet vom Zürisee nu schwach besidlet gsii.

Im früene Mittelalter isch d Stadt Züri witerbestande und die erste Alemane hend sich im Sihlfeld ide Nächi vo de Stadt niderloo. Drum isch de Zürisee wider stärcher besidlet worde. Dazmal het de Zürisee zum Thurgau ghört, später isch de aber uftailt worde in Thurgau und in Zürigau (Zurihgauuia). D Stadt Züri het sich zumene städtische Zentrum entwicklet.

D Stadt Rapperswil ufem Zürisee

Tierwelt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Zürisee lebet meriri Fischarte, die wichtigste sind:

Wasservögel[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Schiffahrt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Früener isch de Zürisee de wichtigschti Vercheerswääg gsi. Im Oschte isch mer wiiter über d Linth und de Walesee gäge s Püntnerland zue, im Weschte über d Limmet und de Rii gäge Basel und Holland abe.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sit 1834 faared Tampfschiff uf em See. Di erschti Gsellschaft isch d Caspar, Lämmlin & Co gsi. Scho 1838 hät si Zürisee-Walesee AG ghäisse und mit de 1837 gründete Linth-Escher AG fusioniert. D Republikaner AG vo 1839 hät 1842 mit de Zürisee-Walesee AG fusioniert. Die hät sich 1869 mit de 1864 gründete Tampfbootgsellschaft lings Ufer zu de Tampfbootgsellschaft für de Zürisee zämegschlosse. Im 1874i häd d Nordoschtbaan (NOB) die Gsellschaft überna.

D Zürcher Tampfbootgsellschaft (ZDG) isch 1890 gründet worde und häd im undere Seebecki zwüsched de Schiffländi und Thalwil mit chline Schiff (Schwalbe) en Art en Tramvercher iigrichted. 1900 häd si dänn d Tampfbootgsellschaft Wädischwiil, wos sit 1894 gee hät, überna und 1903 d Schiff von de Nordoschtbaan. Sit 1957 häisst si Zürisee Schiffahrtsgsellschaft (ZSG).

Schiff[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Schiff Boujaar Wärft Gsellschaft neue Name wo ane Abbruch
Minerva 1834 William Fairbairn Caspar, Lämmlin & Co 1848 Splügen 1839 Walesee

1860 Zürisee

1863
Delphin 1842/43 1850 Walesee 1850
Linth-Escher 1837 Caspar Escher Linth-Escher AG +
Republikaner 1839 Caspar Escher Republikaner AG +
Gustav Albert Eschwer Wyss +
Concordia 1864 Escher Wyss Zürichsee-Walensee AG Glärnisch +
Helvetia 1875 Escher Wyss NOB 1958: G59, 1960: privat 1964
Helvetia 1964 Bodan ZSG
Schwan Escher Wyss +
Schwalbe Escher Wyss 1907 Uto +
Taube 1864/65 Escher Wyss +
(Trajektschiff) 1885 Brüedere Schnorf (Chemischi Fabrik) 1895 Schiffstäg Rapperschwil +
Lerche Escher Wyss +
Biene 1863 Escher Wyss +
Möve 1939 Escher Wyss Landesusstellig 199? Gueuse 1941 ZDG

199? Brüssel

Schwan 1939 Escher Wyss Landesusstellig 1941 Halbinsel Au

199? Euro

1941 ZDG

199? Amsterdam

Taucherli 1939 Escher Wyss Landesusstellig 1941 Speer

199? Elvira

1941 ZDG

199? IJsselmeer

Enge Escher Wyss ca. 1902 Comersee +
Riesbach Escher Wyss ca. 1902 Comersee +
Rüschlikon Escher Wyss ca. 1902 Comersee +
Wollishofen Escher Wyss ca. 1902 Mincio +
Zollikon Escher Wyss 1906 verchauft
Goldbach Escher Wyss +
Küsnacht Escher Wyss +
Bendlikon Escher Wyss +
Thalwil Escher Wyss +
Lukmanier 1865 Escher Wyss 1918
Gotthard 1865 Escher Wyss +
Wädenswil 1894 Escher Wyss Wädenswil 1965
Wädenswil 1964 Bodan ZSG
Stäfa 1936 Escher Wyss ZDG GZ Wollishofen
Speer 1897 Escher Wyss Wädenswil 1942?
Stadt Zürich 1856 Escher Wyss 1909 Albis +
Etzel 1934 Escher Wyss 2001 Genossenschaft
Ufenau 1899 Escher Wyss
Stadt Zürich 1909 Escher Wyss ZDG
Stadt Rapperswil 1914 Escher Wyss ZDG
Glärnisch 1955 Escher Wyss ZDG 2007 Restaurant
Ufenau 1977 Bodan ZSG 2001 Hensa
Linth 1952 Bodan ZDG
Limmat 1958 Bodan ZSG
Bachtel 1962 Bodan ZSG
Säntis 1957 Bodan ZSG
Schwan 1933 Horgen-Meilen 1969
Schwan 1969 Bodan Horgen-Meilen
Meilen 1979 Bodan Horgen-Meilen
Horgen 1991 Bodan Horgen-Meilen
Zürisee 1999 Bodan Horgen-Meilen
Burg 2003 Bodan Horgen-Meilen

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Max Pfister: Der Zürichsee; Verlag Paul Haupt Bern (1970)
  • Walter Höhn-Ochsner: Tierwelt in Zürcher Mundart und Volksleben; Züri (1976). ISBN 3-85865-037-4
  • Geschichte des Kantons Zürich; Werd Verlag. ISBN 3-85932-158-7

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Zürisee – Sammlig vo Multimediadateie

Ainzelnochwiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Ortskunde, uf de Website vo de Gmaind Freiebach
  2. Website vo de STADTZÜRCHER SEEÜBERQUERUNG