Die Nöiji Linggi

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dr Herbert Marcuse wird as dr «Vater vo dr Nöje Lingge» aagluegt.

Nöji Linggi isch e Sammelbegriff für verschiideni Persone, Grubbe, politischi Beweegige, Bardeie und Bardeiflügel vor allem in Westöiropa und Nordamerika, wo sit dr Middi vo de 1960er Joor alli mööglige sozialistischi, anarchistischi und anderi politisch linggi Konzept mit eme revolutionäre Aaspruch verdräte häi. Iiri Schwerpünkt si mäistens uf emanzipatorisch-sozialistische und internationalistische Ideal gsi.

Die Nöiji Linggi gränzt sich bi allen Underschiid zwüschen iire Aahänger vo klassische lingge Bardeie ab, sige si vo dr etablierte Sozialdemokratii oder vom Marxismus-Leninismus, wo bis 1990 in de realsozialistische Länder in Ostöiropa an dr Macht gsi isch.

Däil vo dr Nöije Lingge stütze sich aber au uf elteri Theorie und Konzept, wo zum Däil us dr vorstalinistische kommunistische Zit stamme und in dr erste Helfti vom 20. Joorhundert e Rolle gspiilt häi und vo de Staliniste underdruckt worde si. Zu dene ghööre s Konzept von dr sozialistische Röötdemokratii vo dr Rosa Luxemburg oder dr Trotzkismus, wo uf de Ideä vom Leo Trotzki basiert.

Grubbe vo dr dogmatische nöije („orthodoxe“) Lingge, drunder die mäiste dütsche K-Gruppe, luege d Entwigglig vo dr Sowjetunion noch 1956 kritisch aa und leene d Entstalinisierig, wo under em Chruschtschow aagfange het, as rewisionistisch ab. Si bezien sich mäistens uf e Maoismus, aber au uf e Stalinismus oder verwandti Konzept.

In de spoote 1960er Joor häi d Filosofie vo dr Frankfurter Schuel vom Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas und vom Ernst Bloch mit dr kritische Theorii und dr französisch Existentialismus vom Jean-Paul Sartre und André Gorz e wichdige Iifluss uf die Nöiji Linggi ghaa. Verdräter vom Operaismus wie dr italiänisch Ethiker und politischi Filosof Antonio Negri und spööter dr John Holloway häi uf die Nöiji Linggi gwirkt und häi Iifluss uf d Globalisierigskritiker bis in d Gegewart.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Uwe Backes, Eckhard Jesse: Neue Linke und Neue Rechte. Ein Vergleich. In: Ders. (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 5. Jahrgang (1993), Bouvier, Bonn 1993, ISBN 3-416-02483-4, S. 7–28.
  • Nanni Balestrini, Primo Moroni: Die goldene Horde : Arbeiterautonomie, Jugendrevolte und bewaffneter Kampf in Italien, 2. Uflaag., Berlin : Verl. Assoziation A, 2002
  • Lin Chun: Wortgewitter : die britische Linke nach 1945, Hamburg : Rotbuch-Verl., 1996
  • Claudia Derichs: Japans neue Linke : soziale Bewegung und außerparlamentarische Opposition, 1957 - 1994, Hamburg : OAG, 1995
  • Van Gosse: Rethinking the New Left: An Interpretative History, Palgrave MacMillan 2005 - Geschichte der neuen Linken in den USA
  • Wolfgang Rudzio, Die Erosion der Abgrenzung. Zum Verhältnis zwischen der demokratischen Linken und Kommunisten in der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1988, ISBN 3-531-12045-X
  • Gottfried Oy: Spurensuche Neue Linke - Das Beispiel des Sozialistischen Büros und seiner Zeitschrift links. Sozialistische Zeitung (1969 bis 1997)}; rls-papers, Hrsg. Rosa-Luxemburg-Stiftung, Frankfurt am Main 2007 (online als PDF-Datei)
  • Hanning Voigts: Entkorkte Flaschenpost: Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno und der Streit um die Neue Linke. Lit Verlag, Berlin (u. a.) 2009.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]