Alroune (Kulturgschicht)

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Ds Alroune-Manndli u ds Alroune-Froueli im Hortus sanitatis Mainz 1491

Di Gemeini Alroune (Mandragora officianarum) us der Gattig Mandragora isch e giftigi Heil- u Ritualpflanze, wo syt der Antike als Zoubermittel bruucht wird. Ihri Wurzle het e bsunderi Form wo a ne mönschlechi Gstalt erinneret.

Der Alemannisch Name[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der Name Alroune isch us em Hochdütsch ydütscht worde. Modern isch das Wort aber nid. Es isch uf ds althochdütsche Wort alrūna zrügg z füehre, wo wahrschinlech e wybleche Name isch gsi. Näbscht em Name Alroune für d Pflanze git’s der Begriff Alrouneöpfel für d Frucht vo der Pflanze u der Begriff Bärg-Alraun oder Bärg-Alrun für e Allermaasharnisch.[1] I der Alemannische Literatur findt me aber ou d Begriffe Liebesöpfel oder Alrounefrücht.

Wältwyt het d Alroune verschideni mängisch komisch amuetendi Näme. Im Hochdütsche git’s under anderem der Begriff Heinzelmännli oder Galgemännli. Im isländische git’s der Begriff Diebeswurzle. Im arabische heisst si ou Diebeswurztle oder Geischter-Ei oder Öpfel vo der Verfüehrig.

Ds Alte Teschtamänt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Gemeini Alroune (Mandragora officinarum)

Im 1. Mose 30,14-16 BHS wird im Tanach der Begriff dudai (pl. duda'mi דודאים) bruucht. Ds glyche gilt für Hld 7,14 BHS. Bis hüt isch me dervo überzügt das die a dere Stell erwähnti Pflanze mit der Alroune identisch isch. D Alronue isch bis hüt i de Bärge vo Hermon, Karmel u Gilboa z finde. (vgl. Löw 1924, III, 363–368; Zohary 1986) I de Althochdütsche Glosse zu dene Textstelle, wird d Mandragora respektive d dudai mit alrūna, alrūn übersetzt.[2] D Bietehart Bibel bruucht im 1. Mose 30, 14-16 der Begriff Alrounefrücht. Da ds 7. Kapitel vom Hohelied i dere Bibel nie isch übersetzt worde, isch der Verglych im Hohelied nid müglech. I der Alemannische Bibel vom Dietmar Wiesler, wird im 1. Mose 30 u im Hohelied 7 vom Liebesöpfel gredt. Da di Alemannischi Bibel e überträgig vo der Lutherbible i ds Alemannischen isch, isch der Begriff Liebesöpfel uf d Lutherbibel zrügg z füehre.

Wäret i der Vulgata der Begriff “Mandragora bruucht wird, het der Martin Luther der Begriff zerscht emal Unübersetzt gla. Är het ver begriff Dudaim bruucht. Di revidierti Luther-Bibel (1. Mose 30,14-16 LUT) redt hingäge vo Liebesöpfle. Da dermit isch aber nach wivor d Alroune gmeint u nid d Tomate wo me ou als Liebesöpfel bezeichnet het. Der Begriff Öpfel chunnt vo da här das d Frucht vo der Alroune e Öpfelige gschmak het. Da der Pflanze als Apfrodisiakum agluegt wird, erchlärt das ou der erschti Teil vom Begriff Liebesöpfel. Sälbscht d Elberfelder wo der Begriff Dudaim bruucht verwysst in ere Fuessnote uf d Alroune.

D Übersetzer sy sech aber no nid so lang einig drüber, dass sech’s bi der Dudaim um ne Alroune handlet. Bis über ds 1879 use isch nämlech i so mängem Bibel-Regischter zum Begriff Dudaim gstande: “Em Wortverstand nache; öppis lieblechs, agnämhms. Öpps sech derby um ne Blueme oder um ne Frucht handlet isch unklar.” Ou d Etymologie vom Wort duda’im isch nid klärt.

Bibeltext[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im 1. Mose 30 ELB geit’s um ne Wettkampf zwüsche der Lea u der Rahel. E Frou wo keiner Chind het chönne gebähre isch den nid so guet da gstande. Zudäm hättis dä Stryt zwüsche dene beidne Froue gar nid gä, we der Laban im Jakob grad vo Afanga d Rahel zur Frou gä hätti. Es isch vo Afanga klar, dass der Jakob d Rahel lieber het als d Lea. Das wird i der Bibel mit starche Bilder beschribe. So het d Lea keiner klaren Ouge. Da der Jakob di beide Froue uf grund vo syne Gfühl nid glych liebt chunnt ds zu däm Stryt. Im Kapitel 30 findet der Ruben bi der Weizenärnti es paar Frücht vo der Alroune u bringt die synere Muetter der Lea heim. D Rahel läschelet der Lea die Frücht ab, i däm si zuestimmt das der Jakob bi der Lea schlaft. Uf das abe chunnt d Lea wider es Chind über. Wenigi Värse nach däm Handel chunnt du d Rahel der Josef über.

Im Hohelied 7 geit’s hingäge ganz klar um nes Liebeslied. Ds Hohelied isch im verglych zu anderne Büecher es sehr speziells Buech. Wo alles andere als es Blatt vor ds Muul nimmt. Im Värs 14 geit’s um e Duft vo de Alrounefrücht u das sech vor ihrer Türe ganz vil edli Frücht befindet. Di einte sy us em Vorjahr u di andere sy früsch. Si wo i däm Liebeslied grad redt (Name isch nid bekannt) het die edle Frücht für ihre Fründ ufbewahrt. (Hld 7,14 ELB)

Antike[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mesopotamie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es wird in erwägig zoge di mit der sumerische Namtar-Pflanze (NAM.TAR.(IRA)) als Liiferand vo de Alrounewurzle (SUḪUŠgišNAM.TAR)[3][4] z identifiziere. Das isch allerdings unsicher. Es isch ou unklar, ob d Übersetzig “Schicksal” uf d Pflanze oder dr dermit verbundeni Underwältgott Namtaru bezeichnet wird. Dä wird nämlech mit de Bewohner vo Martu z Nordmesopotamie i verbindig bracht.

