Sozialdemokratischi Partei vo Düütschland

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Sozialdemokratische Partei Deutschlands
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Parteivorsitz Martin Schulz
Schulz, Martin-2047.jpg
Gene­ral­sekre­tär Hubertus Heil
Stell­ver­tretendi Vorsit­zendi Malu Dreyer
Natascha Kohnen
Thorsten Schäfer-Gümbel
Olaf Scholz
Manuela Schwesig
Ralf Stegner
Bundes­schatz­meister Dietmar Nietan
Ehre­vor­sit­zendi Willy Brandt (†)
Gründig 23. Mai 1863 (ADAV)
7. August 1869 (SDAP)
27. Mai 1875 (Vereinigung)
Gründigs­ort Leipzig (ADAV)
Eisenach (SDAP)
Gotha (Vereinigung)
Haupt­sitz Willy-Brandt-Huus
Wilhelmstraße]140
10963 Berlin
Uus­richtig Sozialdemokrati
Progressivismus
Bundestagsmandat
153/709
Sitz in Landdag
523/1821
Staatligi Zueschüss 50.785.067,80 Euro (2016)[2]
(Stand: 17. März 2017)
Mitglii­derzahl 443.000
(Stand: Oktober 2017)[1]
Mindescht­alter 14jöhrig
Durch­schnitts­alter 60 Johr
(Stand: 31. Dezember 2015)[3]
Fraue­aa­deil 32,0 Prozent
(Stand: 31. Dezember 2015)[3]
Farbe Rot (HKS 14), purpur (Pantone 234C; Akzentfarb)[4]
Websiite www.spd.de


Die Sozialdemokratischi Partei vo Dütschland (churz SPD) isch e dütschi Volkspartei und die eltisti Partei z Dütschland, wo im Parlament verdräte isch. As erste Vorlöifer vo dr Partei gälte dr Allgemäini Dütschi Arbäiterveräin, wo 1863 gründet worde isch, und die Sozialdemokratischi Arbäiterpartei us em Joor 1869.

D SPD isch zur Zit (2015) in vierzää Länder an dr Regierig bedäiligt, in nüün von ene stellt si dr Regierigsschef. Uf Bundesebeni isch si Juniorpartner in ere Regierigskoalizion mit de Unionsparteie CDU und CSU.

D SPD isch Mitgliidspartei vo dr Sozialdemokratische Partei vo Öiropa (SPE), vo dr Progressive Allianz und het Beobachterstatus in dr Sozialistische Internazionale (SI), wo si früener lang e füerendi Posizion iignoo het, d Mitgliidschaft aber wäge Mäinigsverschiidehäite sit em Aafang vo 2013 sistiert het. Dr Parteivorsitzend isch sit em Merz 2017 dr Martin Schulz.

Bardeipolitik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bardeiprogramm

S Sälbstverständnis vo dr SPD, wo si au in iire Bardeiprogramm brobiert z tradiere, umfasst politischi Inhalt und langfristigi Ziil, wo nit zu Gunste vom ene churzfristige Vordäil sötte ufgee wärde. Iir Grundsatzbrogramm begrift si as „moralischi Rächtfertigung für iiri Politik“.[5]

Die Grundsatzbrogramm si vo dr SPD in dr Vergangehäit beschlosse worde:

Am Aafang isch d SPD e sozialistischi Arbäiterbardei gsi. Si het sich mee und mee bis zum Godesbärger Brogramm zun ere sozialdemokratische Volksbardei entwigglet. Im „Hamburger Brogramm“, wo im Joor 2007 beschlosse worde isch und bis hüt gültig isch, isch s Ziil vo dr Bardei mit Hilf vo dr „solidarische Meerhäit“ z regiere. Dr demokratisch Sozialismus wird as e „Wision von ere freie, grächte und solidarische Gsellschaft“ as „duurendi Ufgoob“ uuseghobe und „die soziali Demokratii“ as s „Brinzip vom Handle“ bezäichnet.

Freihäit, Grächtikäit und Solidaridäät si noch em Hamburger Brogramm für d SPD d Grundwärt vom Demokratische Sozialismus. So isch die soziali Grächdikäit äini vo iire wichdigste politischen Läitwärt. Die koordinierti soziali Määrtwirtschaft söll gsterkt und iiri Erdrääg fäär verdäilt wärde, wil das as nöötig für e Woolstand vo dr Gsamtbevölkerig aaglueg wird. D SPD dänggt, ass au in dr Zuekumft e starke Staat und e handligsfähige Sozialstaat nöötig wird si, zum die schwechere Bevölkerigsgrubbe chönne schütze. Si läit Wärt uf e Finanzpolitik, wo „nit uf Chöste vo de zuekümftige Generazione“ gestaltet isch und langfristig dr Staatsverschuldig en Ändi wurd mache. Under em Stichwort vorsorgende Sozialstaat wärde Änderige am Sozialsüsteem begrüesst, wo d Äigeverantwortig wurde sterke und wo im Raame vo dr Agenda 2010 realisiert worde si.

