Anfänge der Wissenschaften

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech

Dr Artikel D Anfäng von de Wisseschafte beschriibt, zu welchem Ziitpunkt die wichtigschte Wisseschafte historisch geseh ungefähr entschtande sind.

Allgemein bekannt isch einigermasse, dass die ältischte Wisseschafte d Mathematik, d Physik, d Philosophie, d Gschichtsschriibig und d Rechtswisseschaft sii und dass die alli bereits vor üserer Ziitrechnig (vor em Jahr Null) entschtande sii, d Mathematik z.B. isch von de Araber nach Europa choo. Bekannti Vertreter von dr damalige antike Mathematik sind z.B. dr Euklid oder dr Pythagoras, von dr Physik dr Archimedes, von dr Philosophie dr Aristoteles oder Platon, und von dr Gschichtsschriibig dr Herodot oder Tacitus.

Nach em Wirke vom Jesus Christus isch d Wiiterentwicklig von dene Wisseschafte in de missionierte Regione zum Schtillstand choo und durch d Gebiet Theologie und theologischi Philosophie abglöst worde. Bischpiel drfür sind s Konzil von Nicäa oder dr "Kirchevater" Augustinus. Im Mittelalter denn het's einigi Denker gäh, wo die kirchlich-theologischi Dominanz händ probiere z' durchbreche, dr erscht isch wohl dr 1294 gschtorbni Roger Bacon gsii, wo z.B. naturwisseschaftlichi Experiment duregfüehrt hät. Vorher bereits, bezeichnenderwiis im nit chrischtliche Alexandria, het dr Heron im erschte Jahrhundert n.Chr. es Traktat gschriibe über d Technik vom ene Gschütz, wobii er bereits mathematischi Formle bruucht het, und im nit chrischtliche Ägypte het dr Arzt Avicenna 1037 dr Canon Medicinae, es umfangriichs medizinischs Werk, veröffentlicht.

No ins Mittelalter falle auch erschti Ansätz von ere wisseschaftliche Chemie. Im 13. Jahrhundert sind Süürine beschriibe worde. 1540 ferner het en gwüsse V. Biringuccio es Werk über technischi Chemie verfasst. Auch d Volkswirtschafts-Lehr het ihri erschte Schritt im Mittelalter gmacht: Im 14. Jahrhundert het dr N. Oresmius en Versuech "zur Lösung der Ökonomie aus der Theologie" (H.G. Schachtschabel, s. Lit.) unternoo. Eindüütig wisseschaftlichi Züüg het die erschti Quantetheorie von dr Geldmengi, wo dr Merkantilischt Jean Bodin im 16. Jahrhundert entwicklet het.

Dass d Epoche von dr Uufklärig in allne damals bekannte Wisseschafte Erkenntnisfortschritte bracht het, isch wiitgehend bekannt. Auch d Biologie, wo natürlich z.B. in dr Botanik sehr alti Vorläufer ghaa het, het sich denn wiiter entwicklet, z.B. mit em Schwed Karl von Linné im 18. Jahrhundert, wo d Gattigs- und Artename von de Pflanze und Tier entwicklet het, und ca. gliichziitig mit em Antoine de Lamarck, wo d Abschtammigslehr entwicklet het.

Zwei im 19. Jahrhundert entschtandeni Wisseschafte sind d Psychologie, mit erschte Vorarbeite uuf psychophysikalischer Ebeni vom Gustav Theodor Fechner (d Anthropologie andersiits het scho im 15. Jahrhundert exischtiert), sowie d Soziologie, vom Auguste Comte erfunde. Auch bi dr Betriebswirtschaftslehr sind d Anfäng mit em Alfred Marshall im schpoote 19. Jahrhundert z verorte. Relativ jungi Wisseschafte sind d Politologie uus dr Weimarer Republik und d Informatik, wo die erschte Anfäng vielfach uf en Alan Turing mit siinere "Turing-Machine" zrückgfüehrt werde. No neuer isch d Wisseschaft von dr Ökologie.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • R. Pfeilschifter: Die Spätantike - Der eine Gott und die vielen Herrscher
  • F. Klemm: Geschichte der Technik
  • K. Schib et al.: Weltgeschichte vom Mittelalter bis zur Frühneuzeit
  • Hans G. Schachtschabel: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Stuttgart/ Düsseldorf 1971
  • Schweizer Rotkreuz-Kalender 1999
  • Knaurs Lexikon