Alexej von Jawlensky

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Alexej von Jawlensky: Sälbstborträt, 1912
D Underschrift vom Jawlensky
Chopf in BlauBriefmarke vo 1974

Dr Alexej vo Jawlensky (ursprünglig Alexei Georgijewitsch Jawlenski; russisch Алексей Георгиевич Явленский, wüss. Transliteration Alexej Georgievič Javlenskij; * 13. Merz (jul.)/ 25. Merz 1865 (greg.)[1][2] in dr Nöchi vo Torschok (Russland); † 15. Merz 1941 z Wiisbade) isch e russisch-dütsche Mooler gsi. Vo 1892 bis 1921 isch er dr Läbenspartner vo dr Marianne von Werefkin gsi. Wo dr Erst Wältchrieg aagfange het, hai si as Russe Dütschland müesse verloo und si in d Schwiiz go läbe. Won er sich noch em Chrieg vo dr Werefkin drennt het, isch er uf Wiisbade züglet. 1930 het er die dütschi Staatsbürgerschaft beaadragt und sä 1934 au übercho.

Dr Jawlensky zelt as Mooler vom Expressionismus zum Umfäld vo dr Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter, wo vom Wassily Kandinsky und vom Franz Marc gründet worden isch.

Öb dr Jawlensky adlig gsi isch, isch nid bewiise. Scho dr Kandinsky het gmeint, ass sich dr Jawlensky zu Unrächt mit eme Adelsditel wurd schmücke.[3] Offiziell het er s Adelsprädikat offebar nit bruucht. So stoht uf em Emaille-Schild vo siiner „Zeichen und Malschule“ nume „A. Jawlensky“.[4] Au het er sich z Münche mit ere Visitecharte ohni „von“ siine Zitgenosse vorgstellt.[5]

Dr Jawlensky het es vilsitigs Œuvre hinderlo, wo im ene vierbändige Catalogue Raisonné[6] (CR) dokumentiert isch. Es het aber din Zueschriibige, wo von e baar Spezialiste nit deilt wärde. Vile Felschige, wo ins Wärkverzeichnis ufgnoh worde si, het mä in der Jawlensky-Usstellig chönne gseh, wo s Essener Museum Folkwang 1998 organisiert het.[7], Zur gliiche Zit isch dr vierti Band vom CR uusechoo.[8] Die offizielli Abschriibig und neuste Forschigsresultat zum Œuvre findet mä in dr Reihje "Bild und Wissenschaft". [9]

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Otto Fischer: Das neue Bild, Veröffentlichung der Neuen Künstlervereinigung München, München 1912, S. 34 ff, Tafel 19–22
  • Clemens Weiler: Alexej von Jawlensky, Der Maler und Mensch, Wiesbaden 1955
  • Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köln 1959
  • Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köpfe-Gesichte-Meditationen, Hanau 1970
  • Ausst. Kat.: Alexej Jawlensky 1864–1941, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1983
  • Bernd Fäthke: Alexej Jawlensky, Zeichnung-Graphik-Dokumente, Wiesbaden 1983
  • Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky and Angelica Jawlensky (Hrsg.), Alexej von Jawlensky, Catalogue Raisonné, Bd. 1–4, München 1991–1998
  • Alexej von Jawlensky zum 50. Todesjahr, Gemälde und graphische Arbeiten, Museum Wiesbaden 1991
  • Ausst. Kat.: Jawlenskys japanische Holzschnittsammlung. Eine märchenhafte Entdeckung, Homburg v.d.H. 1992
  • Ingrid Koszinowski: Alexej von Jawlensky, Gemälde und graphische Arbeiten aus der Sammlung des Museums Wiesbaden, Wiesbaden 1997
  • Tayfun Belgin: Alexej von Jawlensky, Eine Künstlerbiographie, Heidelberg 1998
  • Helga Lukowsky: Jawlenskys Abendsonne, Der Maler und die Künstlerin Lisa Kümmel, Königstein/Taunus 2000
  • Ausst. Kat.: Jawlensky, Meine liebe Galka!, Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2004
  • Bernd Fäthke: Jawlensky und seine Weggefährten in neuem Licht, München 2004
  • Bernd Fäthke: Werefkin und Jawlensky mit Sohn Andreas in der „Murnauer Zeit“. In Ausst.Kat.: 1908–2008, Vor 100 Jahren, Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin in Murnau, Murnau 2008, S. 31 ff
  • Brigitte Roßbeck: Marianne von Werefkin. Die Russin aus dem Kreis des Blauen Reiters, München 2010

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Alexej von Jawlensky – Sammlig vo witere Multimediadateie

Fuessnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. S julianische Datum 13. Merz het im 19. Johrhundert em gregorianischen Datum 25. Merz entsproche, vo 1900 aa aber em 26. Merz. Hüfig wird dorum felschlig dr 26. Merz as Geburtsdatum vom Alexej Jawlensky aagee.
  2. S Geburtsdatum 13. Merz 1865 wird im Aadrag uf Zuelassig zur Petersburger Kunstakademii im Johr 1890 aagee, lueg: Anton Tuchta: Die Ursprünge der Kreativität in einem kleinen Land (Ein paar Seiten aus dem Leben des Künstlers Alexej Jawlensky), Eintritt in die Wissenschaft: Berichte der IV. interregionalen Forschungstagung für Studenten im südwestlichen Teil der Oblast Twer. Nelidowo, 8. Februar 2010, Seiten 89–93 (russisch). S gliiche Geburtsdatum stoht in siim amtlige Dienstzügnis vom 31. Dezämber 1894. Es befindet sich im russische militärgschichtlige Archiv z Moskau. Ass mä das Dokument kennt, isch dr russische Kunsthistorikerin Irina Dewjatjarowa, Museum Omsk, z verdanke. Privatarchiv für expressionistischi Moolerei, Wiisbade.
  3. Johannes Eichner, Kandinsky und Gabriele Münter, Von Ursprüngen moderner Kunst, München 1957, S. 88
  4. Jelena Hahl-Fontaine, Jawlensky und Rußland, in Ausst. Kat.: Alexej von Jawlensky, Die wiederaufgefunden Aquarelle, Das Auge ist der Richter, Aquarelle-Gemälde-Zeichnungen, Museum Folkwang, Essen 1998, Abb. S. 45
  5. Brigitte Salmen, Einführung, in Ausst. Kat.: Marianne von Werefkin in Murnau, Kunst und Theorie, Vorbilder und Künstlerfreunde, Murnau 2002, Kat. Nr. 6a und 118, Abb. S. 7
  6. Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky and Angelica Jawlensky (Hrsg.), Alexej von Jawlensky, Catalogue Raisonné, Bd. 1–4, München 1991–1998
  7. Georg-W. Költzsch und Michael Bockemühl (Hrsg.), Alexej von Jawlensky, Die wiederaufgefunden Aquarelle, Das Auge ist der Richter, Aquarelle-Gemälde-Zeichnungen, Ausst. Kat.: Museum Folkwang, Essen 1998
  8. Die wesentlichen Ereignisse wurden in einem Aussatz zusammengefasst von Isabell Fechter, Der Jawlensky-Skandal, Rückblicke, WELTKUNST 15. März 1998, S. 560 f
  9. A. v. Jawlensky Archiv (Hrsg.): Reihe Bild und Wissenschaft - Forschungsbeiträge zu Leben und Werk Alexej von Jawlenskys, bis jetzt 3 Bänd, Locarno 2003, 2006 und 2009.