Frankfurter Schule

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Dr Max Horkheimer (vorne linggs), Theodor W. Adorno (vorne rächts) und dr Jürgen Habermas (im Hindergrund rächts) im Joor 1964 z Häidelbärg.

As Frankfurter Schuel wird e Grubbe vo Filosoofe und Wüsseschaftler us verschiidene Diszipline bezäichnet, wo an d Theorie vom Hegel, Marx und Freud aaknüpft häi und wo s Zentrum von ene s Instidut für Sozialforschig gsi isch, wo 1924 z Frankfurt am Main ufdoo worde isch. Si wärde au as Verdräter vo dr Kritische Theorii aagluegt, wo dört begründet worde isch.

D Bezäichnig Kritischi Theorii goot uf e Ditel vom brogrammatische Ufsatz Traditionelle und kritische Theorie vom Max Horkheimer us em Joor 1937 zrugg. As Hauptwärk vo dr Schuel gältet s Buech Dialektik der Aufklärung, wo dr Horkheimer und dr Theodor W. Adorno 1944 bis 1947 gmäinsam verfasst häi und iim wäge sim esseyistische Charakter dr Underditel Philosophische Fragmente gee häi.

D Theorii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In dr Frankfurter Schuel si undogmatischi Marxiste und wärtkritischi Kapitalismuskritiker zämmechoo, wo s gstöört het, ass im orthodoxe Marxismus die mäiste Ideä vom Marx under e Deppig gwüscht wärde und d Bardeije nume no Paroole wurde widerhoole, wo iire Status wurde sterke. Dr Horkheimer und dr Adorno häi im Marx sini Ideä afo undersueche, wie guet mä sä chönn bruuche, zum soziali Verheltniss analüüsiere. Si häi sich au uf Aarbäite vo andere Wüsseschaftler gstützt wie dr Sozioloog Max Weber und dr Psüchoanalütiker Sigmund Freud.

Die kritischi Komponänte vo dr Theorii isch drvo choo, ass si d Gränze vom Positivismus, vom Dialäktische Materialismus und vo dr Fenomenologii häi welle uusegoo. D Frankfurter Schuel het für daas uf die kritischi Filosofii vom Kant und sine Noochfolger im dütsche Idealismus zrugggriffe. Bsundrigs im Hegel si dialäktischi Filosofii, wo bedoont het, ass Negazioon und Widerspruch inheränti Äigeschafte vo dr Realidäät sige, het e groossi Bedütig gha, au wil im Marx si Dänke e Witerfüerig vom Hegel sine Ideä gsi isch.

S Instidut het undersuecht öb d Menschhäit zum Bischbil dur razionaals Handle d Kontrolle über d Gsellschaft und d Gschicht chöönt bechoo. Für daas het si soziali Fenomeen undersuecht, wo im klassische Marxismus Däil vom Überbau oder vo dr Ideologii aagluegt wärde: Persöönligkäit, Familie, Autoridäätsstrukduure (dr Didel vo dr erste Publikazioon vom Instidut isch Studien über Autorität und Familie gsi) und d Beriich Esthetik und Massemedie. D Studie häi sich Sorge gmacht, wil si d ufdeggt häi, ass dr Kapitalismus d Vorussetzige für e kritischs, revoluzionärs Bewusstsi cha zerstööre.

D Ideologiikritik het sich uf d Mechanisme grichdet, wo aagwändet wärde, zum die soziali Herrschaft z festige und festgläit, ass d Ideologii äini vo de Grundlage vo soziale Struktuure isch.

S Instidut het en ussergwöönlige Iifluss uf d Sozialwüsseschaft (bsundrigs z Amerika) gha mit dr Schrift Die autoritäre Persönlichkeit. Din si mithilf vo soziologische und psüchoanalütische Kategorie empirischi Undersuechige gmacht worde, zum d Chreft z charakterisiere, wo Indiwidue drzue bringe, ass si faschistischi Beweegige oder Bardeije wurde understütze.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • John Abromeit: Max Horkheimer and the Foundations of the Frankfurt School. Cambridge University Press, Cambridge/GB 2011.
  • Clemens Albrecht, Günter C. Behrmann, Michael Bock, Harald Homann, Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule. Campus, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36214-7.
  • Michael Crone (Red.): Vertreter der Frankfurter Schule in den Hörfunkprogrammen 1950–1992. Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main 1992.
  • Alex Demirović: Der nonkonformistische Intellektuelle. Die Entwicklung der Kritischen Theorie zur Frankfurter Schule. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-29040-1.
  • Helmut Dubiel: Kritische Theorie der Gesellschaft. Eine einführende Rekonstruktion von den Anfängen im Horkheimer-Kreis bis Habermas. Juventa, Weinheim und Münche 2001, ISBN 3-7799-0386-5.
  • Stefan Gandler: Frankfurter Fragmente. Essays zur kritischen Theorie. Peter Lang, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-631-63400-4.
  • Martin Jay: Dialektische Phantasie. Die Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts für Sozialforschung 1923–1950. Fischer, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-10-037101-1.
  • Raffaele Laudani (Hrsg.): Secret Reports on Nazi Germany. The Frankfurt School Contribution to the War Effort mit Texten von Franz Neumann (Politikwissenschaftler)|Franz Neumann, Herbert Marcuse und Otto Kirchheimer; mit einem Vorwort von Raymond Geuss. Princeton University Press, Princeton, New Jersey, USA 2013, ISBN 978-0-691-13413-0.
    • dütschi Usgoob: Im Kampf gegen Nazideutschland. Die Berichte der Frankfurter Schule für den amerikanischen Geheimdienst 1943-1949, hrsg. v. Raffaele Laudani, Frankfurt: Campus Verlag 2016, ISBN 978-3-593-50345-5.
  • Thomas A. McCarthy: Ideale und Illusionen. Dekonstruktion und Rekonstruktion in der kritischen Theorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-58159-7.
  • Jeffrey T. Nealon, Caren Irr (Hrsg.): Rethinking the Frankfurt School. Alternative Legacies of Cultural Critique. State University of New York Press (SUNY), Albany 2002
  • Gunzel Schmid Noerr, Willem van Reijen (Hrsg.): Grand Hotel Abgrund. Eine Photobiographie der Frankfurter Schule. Junius, Hamburg 1988, ISBN 3-88506-165-1.
  • Gregor-Sönke Schneider: Keine Kritische Theorie ohne Leo Löwenthal. Die Zeitschrift für Sozialforschung (1932–1941/42). Philosophie in Geschichte und Gegenwart Bd. 5. Uusegee vom Alfred Schmidt und Michael Jeske. Mit einem Vorwort von Peter-Erwin Jansen. Peter Lang Verlag 2014, ISBN 978-3-631-64177-4
  • Göran Therborn: A Critique of the Frankfurt School. In: new left review. Heft 63. September-Oktober 1970, S. 65–96.
  • Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, Münche 2010, ISBN 978-3-7705-4943-6.
  • Thomas Wheatland: The Frankfurt School in Exile. University of Minnesota Press, Minneapolis 2009, ISBN 978-0-8166-5367-6.
  • Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, Theoretische Entwicklung, Politische Bedeutung. 5. Uflaag, dtv, Münche 1997, ISBN 3-446-13132-9.
  • Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-50713-7.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]