Heinrich Campendonk

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Dr Heinrich Campendonk (* 3. Novämber 1889 z Krefeld; † 9. Mai 1957 z Amsterdam) isch e dütsch-holländische Mooler und Grafiker gsi. Er isch Brofässer an dr Kunstakademii z Düsseldorf gsi, isch 1934 uf Holland emigriert und het dört an dr Rijksakademie van beeldende kunsten Underricht gee.

Wärk[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Im Campendonk siini Aarbede bewege sich im Beriich vom Kubismus, Futurismus, Expressionismus und vo dr stränge geometrische Formesprooch. Er het dr rhiinisch Expressionismus brägt.

Won er vo 1911 bis 1916 z Sindelsdorf und vo 1916 bis 1922 z Seeshaupt gsi isch, het dr Campendonk as einzigs Mitgliid vo dr Künstlergruppe «Arbeitsrates für Kunst» e baar mol Szene vo dr Bärgarbeiterstadt Penzbärg verarbeitet (z.B. „Penzberger Reiter“, „Barbarazeche“, „Vorstadtbauern“, „Hohes Bild mit Pferden“, „Bayerische Landschaft mit Fuhrwerk“ und wiiteri).

In dr hütige NS-Gedänkstett Villa Merländer in siiner Geburtsstadt Krefäld cha mä die beide einzige Wandgmäld vom Campendonk, wo erhalte si, „Katzen“ und „Harlekin“ aaluege. Die Bilder si während dr Zit vom Nationalsozialismus vom Eigedümer vom Huus, vom Richard Merländer, übermoolt worde, und ma het sä vergässe. Erst 1991 si d Bilder wider entdeckt worde, bis 1998 restauriert und im gliiche Johr dr Öffentlichkeit zuegänglig gmacht worde. Die beide Bilder si 1925 entstande und dr Campendonk het sä diräkt uf dr früschi, drocheni Verbutz vom neue Huus gmoolt. Es isch im in dere Zit finanziell nit sehr guet gange, wohrschiinlig wäge däm het er sonigi Ufdragsarbeite aagnoh. Das het sich au in siim Moolstil und vor allem in de Motiv, won er gwehlt het, niidergschlage. Dr Harlekin im einte Bild isch as freudlose, druurige Clown gmoolt. Mä vermuetet, ass dr Campendonk no vil meh vo sonige Bilder as Ufdragsarbeite uf d Wänd vo wohlhabende Kunstliebhaber gmoolt het, aber bis hüte si keini andere erhaltene Wandbilder vo dere Art vo ihm bekannt.

D Pfarrchille Maria Grün in Hamburg-Blankenese, wo vo 1929 bis 1930 baut worden isch, het er mit Glasfänster usgstattet.

In dr Christkönigschille vo Penzbärg befinde sich zwei wiiteri Glasfänster vom Campendonk. S „Passionsfänster“ isch 1937 im niiderländische Exil entstande as Biidrag im niiderländische Pavillon uf dr Wältusstellig z Baris, zur Zit, wo dr Campendonk vo de Nazi as „entartet“ bekämpft worden isch. Es het dört e Grand Prix überchoo. Z Penzbärg befindet sich e neuji Fassig in de Dimensione 55 x 155 cm. S „Jesaja“-Fänster vo 1954 isch ursprünglig Deil vom ene Entwurf für e riisigs Nordfänster im Kölner Dom gsi. Säll Fänster isch as e farbligs Probestück in de Mäss 349 x 106 cm entstande. Dr Campendonk het aber us gsundheitlige Gründ druf müesse verzichde, s ganze Fänster im Kölner Dom z mache. Underdess het dä Entwurf si ändgültig Blatz in dr Chille gfunde, wo 1951 gweiht worden isch.

Wiiteri Glasfänster vom Campendonk befinde sich im Essener Münster, s Michaelsfänster und im Emporestock vom Westwärk. Er het au Fänster für die evangelischi Jesus-Christus-Chille in Köln-Kalk gmacht, für die katholischi Pfarrchille St. Matthäus z Vochem (Brühl) und St. Paulus z Düsseldorf.

1930 het dr Campendonk dr Glasfänsterzyklus in dr Krypta vo dr Bonner Münsterchille gmacht. In de Niiderlande befinde sich Glasfänster von em in öffentlige Gebäud, Banke und Chillene.

Wiiteri Wärk vom Campendonk wärde im Clemens-Sels-Museum Neuss und im Dütsche Glasmoolerei-Museum Linnich ufbewahrt. Im Johr 1955 si Wärk vom Heinrich Campendonk uf dr documenta 1 z Kassel usgstellt worde.

Im Johre 2010 het d Stadt Penzbärg s Nochlass-Konvolut vom Künstler us 89 Wärk welle erwärbe und e neus Museum für se baue, am 17. Merz 2010 het dr Stadtroot aber beschlosse, d Sammlig nid z chaufe. Am 2. Juni 2010 isch bekannt gee worde, ass d Familie Mast (Jägermeisterlikör) dr Nochlass kauft haig und ihn für 15 Johr dr Stadt Penzbärg as Leihgoob wurd überloo.

Litratur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Mathias T. Engels: Heinrich Campendonk. Recklinghausen, 1958. (Monographien zur rheinisch-westfälischen Kunst der Gegenwart ; Bd. 8)
  • Volker Rattemeyer (Hrsg.): Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus. Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-89258-088-1
  • Staatliche Museen zu Berlin: Expressionisten. Die Avantgarde in Deutschland 1905–1920, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1986, ISBN 3362000819
  • Deutscher Wirtschaftsverlag, AG (Hg.): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft, Band 1, Berlin, 1931

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]