Nordiran[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Z Goleschtan het me traditionell d Bletter u d Beeri vo der turkmenische Mandragora i gringer Dosierig gässe. Öp die zur Understützig vo nere schamanische Reis zu de Götter dient het isch unklar. Uf jedefall isch die Region d Härkunfsregion vo der turkmenische Art.

Ägypte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Mandragora isch im alten Ägypte nid heimisch gsi, isch dert aber syt em Überfall vo de Hyksos u im Neue Rych als Gartepflanze bruucht worde. Im Grab vom Pharao Tutanchamun (ca. 1332 bis 1323 v. Chr., 18. Dynaschtii) het me Frücht u Ärntebilder gfunde. Im Grab vom Boumeischter Sennedjem (Grab TT1 z Thebe-Wescht) us der Regierigszyt vom Pharao Sethos I. (1290 bis 1279 v. Chr., 19. Dynaschtii) si sy zäme mit Doumpalme, Muulbeeri-Fyge, Dattelpalme, Chlatschmohn u Chronblueme dargstellt.

I mene demotische Papyrus us em dritte Jahrhundert n. Chr. wird d Alorune als Bestandteil vo mene Schlaftrank gnennt.[5]

Griecheland u Rom[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ds Männli u ds Wybli “Mandragoras” im Dioscurides Neapolitanus 6.-7. Jh.

Es muess offe blybe, öp d Pflanze wo z Griecheland “Mandragoras” gheisse het, mit der hütige Alrounewurzle identisch isch.[6] Der Dokter Dioscurides u der römisch glehrti Plinius hei di wyblechi Mandragoras mit schmale u chlyne Bletter beschriben u di männlechi mit grossen u breite Bletter. Der Dioscurides het erwähnt das es e dritti Mandragoras git wo der Name Morion het, wo bsunders starch hypnotisch würki. Im 16. Jahrhundert hei d Vätere vo der Botanik d beschrybige vom Dioscurides u em Plinius volgender masse dütet. Di wyblechi Pflanze syg d Mandragora officinarum, di männlechi syg d Mandragora autumnalis u di dritti Pflanze syg d Atropa belladonna.[7][8][9][10][11]

Z Griecheland wärde d Frücht vo der “Mandragora” de Götti Aphrodite gweiht, die het drum der Byname Mandragoritis treit. Der Dioscurides u der Plinius hei dere Pflanze ou der Name Kirkaia-Circechruut gä u hei dadruus abgleitet, dass si es Liebesmittel sy.

Der Grischisch Philosoph u Naturforscher Theophrascht u der Plinius hei e Zeremoni beschribe, wo bi der Ärnti vo der “Mandragora” usgfüehrt worden isch. D Wurzle sy drümal mit em ne Schwärt umchreist worde. När het me se mit em Gsicht i weschtlecher richtig usgrabe. Derby hei ander im Chreis tanzet u d Liebeschraft besunge. Der Theophrascht het die das vorgehe als betrügerischi Fabel vo de Wurzlegraber bezeichnet.[12]

Di bildlechi Darstellig vo mene Ärnteverfahre, wo e agleinte Hund isch verwändet worde, fuesst uf em ne Bricht vom Flavius Josephus über d Ärnti vo der Wurzle “Baaras”.[13] Im Herbarius Pseudo Apuleius wo me im 4. Jahrhundert zämegstellt het, het am afang ds Kapitel zur Mandragora gfählt. Es isch aber relativ früech a dä Textkorbus aghänkt worde.[14] I däm Kapitel wird dä Ritus wo mit Hilf vom ne agleinte Hund d Mandragora Ärntet usfüerlech beschribe:

“Mandragora”-Ärnti mit agleintem Hund. Pseudo-Apuleius, MS Kassel 9. Jh.
„Die Wirkung der Mandragora. Man soll sie folgendermaßen sammeln, da ihre Wohltaten gewaltig sind. Wenn du zu ihr gelangst, erkennst du sie so: Des Nachts leuchtet ihr Haupt wie eine Lampe. Wenn du sie erblickst, schlage schnell mit Eisen einen Kreis um sie, damit sie dir nicht entflieht. Derartig groß ist ihre Macht, dass sie, wenn ein unreiner Mensch zu ihr kommt, schnell von ihm flieht. Daher schlage schnell einen Kreis mit Eisen um sie und ziehe um sie herum einen Graben, ohne sie mit dem Eisen zu berühren, und ganz sorgsam entferne mit einem elfenbeinernen Stab vor ihr die Erde, und wenn du die Füße und die Hände der Mandragora selbst erblickst, dann schließlich fessele die Pflanze mit einem neuen Bindfaden. Und nachdem du sie gebunden hast, binde auch einem Hund den Bindfaden um den Hals. Vorher machst du den Hund hungrig und sein Futter soll entfernt von ihm hingestellt werden, damit er, zerrend, die Pflanze ausreißen kann; wenn du den Hund aber nicht vernichten willst, da die Göttlichkeit der Pflanze so groß sein soll, dass sie denjenigen, der sie ausreißt, in demselben Moment vernichtet, daher, wenn du also, wie oben gesagt, den Hund nicht vernichten willst, so mache es wie die Händler …“[15][16]

