Weimarer Republik

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Dütschs Riich
Weimarer Republik
1918–1933
Faane vom Dütsche Riich 1919–1933 Wappe vom Dütsche Riich 1919–1928
Fahne Wappe
[1][2][3]
Flag of the German Empire.svg Navigation Flag of the NSDAP (1920–1945).svg
Verfassig Verfassig vom Dütsche Riich vom 11. August 1919
Amtssprooch Dütsch
Hauptstadt Berlin
Staatsform parlamentarischi Republik
Regierigsform präsidentiell-parlamentarisch
Staatsoberhaupt
– 1919 bis 1925
– 1925 bis 1934
Reichspräsident
Friedrich Ebert
Paul von Hindenburg
Regierigschef
1919


– 1919 bis 1920
– 1920
– 1920 bis 1921
– 1921 bis 1922
– 1922 bis 1923
– 1923
– 1923 bis 1925
– 1925 bis 1926
– 1926 bis 1928
– 1928 bis 1930
– 1930 bis 1932
– 1932
– 1932 bis 1933

Philipp Scheidemann
(Präsident vom Riichsministerium)
Riichskanzler
Gustav Bauer
Hermann Müller
Constantin Fehrenbach
Joseph Wirth
Wilhelm Cuno
Gustav Stresemann
Wilhelm Marx
Hans Luther
Wilhelm Marx
Hermann Müller
Heinrich Brüning
Franz von Papen
Kurt von Schleicher
Flechi 468.787 km²
Iiwohner
– 1925

62.411.000
Bevölkerigsdichti
– 1925
– 1933

133 Iiwohner pro km²
139 Iiwohner pro km²
Währig 1 Riichsmark = 100 Riichspfennig
Proklamation vo der Republik 9. November 1918
Nationalhymne Dütschlandlied
Nationalfiirdig Verfassigstag am 11. August (Annahm vo der demokratische Verfassig)
Zitzone UTC+1 MEZ
Kfz-Kennzeiche D
Charte
Charte vom Dütsche Riich

D Weimarer Republik, amtlig Deutsches Reich, die erschti würklech rein demokratischi Staatsform in Dütschland, hett 1919 - nach em Wältchrieg und nach em Schturz vo der Monarchie - mit rächt vill Schwung und guete Vorzeiche agfange. Die sog. Weimarer Koalitione, Koalitionsregierige us usschliesslich demokratisch gsinnte Parteie, hei die erschte Wahle, wo übrigens erschtmols au d Fraue hei dörfe teilnäh, für sich entschiide. Die nationalistische Chräft, wo s Kaiserriich wieder hei welle härstelle und d Friedensbedingige vo de Chriegs-Siegermächt hasserfüllt bekämpft hei, sind parlamentarisch in d Defensive drängt worde. Um so militanter hei sie sich allerdings usserparlamentarisch in Szene gsetzt: Politischi Mörd a Lüüt, wo sie als Verantwortlechi vo der "Dolchstoss"-Legände ("Wäg der Novämber-Revolution isch der Chrieg verlore gange") gseh händ, Kapp-Putsch und Hitler-Putsch (beidi gschiteret) sind nur einigi Schlagliechter drfür.

Erschti Azeiche, dass s demokratische Elemänt au i der gsamt-dütsche Gsellschaft trotz däm rächtleche Überbau vo der Republik nitt würklech gfeschtigt gsii isch, hetts bi de erschte Reichspräsidente-Wahle gää. Der preussisch Junker Paul von Hindenburg, Monarchischt und füehrende Chopf in der Oberschte Heeresleitig während em vergangene Wältchrieg, isch 1925 zum Reichspräsident gwählt worde - und dies gege än Kandidat vo der katholische Zentrumspartei, und s no problematischere dra isch gsii, dass d Schtimme vo der Dütsche Volkspartei (DVP) und vo der Bayrische Volkspartei (BVP) wiitgehend an Hindenburg und nitt a die demokratischi Siite gange sind. Erschti Azeiche von ere Erosion vo der Republik.

