Kandersteg

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Kandersteg
Wappe vo Kandersteg
Basisdate
Staat: Schwiiz
Kanton: Bärn (BE)
Verwaltungskreis: Frutige-Nidersimmetalw
BFS-Nr.: 0565i1f3f4
Poschtleitzahl: 3718
UN/LOCODE: CH KAN
Koordinate: 618124 / 14951046.4966647.6747191174Koordinate: 46° 29′ 48″ N, 7° 40′ 29″ O; CH1903: 618124 / 149510
Höchi: 1'174 m ü. M.
Flächi: 133.9 km²
Iiwohner: 1236 (31. Dezämber 2012)[1]
Website: www.3718.ch
Chanderstääg

Chanderstääg

Karte
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Chanderstäg (amtlich Kandersteg) isch e politischi Gmaind im Verwaltigskrais Frutige-Nidersimmetal im Berner Oberland.

Geografi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Chanderstääg ligt im obere Chandertal und isch flächemässig die viertgrösst Gmaind vom Kantoo Bern, devo sind aber 73% Alpezoone und drum nöd wertschaftlich nutzbar, je öppe 5% sind Kulturland und Wald, de Rest sind Alpe, wo s Vee gsömmeret werd.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Chanderstääg isch zum erschte Mol gnennt worde im Joor 1336 als de Kanderstege. Bis zum 31. Dezember 2009 het d Gmaind zum Bezirk Frutige ghört.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bi de Nationalrootswahle 2011 het s da Ergebnis gää: BDP 32,1 %, CVP 0,7 %, EVP 1,1 %, FDP 6,6 %. GLP 4,3 %, GP 4,5 %, SP 11,7 %, SVP 34,9 %, Suschtigi 4,1 %.

Gmeindspresidäntin vo Chanderstääg isch d Barbara Jost-Schrepfer (Stand 2013).

s Woppe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Woppe vom Chanderstäg zaigt de Frutigadler und drunter de Steg öber d Chander, em Fluss, wo em Dorf de Name ggee het.

Bevölkerig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Joor 1910 1920 1930 1941 1950
Iiwooner 3554 727 837 835 913
Joor 1960 1970 1980 1990 2000
Iiwooner 937 957 959 1077 1137

Dr Uusländeraatail isch 2010 bi 17,9 % gläge.

Vercheer & Tourismus[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Scho i de Römerzitt het e Söömerweg vo Chanderstäg öber de Lötschepass is walliser Lötschetal gfüert. Doch het de Weg nie e bsundrigi Bidütiig ghaa. Erscht mit em Bau vo de Lötschbergbaan vo 1906-1913 het Chanderstäg e gueti Verchersaabindig öberchoo und hüt findet no de Autoverlaad dör de Lötschbergtunnel z Chanderstäg statt. Mit de Realisierig vo de NEAT werd sich allerdings för Chanderstäg ainiges ändere, well denn di internationale Züüg scho bi Frutige in Berg ine gönd und nöme z Chanderstäg halte tüend.

Chanderstäg isch wege de Iisebaa guet erraichbar und de Tourismus bildet nebet de Alpwertschaft e wichtige Wertschaftsfaktor. Bergbaane und Gondeli bringet Wanderer und Spaziergänger an Öschinesee oder uf d Allmenalp. Di stail 400 Meter hööchi Felswand bi de Allmebaan isch uusbaut för schwindelfraiji Chletterer mit Nepalsteg und Tyrolienne. Im Winter gits no Skipiste und e Schlittelbaan und ono e Schlittschuebaahn.

Natuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Öschinesee ghört zum UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. De abgschlossni und alpini Charakter vo de Gmaind und e sanfte Turismus füered dezue, as Chanderstäg no en intakti Natuur het mit ere Alpeflora und Fauna und seltnigi Pflanze, wie verschidnig Enzioone, Alpereebe, Fraueschue oder Männertroi und Edelwiiss, und typischi Alpetier wie Murmeli, Gämschi, Staibock und Staiadler, Schneehuen oder d Chrützottere sind no i de Berge rund um Chanderstäg haimisch.

Tielekt & Bruuchtuum[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Tielekt vo Chanderstääg oder ds Chanderstägertütsch zaigt gegenöber vom Berneroberländertielekt gwüssi Bsunderhaite uuf. S langi /a/ isch liecht verdumpft oder statt stüpfe haissts stupfe oder speat statt spaat, wi i de anderne Dörfer vo de Umgebig. De Tielekt ghöört zum Höchstalemannische, doch dringet immer mee hochalemannischi Forme in Tielekt, hets früener no Ããhe ghaisse, sait mer hüt Ankche, und treehe : trõõhe werd dör trinkche : trunkche verdrängt, statt gääre ghört mer au noi gärn. Aigehaite wo au sus im Berner Oberland geltet sind z.B. d velarisierig vom /l/ i bstimmte luutliche Umgebig oder d Monophthongierig vo mhd. /ou/ zu /o/, z.B. gloobe statt gloube.

A Wienechte und am Noijoor züchet bis spoot i d Nacht ine d Pelzmartiga dör s Dorf und verschrecked d Lüüt. Denebet gis no Verain, wo de alti Bruuch vom Jodle pfleget.

Religion[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Chanderstäg isch erst 1860 en aigni Chilegmaind wore. Doch isch scho ane 1510 e Chapeli baut wore, demit d Söömer öber d Gemmi und de Lötschepass vorem Uufbruch no chönet Bete. Zudem isch im Winter de Weg uf Frutige för di alte Mensche z schwer gsii. Wäred de Reformatioo hend d Chanderstäger d Bifell vo de Obrigkait nöd ganz bifolgt und drum isch da Chappeli und e Tail vo de Uusstattig erhalte blibe, denn d Reforamtore hend verlangt, as e Chile ooni aigne Pfarrer gschlosse werde müesst. Erst 1910 isch s Chappeli dör e Aabau und e Chileturn zunere rechte Chile uusbaut wore. Wege de katholische Churgäst und de Gastarbaiter isch denn 1927 di katholischi Maria-Chile baut wore. Sit wenige Joore lebt im eemoolige Hotel Waldrand zudem no e chliini buddhistischi Mönchsgmainschaft im Chloster Kloster Dhammapala.

75 % vo de Iiwohner sind evangelisch-reformiert, 13,5 % si römisch-katholisch (Stand 2000).

Persone vo Chanderstäg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Adolf Ogi, Altbundesroot (*1942)
  • zu de bikanntiste Mensche wo Chanderstäg bsuecht hend ghöred de Pfadi-Gründer Lord Baden Powell und de amerikanischi Schriftsteller Mark Twain, wo sini Wanderig öber d Gemmi im Buech A tramp abroad bischribe het.

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Büecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Verena Reichen et al.: Kandersteg: Natur - Geschichte - Menschen; Berner Heimatbücher 132. ISBN 3-9520760-3-1
  • Hermann Ogi sen.: Erlauschtes und Erlebtes aus der Blumenwelt (Mundartverse), Eigenverlag, Kandersteg 1974

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Chanderstäg – Sammlig vo witere Multimediadateie