Im 1. Jahrhundert mache der Dioscurides u der Plinius e glychluutendi Agab zu der medizinische Verwändig vo der “Mandragora”. Der Saft us de Wurzle, vor allem us der Wurzelrinde, söll e stercheri würkig ha, als der Saft us de Frücht. D Bletter, wo in ere Salzlake konserviert wärde, hei zur üsserleche Awändig dient:

  • D Wurzle mit Rosenöl u Wy verquetscht würkt als Ougenarznei gäge Tränefluss u Ougeweh.
  • Der Saft bewürkt Erbräche u trybt so Phlegma u Melancholie us.
  • Är macht schläfrig, töt we me ne im Übermass ynimmt.
  • Der alkoholischi Uszug us der Wurzelrinde macht schmärzunempfindlech.
Är ermüglecht, ds schmärzfreie gschnitten u brönnt wird.
  • Der Saft als Zäpfli ygno regt d Monetsbluetig a u trybt der Embryo us.
  • D Bletter heile als Umschlag Entzündige, Abszässen u Huutveränderige.

Mittelalter u Neuzyt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im arabischen u latinische Mittelalter sowy i der früeche Neuzyt schöpfe di Medizinische Autore us de Antike u de Spätantike Quelle, bsunders us de Wärch vom Dioscurides u em Plinius. Ei Usnahm bildet d Hildegard vo Binge, wo i ihrer Physica usschliesslech über die mit der Alrounewurzle verbundenen Heilrite gschribe het. Der französisch Chirurg Guy de Chauliac het di bedöibendi u schmärzlinderndi Würkig vo der Alroune beschribe.

Arabisches Mittelalter:

Latinisches Mittelalter:

Im 12. Jahrhundert het d Hildegard vo Bingen i ihri Physica der Alroune es ganzes Kapitel gwittmet. Si het vermuetet das der Tüüfel i de unbehandlete Pflanze wohnt. We die 24 Stund i Quellwasser (queckborn) ygleit wird, de wird si vom Böse greiniget, ersch denn cha si für Heilrite ygsetzt wärde. Bi gueter Heilawändig söll d Pflanze gäge sexuelli Begehrlechkeite würke, di wyblechi Pflanze bi Manne, di männlechi Pflanze bi Froue. Gäge Erchrankige vo einzelne Körperteili löll der Verzehr vo der entsprächende Teili vo der Alrounewurzle hälfe wo vorhär im Quellwasser isch greiniget worde. Gäge Schwärmuet het me dergäge e Wurzle mit i ds Bett gno. Wäret der Erwärmig vo der Wurzle het me es bestimmts Gebät bättet. I däm Fall hei ou Buechenüssli d Alroune ersetzt.[21]
Under Bezugnahm uf e Theoderich vo Lucca beschrybt der Guy d Fertigung u der Gebruuch vom ne Schlafschwumm: E Schwumm isch mit ere Lösig us Opium u em Saft vo schwarze Nachtschatte, Schwarzem Bilsechruut, Alroune, Efeu, Schierling u Gift-Lattlech tränkt u aschliessend tröchnet u glageret worde. Vor der Operation isch der Schwumm agfüechtet worde u het ne em Patiänt zur Betöibig under d Nase gha.[26] A syni Chiruria Magna het der Guy e Lischte vo de hüfigschte Chirurgisch verwändete Droge aghänkt. Zur der Mandragora het är folgendes bemerkt: “Mandragora. Es Chruut chalt u troche im dritte Grad mit Betöibig.”[27][28]
  • Meinzer Chrüüterbüechlikunabel.
Herbarius Moguntinus, Meinz 1484, Cap. 94[29]
Gart vo der Gsundheit, Meinz 1485, Kapitel 257: Mandragora alrun Man, Kapitel 258: Mandragora alrun Fraw[30]
Hortus sinitatis, Meinz 1491 Kapitel 276: Mandragora vir, Kapitel 277: Mandragora femine[31]

Neuzyt:

Leonhart Fuchs, New Chrüüterbuech, Basel 153, Cap. 201:
„… Die Alraun wechßt gern in wälden vnnd ſchattechten orten. Man pflanzt ſie auch in gärten. …“[33]
Hieronymus Bock, Chrüterbuech, Strassburg 1546, Teil II, Cap. 126:
„ … Jetzgemelte Mandragora ist mir noch nit zů ſehen worden / darumb ich nit weiter daruon ſchreiben kan. …“[34]
Pietro Andrea Mattioli u Joachim Camerarius der Jünger Chrüterbuech. Johan Feyerabend Franckfurt am Mayn 1586, Blatt 379r-380r:
„… Dioscorides meldet ſeiner zwey geſchlecht / das Männle vnd Weible / wachſen an viel orten deß Welſchenlands / vnd inſonderheit in Apulia auff dem Berg Gargano, dannen bringt man die öpffel / vnd die Rinden von der Wurtzlen / in vnsere Apotecken. Man zilet ſie auch in etlichen Gärten zum Spectackel / dann ich hab zu Neapel / Rom / vnd Venedig beyde Alraun in Gärten vnd Scherben für den Fenstern geſehen. …“[35][36]
  • Albrecht vo Haller: (Herusgäber) Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apoteckerkunst eigen sind deutlich und vollständig erkläret [...]. 1755:
„... Es iſt das ganze Gewächs hauptſächlich wegen der Wurzel bekannt, von welcher man mehr abergläubiſches ſagt, und ſchreibet, als ſie wahrhaftig gutes an sich hat. … Die Rinde hat durchaus etwas betäubendes, welches offenbar der ganz widerwärtige und beſondere Geruch anzeiget; man brauchte hauptſächlich die Rinde der Wurzel … man bedienet ſich aber derſelben heut zu Tag faſt gar nimmer, und hält ſie für verdächtig, wenigstens zu innerlichem Gebrauch …“[37]
  • Em Ouguscht Fridrich Hecker syni practische Arzneimittellehr. Revidiert u mit de neuste Entdeckige berychere vo me ne practischen Arzt. 1814:
„… Man kann sie leicht entbehren, da es uns an ähnlichen Mitteln gegen Gicht, Scirrhus, Epilepsie, Hysterie, Kolik etc. nicht fehlt.“[38]

