Hanspeter Wieland

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech
Dialäkt: Bodeseealemannisch
De Hanspeter Wieland im Johr 2013 in Hagnau am Boddesee

De Hanspeter Wieland (* 23. August 1948 in Radolfzell am Boddesee) isch en Schriftsteller, wo Biecher und Gdicht uff Seealemannisch schriibt ibber d Regione, d Mensche und ihre Sproch. Er isch Mitherausgeber vu Gdichtsammlunge und Anthologie. Vereffentlichunge vu ihm gits au standardsprachlich.

Lebbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die Statione uff sinnem Lebenweg sinn gsi Bettebrunne (Hailigebärg), Pfulledorf, Etteneminschter und Ettene, Konschdanz, Berlin. Denoch isch sin Schwerpunkt fascht 40 Johr lang Immeschtaad am Boddesee. Noch em kurze Wohne in Salem-Neufrach hot er im März 2013 sinnen Wohnsitz uf Ibberlinge verlegt. Richard Gäng isch sin Lehrer gsi i de Kloschterschuel St. Landolin z Etteneminschter und hot sinne sprochliche Gwandtheit gsähe. De Hanspeter Wieland hot sinne praktische Site in de Usbildung zum Maschineschlosser vewirkliche könne. Er hot denoch in ville Bruef i de Induschtri gschafft. Er isch ghirotet und hot drei Söhn. Hanspeter Wieland gheert sit iber 40 Johr de Gwerkschaftsbewegung a, sit 1995 bim Verband deutscher Schriftsteller. E Zitlang isch er Autoresprecher gsi bi de Muettersproch-Gsellschaft. I de internationale Boddeseeregion zellt mer ihn zu de Meersburger Autoren-Runde.

Philosophie[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Hanspeter Wieland predigt es guets, gerechts Zammelebe und d Achtung vor de Naddur, Dierle un Pflanze.[1] Sin Weg hot er gfunde usem Denke gege de Strom, im einfache Lebbe ohne Verstellung und ohne Zwäng im Lebbe wie im Schribe. Sinne Gdicht sind e Komposition us alemannische Werrter mit alemannischem Hintersinn und Wortklang. Er isch en Sprochkünstler.[2]

De Manfred Bosch hot sell gnennt:

„... erfreulichste Blutauffrischung für die alemannische Mundart seit langem ...“

(Manfred Bosch: Besprechung vu Hanspeter Wieland: Schineggler sowie Bappele hinterefier)

[3] Und de Markus Manfred Jung atteschtiert:

„So hät in unsem Dialekt no kein gschribe.“

(Markus Manfred Jung: Besprechung vu Hanspeter Wieland: Bappele hinterefier)

[4]

Sin Motto isch:

„schwätze mummer mit de Leit – schwätze“

(Hanspeter Wieland: Gdicht Freundlichkeit - Freundlichkeiten)

[5]

Und si (dreifachs) Lebensideal isch: Gleichberechtigung vu Manne un Froue. Reschpekt firs Schaffe mit de Hand. Ohne Eigetum lebbe.

Lesunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Hanspeter Wieland, Überlingen, isch en boddeseealemannischer Autor: In de Domschul in Konschdanz hot er am 27. November 2015 us Texschte vorglese.

Bei Autorelesunge allei oder mit Kollege will er zum Verständnis vum Bodeseealemannische beitrage.[6] [7] Er isch Mitglied vu de Meersburger Autorenrunde vu Autore rund um de Boddesee. Selle treffet sich jedds Johr vor em Advent uf de Burg Meersburg und leset us Werke vu Schriftsteller vor, wo Spure hinterlo honnt i de Region.[8] Drunter sind au vergessene Schriftsteller oder selle Schriftsteller, uf die mer bsunders aufmerksam mache will. Er isch onner vu de alemannische Autore, wo in de Schuelklasse in em Dialog s Alemannische als e weitere Sproch nebbe dem Schriftdeutsche de Kindere näher bringe tuet („Mundart in der Schule“).[9]

Projekt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Projekt: D Neufracher Bücherschmied[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Hanspeter Wieland dichtet, gstaltet und macht vu Hand bundene Texschthefter. Er siehts as Gegeschtuck zu de Velagsmöglichkeite. 400 Einzelschticker sinn bis etz zammekumme. Zammegfasst sind es sechs Bänd „In meinem Reich“, zwei Bänd „Dichten und Dichten im Dialekt“ sowie Hefter mit Abhandlunge und Aphorisme, Erzählprosa aus Immenstaad und dem Salemer Tal, Dialektgedichter und „Tierle-Broschüre“.

