Messenischi Chrieg

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Charte vo Sparta und Messenie im 5. Jh. v. Chr.

Di Messenischi Chrieg bizachnet meriri Chrieg wo i de Antiki stattgfunde hend und zo de Underwerffig vo Messenie dör d Spartaner gfüert hend. Datierig und d Aazaal vo de Chrieg isch i de Antiki und i de moderne Forschig nöd aihaitlich.

Öberliferig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Di Messenische Chrieg sind schlecht dokumentiert. D Hoptquelle isch de Pausanias (2. Hälfti vom 2. Jh. n. Chr.), wo di Messenische Chrieg zimmli uusfüerlich bischribe hett. Er allerdings mee literarisch uusgmooleti Werch bruucht, so as d Historizität vo villne Eraignis und o vo de Persoone zimmli uusicher isch. As sini Quelle gitt de Pausanias meriri Autoore aa. Er hett sich vor alem noch de Messeniaka vom Epiker Rhianos vo Kreta (2. Hälfti vom 3. Jh. v. Chr.) grichtet. Da sechsbändigi Werch, wo nüme erhalte isch, het di historische Eraignis nochem Vorbild vom Homer dereweg literarisch episch uusgmoolet, as nöd klar isch, wa do draa no historisch isch und wa nöd. Au d Messeniaka vom Historiker Myron vo Priene (3. Kh. v. Chr.) isch verloore gange. Er isch spartafindlich iigstellt gsii, aber nume wenig isch vo sim Bricht bikannt. De dritt Autor wo de Pausanias bruucht hett, isch de Tyrtaios (noch 650 v. Chr.) gsii, e Spartaner, wo im Zweete Messenische Chrieg debii gsii isch und mit sinene Elegie d Spartaner uufgmunteret het, för s Vatterland z chämpfe. Au de Strabon (63 v. Chr. - 23 n. Chr.) hett de Tyrtaios as Quelle bruucht, hett aber nöd vill öber die Chrieg gschribe, denn aber us de Sicht vo de Spartaner, im Gegesatz zom Pausanias, wo mee d Sicht vo de Messenier aggee hett.

De Heloteuufstand isch zimmli gnau und historisch zueverlässig vom Thukydides bischribe wore.

Datierig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Pausanias datiert di Messenische Chrieg ufs Joor gnau ahand vo de Olympiade. Doch werd hütt agnoo, as sini Daate öppe vierzg Joor z früüe sind.

De Erst Chrieg hett nochem Pausanias vo 743 bis 724 v. Chr. duuret, nochem Eusebius vo 746 bis 735 v. Chr. und nochem Apollodor vo 757 bis 738 v. Chr. Di aktuelli Forschig datiert de Chrieg uf 700/690 bis 680/670 v. Chr.[1]

De Zweet Messenisch Chrieg hett nochem Pausanias ane 685 v. Chr. aagfange und vierzee oder sibezee Joor duuret. Nochem Apollodor isch de Chrieg ane 660 v. Chr. uusbroche und nochem Eusebius ane 637 v. Chr. Di moderni Forschig ninnt aa, ass da um 640/30 v. Chr. gschie isch.

E Dritte Messenische Chrieg söll nochem Rhianos zo de Zitt vom spartanische König Latychidas II. (491-476) underem messenischen Held Ariostomenes gfüert wore sii. Di älteri Forschig hett de Chrieg as historisch bitrachtet [2]. Hütt werd agnoo, ases dozmool kann Chrieg gee hett.

De Heloteuufstand, mengisch au Dritt Messenische Chrieg gnennt, isch nochem Erdbebe vo 464 v. Chr. uusbroche.

