Felix Mendelssohn Bartholdy

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Dr Felix Mendelssohn Bartholdy, Gmäld vom Eduard Magnus, 1846

Dr Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 z Hamburg; † 4. Novämber 1847 z Leipzig) isch e dütsche Komponist, Pianist und Organist gsi. Er gältet as äine vo de bedütendste Musiker vo dr Romantik, as dr erst Dirigänt, wie men en hüte kennt, uf dr ganze Wält, as Gründer vo dr erste Muusighochschuel z Dütschland und as „Apostel“ vo de Wärk vom Händel und vom Johann Sebastian Bach.[1]

Dr Felix Mendelssohn Bartholdy isch us dr woolhabende bürgerlige jüüdische Familie Mendelssohn choo, und si Groossvater isch dr bedütend Filosoof und Ufkläärer Moses Mendelssohn gsi. Dr Felix und sini Gschwüsterte si aber dauft und protestantisch ufzooge worde. D Familie isch uf Berlin züüglet und d Chinder häi e gueti musikalischi Erziejig überchoo. 1818 isch dr Felix zum erste Mol öffentlig ufdräte, zwäi Joor druf het er afo komponiere. 1821 het er dr Goethe und dr Carl Maria von Weber, kennegleert im Joor druf dr Ludwig Spohr. 1825 isch er mit em Vater uf Bariis und het dört dr Gioachino Rossini und dr Giacomo Meyerbeer droffe.

Dr Mendelssohn het e Chor gründet zum d Chorwärk vom Johann Sebastian Bach , wo denn fast ganz umbekannt gsi isch, studiere, und er het 1829 d Matthäus-Passion dirigiert wo zum erste Mol sit em Dood vom Bach wider ufgfüert worde isch. 1829 het er z London mit dr Philharmonic Society si Sinfonii in c-Moll gspiilt, churz druf im Weber si Konzertstück uswändig vordräit, denn im Beethoven si Klavierkonzärt Es-Dur, wo z Ängland no nie gspiilt worde isch, ufgfüert und au no d Sommernachtstraum-Uwertüüre. Er isch witer vil umegräist: uf Rom, Münche, Stuttgart, Frankfurt am Main und Düsseldorf und Bariis, won er mit em Liszt und Chopin zämme gsi isch. 1832 isch er nid zum Diräkter vo dr Sing-Akademii z Berlin gweelt worde, under noch sim Fründ Eduard Devrient häig dr Antisemitismus bi dere Entschäidig e Rolle gspiilt. Er isch 1833 uf London für d Uffüerig vo sinere Italiänische Sinfonii. Z Düsseldorf het er mit sim Oratorium Paulus, denn isch em aber d Läitig vo de Gwandhuuskonzärt z Leipzig aabote worde. 1836 isch si Paulus 1836 bim Niiderrhiinische Muusigfest z Düsseldorf ufgfüert worde. Z Leipzig het er as groosse Vereerer vom Joseph Haydn däm sini Wärk mit groossem Erfolg chönne uffüere.[2]

Am 28. März 1837 het dr Mendelsohn d Cécile Charlotte Sophie Jeanrenaud]] (* 10. Oktober 1817; † 25. September 1853) und zämme häi si fümf Chinder ghaa.

Vo 1838 bis 1844 isch sis berüemte Violinkonzärt in e-Moll entstande wo hüte äins vo de beliebtiste Giigekonzärt überhaupt isch. 1841 het en dr Friedrich Wilhelm IV. as Kapällmäister uf Berlin brocht. Im Joor druf isch er wider uf Ängland und het dört si Schottischi Sinfonii dirigiert.

Im Joor 1843 het dr Mendelssohn z Leipzig s Conservatorium gründet, die ersti Muusighochschuel z Dütschland, und isch zum Eerebürger vo dr Stadt Leipzig ernennt worde. Er het am Conservatorium Underricht gee, sis zwäite Oratorium Elias gschriibe und isch no äinisch uf Ängland go dirigiere. Wo si Schwäster Fanny am 14. Mai 1847 gstorbe isch, het er sich us em öffentlige Lääbe zruggzooge, im Oktober und Nüvämber drei Schlaagaafäll ghaa und isch am 4. Novämber z Leipzig gstorbe. Er isch uf em Berliner Dreifaltigkäitsfriidhoof I näbe sinere Schwöster Fanny und andere Familiemitgliider begraabe.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Felix Mendelssohn Bartholdy; Rudolf Elvers (Hrsg.): Briefe. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-22142-0.
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Briefe. Band 1: Reisebriefe von Felix Mendelssohn Bartholdy aus den Jahren 1830 bis 1832. Band 2: Briefe aus den Jahren 1833 bis 1847. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1997, ISBN 3-930850-68-0 (Faksimiledruck der 1861 und 1863 im Verlag Hermann Mendelssohn veröffentlichten Brief-Bände).
  • Briefe von Felix Mendelssohn-Bartholdy an Ignaz und Charlotte Moscheles. Duncker & Humblot, Leipzig 1888 (Digitalisat).