Gsellschaftspolitisch understützt d SPD Bürgerrächt, d Öffnig vo dr Gsellschaft und Bürgerbedäiligung. Ussepolitisch will si dur en Usgliich vo de Inträsse dr Friide uf dr Wält sterke. D Globalisierig söll „dur e demokratischi Politik“ gstaltet wärde. D SPD will die Öiropäischi Äinigung erwitere und verdiefe.

Interni Richdige

Intern cha mä d SPD in eender linggi Sozialdemokrate iidäile, wo sich im Forum Demokratische Linke 21 und dr Parlamentarische Lingge organisiere, und in gemässigt konserwative Sozialdemokrate, wo sich im Seehäimer Krais beziejigswiis im Forum Nürmbärger Middi dräffe. Zletscht het sich mit em Netzwärk Berlin e nöiji Generazion zämmegschlosse, wo gege die dradizionalistischi Flügelbildig isch. Wääred die gmässigt konserwative Sozialdemokrate dr Reformkurs, wo dr Gerhard Schröder iigläitet het, braktisch ooni Vorbehalt understütze und sich generell an dr politische Middi orientiere, kämpfe die lingge Sozialdemokrate für e klassischi linggi und sozialstaatligi Politik, wo d SPD iirer Uffassig nooch in de vergangene Joor vor allem dur d Agenda 2010 und eme Kurs, wo as z vil wirtschaftsliberal empfunde wird, drvo abgruckt isch.

Wahlergebnis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bundesdagswahlergebnis syt 1949[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bundestagswahlergebnis[7]
Johr Stimmenaazahl Stimmenaadail Sitz Chanzlerkandidat
1949 06.934.975 29,2 %
131/402
Kurt Schumacher
1953 07.944.943 28,8 %
162/509
Erich Ollenhauer
1957 09.495.571 31,8 %
181/519
Erich Ollenhauer
1961 11.427.355 36,2 %
203/521
Willy Brandt
1965 12.813.186 39,3 %
217/518
Willy Brandt
1969 14.065.716 42,7 %
237/518
Willy Brandt
1972 17.175.169 45,8 %
242/518
Willy Brandt
1976 16.099.019 42,6 %
224/518
Helmut Schmidt
1980 16.260.677 42,9 %
228/519
Helmut Schmidt
1983 14.865.807 38,2 %
202/520
Hans-Jochen Vogel
1987 14.025.763 37,0 %
193/519
Johannes Rau
1990 15.545.366 33,5 %
239/662
Oskar Lafontaine
1994 17.140.354 36,4 %
252/672
Rudolf Scharping
1998 20.181.269 40,9 %
298/669
Gerhard Schröder
2002 18.488.668 38,5 %
251/603
Gerhard Schröder
2005 16.194.665 34,2 %
222/614
Gerhard Schröder
2009 09.990.488 23,0 %
146/622
Frank-Walter Steinmeier
2013 11.252.215 25,7 %
193/631
Peer Steinbrück
2017 09.538.367 20,5 %
153/709
Martin Schulz

Europawahlergebnis syt 1979[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Europawahlergebnis[8]
Jahr Stimmenaazahl Stimmenaadail Sitze Spitzekandidat[9]
1979 11.370.045 40,8 %
35/81
Willy Brandt
1984 9.296.417 37,4 %
33/81
Katharina Focke
1989 10.525.728 37,3 %
31/81
Gerd Walter
1994 11.389.697 32,2 %
40/99
Klaus Hänsch
1999 8.307.085 30,7 %
33/99
Klaus Hänsch
2004 5.547.971 21,5 %
23/99
Martin Schulz
2009 5.472.566 20,8 %
23/99
Martin Schulz
2014 7.999.955 27,3 %
27/96
Martin Schulz