Fablen u Rite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Es git mängi Sag wo seit, das me i jedem Fall es Bündnis mit em Tüüfel ygeit, we me e Alroune het oder wott bruuche. Em ne Tote e Alroune bsässe het, muess me Brot u Gäld i ds Grab lege. (Meyer 1884, 64) Ou ds Verschänke vor em Tod löst ds Problem nur bedingt, wil ds Gschänk lat sech nid wyter verschänke, sonder chunnt immer wider zum erschte Bsitzer zrügg. (Manz 1916, 99). Der Alroune isch nid nur als Wurzle gedänkt worde, sondern ou als Chrot (vgl. Vernaleken 1859, 260) oder als undefinierts Wässe mit rollende Ouge, was der Symptomatik vonere Alroune Vergiftig schynt nachen epfunde ds sy (Rauchholz 1856, II, 43).

Ab em 16./17. Jahrhundert fundt me zahlrychi Legände u Fablene rundum d Alroune. Si ghört zu de begehrtischte pflanzleche Talismane u söll als Amulett gäge böse Zouber u bi Verwundig aller Art hälfe. Mit gfälschte, us em Orient ygfüehrte Alrounewurzle, der Wurzle vo der Zuunrüebli, der Bluetwurzle (Tormentille), der Wägerich oder em Knabechruut (oft mit de Schnitzmässer nachebearbeitet) het’s e rege Handel gä. Der Bärchtold-Stäubli isch dervo usgange, dass fascht jedi Europäischi Alroune Pflanze wo verchouft isch worde nid ächt isch gsi. (HWbDA 1,316). Ou nid-psychedelisch würkendi Pflanze, wi ds Knabechruut u d Schwärtlilie sy wär ihrer ändleche Wurzle sehr gfragt gsi.

Di Abeländischi Alroune isch, im Gägesatz zu ihrem orientalische Original, bechleidet. Zudäm darf agno wärde. dass je nach Ufwand vo de Schnizereie, wo die Alroune vüre bracht het, e Wyterverarbeitig zuenähment unwahrschinlecher worden isch. Unklar blybt ou, öp sech bi der zuenähmende Bechleidig vo de Figure scho chilchleche Yfluss gha hei u wi sech d Tradizion, (we si vorhanden isch gsi), der Liebestrank-Charakter wägznäh, mit der zuenähmende Vergschlächtlichung vo der Wurzle verybare lat. Das het ou derzue gfüehrt, dass me di männlechi vo wybleche Alroune chuum no het chönne underscheide. D Alroune-Chrämer hei somit zu Rächt zu de Goukler zelt. Öp die no eher em Magischeaspäkt oder scho de falschen Alroune z verschulde isch, muess äbefalls offe blybe (vgl. HWbDA 1,319). I de Häxeprozässe het me uf jedefall der erschti Aspäkt i Vordergrund gstellt u het’s gäge di entsprächendi Chrütterkund usgleit. I mene Häxeprozäss z Rotteburg (Württebärg) vo 1650, wo der Bärchtold-Stäubli erwähnt, (HWbDA 1.318 ach Birlinger 1874, I 162), het e Aklagte zuegä, das är i der Nacht i mene Wald i nes Gschirr maschturbiert heig u das vergrabe het, damit da druus e Glücksbringer entschteit wo für Rychtum söll sorge).

Lut Sagebildig söll i gwüssne Gägende der Alroun ds Gäld dür ds Chemi bringe (vgl. Strackerjan im HWbDA 1, 320), u när söll är mängisch ds Huus uf em glyche wär wider verla. Oder der Alroun verdopplet e Münze wo me zuenihm gleit het (ebd.). Äbefalls het me di aphrodisierischi Funktion erwähnt. Über d Geburtshilf für Schwangeri (bgl. Leithaeuser, Bärgischi Pflanzenäme, 1912, 6, nach em HWbDA 1, 320) findt me d Alroune de ou allgemein als Heilmittel. (vgl. ou Grimm, Sage, 75).

Anno 1820 het me uf em Lynebärb z Göttinge agäblech e “Alruneken” mit Hilf vo mene schwarze Hund us der Ärde gholt. I däm Fall het der Hund das überläbt, was aber nid wyter für Verwunderig gsorg het (HWbDA 1, 319). Als hervorragendi Ärndeplätz hei nume Plätz under dreigipflige Hasle oder settigne gulte wo sech unterere Mischtle befunde hei (ebd.).

Anno 1890 het me z Oschtpreusse so genannti Glückswurzle abotte. Das sy gälbe Schwärtlilie (Iris pseudacorus) gsi u hei Rychtum u Chindersäge versproche (HWbDA 1, 318). Doch näbe dene beide Aspäkte, dere e dunkli Ahnig vo der Vermehrig zu Grund lyt, het me zuenähment diffus jedes Glück mit der Alroune verchnüpft. Am Afang vom 20. Jahrhundert het, nach ere information vom Bärchtold-Stäubli (HEbDA 1, 318) ds Berliner Choufhuus Wertheim sogenannti Glücksalroune verchouft. 2,25 Mark hei die denn koschtet. Da derby het sechs um es Stück vom Allermaasharnisch u vo der Sygeswurz ghandlet, wo in ne Ahänger isch ygfüegt worde, um jedi positivi Veränderig, wi Gsundheit, als ou Glück u Rychtum u nid zletscht ou d Liebi von ere abättete Person zerreiche. So isch es im bygfüegte Zettel gstanne.

