Diktatur
- Dä Artikel behandlet die diktatorisch Staatsform.
- Für s Amt vom Diktator im antike Rom lueg Diktator (Rom).
- Für die förmligi Middeilig vo Schriftstück im Dütsche Riich lueg Diktatur (Deutsches Reich)
E Diktatur bezeichnet e Staatsform, wo e bechränggti Zahl vo Lüt, siigs en einzelne Diktator, e Gruppe, Junta oder e Partei, die unbeschränggti Herrschft im Staat het. Hüfig existiere Institutione, wo me us dr pluralistische Demokratii kennt, wie Parlamänt, Parteie, Gwärkschafte u.s.w. zum Schiin au in Diktature, si dört aber kontrolliert und ohni Iifluss.
Diktature chönne au in demokratische Staate errichtet wärde, wenn d Gsellschaft in Krise isch, zum Bispil dur d Mobilisierig vo Volksmasse, hüfiger aber in Staate wo s demokratische Dängge schwach veranggeret isch dur e Putsch, wo im allgemeine e Militärjunta ans Rueder bringt, us welere sich denn mänggisch en Autokrat cha usebrofiliere (dr Nasser z Ägypte, dr Peron z Argentinie). Es git au d Möglichkeit, ass e Demokratii es für nötig findet, d Staatsmacht vorübergehend einere Person azverdraue. In dr Weimarer Republik het s doderfür dr Verfassigsartikel 48 gha, wo im Riichsbresidänt d Macht ge het Notverordnige z erlo, was dr Hitler usgnützt het für zum sich under eme Mänteli vo Legalität diktatorischi Vollmachte z erschliiche.
Diktature si im allgemeine nationalistisch, au wenn si sich öffentlig nit drzue bekenne (wie die kommunistische Diktature in Europa und Asie im 20. Johrhundert) und verspräche soziali Besserig (was in de meiste Fäll, z.B. im Faschismus und Nationalsozialismus schlussändlig leeri Verspräche bliibe).
Aktuell (2012) gitts v.a. folgendi Staate, wo der Begriff Diktatur muess bruucht wärde: China, Nordkorea, Vietnam und Kuba, alli mit kommuistischem Gsellschaftssystem, und in Europa muess me au Wissrussland drzue zelle. Meh Staate hei zwar diktatorische Iischlag, füehre aber (teils manipulierti) Wahle düüre und hei gwüssi - teils iigschränkti - Grundrecht für d Bevölkerig, z.B. Russland, Iran und Venezuela; me nennt die Schtaate au glänkti Demokratieä.
Quelle [ändere]
- dtv-Lexikon, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1970, Band 4, S.112