Erst Messenisch Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Erst Messenisch Chrieg hett im End vom 8. Joorhundert v. Chr. stattgfunde, öppe vo 700/690 bis 680/670 v. Chr. und guet zwanzg Joor duuret. As ageblichi Chriegsgründ wered d Mörd vom Polychares und de Tood vom spartanische König Teleklos aaggee. Aber scho di Antike hend gmaint, as d Spartaner aigetli am fruchtbaare Land interessiert gsii saied, wo o us de Vers vom Tyrtaios düttli werd:

Üse König, de Götterfründ Theopompos.
dör de hemmer s wiiti Messenie eroberet,
Messenie, guet zom pflüege, guet zom pflanze.
Um da hends nünzee Joor gchämpft,
stets standhaft mit festem Muet,
lanzeschwingend, d Vättere vo üsene Vättere.
Im zwanzigste hend si verloo di fette Fluure,
sind gfloche vom hööche Berg Ithome. [3]

D Chriegshandlige hend dodemit aagfange, ass d Spartaner di messenischi Stadt Ampheia iignoo hend, wo im Taygetos glegen isch, a der Grenze zo Sparta. Vo do uus, hend d Spartaner messenischi Städt öberfalle. D Messenier hend sich för de Chrieg grüstet und im Aafang erfolgriich gege d Spartaner gchämpft. Si hend sich ufem Berg Ithome verschanzt ghaa. Noch zwanzg Joor Chrieg isches aber a de Spartaner underem König Theopompos glunge d Stadt bi de Ithome iiznee. As Folg vo dere Niderlaag isch e Tail vom östliche Messenie, vor alem d Ebni Stenykleros, vo de Spartaner kontrolliert wore. Wie starch as di underworffnige Messenier underdruckt wore sind, isch nöd klar. Wie wiit as di messenische Könige Euphaes, Aristodemos und anderi vom Pausanians gnennti Persone vo dem Chrieg historisch sind, isch umstritte.

Zweet Messenisch Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Zweet Messenisch Chrieg isch nochem Pausanias 39 Joor noch de Niderlaag a de Ithome uusbroche, und werd vo de Forschig is letscht Drittel vom sibete vorchristliche Joorhundert datiert. D Anzelhaite sind zimmli uuklaar. Offebar het de Chrieg noch rund 15 Joor zo de völlige Underwörrfi vo Messenie gfüert. A de fraie Messenier hend d Spartaner erlobt, s Land z verloo, die andere sind zo unfraie Helote gmacht wore, wo för d Spartiate s Land bibaut hend.

Ageblich (Dritt) Messenisch Chrieg um 490 v. Chr.[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Platon gitt as Grund aa, wege wa d Spartaner z spoot zo de Schlacht bi Marathon choo sind, ass die doozmol gege d Messenier Chrieg gfüert ghaa hend. Nochem Rhianos isch de Chrieg vom messenische Held Aristomenes azettlet wore. Au di älteri Forschig het agnoo, as um 490 v. Chr. d Messenier sich underem Held Aristomenes gege d Spartaner uufgleent hend.[4] Hütt werd de Chrieg as unhistorisch aglueget.[5].

Heloteuufstand oder Dritt Messenisch Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Nochem groosse Erdbebe ane 464 v. Chr., wo Sparta au politisch erschütteret hett, hend di messenische Helote rebelliert und sich uf de Ithome verschanzt. Nochdem d Spartaner de Uufstand nidergschlage hend, isch Messenie bis zo de Eroberig dör de Thebaner Epameinondas im Joor 370 v. Chr. spartanisch blibe.

Quelle[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Ainzelnoowiis[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Victor Parker: The Dates of the Messenian Wars; Chiron 21 (1991), 25-47.
  2. Eduard Schwartz: Tyrtaeus, Hermes 34 (1899), 428-468
  3. Tyrtaios, fr. 4D und 5D
  4. Eduard Schwartz: Tyrtaeus, Hermes 34 (1899), 428-468
  5. Gerd Sachs: Die Siedlungsgeschichte der Messenier. S. 45

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Ernst Baltrusch: Sparta. Geschichte, Gesellschaft, Kultur. 2. Uuflaag. Beck, Münche (2003). ISBN 3-406-41883-X (Beck'sche Reihe – C. H. Beck Wissen 2083).
  • Nino Luraghi: The Ancient Messenians: Constructions of Ethnicity and Memory. Cambridge University Press, Cambridge/ New York (2008). ISBN 978-0-521-85587-7.
  • Victor Parker: The Dates of the Messenian Wars; Chiron 21 (1991), 25-47.
  • Gerd Sachs: Die Siedlungsgeschichte der Messenier. Kovač, Hamburg (2006). ISBN 3-8300-2396-0.
  • Mischa Meier: Messenoische Kriege. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 8, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01478-9, Sp. 56.