Ou d Boland-Schwöschtere hei d Alroune no kennt. Me darf se nid mir de Bryonia verwächslet wärde. Si hei ne als Talisman mit aphrodisierender Würkig bruucht. Si hei vor der narkotische Würkig bi nere Überdosis gwahrnt.

Würkigsgschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Der Hans Sachs het scho gfälschti Aroune kennt (Wärch 9, hg. v. A. Keller, 16) u der Niccolò Machiavelli het mit Mandragola 1518 e bösi Korruptionssatire gschribe. Der Grimmelshausen het ds “Galgemännli” kennt. Der Shakespeare het d mandrake kennt, är lat d Julia nämlech di folgende Wort säge:

“Alack, alack, is it not like that I, So early waking, what with loathsome smells, And shrieks like mandrakes’ torn out of the earth, That living mortals, hearing them, run mad--”[39]


Ebefalls findet sech im Heinrich IV d Wurzle:

„Thou whoreson mandrake.“[40]

u im Antonius u Ckeopatra, we d Cleopatra zu der Dinere Charmion redt:

„Charmion…
Eu’r Hoheit?
Ach!
Gib mir Mandragora zu trinken!
Wie?
Dass ich die Kluft der Zeit durchschlafe,
Wo mein Antonius fort ist!.“[41]

Zletscht het ou der Jagos im Othello d Mandragora kennt, wenn är seit:

„[…] Der Mohr ist schon im Kampf mit meinem Gift: -
Gefährliche Gedanken sind gleich Giften,
Die man zuerst kaum wahrnimmt am Geschmack,
Allein nach kurzer Wirkung auf das Blut
Gleich Schwefelminen glühn. Ich sagt’ es wohl! -
Da kommt er. Mohnsaft nicht, noch Mandragora,
Noch alle Schlummerkräfte der Natur,
Verhelfen je dir zu dem süßen Schlaf,
Den du noch gestern hattest.“[42]

I der Erzählig Der Runenberg (1804) vom Ludwig Tieck markiert ds Zieh von ere Alrounewurzle der Übergang zum Wahnsinn. D Gebrüeder Grimm überlifere ds Märli Der Riis u der Schnyder, i däm heisst’s:

„Der Kerl kann mehr als Äpfel braten, der hat einen Alraun im Leib. Sei auf der Hut, alter Hans, das ist kein Diener für dich.“

Im Der keine Sackpfeifer (us de Irische Elfemärli, übersetzt vom Wilhelm Grimm) nennt der Erzähler es Chind vo blödsinn macht, wo später zu de Elfe geit, e Alroun. U bim Goethe findet sech ds Erschuune übere Abergloube vom Mephistos:

„Da stehen sie umher und staunen
Vertrauen nicht dem hohen Fund,
Der eine faselt von Alraunen,
Der andre von dem schwarzen Hund.“[43]

Denn het der Ludwig Achim vo Arnim (Isabella) u Fouqué 1827 (Mondragora. E Novälle) über d Alroun gschribe. Dür Das Galgenmännchen vom Fouqué het sech die Bezeichnig näb em Wort Alroun etabliert. U der Heine seit in ere vo syre Dichtig:

„Die klügsten Waldgeister sind die Alräunchen,
Langbärtige Männlein mit kurzen Beinchen,
Ein fingerlanges Greisengeschlecht,
Woher sie stammen, man weiß es nicht recht.“

U an ere andere Stell heisst’s:

„Wo sind die Alräunchen? Ich glaube, sie halten
Sich ängstlich verborgen in Felsenspalten.
Ihr kleinen Freunde, ich komme zurück,
Doch ohne Kranz und ohne Glück.“

Der Andrew Lang beschribt 1893 en Alroune-Schrei:

“He who desires to possess a mandrake must stop his ears with wax so that he may not hear the deadly yells which the plant utters as it is being dragged from the earth. Then before sunrise on a Friday, the amateur goes out with a dog ›all black‹, makes three crosses 'round the mandrake, loosens the soil around the root, ties the root to the dog’s tail and offers the beast a bit of bread. The dog runs at the bread, drags out the mandrake root and falls dead, killed by the horrible yell of the plant.”[44]

Der Klabund het i der Borgia d Alroune bruucht, für der Aberglouben u d Falschheit vom Chrischtetum an ere exponierte Stell sichtbar z mache:

„Der Papst hatte schon Zuflucht zur Mandragora, zum Liebestrank, genommen, den ein Leibarzt aus seiner von einem schwarzen Hund bei Vollmondschein aus der Erde gezogenen Alraunwurzel gewonnen hatte. Aber der Trank hatte bisher nicht gewirkt. […] In einer Vollmondnacht ohne Alraunwurzel und schwarzen Hund ergab sich Julia, die Junge, Alexander, dem Alten. […] Alexander Borgia ließ Giulia Farnese als lebendige Heilige in feierlicher Prozession im Reliquienkasten einhertragen.“

Bim James Joyce findt me 1925 ds Wurzlenextrakt:

“THERE’s a coughmixture scopolamine
And its equal has never been seen
’T would make staid Tutankamen
Laugh and leap like a salmon
And hid mummy hop Skotch on the green.”

was der Hans Wollschläger wi folgt überserzt het:

„S GIBT ’nen Hustensaft Scopolamin,
Da steckt wirklich Musieke drin:
Sogar Tut-ench-amen
Wär’ rasch beisammen
Göß ihm hinter die Binde man ihn.“[45]