Die parteipolitische Fronte hei sech i der Folg immer stärker polarisiert, d Pol-Parteie NSDAP vom Hitler (öppis igschränkter au d Monarchischte-Partei DNVP) und uff der Linke die kommunistischi KPD sii immer stärker worde, d Mitti-Parteie hei Wähleranteil verlore. Das vor allem denn in de 1930er Johr, wo d Wältwirtschaftskrise grossi Arbeitslosigkeit und soziali Not zur Folg gha hett. Politik isch au uff dr Strass uustreit worde, in Form vo viile Schlägereie, und au politischi Mörd hetts wiiterhin gää. D Regierige sii nümm stabil gsii, s hett vieli Wächsel gää - churz, d Weimarer Republik hett nümm us der politische Krise uusegfunde.

Die wohl letschti reali Chance, der Hitler no z verhindere, hetts nach de Reichstagswahle vo 1932 gää. Der designiert Reichskanzler Franz von Papen, au är en Monarchischt, hett Reforme plant, wo d Wirtschaft sölltet us der Krise füehre. Er hett unter andere au der SPD und der Zentrumspartei es Koalitions-Aagebot unterbreitet, mit dene Parteie hätt sech no ä Mehrheits-Regierig lo bilde, wo der Hitler wiiterhin vo der Macht färnghalte hätt. S Verhältnis vor allem mit der SPD isch allerdings vorbelaschtet gsii, will der Papen vorher, won er au scho Reichskanzler gsii isch, bim "Preusseschlag" d SPD-Regierig vo Preusse wägputscht gha het, will er si als Gfahr gseh hett. Das hett em d SPD nitt entschuldigt ghaa, si hett em uf s Koalitionsangebot schlichtwäg im Vornheri s Gschpräch verweigeret. Aber au s Zentrum hett keis Interässe am Papen sim Koalitionsagebot zeigt. Emotionali politischi Stimmige si do wichtiger gsii als wiitblickends Dänke, e gfährlechi Figur wie der Hitler vo der Macht färnzhalte. Derbi hett me em Hitler sini extreme Ideeä uus sim Pamphlet "Mein Kampf" uus de 1920er Johr längschtens kennt, aber offebar zwenig ärnscht gnoo.

Schliesslich ischs afangs 1933 zun ere Koalitionsregierig zwüsche der NSDAP und der Monarchischte-Partei DNVP choo, und der Hindenburg hett der Hitler zum Kanzler ernennt. Das isch glichbedütend mit em Ände vo der Weimarer Republik gsii: Mit em Ermächtigungsgsetz, wo unter anderem, aber nitt nur, dur Ischüchterig vo de demokratische Parteie z Schtand cho isch, hett der Hitler i der folgende Ziit systematisch alli Opposition eliminiert und unterdrückt und sini Diktatur errichtet.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Erich Eyck: Geschichte der Weimarer Republik, 2 Bänd
  • Hans Boldt (Hrsg.): Reich und Länder - Texte zur deutschen Verfassungsgeschichte
  • R.A.C. Parker: Fischer-Weltgeschichte - Europa 1918 bis 1945

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Im Johr 1928 isch s Riichswappe aagno worde, wo in der Mitti vo de 1920er-Johr vom Tobias Schwab (1887–1967) erschaffe worden isch und wo im Februar 1950 dr Theodor Heuss denn au as Bundeswappe verkündet het. Vgl. dodrzue Jana Leichsenring: Staatssymbole: Der Bundesadler. In: Aktueller Begriff. No. 83/08, 12. Dezember 2008, ZDB-ID 2256061-0, S. 1–2, hier S. 2, online (PDF; 73 KB).
  2. Jürgen Hartmann: Der Bundesadler. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 56. Jg., Heft 3, 2008, S. 495–509, hier S. 50.
  3. Vgl. Abbildung des Reichswappens auf der Tafel „Deutsches Reich: Wappen I“ in: Der Große Brockhaus. Handbuch des Wissens in zwanzig Bänden, Bd. 4: Chi–Dob, 15., völlig neubearbeitete Auflage. Brockhaus, Leipzig 1929, Tafel zwischen S. 648 und 649.