Ulrike Derndinger

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Hops zue: Navigation, Suech

D Ulrike Derndinger (* 1977) isch e dytschi Theologi, Schurnalischti un Schriftstelleri.

Läben un Beruef[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Derndinger isch z Kirzell bi Lohr as Dochter vu Buure ufgwachse. No em Abitur het si an dr Universitet Fryybeg katholidschi Theology studiert. Vu 2005 bis 2007 het si bi dr Badische Zytig e Volontariat gmacht un schafft syterhär as freji Schurnalischti bi dr Lokalredaktion vu dr Badische z Lohr. Si isch ghyrote mit em Heinz Siebold.

Literarisch Schaffe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Derndinger schrybt im Alemannisch vu dr Ortenau. Iber ihre Dialäkt sait si „Mini Sprooch ist sexy.“[1]

Dr Effetligkait isch si zum erschte Mol bekannt wore anne 2003, wu si bim erschte Gerhard-Jung-Wettbewerb uf dr zweet Blatz in dr Kategory Lyrik chuu isch. A

Mit ihre Verzellig „Scheidzeiche“ het si anne 2005 dr erscht Bryys bim Mundart-Wettbewärb „Mir sueche di Beschte“ gwunne, wu vu dr Badische Zytig, dr Muettersproch-Gsellschaft un em SWR veraastaltet woren isch.

Vu 2007 bis 2011 het si ne aigene Blog uf dr Websyte vu dr Badische Zytig unter em Titel „Jung, ledig, alemannisch“ gfiert. Dr Toni Nachbar schrybt anne 2009 iber ihre Blog:

„Man hat den Eindruck, dass Ulrike Derndinger das Alemannische als wirksame Waffe entdeckt hat, sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie beschäftigt: die unmittelbare Umwelt, in der sie lebt. Und die Gefühlsarmut, die sie um sich vermutet. Besser noch: die Unfähigkeit, darüber zu sprechen. Vordergründig rupft sie Hühnchen mit ihren Eltern. Mit dem Vater, der sie als Kind mit seinen Sprüchen zur Weißglut getrieben hat und der Mutter, der sie als Studentin für zu lange Zeit vom Elternhaus wegblieb. Aber man kann sich des Schlusses nicht erwehren, dass Ulrike Derndinger sprachgewaltig gegen die Kargheit des Lebens anschreibend, selber auf Entdeckungsfahrt ist zum Reichtum, der sich dahinter offenbart. Von Gefühlen heimgesucht Ihre Absicht, radikal unsentimental zu sein, führt nur dazu, dass sie erst recht von Gefühlen heimgesucht wird.“

Badischi Zytig, 23. Jänner 2009

Syter anne 2007 isch d Derndinger aini vu dr fimf Autore, wu fir di Badisch Zytig d Kolumne Lueginsland schrybt, näb em em Markus Manfred Jung, Harald Noth, em Martin Schley un em Wendelinus Wurth.

Anne 2010 het si ihri erscht CD uusebrocht, wu si Gedicht un Prosa druf vorliist. Im Johr 2016 het si im Drey-Verlag ihre erscht Buech mit alemannische Gschichte unter em Titel Weckli, Deckli, Schleckli uusegee.

Syt e baar Johr dritt si als zämme mit em Heinz Siebold uf, wu ihre Gedicht mit dr Gitarre beglaitet un au aigeni Lieder singt. Di baide hän mittlerwyli ghyrote.

Biecher[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Weckli, Deckli, Schleckli. Drey-Verlag 2016, 79 Syte mit Illustratione vum Jeannot Weißenberger. ISBN 978-3-933765-86-4

CD[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Zwische de Zilde, CD, 2010

Uuszaichnige[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Gerhard-Jung-Wettbewerb 2003, 2. Blatz Lyrik
  • Gerhard-Jung-Wettbewerb 2006, 2. Blatz Lyrik, 3. Blatz Prosa
  • Gerhard-Jung-Wettbewerb 2009, 1. Blatz Prosa, 2. Blatz Lyrik
  • Mundartwettbewerb „Mir sueche di Beschte“ 2005

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Liedermacher Gerd Birsner wirbt für »Diersche«, Baden Online, 18. Oktober 2013