Georg Herwegh

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dr Georg Herwegh
s Tänkmool füre Georg Herwegh z Lieschtl vo 1904

Dr Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas Herwegh (* 31. Mai 1817 z Stuttgart; † 7. April 1875 z Lichtental, Bade-Bade) isch e dütsche Dichter und Revoluzzer gsy.

s Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Herwegh isch dr Soon vom Wirt Ludwig Ernst Herwegh und vo dr Rosine Catharina Herwegh gsy. Er isch uf d Latynschuel z Baalinge und s Gymnasium z Maulbronn und het denn z Tüübinge Rächt und Theology studiert. Sit 1836 isch er freie Schriftsteller z Stuttgart gsy und het Tegscht für Zytschrifte gmacht.

Ane 1839 het er vo Stuttgart müesse wägg goo und isch i d Schwiiz ggange. Doo isch er uf Emmishofe (Chrüzlinge) und dänn uf Züri, won er mit andere Dichter z tue gha und wider als Schurnalischt, bsunders bim Julius Fröbel synere Zytig Der deutsche Bote aus der Schweiz, gschaffet het. Mit dr Schrift Gedichte eines Lebendigen isch er wytume bekant woorde.

1841 isch dr Herwegh uf Paris, won er dr Dichter Heinrich Heine troffe het, und zrugg z Züri het er im liberale Geischt gäge die Konservatyven i dr Stadt aagschribe. Er het drno au für die Rheinische Zeitung vom Karl Marx öppis gschribe. Er isch uf Berlin und het mit em pröissische König Fridrich Wilhälm em Vierte chönne rede; aber dä het un drufabe grad us Pröisse lo usejage. Z Baden im Aargau het er am 3. März 1843 d Emma Siegmund vo Magdeburg ghürootet, won er z Berlin het leere gchönne.

I dr Schwiiz het dr Dichter jetz s Bürgerrächt vom Baselbiet übercho. Er het mit Anarchischte Kontakt gha, und 1843 isch er uf Paris go woone, won er mit französische Intelläktuelle vercheert het. Bi dr Märzrevoluzioon isch dr Herwegh mit ere Freischaar von es paar Bewaffnete uf Baade go kämpfe; gäge die württebärgischi Armee sind si aber nit achoo, und dr Herwegh het wider i d Schwiiz müesse flüchte. I sym Huus z Züri sind i säber Zyt – bsunders tank dr Gaschtfründschaft vom Herwegh synere Frou Emma – so Lüüte wie dr Richard Wagner, dr Gotfrid Sämper un dr Franz Liszt z Gascht gsy, so wie au dr iteliänisch Revoluzionäär Felice Orsini, wo anne 1856 z Paris wäge dr Betäiligung am ene Attentat uf e Napoelon hiigrichtet worden isch. Zu s Herweghs Fründeskreis het au dr Gotfrid Chäller ghört.[1]

1863 isch dr Dichter dr Aafüerer vom Allgemäine Tüütschen Arbeiterveräin worde, em Vorlöifer vo dr SPD. Em Dichter isch d Hymne für dää sozialistischi Bund z verdanke, s Bundeslied.

1866 isch dr Herwegh uf Tüütschland zrugg. Er isch dr Sozialdemokratischen Arbäiterpartäi vom August Bebel und em Wilhelm Liebknecht byträtte. Won er anne 1875 gstoorben isch, het men en z Lieschtl im Baselbiet begraabe.

D Frau vom Dichter, d Emma Herwegh, isch won äär gstorben sich, wider uf Paris, wo si bis anne 1904 gläbt het. Au si isch z Lieschtl, bi iirem Maa, beärdiget.

Dr literarisch Nachlass vom Dichter und dää vo synere Frau isch z Lieschtl im Dichter- und Stadtmuseum.[2][3][4]

Wäärch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Leicht Gepäck, 1840.
  • Gedichte eines Lebendigen, Band 1, 1841
  • Einundzwanzig Bogen aus der Schweiz, Hrsg. von Georg Herwegh. Zürich/Winterthur 1843
  • Gedichte eines Lebendigen, Band 2, 1843
  • Zwei Preußenlieder, 1848
  • Die Schillerfeier in Zürich, 1860
  • Das Bundeslied, 1863i.
  • Neue Gedichte herausgegeben nach seinem Tode,Zürich 1877.
  • Das Lied vom Hasse, 1841

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hans Rudolf Schneider: Herwegh, Georg. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
  • Wolfgang Büttner: Herwegh, Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas. In: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon. Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 202–203.
  • Wolfgang Büttner: Georg Herwegh. Ein Sänger des Proletariats. Der Weg eines bürgerlich-demokratischen Poeten zum Streiter für die Arbeiterbewegung. Mit einem Anhang ungedruckter Briefe und Dokumente über Herweghs Verhältnis zur Arbeiterbewegung. 2., überarb. Aufl. Akademie Verlag, Berlin 1976.
  • Ulrich Enzensberger: Herwegh. Ein Heldenleben. Die Andere Bibliothek. Bd. 173. Eichborn, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-8218-4173-7.
  • Ingo Fellrath: Georg Herwegh – Emma Herwegh: Vive la République! In: Sabine Freitag (Hrsg.): Die Achtundvierziger. Lebensbilder aus der deutschen Revolution 1848/49. Beck, München 1998, ISBN 3-406-42770-7.
  • Martin Glaubrecht: Herwegh, Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 723–726.
  • Bruno Kaiser (Hrsg.): „Der Freiheit eine Gasse.“ Aus dem Leben und Werk Georg Herweghs. Volk und Welt, Berlin 1948.
  • Bruno Kaiser (Hrsg.): Georg Herwegh. Frühe Publizistik 1837–1841. Akademie-Verlag, Berlin 1971.
  • Michail Krausnick: Die eiserne Lerche. Die Lebensgeschichte des Georg Herwegh. Beltz und Gelberg, Weinheim 1993, ISBN 3-407-80723-6.
  • Franz Muncker: Herwegh, Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 252–256.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Georg Herwegh – Sammlig vo Multimediadateie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Ute Kröger: «Zürich, du mein blaues Wunder». Literarische Streifzüge durch eine europäische Kulturstadt. Zürich 2004. Syte 315–320.
  2. d Website vom Dichter- und Stadtmuseum Lieschtl
  3. Alfred Liede: Das Herwegh-Archiv im Dichtermuseum Liestal. In: Scripta Manent 5/6, 1960/61.
  4. Sabine Reimann: Das Herwegh-Archiv in Liestal. In: Das Markgräflerland, 1998, S. 61–70.