Der Bärchtold-Stäubli het der Roman Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens (1911) vom Hanns Heinz Ewers erwähnt (HDA 1, 321). Nach em Stummfilm Alraune, die Henkerstochter, genannt die rote Hanne, wo der Eugen Illés 1918 drähit het, het der Henrik Galeen im Film Alraune mit der Brigitte Helm der glych Stoff verarbeitet. Es geit um ds Ergäbnis von ere künschtleche Befruchrig von ere Proschtituierte mit Same vo eim wo am Galgen isch higrichtet worde verarbeitet 1928. 1930 het der Richard Oswald ds Buch Alraune erneut verfilmt äbefalls mit der Brigitte Helm. In ere Inszenierig vom Arthur Maria Rabenalt het 1952 im Alraune d Hildegard Knef di besagti Tochter gspilt. Da dra het sech es Musical mit em Namen Alraune gschlosse, nach der Novälle vom Dietmar Ludwig. Der Gitarrischt Ritchie Blackmore het em ne planet Musigprojekt der Name Mandrake Root gä, bevor är 1968 Deep Purple gründet het. Uf em Debüalbum vo der Band, Shades of Deep Purple, findet sech ds Lied mir em Titel, wo uf di Psychoakrivi Würkig vo der Alrounewurzle apsilt u bi früechere Konzärt i teile über 20 Minute duurende Version mit usdendem Soli darbote worden isch:

„I've got a mandrake root
It’s some thunder in my brain
I feed it to my babe
She thunders just the same“

Hütigi Populärkultur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Alroune erschynt i der glychnamige achtteilige Erotik-Comicseri vom Rochus Hahn. Der Name verwändet ou der US-Comic Mandrake, der Zauberer (nach em änglische Wort für d Alroune). Ou d Joanne K. Rowling bruucht das Motiv (Lueg Begriffe vo de Herry-Potter-Romane), schrybt aber der Wurzlen e rückverwandelndi Würkig zue.[46] Äbefalls chunnt d Alroune im Spilfilm Pans Labyrinth us em Jahr 2006 u im Horrorfilm Alraune – Die Wurzel des Grauens us em Jahr 2010 vor. Wyter isch bekannt das di dütschi Metalband Edguy im Jahr 2001 es Album use gä het mit em Name Mendrake wider nach em änglische Wort für d Alroune, äbeso di (mittlerwyle als “Mandriva” firmierdi) Linux-Distribution Mandrake Linux.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Italo Michele Battafarano: Mandragora – Alraun – Galgen-Männlin. Grimmelshausens Auseinandersetzung mit dem Aberglauben. In: Jb. f. Volkskunde. Neue Folge 7, 1984, S. 179–194.
  • Dieter Beckmann, Barbara Beckmann: Alraun, Beifuß und andere Hexenkräuter: Alltagswissen vergangener Zeiten. Frankfurt am Main/ New York 1990.
  • Anton Birlinger: Aus Schwaben. Sagen, Legenden, Aberglauben. Neue Sammlung. 2 Bände. Wiesbaden 1874
  • Robert Cermak: Der magische Roman. Diss., Wien 1950
  • Jochen Gartz: Halluzinogene in historischen Schriften. Eine Anthologie von 1913–1968. Nachtschatten-Verlag, Solothurn 1999
  • Rolf Giebelmann u. a.: Kulturgeschichtliches zur Alraune. In: Toxichem + Krimtech. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie, 69 2002, S. 73–76, gtfch.org (PDF)
  • H. Harms: Anregungen und Antworten. Zum Aufsatze von Prof. Dr. Killermann über Alraun (Mandragora) in Nr. 11. In: Naturwissenschaftliche Wochenschrift. Neue Folge 16, 1917, S. 351 f.
  • Walter Hävernick: Wunderwurzeln, Alraunen und Hausgeister im deutschen Volksglauben. In: Beiträge z. dt. Volks- und Altertumskunde, 10, 1966, S. 17–34
  • Vera Hambel: Die alte Heydnische Abgöttische Fabel von der Alraun. Verwendung und Bedeutung der Alraune in Geschichte und Gegenwart. Dipl.-Arb., Passau 2002
  • Heidi Heres: Zuflucht zum Glauben – Flucht in den Aberglauben (= Kulturgeschichte des Dachauer Landes 8). Dachau 1997
  • Juljan Jaworski: Die Mandragora im südrussischen Volksglauben. In: Zschr. f. österr. Volkskunde. 2, 1896, S. 353–361.
  • S. Killermann: Der Alraun (Mandragora). Eine natur- und kulturhistorische Studie. In: Naturwissenschaftliche Wochenschrift, NF 16, 1917, S. 137–144
  • Friedrich S. Krauss: Ein Altwiener Alraunmännchen. In: Anthropophyteia, 10, 1913, S. 29–33
  • Richard Kühnau: Breslauer Sagen. 2 Bände. Breslau 1926
  • Immanuel Löw: Die Flora der Juden. 4 Bände. 1924–1934
  • Alois Lütolf: Sagen, Bräuche, Legenden in den fünf Orten Lucern, Uri, Schwiz, Unterwalden und Zug. Lucern 1862
  • Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Band II. Olms, Hildesheim / New York 1976, ISBN 3-487-05891-X, S. 1835–1840 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1938) (online)
  • Werner Manz: Volksbrauch und Volksglaube des Sarganserlandes (= Schriften der Schweizer Gesell. f. Volkskunde. 12). Basel / Straßburg 1916.
  • Heinrich Marzell: Alraun. In: Hanns Bächtold-Stäubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. 10 Bände. Berlin/Leipzig 1927–1942; 3., unveränderte Auflage. Berlin/ New York 2000 – abgek. als HWbDA – Band I, Berlin/ Leipzig 1927, S. 312–324.
  • Ernst Mechler. Mandragora. In: Rudolf Hänsel, K. Keller, H. Rimpler und G. Schneider (Hrsg.) Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 5. Auflage, Springer, Band 5 Drogen E-O Berlin etc. 1993 ISBN 3-540-52638-2, S. 762–767
  • Carl Meyer: Der Aberglaube des Mittelalters und der nächstfolgenden Jahrhunderte. Basel 1884
  • Jürgen Müller: Pharmaca diabolica und Pocula amatoria. Zur Kulturgeschichte der Solanaceen-Alkaloide Atropin und Skopolamin. In: Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 17, 1998, S. 361–373, insbesondere S. 366.
  • Claudia Müller-Ebeling: Die Alraune in der Bibel. In: Alfred Schlosser 1912, Nachdr. 1987, S. 141–149
  • Christian Rätsch: Die Alraune heute. In: Adolf Taylor Starck 1917, Nachdr. 1997, S. 87–103
  • E. L. Rauchholz: Schweizersagen aus dem Aargau. 2 Bände. Aargau 1856
  • Alfred Schlosser: Die Sage vom Galgenmännlein im Volksglauben und in der Literatur. Diss., Münster 1912 (Nachdr. Express, Berlin 1987)
  • Peter Schmersahl: Alraune – Heilpflanze und sagenhafte Zauberpflanze. In: Deutsche Apotheker Zeitung, 147, 2007, S. 3666–3670
  • Wolfgang Schmidbauer: Die Magische Mandragora. In: Antaios, 10, 1969, S. 274–286
  • E. Scholz: Alraunenfrüchte – ein biblisches Aphrodisiakum. In: Zschr. f. Phytotherapie. Band 16, 1995, S. 109 f.
  • Adolf Taylor Starck: Der Alraun, ein Beitrag zur Pflanzensagenkunde. Diss. (1916), Baltimore MD 1917 (Nachdr. Berlin (Express) 1997)
  • Charles J.S. Thompson: The Mystic Mandrake. Rider, London 1934
  • Theodor Vernaleken: Mythen und Bräuche des Volkes in Österreich. Wien 1859
  • Gerlinde Volland, Mandragora – Ikonographie einer anthropomorphen Zauberpflanze. In: Jahrbuch für Ethnomedizin und Bewußtseinsforschung, 6, 1997, S. 11–38
  • [Dr.] Vollmer’s Wörterbuch der Mythologie aller Völker; neu bearb. v. W. Binder. 3. Auflage. Hoffmann’sche, Stuttgart 1874, vollmer-mythologie.de
  • Michael Zohary: Pflanzen der Bibel. Calwer, Stuttgart 1995, ISBN 3-7668-3397-9

