Medizin

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D Medizin (v. lat. ars medicina „Heilkunscht“; au Heilkund) befasst sich mit dr Erkennig (Diagnostik) und Behandlig (Therapie, Linderig, Heilig) von körperlige (physische) und seelische (psychische) Erkrankige und Unfallschäde sowie mit Züügig, Schwangerschaft, Geburt und Tod und au dr Vorbeugig (Prophylaxe) gege Erkrankige. Wichtigi Diszipline in dr Humanmedizin sind d Chirurgie (inneri Operatione), d Intensivmedizin (Intensivschtatione), d Orthopädie (Knoche und Muskle), die inneri Medizin, die pathologischi Anatomie, d Gynäkologie (Frauemedizin) und d Psychiatrie.

Konventionelli und alternativi Medizin[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Me unterscheidet zwüsche dr konventionelle und dr alternative Medizin. Die konventionelli Medizin basiert uf wüsseschaftlige Prinzipie und wird an Universitete unterrichtet und siini Praktiker wärde staatlig brüeft und lizensiert. Ihri Methode, au wenn si nit immer ganz verstande wärde, understönde Kriterie und müesse uf ihri Ergäbnis hi statistisch für ä Patient positiv si. Die konventionelli Medizin bedont physische Mittel und vernochlässigt hüfig die psychischi Komponänte vom Chranksii und Gsundwärde. Drzue chunnt, ass es Erchrankige git, wo si kei Mittel het für zum z hälfe. D Patiente füehle sich dorum mänggisch im Stich glo oder unverstande und wände sich an alternativi Heiler, wo sich mit grossem Ziitufwand ihne widme und uf ihri Ängst igöhn, au wenn die alternativi Medizin Mittel (meischt pflanzlichi) awändet, wo vielfach naturwüsseschaftlig d Wirkig nit chan nochegwiise wärde. Trotzdäm sind Patiente und Patientinne nachwiislich, vorallem bii liechtere Erchrankige und Verletzige, mit Naturheilmittel gheilt worde.

Medikament[ändere | Quälltäxt bearbeite]

In dr Umgangsschprooch wird hüffig Medizin an Schtell vom Wort Medikamänt bruucht.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wie schtarki Fortschritt in de medizinische Wisseschafte siit 1750 erzielt worde sind, zeigt s folgende Biischpiel[1]: En Mr. Whytt het 1751 es anatomisch-physiologischs Buech mit em Titel An Essay on the vital and other involuntary Motions uusebrocht. Do drin sait er (frei übersetzt): D Nerve von de Iiatmigs-Muskle und die von dr Lunge täte sehr wahrschiinlich nit genau im gliiche Teil vom Hirn ende, sondern an Schtelle es bitzeli entfernt von enander, aber es gebi dennoch en "Sympathie", en gegesiitigi Beiiflussig, zwische ihne. Die hüütigi anatomischi Physiologie[2], au en medizinischi Disziplin, zeigt aber erschtens, dass es gar keini Lunge-Muskle gibt, sondern nur die gnannte "Iiatmigs-Muskle", wo uus de Zwischerippe-Muskle und uus em Zwerchfell beschtönd. Au die "Sympathie"-These isch en reini, übrigens scho damals alti, Fiktion gsii. Dr Whytt isch zuedem au devo uusgange, dass es Tier es Perpetuum mobile seigi, au das en puri Fiktion.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • William DePrez Inlow: Medicine: its nature and definition. Bulletin of the History of Medicine, 1946.
  • Wolfgang Eckart: Geschichte der Medizin. Springer, 6. Auflage 2009. ISBN 978-3-540-79215-4
  • Roy Porter: Cambridge illustrated history: Medicine. Cambridge University Press, 4th. Ed. 2009. ISBN 978-0-521-00252-3
  • Stefan Schulz, Klaus Steigleder, et al. (Hrsg.): Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Suhrkamp 2006. ISBN 978-3-518-29391-1

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Medicine – Sammlig vo witere Multimediadateie

Wikisource Medizin im dütschsprochige Wikisource

Lueg au[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Einzelnachwiise[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Biitrag vom Peter Hanns Reill: Darstellungen des späten 18. Jahrhunderts, in: Karl Acham et al.: Theorie der Geschichte - Teil und Ganzes
  2. A. Fraile/M. Negri:: Physiologie des Menschen