Tumegl/Tomils
| Tumegl/Tomils | |
|---|---|
| Basisdate | |
| Staat: | Schwiiz |
| Kanton: | Graubünde (GR) |
| Bezirk: | Hinterrhy |
| Gmeind: | Tomils |
| Poschtleitzahl: | 7418 |
| Koordinate: | 752400 / 17958346.759.433326801Koordinate: 46° 45′ 0″ N, 9° 26′ 0″ O; CH1903: 752400 / 179583 |
| Höchi: | 801 m ü. M. |
| Flächi: | 3.20 km² |
| Iiwohner: | 365 (31. Dezember 2007) |
| Website: | www.tumegl-tomils.com |
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Tumegl/Tomils, links oben Schloss Ortenstein |
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| Karte | |
Tumegl/Tomils (rätoromanisch Tumegl, dütsch Tomils) isch e ehemoligi politischi Gmeind im Kreis Domleschg im Bezirk Hinterrhy vum Kanton Graubünde. Es lait südlich vo Rothebrunne un unterhalb vo Scheid un Trans. Syt em 1. Januar 2009 ghört Tumegl/Tomils zämme mit Feldis/Veulden, Trans un Scheid zur neue Gmeind Tomils.
De Ortsname vo Tumegl/Tomils het em ganze Domleschg (rätoromanisch Tumleastga/Tumgleastga) de Name gee. Er goot uff di latiinschi Verchlynerigsform vo „Hügel“ tumbiculus zrugg[1].
Inhaltsverzeichnis |
Gschicht [ändere]
Erwäänt wird de Ort zum erschte Mool 1141 als in Tumillis. Um 1250 isch s Schloss Ortestei errichtet worde, vo wo uss s Üsseri Domleschg verwaltet worde isch. 1275 isch de Ort vum Bischof aa d Vazer gange. 1527 hen sich d Buure vo de Herrschaftsrächt freigchauft un hen deno bis 1853 zur Gerichtsgmeind Ortestei ghört. De Ort isch in de Reformation katholisch blibe. D Fahrstrooss uff Feldis isch 1904 fertiggstellt worde[2].
Bevölcherig [ändere]
| Joor | 1803 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2007 |
| Yywohnerzaal | 202 | 226 | 233 | 266 | 321 | 365 |
Ursprüngli isch z Tomils Sutsilvanisch, e rätoromanischi Mundart gschwätzt worde. Im Joor 1880 isch de Romanischaateil no bi 87% gläge, aber syt 1950 isch de Ort mehrheitlich dütschsproochig. D Umgangssprooch vo de Chinder isch bis um 1950 no Romanisch gsi. Scho 1944 heisst's aber: „A Tumegl as doda amo bler rumantsch, mo ils pitschens tschantan bod be tudais-ch“ - „Z Tomils ghört mer no vil Romanisch, aber d Chlyne schwätze fascht numme Dütsch“. Spööteschtens 1980 isch in keinere Familie mee mit de Chinder Romanisch gschwätzt worde, aber d über 50-Jährige hätte no vil Romanisch mitenand gschwätzt, derwyyl es di Jüngre in de Regel höggschtens verstande hätte[3]. In de Chilch isch no bis öbe 1950 uff Romanisch predigt worde.
In de Schuel isch spööteschtens ab 1843 au Dütsch unterrichtet worde, schynts aber numme für d Buebe. In de Joor druff isch wohl je nooch däm was für e Lehrperson mer het chönne finde, mool Dütsch, mool Romanisch unterrichtet worde. Im Joor 1853 beklagt de Schuelinspektor Louis Vieli vo Rhäzüns das fast jährliche Abwechseln mit romanischem und deutschem Unterricht. Ab 1895 isch deno numme uff Dütsch unterrichtet worde. 1938 sin d Unterklasse schynts für e Joor uff Romanisch unterrichtet worde, aber nooch Protescht isch des noocheme Joor wiider abgschafft worde. Schynts het mer in de Gmeind gfürcht, dass d Dütschkenntniss vo de Schieler unter em Romanischunterricht lyyde däte. Ab 1949 sin deno 1-2 Stunde Romanisch in de Wuch yygfiert worde, wo aber irgetwenn in de 1960er abgschafft worde sin wyl mer kei romanischi Lehrperson mee het chönne finde[4].
| Sprooche vo Tumegl/Tomils | |||||||||
| Sprooche | Volkszählung 1880 | Volchszäälig 1941 | Volchszäälig 1980 | Volchszäälig 1990 | Volchszäälig 2000 | ||||
| Aateil | Aateil | Aazaal | Aateil | Aazaal | Aateil | Aazaal | Aateil | ||
| Dütsch | 169 | 77,88 % | 228 | 87,69 % | 293 | 91,28 % | |||
| Rätoromanisch | 87,3% | 58,6% | 35 | 16,13 % | 17 | 6,54 % | 13 | 4,05 % | |
Literatur [ändere]
- Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich, 2003. ISBN 3-7253-0741-5
- Das Domleschg- La Tumgleastga. Chur, 2005. ISBN 3-905342-26-X
- Kundert, Mathias: Der Sprachwechsel im Domleschg und am Heinzenberg (19./20. Jahrhundert). Kommissionsverlag Desertina, Chur 2007, ISBN 978-3-85637-340-5.
Weblink [ändere]
Fuessnote [ändere]
- ↑ Kundert pp. 40
- ↑ http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1482.php
- ↑ Kundert pp. 41
- ↑ Kundert pp. 43