Biesheim

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Dialäkt: Elsassisch


Frankrich
Wappe vun dr Region
Biese
Biesheim
Wappe Kart
Wappe vo Biesheim
Biesheim
Lag vo Biesheim in Frankrich
Dialekt: Alemannisch
Hauptvariante Elsässisch
Basisdate
Stààt Frànkrich
Region Elsass
Département Owerelsass
Arrondissement Colmer
Kanton Nej-Brisach
Kommünàlverbànd CdC Pays de Brisach
Geographischi Lag: 48° 2′ 26″ N 7° 32′ 34″ O
Heh 190 m
(184 m–194 m)
Inwohner 2.472 (1. Jänner 2011) [1]
Flech 16,55 km²
Boschtleitzàhl 68600
INSEE-Code 68036
Internetuftritt:
Maire (Bürgemeischter):
lfd. Amtszitt
Georges Trescher
2008-2014

Biese (IPA: [b̥iə̯sə]; amtl. Biesheim, in alternativer elsässischer Schriwung vom Schwa Biasa) isch e französische Gmeind im Elsass mit guet 2300 Inwohner. Dr Ort ligt am Weschtufer vom Rhin un ghört em Kanton Nej-Brisach im Arrondissement Colmer a. Biese isch Mitglid vu dr CdC Pays de Brisach.

Geographi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die elsässisch Gmeind erstreckt sich in dr Ebene weschtlich vom Owerrhin, wo do die Staatsgrenz zue Ditschland (bzw. Bade-Wirtteberg) bildet. D'Ortschaft ligt guet en Kilometer weschtlich vom Rhi gegeniwer von Alt-Brisach, jewils guet 20 km öschtlich von Colmer un weschtlich von Friburg im Brisgau. Mitte durch dr Ort verläuft dr Giessebach. Im Oschte het Biese Anteil am Rhinsidekanal mit dr lange Insle zwische Kanal un aldem Flussbett, wo von Chems bis uf Brisach goht. Nochbergmeinde sind Kunde im Norde, Urschene und Widsole im Weschte, Wolfganze und Volgelse im Süde, Vogelgrien im Südoschte und Alt-Brisach (Ditschland) im Oschte.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr hitig Biesemer Bann isch scho sit dr gallorömische Zit besidlet. In dr Näche von dr Ortschaft ligt e beditede archäologische Fundstätte, wo die römisch Anweseheit vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. belegt. Dr Ortsname setzt sich zämm us em fränkische Wortstamm heim, im Dialekt zue em Schwa abgschliffe, wo in etwa Domizil/Heim beditet un üblich bi fränkische Sidlunge gsin isch, sowie Bies, aller Wahrschinlichkeit noch dr Personennam von eme wohlhabede Eigetümer in Biese. D'Schribwis vom Ortsname hat sich im Lauf von dr Zit mehfach gändert: Von Bezenesheim (erwähnt um 1000) iwer Biessen (1643) zur hitige offizielle Form Biesheim (sit em 18. Jahrhundert).

1103 isch im Dorf e im Herrschaftsberich von dr Abtei Cluny gleges Kloschter gründet worde. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert het Biese dr Habsburger ghört. 1507 isch es an die Stadt (Alt-)Brisach verpfändet worre, bis es 1756 an Wladner von Freundstein verkauft worde isch. 1638 hän d'Schwede Biese zämme mit em ehemolige mittelalterliche Dorf Oedeburg zerstört. Circa 1770 isch dr Ort unter französische Herrschaft komme.

Die jüdisch Synagog isch 1726 abgrisse worde, underem Vorwand, dass ihr Bau nicht gnehmigt worde sei. Von 1871 bis zum End vom Erschte Weltkrieg isch Biesheim Teil vom Ditsche Rich im Richsland Elsass-Lothringen gsin. 1910 sind in dr Gmeind 1275 Inwohner registriert worde[1]. Im Zweite Weltkrieg isch d'Bevölkerung uf Le Mas-d’Agenais in Aquitanie evakuiert worde. Bim Kampf um dr Brückekopf Elsass gege End vum Krieg isch Biese ständig in Mitlideschaft zogen worde, sodass im Krieg insgsamt 75 % vom Dorf zerstört worde sin.

Politik[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wappe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Die amtlich Blasonierung vom Wappe lütet: „D'azur à la filière de gueles, au saumon d'argent posé en bande, la queue recourbée.“ (Uf blau mit rotem Bord e schrägligede silberne Lax mit bogenem Schwanz.)

S'Wappe isch anno 1965 als Erinnerung an mehrere Laxfischer un Flurname in dr Gmeind (Salmegrund, Salmegrien) durch dr Wappedienscht vum Département Haut-Rhin erstellt worde.

Gemeindepartnerschaft[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Biese unterhaltet e Partnerschaft mit dr Gmeind Le Mas-d’Agenais in Aquitanie. Dertna isch d'Biesemer Bevölkerung im Zweite Weltkrieg evakuiert worde.

Bevelkerungsentwicklung[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Johr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Inwohner 1018 1148 1874 1959 2125 2315 2299

Wirtschaft und Infrastruktur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sit em Bau vom Rhinsitekanal un dr Inrichtung von eme Gwerbegebit in dr 1960er-Jahre hän sich in dr Gmeinde zahlrich Unternehme agsidelt. Di beditedschte sin dr Aluminiumverarbeiter Alcan Rhenalu Péchiney, dr Kaugummihersteller Wrigley un s'Textilieunternehme Fiberweb. Im landwirtschaftliche Sektor git's einige Betrib mit Gmües- un Weizeanbau, Rinder- un Sauhaltung sowie mit Gflüegel- un Fischzucht. Usserdem isch dr Tourismus mit mehrere Hotel- und Restaurantbetribe fer Biese von grosser Beditung. Uf dr Insel zwische Rhin un Rhinsitekanal befinde sich en Jachthafe, en Campingplatz und en Schwimmbad.

D'Gmarkung wird in Nord-Süd-Richtung von zwei Départementstrasse durchquert: D'D468 verläuft direkt weschtlich von dr Ortschaft, d'D52 witer öschtlich.

Sehenswürdigkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zwei Musee informiere z'Biese über d'Geschichte vu dr Region: s'gallorömisch Museum un s'Museum vo dr optische Technik. S'Rathüs vo dr Gmeind isch gege End vom Zweite Weltkrieg abbrennt un 1962 uf dr ehemolige Fundamente widerufbaut worde. In dr Jahre 1981–1982 het d'Gmeind Modernisierungsarbeite durchführe lasse, 2004–2005 het mer s'Hüs saniert und erwiteret.

Persönlichkeite[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Julius Leber (* 1891 z'Biese; † 1945 z'Berlin), ditscher Politiker un Widerstandskämpfer gege dr Nationalsozialismus

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Colmar

wittere Site im Internet[ändere | Quälltäxt bearbeite]


Dä Artikel basiert uff ere fräie Übersetzig vum Artikel „Biesheim“ vu de dütsche Wikipedia.

E Liste vu de Autore un Versione isch do z finde.