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Gemeini Alroune – Sammlig vo Multimediadateie

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Abschnitt Alrun im Schwyzerdütsche Idiotikum. Uf digital.idiotikon.ch
  2. Elias von Steinmeyer: Die Althochdeutsche Glossen. Band III. Sachlich geordnete Glossare. Weidmannsche Buchhandlung. Berlin 1895, Syte 51, 100, 197, 338, 387.
  3. Franz Köcher: Die babylonische und assyrische Medizin in Texten und Untersuchungen. 6 Bände. Berlin 1963-1980, BAM 574:I 1-3.
  4. Martha Haussperger; Gab es vor Hippokrates bereits eine empirische Medizin in Vorderasien? In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 17, 1998, Syte 113-128. hier: Syte 121 f.
  5. Erika Feucht: Alraune. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band I, Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, Sp. 144-145
  6. Wolf-Dieter Müller-Jahncke: Alraun(e). In: Werner E. Gerabek. Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter: Berlin/Nöi York 2005, ISBN 3-11-015714-4 Syte 42.
  7. Julius Berendes. Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 Büchern. Enke, Stuttgart 1902, Buch IV, Cap. 76 (Syte 408-11) (Digitalisat)
  8. Plinus, 1. Jh., Naturalis historia, Buch XXV, § 147-150 (Kapitel XCIV) (Digitalisat Latinisch); (Digitalisat Dütsch) Ausgabe Külb 1840-1864
  9. Galen. 2. Jh., De simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus. lib. VII, Cap. XII/4 (nach Kühn 1826, Bd. XII, Syte 67) (Digitalisat)
  10. Hieronymus Bock, Kräuterbuch, Strassburg 1546, Teil II, Cap. 126 (Digitalisat)
  11. Brigitte Hoppe. Das Kräuterbuch des Hieronymus Bock. Wissenschaftshistorische Untersuchung. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Pflanzen des Werkes, der literarischen Quellen der Heilanzeigen und der Anwendungen der Pflanzen. Hiersemann, Stuttgart 1969, Syte 327-28
  12. Kurt Sprengel. Theophrast’s Naturgeschite der Gewächse. Friedrich Hammerich, Altona 1822, Teil I Übersetzung. Buch VI. Kapitel 2.9 (Digitalisat); Buch IX, Kapitel 8.8 (Digitalisat); Buch IX, Kapitel 9.1 (Digitalisat)
  13. Philipp Kohout, Flavius Josephus‘ Jüdischen Krieg. Quirin Haslinger, Linz 1901, Syte 501 (Buch VII, Kapitel 6.3) (Digitalisat)
  14. Ernst Howald u Henry E. Sigerist. Antonii Musae De herba vettonica, Liber Pseudo-Apulei herbarius, Anonymi De taxone liber, Sexti Placiti Liber medicinae ex animalibus., Teubner, Leipzig 1927 (= Corpus medicorum latinorum, Bd. IV), Syte XVIII (Digitalisat)
  15. Übersetzung des Textes nach: Heide Grape-Albers. Spätantike Bilder aus der Welt des Arztes. Medizinische Bilderhandschriften der Spätantike und ihre mittelalterliche Überlieferung. G. Pressler, Wiesbaden 1977, Syte 51
  16. Oswald Cockayne. Leechdoms Wortcunning, and Starcraft of Early England … 1864. Darin London, British Library, MS Cotton Vitellius C. iii (11. Jh.) als Leithandschrift. (Digitalisat)
  17. Avicenna, Kanon der Medizin. Überarbeitung durch Andrea Alpago (1450-1521). Basel 1556, Syte 249 (Digitalisat)
  18. Circa instans. Druck. Venedig 1497, Blatt 202v (Digitalisat)
  19. Pseudo-Serapion. Druck. Venedig 1497, Blatt 147v-148r (Digitalisat)
  20. Ibn al Baitar. Kitāb al-jāmi‘ Ii-mufradāt al-adwiya wa al-aghdhiyaGrosse Zusammenstellung über die Kräfte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Übersetzung. Joseph Sontheimer unter dem Titel Grosse Zusammenstellung über die Kräfte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Hallberger, Stuttgart, Band II 1842, Syte 592-95 (Digitalisat)
  21. Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton Reuss (1810-1868). Physica I / 56. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Migne, Paris 1855. Sp. 1151. Nach der Handschrift Paris. Liber beate Hildegardis subtilitatum diversarum naturarum creaturarum et sic de aliis quam multis bonis. Paris. Bibliothèque Nationale. Codex 6952 f., 156-232. Vollständige Handschrift. 15. Jh. (1425–1450) (Digitalisat)