Sekundärliteratur

  • Yvonne Wasserloos: Im Schatten. Düsseldorfs Verhältnis zu Mendelssohn vor und nach 1945. In: Andreas Ballstaedt, Volker Kalisch, Bernd Kortländer (Hrsg.): Bürgerlichkeit und Öffentlichkeit. Mendelssohns Wirken in Düsseldorf. Schliengen/Markgräferland, ISBN 978-3-931264-62-8, S. 169–184.
  • Johannes Forner: Das Wunder Mendelssohn: Porträt eines großen Musikers. Faber & Faber, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86730-090-2.
  • Martin Geck: Felix Mendelssohn Bartholdy. Rowohlt, Reinbek 2009, ISBN 978-3-499-50709-0.
  • Matthias Falke: Felix Mendelssohn-Bartholdy: Dritte Symphonie. Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-3715-4.
  • Yvonne Wasserloos: Heros und Schandfleck. Die Denkmäler für Felix Mendelssohn Bartholdy in England und Deutschland 1860 bis 1936. In: Die Tonkunst. Nr. 3, 2009, ISSN 1863-3536, S. 467–478.
  • Yvonne Wasserloos: Verehrung und Verfemung: Das Mendelssohn-Denkmal in Düsseldorf. In: Bernd Kortländer (Hrsg.): „Übrigens gefall ich mir prächtig hier“. Felix Mendelssohn Bartholdy in Düsseldorf. Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-936698-11-4, S. 150–163.
  • Johannes Popp: Reisen zu Felix Mendelssohn Bartholdy. Stationen seines Lebens und Wirkens. Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn 2008, ISBN 978-3-939721-01-7.
  • Ralph Larry Todd: Mendelssohn: Sein Leben – Seine Musik. Carus-Verlag, Stuttgart 2008 (übersetzt Helga Beste), ISBN 978-3-89948-098-6.
  • Thomas Lackmann: Das Glück der Mendelssohns – Geschichte einer deutschen Familie. Aufbau-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-351-02600-5.
  • Thea Derado: Fanny Mendelssohn Hensel. Aus dem Schatten des Bruders. Kaufmann, Lahr 2005, ISBN 3-7806-5304-4 (Romanbiografie – schildert Felix Mendelssohn aus dem Blickwinkel seiner älteren Schwester).
  • Yvonne Wasserloos: Damnatio memoriae. Die städtische Kulturpolitik und die Demontage des Mendelssohn-Denkmals in Leipzig. In: Sabine Mecking, Andreas Wirsching (Hrsg.): Stadtverwaltung im Nationalsozialismus. Systemstabilisierende Dimensionen kommunaler Herrschaft. Paderborn/München/Wien/Zürich 2005, ISBN 978-3-506-79608-0, S. 139–179.
  • Silke Gömann; Universität Bonn (Hrsg.): Die Orchestersinfonien Felix Mendelssohn Bartholdys. Studien zum gegenwärtigen Fachdiskurs. Dissertation. Bonn 1999 (PDF 760 KB, http://d-nb.info/968307213/34, abgruefe am 1. Januar 2013).
  • Eka Donner: Felix Mendelssohn Bartholdy. Aus der Partitur eines Musikerlebens. Droste, Düsseldorf 1992, ISBN 3-7700-0989-4.
  • Eckart Kleßmann: Die Mendelssohns. Bilder aus einer deutschen Familie. Artemis, Zürich/München 1990, ISBN 3-7608-1020-9.
  • Willi Reich (Hrsg.): Felix Mendelssohn im Spiegel eigener Aussagen und zeitgenössischer Dokumente. Manesse Verlag, Zürich 1987, ISBN 3-7175-1281-1.
  • Heinrich Eduard Jacob: Felix Mendelssohn und seine Zeit: Bildnis und Schicksal eines Meisters. S. Fischer, Frankfurt am Main 1959 (Neuauflage: Fischer-Taschenbuch Nr. 5023; 1981, ISBN 3-596-25023-4).
  • Hans Christoph Worbs: Mendelssohn Bartholdy. Nr. rm 215, Rowohlt Verlag, Reinbek 1974, ISBN 3-499-50215-1.
  • Susanna Großmann-Vendrey: Felix Mendelssohn Bartholdy und die Musik der Vergangenheit. Bd. 17, Gustav Bosse, Regensburg 1969.
  • Peter Sutermeister: Felix Mendelssohn Bartholdy. Briefe einer Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz. Niehans, Zürich 1958.
  • Sidney Osborne: Germany and her Jews. Soncino Press, London 1939.
  • Salomon Wininger: Große jüdische National-Biographie. Bd. 4, 1929.
  • G. von Loeper: Mendelssohn Bartholdy, Felix. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 324–345.
  • Johann Christian Lobe: Ein Quartett bei Goethe. In: Die Gartenlaube. 1867, S. 4–8 (Der junge Mendelssohn-Bartholdy bei Goethe – Originalzeichnung von C. Döpler).
  • Elise Polko: Erinnerungen an Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Künstler- u. Menschenleben. Brockhaus, Leipzig 1868.
  • Robert Schumann: Erinnerungen an Felix Mendelssohn-Bartholdy. ca. 1848.
  • Christoph Schwingenstein: Mendelssohn-Bartholdy, Felix. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 53–58.

Mendelssohn-Studien

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]


Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Susanna Großmann-Vendrey: Felix Mendelssohn Bartholdy und die Musik der Vergangenheit (= Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts, Bd. 17). Gustav Bosse, Regensburg 1969, S. 124 bzw. S. 151
  2. Otto Biba: Mendelssohn und Haydn. Musikblätter der Wiener Philharmoniker (2009), Folge 9, Seite 351.
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