Matthias Grünert (Romanist)

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Dr Matthias Grünert, wo anne 1966 im Kanton Bäärn uf d Wält cho isch, isch e Schwiizer Romanischt.

Vo 1986 bis 1994 het er a dr Uni Bäärn romanischi Sprooche und Russisch studiert. S Studium het er abgschlosse mit ere Dokterarbet über d Grammatik vom bünderromanische Dialäkt Surselvisch. Er het de bi Projäkt vom Schwiizer Nazionalfonds und bim romanische Seminar vo dr Uni Züri mitgschaffet und vo 2010 bis 2014 isch er als Redakter bim Dicziunari Rumantsch Grischun (DRG) z Chur gsi. Er het döört es paar Artikle zu romanische Wörter mit em Afangsbuechstaben «M» gschribe, wo d Redakzioon jetz grad dra gsi isch.

Anne 2014 isch dr Grünert als Nochfolger vom Georges Darms Profässer für Rätoromanisch a dr Uni Fryburg worde.[1] Scho sid em Rücktritt vom Darms anne 2012 het er z Fryburg Kürs für Romanisch gää gha. 2014 het er ufghört als Redakter vom DRG, d Societad Retorumantscha het en aber grad i die Filologischi Kommission vo däm Wörterbuech gholt.

Em Grünert syni Forschig het bsunders mit em Rätoromanischen und dr Sproochpolitik, mit de Kontäkt zwüsche dere Sprooch und em Düütschen uf dr einten und em Iteliänischen uf dr andere Syte und mit dr Soziolinguischtik z tue. Für die Pädagogischi Hochschuel Graubünde leitet dr Grünert sid 2019 s Nazionalfonds-Projäkt «Passaggi linguistici: maiorens al spartavias. Sprachbiografien junger Erwachsener aus Romanisch- und Italienischbünden». Er isch no i dr Fachkommission fürs Fonogrammarchyv Züri.

Dr Grünert woont mit synere Familie z Peseux im Kanton Nöieburg.

syni Wäärch in eren Uswahl[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • als Herusgäber zäme mit em Iwar Werlen und em Peter Wunderli: Italica – Raetica – Gallica. Studia linguarum litterarum artiumque in honorem Ricarda Liver. Tübingen und Basel 2001.
  • Pressesprache und Standardisierung: Engadin und Surselva im 20. Jahrhundert. In: Ladinia, 26/27, 2003, S. 21-40.
  • Bündnerromanische Schriftnormen. Volkssprachliche und neolateinische Ausrichtungen in Romanischbünden zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1930er Jahren. In: Vox Romanica 64, 2005, S. 64-93.
  • zäme mit em Mathias Picenoni, dr Regula Cathomas und em Thomas Gadmer: Das Funktionieren der Dreisprachigkeit im Kanton Graubünden. (= Romanica Helvetica, 127). Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2008. ISBN 978-3-7720-8303-7
  • Die Minderheitensprachen in der Verwaltung des dreisprachigen Kantons Graubünden. In: Hieronymus, 2009, S. 16-24.
  • Varietäten und Sprachkontakt in rätoromanischen SMS. In: Adrian Stähli, Christa Dürscheid, Marie-José Béguelin (Hg.): SMS-Kommunikation in der Schweiz: Sprach- und Varietätengebrauch/Text messaging in Switzerland: Use of Languages and varieties/La communication par SMS en Suisse. Utilisation de langues et varietés/La comunicazione mediante SMS in Svizzera: usi di lingue e varietà/La communicaziun per SMS en Svizra: diever da linguas e varietads. 2011, S. 83-113.
  • Il sursilvan el contact cul talian. Consideraziuns generalas ed ina documentaziun davart il 17avel ed il 18avel tschentaner. In: Annalas da la Societad Retorumantscha, 125, 2012, S. 47-106.
  • Vuschs da la Svizra. Idioms retorumantschs. Publicaziun originala d’Andrea Schorta. Transcripziuns foneticas da Matthias Grünert. In: Elvira Glaser, Michele Loporcaro (Hg.): Stimmen der Schweiz. In historischen Aufnahmen/Voix de la Suisse. Enregistrements historiques/Voci della Svizzera. Registrazioni storiche/Vuschs da la Svizra. Registraziuns istoricas. Neu bearbeitet von Dieter Studer-Joho, Michael Schwarzenbach, Matthias Grünert, Raphaël Maître und Federica Diémoz. Frauenfeld 2012, S. 123-144.
  • Multilingualism in Switzerland. In: Wendy Benett, Janice Carruthers (Hg.): Manual of Romance Sociolinguistics. Berlin: 2018, S. 526-546.
  • Verfassungsrecht und Sprachengesetzgebung zum Rätoromanischen aus soziolinguistischer Perspektive. In: Corsin Bisaz, Andreas Glaser (Hg.): Rätoromanische Sprache und direkte Demokratie. Herausforderungen und Perspektiven der Rumantschia. Zürich 2015, S. 49-75.
  • Italienischer Einfluss in Lexemverbänden und Wortformenparadigmen des Bündnerromanischen. In: Georges Darms, Clà Riatsch, Clau Solèr (Hg.): Akten des V. Rätoromanistischen Kolloquiums/Actas dal V. Colloqui retoromanistic. Lavin 2011. Tübingen 2013, S. 105-124.
  • zäme mit em Jan-Andrea Bernhard: Ilg Vêr Sulaz da pievel giuvan. L'emprema ovra stampada en sursilvan. In: Annalas da la Societad Retorumantscha, 132, 2019, S. 7-105.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Matthias Grünert wird neuer Professor für Rätoromanisch (Site cha nüme abgrüeft wärde; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www3.unifr.ch Mäldig vo dr Uni Fryburg, 12. Februar 2014