Projekt: Zeitschrift Mauerläufer[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Hanspeter Wieland isch en Mitherausgeber vu de literarische Zeitschrift „Mauerlaeufer“, wo er au selber drin schribt.[10]. Seit 2014 kunnt se jährlich raus unter em Motto radikal, regional, randständig. Radikal hosst anders wie d veröffentlichte Meinung. Regional will monne de Boddesee, Allgäu und Oberschwabe. Randständig isch es Verständnis fir unbeachtete Theme und fir Mensche, wo am Rand lebbet.

Auszeichnunge[ändere | Quälltäxt bearbeite]

[11]

  • 1989: 1. Preis VHS-Bodenseekreis fir d Mundartlyrik
  • 1991: Arbeitstipendium vum Förderkreis dt. Schriftsteller
  • 1992: Kulturförderpreis vu de Stadt Friedrichshafen

Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sin Werk isch ufglischtet bi de Muettersprochgsellschaft und de Deutsche Nationalbibliothek.[12]

Alemannisch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Alemannische Gedichtbänd[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Sonigs und Sottigs. H. Wieland 1987.
  • Bappele hinterefier. Alemannische Gedichte. Drey-Verlag, Gutach 1995. ISBN 3-9804636-1-3.
  • Schineggler. Alemannische Gedichte aus der Fabrik mit einem Nachsatz in Schafseckel-Deitsch. Drey-Verlag, Gutach, 1999. ISBN 3-933765-01-3.
  • Omma häckerlet de Gaate. Alemannische Gedichte. Drey-Verlag, Gutach, 2001. ISBN 3-933765-08-0.

Beiträg in Zeitschrifte und Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

(chronologisch gordnet)

  • Fremds Vögele. In: Strandgut von Träumen. Weiler im Allgäu, 1990.
  • Die Mundarten Vorarlbergs,17 zeitgenössischen Mundartautoren aus dem Vorarlberg. In: Alemannisch dunkt üs guet, Heft 3/4, 1995.
  • Beese Dag. Alemannische Gedichte. In: Allmende 70/71. Eggingen, 2001.
  • Wenn onn d Sunnebrille nadutt. In: Rheticus 3/4, Feldkirch, 2002.
  • Blüemlegedichte. Blumenpoesie alemannischer Dichterinnen. In: Alemannisch dunkt üs guet 1/2005.
  • Leute am See. In: Bodenseegedichte aus 12 Jahrhunderten. Eggingen, 2005.
  • Sprechübungen. In: Harras 21, Dozwil, 2006.
  • Kinderzit, Erinnerungen alemannischer Autoren an Kriegs-und Zwischenkriegszeit. In: Alemannisch dunkt üs guet 1/2009.
  • Demonschtrazion. In: Les Galets du Rhin. Rheinkiesel. Volume III, S. 203-210Édition du Lys 2012. ISBN 2-903693-75-7. (Parabel).

Mitherausgeber[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hg. (mit Markus Manfred Jung und W. Wurth): weleweg selleweg. Anthologie mit Texten von 33 zeitgenössischen Mundartautoren aus Baden. Drey-Verlag, Gutach, 1996. ISBN 3980463621.
  • Hg. (mit Markus Manfred Jung und W. Wurth): I mag di mog di mig di. Alemannische Liebesgedichte-Anthologie. Gutach, 2009.

Alemannische Texscht uf ere CD[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ufem Bergle iberem See. Mundarttexte gesprochen vom Autor. Drey-Verlag 2004. Audio-CD. ISBN 978-3-933765-16-1.
  • 7 Lieder. Mini-CD. Musik vum Reinhold Schneider, Immenstaad no act records, Immenstaad, 2011.

Schriftdeutsch[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Prosa[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Der arme Poet. Zehn Versuche mit zwei Anhängseln zu einem Thema von Spitzweg. De Scriptum, Uhldingen 1998. ISBN 3-931071-15-4
  • Kurztexte und Aphorismen. Z. B. Von den Dingen, Der alte Brettacher Apfelbaum, Ein Schnak, der nichts will, Vom Wünschen, Vom Sprechen. Eigenverlag Neufracher Bücherschmiede, 2012, 2013, 2016.

