Meisele

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47.6013888888897.7902777777778349Koordinaten: 47° 36′ 5″ N, 7° 47′ 25″ O
Minseln
Wappe vo Minseln
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante: Hochalemannisch
Regionalvariante: Dinkelbergisch
Höchi: 349 m
Flechi: 9,45 km²
Iiwohner: 2118
Bevölkerigsdichti: 224 Iiwohner/km²
Iigmeindig: 1. Januar 1972
Regierigsbezirk: Friiburg
Landchreis: Lörrach
Poschtleitzahl: 79618
Vorwahl: 07623
Nummereschild:

Meisele (IPA: [ˈmaɪ̯zələ]) oder jünger Minsle (amtlich Minseln) isch e Dorf im Landkreis Lörrach un sytem 1. Januar 1972 en Ortsdeil vo Badisch-Rhyfälde.

Geografy[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Meisele ligt uff 349 Meter über de NN im Dürrebachdal uff em Dinkelberg und hät e Flächi vo 9,45 Quadratkilometer. Um s Dorf umme hät s Äcker und Weide. S Dorf isch friehner no in Under-, Mittel- und Obermeisele underglydert gsi; d Gränze sin hütt aber nümmi klar erkenntlig.

Verchehr[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Durch Meisele fiehrt d K 6333 wo vo de Rhifälder Chernstadt uff Adelhuse goht; vo dört uß fiehrt d L 139 widder uff Mulburg im Dal vo de Wyse. Usserdem git s im Dorf mehreri Bushaltstelle, wo e Bus in Richtig Schopfe und Rhyfälde haltet.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Als Minsilido wird de Ort erschtmools 754 in re Urkunde vom Cauzbert (Kloschder St. Galle) erwähnt.

D Ritter vo Epdinge sin Bsitzer vom Fronhof gsi und dodemit di wichtigste Grundherre vom Dorf. Trotzdem hät s au e eigene Dorfadel ge. S Rittergschlächt wird zwüsche 1283 und 1358 erwähnt und ursprünglich sin ihri Aaghörige wahrschints Ministeriali vom Kloster St. Galle gsi.

Meisele het frieh zu de Grafschaft Rhyfälde ghört. Bi fast allne Chrieg am Hochrhy isch de Ort e Opfer vo Plündrige und Brandschatzunge gsi. Abber vor allem im Drißigjährige Krieg während de Belagerig vo Rhyfälde durch d Schwede (1634) het Minsle schwer lyde mieße.

Vor de Industrialisierig hät d Meisler Bevölkerig vor allem vo de Landwirtschaft gläbt, noch säller hän sich aber vyli Fabrike in de Gegend agsydelt. Hütt hät s z Meisele weniger wie zä Familie wo im primäre Sektor schaffe.

Sit 1972 isch Meisele e Ortsdeil vo Rhyfälde. Im gnännte Johr isch es ygmeindet worre und hät sither zwei (am Afang drei) Gmeindröt und e Ortschaftsverfassig.

Wappe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

S Wappe vo Meisele git s sit 1902. De goldig Schlüssel und s goldige Schwert uff rotem Grund repräsentiere d Kirchpatrone Petrus und Paulus.

Kultur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im örtliche Roothuus isch s Dachgschoß vo Mitglieder vom Fördervorein för d Iirichdig vo me ne Heimatmuseum zu me Ussstellungsruum ussbaut. Dört isch sitt de Eröffnig im Johr 2000 e heimatkundlichi Sammlig z seh: S Dinklbergmuseum. D Schwerpunkde vo derre Sammlig sinn landwirtschaftlichi und husswirtschaftlichi Grätschafte vo vor und nooch de Mechanisierung und usserdem Trachde und andri Kleidigsstücke. Reglmäßig werde Sunderusstellige zeigt.

E Moler, Holzschniider und Dichter, de Alban Spitz, isch in Meisele uff d Welt koo und het dört gwirkt. Di ördlichi Voaastaldigshalle isch nooch ihm benennt.

De seealemannisch Dialektdichter Thomas Burth het die letschte Johr vor sim Tod z Meisele glebt.

Website[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Quälle[ändere | Quälltäxt bearbeite]