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Manfred Bissinger, Wolfgang Thierse (Hrsg.): Was würde Bebel dazu sagen? Zur aktuellen Lage der Sozialdemokratie. Steidl, Göttingen 2013, ISBN 978-3-86930-670-4.
  • Programmatische Dokumente der deutschen Sozialdemokratie. Hrsg. und eingeleitet von Dieter Dowe und Kurt Klotzbach. J. H. W. Dietz Nachf., Berlin, Bonn-Bad Godesberg 1973. ISBN 3-8012-1068-5.
  • Annekatrin Gebauer: Der Richtungsstreit in der SPD. Seeheimer Kreis und Neue Linke im innerparteilichen Machtkampf. VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14764-1 (Zugleich: Koblenz-Landau (Pfalz), Universität, Dissertation, 2003).
  • Hofmann, Robert: Kritische Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1863-2014: Von der sozialistischen Zukunftshoffnung zur neoliberalen Beliebigkeit, Createspace 2015, ISBN 978-1514224663
  • Willy Huhn: Der Etatismus der Sozialdemokratie. Zur Vorgeschichte des Nazifaschismus. ça ira, Freiburg (Breisgau) 2003, ISBN 3-924627-05-3.
  • Ralf Hoffrogge: Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland. Von den Anfängen bis 1914. Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-89657-655-2.
  • Anja Kruke, Meik Woyke (Hrsg.): Deutsche Sozialdemokratie in Bewegung. 1848–1863–2013. J. H. W. Dietz Nachf., Bonn 2012, ISBN 978-3-8012-0431-0 (2., verbesserte Auflage. ebenda 2013).
  • Detlef Lehnert: Sozialdemokratie zwischen Protestbewegung und Regierungspartei 1848 bis 1983 (= Edition Suhrkamp. es. 1248 = NF 248). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-11248-1.
  • Elke Leonhard, Wolfgang Leonhard: Die linke Versuchung. Wohin steuert die SPD? be.bra-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86124-633-6.
  • Peter Lösche, Franz Walter: Die SPD. Klassenpartei – Volkspartei – Quotenpartei. Zur Entwicklung der Sozialdemokratie von Weimar bis zur deutschen Vereinigung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-10994-5.
  • Rosa Luxemburg: Die Krise der Sozialdemokratie. In: Rosa Luxemburg: Gesammelte Werke. Band 4: 4. August 1914 bis Januar 1919. 2. Auflage. Dietz, Berlin 1979, S. 49–164.
  • Bettina Munimus: Alternde Volksparteien. Neue Macht der Älteren in CDU und SPD? (= Studien des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zur Geschichte politischer und gesellschaftlicher Kontroversen. Band 5). transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2211-9 (Zugleich: Kassel, Universität, Dissertation, 2012: Volksparteien im Ruhestand?).
  • Gero Neugebauer: Die SPD. Im Osten auf neuen Wegen? Band 1: Zur Organisation der SPD im Osten. Text und Dokumente (= Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung. 86). Zentralinstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung, Berlin 1994, ISBN 3-93002-09-4 (formal falschi ISBN)
  • Holger Noß, Stefanie Brill, Holger Müller (Hrsg.): Das SPD-Buch. Organisation, Geschichte und Personen im Überblick. Sonderteil 100 Jahre Jusos 1904–2004. Mit einem Vorwort von Franz Müntefering und Gerhard Schröder. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-1331-X.
  • Heinrich Potthoff, Susanne Miller: Kleine Geschichte der SPD. 1848–2002. 8., aktualisierte und erweiterte Auflage. Dietz, Bonn 2002, ISBN 3-8012-0320-4.
  • Sebastian Prüfer: Sozialismus statt Religion. Die deutsche Sozialdemokratie vor der religiösen Frage 1863–1890 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 152). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-35166-6.
  • Carl E. Schorske: German Social Democracy, 1905–1917. The Development of the Great Schism (= Harvard Historical Studies. Band 65, ISSN 0073-053X). Harvard University Press, Cambridge MA 1955 (In deutscher Sprache: Die Große Spaltung. Die deutsche Sozialdemokratie 1905–1917. Aus dem Amerikanischen von Harry Maor. Olle & Wolter, Berlin 1981, ISBN 3-88395-407-1).
  • Hendrik Träger: Die Oppositionspartei SPD im Bundesrat. Eine Fallstudienanalyse zur parteipolitischen Nutzung des Bundesrates durch die SPD in den 1950er-Jahren und ein Vergleich mit der Situation in den 1990er-Jahren (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 31: Politikwissenschaft. Band 564). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2008, ISBN 978-3-631-57288-7 (Zugleich: Jena, Universität, Magisterarbeit, 2007).
  • Franz Walter: Abschied von der Toskana. Die SPD in der Ära Schröder. 2., erweiterte Auflage. VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-34268-1.
  • Franz Walter: Die SPD. Vom Proletariat zur Neuen Mitte. Alexander Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0173-1 (Die SPD. Biographie einer Partei (= Rororo. Taschenbücher. 62461). Überarbeitete und erweiterte Taschenbuchausgabe. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-499-62461-2).
  • Franz Walter: Vorwärts oder abwärts? Zur Transformation der Sozialdemokratie (= Edition Suhrkamp. es. 2622). Suhrkamp, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-12622-6.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Sozialdemokratische Partei Deutschlands – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Bundestagswahl treibt Parteien Mitglieder zu, auf zeit.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016. Stand: 17. März 2017 (PDF; 479 kB).
  3. 3,0 3,1 Oskar Niedermayer: Parteimitglieder in Deutschland: Version 2016, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 26; online abrufbar hier (pdf)
  4. Corporate Design Manual der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, März 2012
  5. Einführung Grundsatzprogramm
  6. Grundsatzprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Archiviert vom Original am 2008-11-17. Abgrüeft am 2015-09-16. Volltext des aBerliner Programms (PDF)
  7. Ergebnisse der Bundestagswahlen. Archiviert vom Original am 9. Juli 2013.
  8. Ergebnisse der Europawahlen. Archiviert vom Original am 11. Juli 2013.
  9. Ergebnis vu dr Europawahle z Dytschland (PDF)
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