Martin Elsaesser

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Dr Martin Elsaesser uff-ra Zoichnong vom Lino Salini
Dialäkt: Schwäbisch

Dr Martin Elsaesser (* 28. Mai 1884 z Diibenga, † 5. Auguscht 1957 z Stuegert) ischt a deitscher Archidekt gwäa. Zo seine Hauptwerk gheeret vorschiidene Kircha, Pfarrheiser, Gemeindeheiser ond Markthalla.

Aus seim Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Martin Elsaesser kommt als Soh vo-ma Pfarrer am 28. Mai 1884 en dr wirdabergischa Universideetsstadt Diibenga uff d Welt. Noch seim Abidur fangt’r an dr Technischa Hochschuel Mincha a Archidektur-Studium oo, wechslet abr bald an dui Technischa Hochschuel noch Stuegert, wo dr Theodor Fischer sei wichdigschder Lehrer wuud. Seller Moo gilt als Grender vo dr sognannda Stuttgarter Schule. 1905 nemmt dr Elsaesser ama Wettbewerb fir d Evangelischa Pfarrkirch vom Bada-Badener Stadtdoil Lichdadal teil ond goht als Siiger hervor. Des ermeglicht-em, vo jetzt oo als selbstendiger Archidekt zo schaffa. Bald gilt’r als oiner vo de bedeidenschde Kircha-Archidekta vo ganz Sidweschtdeitschland. Als sei bsondrs Prachtexemplar gilt dui evangelischa Kirch em Stuegerter Stadtdoil Gaisburg. Dui ischt abr et bloß weaga-m Elsässer seira Archidekdur weit ibr Stuegert naus berihmt, sondern au weaga de Wandmolereia vo dr Käte Schaller-Härlin ond dia vom jong vorstorbena Bildhauer Christian Scheufele gschaffene Figura.

1911 kehrt dr Elsaesser an dui Technischa Hochschuel Stuegert zruck, desmol abr als Assischdent vom Professor Paul Bonatz. Zwoi Johr späder wuud dr Elsaesser selbr Professor an dera Hochschuel. Sei Gebiet isch d middlalderlicha Baukunscht. 1920 wechslet’r – uff Wonsch vom Kölner Oberbirgermoischdr Konrad Adenauer – an d Kunschtgewerbe- ond Handwerkerschuel vo sellra Stadt, wo-nr zom Leitenda Direkdr ernannt wuud. Fenf Johr druff hot’r gnuag vo dera Uffgab ond schlegt da Richard Riemerschmid zo seim Nochfolger vor. Er selbr wechslet jetzt noch Frankfurt am Main, wo-nr vom dortiga Stadtbaurat Ernst May als Leiter vom Frankfurter Hochbauamt eigsetzt wuud. Scho noch kurzer Zeit entstoht dr Spruch:

Alles neu
macht der May,
alles besser
der Elsaesser.

[1]

1932 kindicht dr Elsaesser vorzeidich sein Vrtrag mit dr Stadt Frankfurt ond schafft wiider als selbstendiger Archidekt. Weil abr der Moo als tybischer Vrtreder vom Bauwesa vo dr Weimarer Republik gilt ond so ebbes de Nazis, wo em Johr druff an d Macht kommet, nemme basst, bleibet d Uffträg fir sei Firma bald aus. Drom kommt’r zonägscht amol uff dui Idee, sich fir a Stell an-ra italienischa Archidektaschuel zo bewerba, hot do drbei abr koi Glick. Klabba duat abr sei Bewerbong fir a baar Projekt en dr Tirkei. Deet entwirft’r ondr andrem ganz moderne Bauda fir dui nei grendeda Sümer-Bank en Ankara. Sein Hauptwohnsitz bhelt dr Elsaesser abr emmer en Deitschland bei, weil’r arg hoimetvorbonda ischt ond sich et zo-ra Auswanderong entschliaßa koo.

Wia schliaßlich 1945 dui nazionalsozialischdischa Tyrranei ihr End gfonda hot, kehrt dr Elsässer en sei schwäbischa Hoimet zruck. Sei Hoffnong, deet neie Bauaufträg zo kriaga, erfillet sich abr et. Jetzt erweist sich sei Bekanntschaft mit-em Adolf Abel, ama Schialer vom Paul Bonatz, zo seim Vorteil. Dr sell vormittlet-em a Stell als kommissarischer Professor fir Entwerfa an dr Technischa Hochschuel Mincha. A ordentlicha Professur wuud-em abr vorweigret, weil’r scho s sechzigschde Lebensjohr ibrschridda häb ond somit z alt drfir wär. Dr Schwerpunkt vo seim Schaffa gilt jetzt em Wiideraufbau vo Wohnonga en dr Nochkriagszeit.