  22. Carl Jessen und Ernst Heinrich Meyer. Alberti Magni ex Ordine Praedicatorum. De vegetabilibus libri VII. historiae naturalis pars XVIII. Reimer, Berlin 1867, Syte 535–36 (Digitalisat)
  23. Cpg 226, Elsass, 1459-69, Blatt 201r (Digitalisat) Algaricia heisst alrūn. Die ist heiss an dem ersten grade vnd drucken an dem andern. Vnd ist zweyer hande. Die ein ist der man die ander heisst das wip. Dess wibess name ist besser. Alrūn gestossen vnd genutzet ist gut wider vergifft. Sie ist auch gut genuczt wider die leber sucht. Sie ist gut genuczt zu der lenden sucht. Sie hilfft auch der lungen sucht. Sie mynnert auch die geswollen milcz. [Fehlt in Cpg 226: Si ist gůt genutzet wider di sucht unde hilfet wider daz vallende. Si vurdirt di wip an ir suche.] Alrün ist zu allen zyten gut genüczet.
  24. Bernhard Schnell und William Crossgrove. Der deutsche Macer. Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus „De virtutes herbarum“. Kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003, Syte 476 haben als Quelle für das Algaricia-Kapitel im Deutschen Macer das 2 Kapitel („Agaricus“) der „Spuria Macri“ eruiert.
  25. Ausgabe. Franz Pfeiffer. Konrad von Megenberg. Buch der Natur. Aue Stuttgart 1861. Syte 406 (Digitalisat)
  26. Edouard Nicaise. La Grande Chirurgie de Guy de Chauliac. Composée en l’an 1363. Felix Alcan, Paris 1890, Syte 436 (Digitalisat)
  27. Edouard Nicaise. La Grande Chirurgie de Guy de Chauliac. Coposée en l’an 1363. Felix Alcan, Paris 1890, Syte 650 (Digitalisat)
  28. Hieronymus Brunschwig, Buch der Chirurgie, Strassburg 1497, Blatt 127r: Mandragora alrun krut kalt vud drucken im andern vnd macht fücht aber die rind der wůrtzlen macht schlaffen vnd benimpt die sin vnd entpfindung (Digitalisat)
  29. Herbarius Moguntinus Mainz 1484, Cap. 94 (Digitalisat)
  30. Gart der Gesundheit, Mainz 1485, Kapitel 257-58 (Digitalisat)
  31. Hortus sanitatis, Mainz 1491, Kapitel 276-77 (Digitalisat)
  32. Hieronymus Brunschwig, Kleines Destillierbuch, Strassburg 1500, Blatt 19v-20r (Digitalisat)
  33. Leonhart Fuchs, Kräuterbuch, Basel 1543, Cap. 201: (Digitalisat)
  34. Hieronymus Bock, Kräuterbuch, Strassburg 1546, Teil II, Cap. 126: (Digitalisat)
  35. P. A Mattioli und J. Camerarius d. J. Kräuterbuch. Johan Feyerabend, Franckfurt am Mayn 1586, Blatt 379r-380r (Digitalisat)
  36. In der 1. Ausgabe Venedig 1554, Syte 478: „… Mandragorae utrunque genus frequens nascitur in compluribus Italiae locis, praesertim in Apulia Gargano monte, unde radicum cortices, & poma herbarii quotannis ad nos conuehunt. Habentur & in uiridariis spectaculi gratia. Etenim Neapoli, Romae, & Venetijs utraque Mandragoram in hortis & uasis fictilibus sat am uidimus. …“ (Digitalisat)
  37. Albrecht von Haller (Herausgeber). Onomtologia medica completa oder Medicinisches Lexicon […]. Gaumische Handlung, Ulm/ Frankfurt am Main/ Leipzig 1755, Spalte 952-53 (Digitalisat)
  38. August Friedrich Hecker’s practische Arzneimittellehre. Revidiert und mit neuesten Entdeckungen beteichert von einem practischen Arzte. Camesius, Wien 1814, Band I, Syte 508 (Digitalisat)
  39. Shakespeare, Romeo and Juliet 4,3,45-48
  40. Shakespeare, Henry IV, 2, 1.2
  41. Shakespeare, Antonius und Cleopatra, 1, 5
  42. Shakespeare, Othello, 3, 3
  43. Goethe, Faust II; v4977-4980; (=MA 18.1, 116)
  44. Andrew Lang, Custom and Practice
  45. James Joyce, Kammermusik; Frankfurt a. M. 1982, 110
  46. Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens. S. 96 f.
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