Beiträg in Zeitschrifte und Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

(chronologisch gordnet)

  • Im unteren Luftraum u. a. In: Verknüpfungen. Birkhäuser, Basel 1992.
  • Gryllotalpa oder Der Gärtner als TÖLPL. In: Landmarken, Seezeichen. Waldburg 2001.
  • Annäherungen an eine Seeheimat. In: Immenstaad, Geschichte einer Seegemeinde. Konstanz, 1994.
  • Auf dem Enneberg. Eine Reise durch das Markdorfer Gewann selben Namens. In: Kultur, Dornbirn,1990 und Allmende 50/51. Eggingen, 1996.
  • Heimatland Heimat, 25 Jahre Bodenseekreis. In: Allmende 60/61, Eggingen, 1999 und in: Im Sog des Bodensees, Eggingen 2009.
  • Kurgäscht, Epfel und Dornjeh. In: Unser aller Weg führt übern Bodensee. Eggingen, 2000 und in: Geschichten vom Bodensee, Berlin 2012.
  • Wohin Neue Mundart? In: schwädds 23. Bad Schussenried, 2002.
  • Handarbeit und Dialekt. In: schwädds 26, Reutlingen, 2007.
  • Die Ästhetik des Kürzens. Zu den kurzen Vokalen im Seealemannischen. In: Leben am See, 28. Bodenseekreis, 2011.[13]
  • Mein Kommunismus. In: Hippe Habasch, Renate Igel-Schweizer: Aber es gab noch einen anderen Fisch, Turm Verlag, Meersburg 2011.
  • Besuch in der Haslachmühle. In: Mauerlaeufer. Literarisches Jahresheft 1/2014, S. 10-13.
  • Große Herausforderung. In: Mauerlaeufer. Literarisches Jahresheft 1/2014, S. 128–135. (Parabel).
  • Walter Dorst: Ordnung schaffen. In: Mauerlaeufer. Literarisches Jahresheft 2015, ISBN 978-3-00-049878-7, S. 34–37.
  • Was zu befürchten war, ist passiert. In: Mauerlaeufer. Literarisches Jahresheft 2015, ISBN 978-3-00-049878-7, S. 116–121. (Parabel).

Mitherausgeber[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hippe Habasch, Jochen Kelter, Christa Ludwig, Katrin Seglitz, Hanspeter Wieland, Eva Hocke (Hrsg.): Mauerlaeufer. Literarisches Jahresheft. 1/2014 bis ...
  • Hippe Habasch, Renate Igel-Schweizer: Aber es gab noch einen anderen Fisch, Turm Verlag, Meersburg 2011.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Lesung vu H. Wieland in Friedrichshaffe ibber es friedliche Mitenand
  2. Friedel Scheer-Nahor über Hanspeter Wieland
  3. Manfred Bosch: Unbotmäßigkeit und Anarchie. In: Südkurier vom 29. Juli 1999.
  4. Wunderfitz vom Wald (=Markus Manfred Jung): Bappele hinterefier. In : Badische Zeitung vom 20. April 1996
  5. Hanspeter Wieland: Sonigs und Sottigs. H. Wieland 1987.
  6. Landratsamt Bodenseekreis: Lesung: So schwätzet d Seehase. Mundartpoetisches rund um den Bodensee. Im Spiegelsaal des Neuen Schlosses in Meersburg am 25. Oktober 2013.
  7. Lesunge mit Hanspeter Wieland
  8. Uwe Petersen: „1984“ als bedrückende Apokalypse. In: Südkurier vum 18. November 2014.
  9. Projekt Mundart in der Schule
  10. Internetseite vu de Zeitschrift Mauerlaeufer
  11. Hanspeter Wieland bi de Autorinne und Autore in Baden-Württemberg
  12. Werk ufglischtet bi de Muettersprochgsellschaft
  13. Die Ästhetik des Kürzens. Zu den kurzen Vokalen im Seealemannischen. In: Leben am See. 28, Bodenseekreis 2011.

Weblinks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Hanspeter Wieland – Sammlig vo witere Multimediadateie