En seine ledschde Lebensjohr ploget da Martin Elsaesser hefdige Depressiona. Am 5. Auguscht 1957 schliaßt’r en seira Stuegerter Wohnong d Auga fir emmer. 73 Johr alt ischt’r worra.

Stil[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Archidekdur vom Elsaesser seira erschda Schaffensperiode en dr Zeit vor-em Erschda Weltkriag zeichnet sich dodurch aus, dass’r mit-em Hischdorismus brocha ond a moderna Bautechnik mit-ra godisch inschbiriirda Reformarchidekdur eigfihrt hot. A Muschdr-Exemplar do drfir isch d Stuegerter Markthalle. En seira Frankfurter Zeit hot’r sich mit seine strenge, geometrische Forma als a Pioniir vom Neia Baua en de späde 1920er Johr erwiisa. Muschderbeispiil do drfir isch dui 220 m langa ond 50 m broida Frankfurter Großmarkthalle.[2]

Martin-Elsaesser-Stifdong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Am 30. März 2009 isch d Martin-Elsaesser-Stifdong als rechtsfähiga Stifdong noch-em birgerlicha Recht grendet worra. Se ischt gemeinnitzig anerkannt ond soll ans Leaba ond ans Werk vo sellem Moo erennra. D Grendervädder vo dera Eirichdong send em Elsässer seine Enkel Regine ond Thomas Elsaesser sowia sei Großneffa Konrad Elsaesser gwäa.[3]

A Auswahl vo de Bauwerk, wo dr Elsaesser gschaffa hot[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bildergalerii[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weitre Bauwerk ohne Bilder[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • 1909: Keeniglicha Fachschuel fir Edlmetallinduschtrii z Schwäbisch Gmünd (heit hoißt sella Eirichdong “Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd”)
  • 1909–1910: D Evangelischa Eberhardskirch en Diibenga
  • 1909–1910: D Oberrealschuel z Diibenga, s heidige Kepler-Gymnasium
  • 1910: D Eiseboh-Neckerbrick vo dr Keeniglich Wirdabergischa Staats-Eisenboh en Diibenga
  • 1913–1914: S Wagaburg-Gymnasium em Stuegerter Stadtdoil Gänsheide
  • 1922–1924: S Verwaldongsgebeide firs Rheinische Braunkohlasyndikat z Mannheim]]
  • 1922–1924: D Kunschtgewerbeschuel z Köln
  • 1925–1926: D Evangelischa Sidkirch z Esslenga am Necker

Schrifda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Das neuzeitliche Landhaus. En: Das schöne Heim, 1. Jahrgang (1930), S. 129–136.
  • Bauten und Entwürfe aus den Jahren 1924–1932. Berlin 1933.

Litradur ibr dean Moo[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Oswald Hederer: Elsässer, Martin. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 462 f.
  • Elisabeth Maier: Fruchtbare Polarität. Martin Elsaesser zum hundertsten Geburtstag. En: Der Architekt, Nr. 3/1985, S. 124–127.
  • Elisabeth Spitzbart-Maier: Die Südkirche in Esslingen von Martin Elsaesser. En: Esslinger Studien, Band 29/1990, S. 281–305.
  • Katharina Blohm, Winfried Nerdinger: Architekturschule München 1868–1993. München 1993.
  • Rainer Meyer: Martin Elsaesser von 1925–1932. Zum Werk eines avantgardistischen Baukünstlers. Dissertation, Universität Bremen, 1988.
  • Elisabeth Spitzbart-Maier: Die Kirchenbauten Martin Elsaessers und ihre Voraussetzungen in der protestantischen Kirchenbautheorie und Liturgiediskussion. Dissertation, Universität Stuttgart, 1989.
  • Rainer Meyer: Traditionalität und Moderne. Zur Aktualität von Martin Elsaessers Oeuvre. In: Werk, Bauen+Wohnen, Heft 10/1998, S. 18–21.
  • Bernd Nicolai: Moderne und Exil. Deutschsprachige Architekten in der Türkei. Berlin 1998.
  • Susan R. Henderson: Ernst May and the New Frankfurt, 1926–1931. Peter Lang, 2013.
  • Elisabeth Spitzbart, Jörg Schilling: Martin Elsaesser, Kirchenbauten, Pfarr- und Gemeindehäuser. Tübingen, Berlin 2014.

Weblink (au d Quella)[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Commons: Martin Elsaesser – Sammlig vo Multimediadateie

Fuaßnoda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. D Quell fir dia Vers
  2. http://www.grossmarkthalle-frankfurt.de/
  3. http://www.martin-elsaesser-stiftung.de/stiftung.html