Käte Schaller-Härlin

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Dialäkt: Schwäbisch

D Käte Schaller-Härlin, mit-em volla Nama hot se Katharina Maria Schaller-Härlin geborena Härlin ghoißa (* 19. Okdober 1877 z Mangalore en Indien, † 9. Mai 1973 z Stuegert), ischt a deitscha Molere gwäa. Zo ihre Hauptwerk gheeret Porträäs, Still-Leaba ond zom Doil au riisige Bilder ond Glasfenschder en vorschiidene Kircha en Siddeitschland.

Aus ihrem Leaba[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Käte Härlin kommt am 19. Okdobber 1877 en dr sidweschtindischa Hafastadt Mangalore uff d Welt. Ihr Vadder Emmerich ond ihr Mueder Anna geborene Nast send evangelische Theologa ond zo dera Zeit fir d Basler Missioo en Indien tädich. Wia des Mädle viir Johr alt ischt, kehrt se mit ihre Leit en ihr deitscha Hoimet zruck. D Kendheit ond Jugend vorbrengt se z Gruibenga ond z Bodlshausa em Schwobaland. Ihr liabschda Beschäfdigong isch do drbei s Zoichna ond s Mola. 1893 wuud se an dr Stuegerter Kunschtgewerbeschuel uffgnomma. Weil-ra abr des, was mr-a deet beibrengt, bei weidem et langt, nemmt se neabaher noh beim Rudolf Yelin d. Ä. ama Aktmolereikurs teil. S dauret et lang, ond d Kunschtgewerbeschuel kriagt do drvo Wend. Weil abr so ebbes bei dera Schuel – zomol beira Mindrjähriga – als a Schand eigstueft wuud, fliagt se em hoha Boga bei sellra Lehroostalt naus. 1899 bsuecht se an Modelliirkurs, was se hendrher als a feina Schmirerei bezeichnet.

Wia d Käte Härlin 23 Johr alt ischt, hält se’s nemme en ihrer Hoimet aus und ziagt noch Mincha. Finanziell ondrstitzt wuud se dobei vo ihre Leit, au wenn de selle älles andre als begeischdret driber send, dass ihr Dechterle bloß a Kinschtlere werda will. Allzu gern dät-se jetzt ihre Studia an dr staatlicha Kunscht-Akademii fortsetza, abr an dera Eirichdong send d Fraua noh et zuaglassa. So bsuecht se halt dui Dama-Akademii vom Kinschtlerinna-Vorei. Om dui Zeit rom reist d Käte au noh noch Italia ond studiirt en deam Land Aktmolerei. Glei drhendr ziagt se’s noch Paris ond beschäfdigt sich deet mit dr zeitgenessischa Kunscht.

De nägscht Stazioo vo dr Käte Härlin ischt Stuegert. Deet etabliirt se sich als Porträtischdin ond Kirchamolere. So oms Johr 1910 rom lernt se da Stuegerter Kunschthendler Hans Otto Schaller kenna, ond s dauret et lang, bis sich dia zwoi enanander vorliabet. Heirada will d Käte abr et, weil – so schreibt se en ihr Tagebuach – seller Moo sechs Johr jenger wia sui ischt ond außerdem sui viil zo leidaschaftlich als Molere schaffet, sodass se ehm koi guada Gaddin sei kennt. Dr Schaller brengt’s abr trotzdem ferdich, sei Käte zor Hochzeit zo ibrreda, ond em Johr druff derf’r se zom Traualtar fihra. A langs Eheglick ischt deane zwoi abr et vorgennt: 1914 bricht dr Erschde Weltkriag aus, dr Schaller wuud zom Milidär eizoga ond fällt 1917 an dr Front. Ab jetzt mueß se als freischaffenda Kinschtlere alloi fir sich ond ihr Dechterle sorga. En vorschiidene Kircha steigt se uffs Grischt ond ferdicht zom Doil riisige Wandmolereia oo, zom Beispiil en der Jugendstil-Kirch em Stuegerter Stadtdoil Gaisburg. En de 1920er ond 1930er Johr leit ihr kinschtlerischer Schwerpunkt en dr Porträämolerei. Manche vo selle Bilder koo mr zor Kunschtrichdong Neie Sachlichkeit rechna. Mit-em Theodor Heuss, wo nadiirlich au zo de Manna gheert, wo se pordrädiirt, pflegt se a lebenslanga Freindschaft.

Em Zwoida Weltkriag wuud d Käte Schaller-Härlin vo-ma schwera Schicksalsschlag hoimgsuecht: D Schaller-Villa z Stuegert-Rodaberg wuud vo-ra Bomb troffa. Zamma mit ihrer Hausoogschdellda ziagt se en d Gegend vo Schwäbisch Hall. Om ibrleaba zo kenna, porträdiirt se jetzt Baura, bloß om vo deane a baar Lebensmiddl zo kriaga. Wia no dr Kriag endlich rom ischt, ziagt se wiidr en ihr beschädigts Haus uff-em Rodaberg ond richdet sich notdirfdich ei. Weil se koi Adeljee meh hot, muaß halt s Wohnzemmer fir ihre kinschtlerische Arbeida herhalda. Als graußa Hilf erweist sich rond 50 Johr lang ihr treia Hausoogschdellda Anna Zaiss.

Am 9. Mai 1973 schliaßt d Käte Schaller-Härlin en ihrer Stuegerter Wohnong d Auga fir emmer. Stolze 95 Johr alt ischt-se worra. Ihr ledschda Ruah fendet dui Kinschtlere z Stuegert uff-em Pragfriidhof.

Ehronga[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Em Johr 1968 isch dr Käte Schaller-Härlin vom Bundespräsidenda s Bundesvordinschtkreiz Erschder Klasse vorliha worra.

A Anekdoot[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Bei ihrem Aufenthalt en Paris ischt d Käte Härlin [1] ondr andrem mehrmols mit-em deitsch-eschreichischa Dichter Rainer Maria Rilke zammatroffa. Wia do drbei ema Gschbräch dui Frau bemerkt hot, dass se koi humanischdischa Bildong gnossa hot, soll dr Rilke zo-ra gsait han: Sie Glückliche!

A kloina Auswahl vo ihre Werk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

En dr Evangelischa Kirch em Stuegerter Stadtdoil Gaisburg mit Wandbilder vo dr Käte Schaller-Härlin

A Selbschtbildnis vo dr Kinschtlere us-em Johr 1923 ko mr en dr Stuegerter Staatsgalerii ogucka.

Litradur ibr dui Frau[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Hermann Bruder: Untertürkheim und Rotenberg. Herzstück im Schwabenland. Ein Heimatbuch. Bürgerverein Untertürkheim e.V., Stuttgart 1983
  • Schaller-Härlin, Käte. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 29, E. A. Seemann, Leipzig 1935, S. 577
  • Schaller-Härlin, Käte. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Bd. 6. E. A. Seemann, Leipzig 1962, S. 396
  • Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Saur, München [u. a.] 1995–1999
  • Carla Heussler: Zwischen Avantgarde und Tradition - Die Stuttgarter Malerin Käte Schaller-Härlin. In: Schwäbische Heimat. Heft 4, 2011, S. 461–469.

Quella[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Fuaßnoda[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Domols hot se noh et Schaller ghoißa.