Kalter Krieg

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D NATO und dr Warschauer Pakt im Chalte Chrieg

As Chalte Chrieg wird dr Komflikt zwüsche de Westmächt under dr Füerig vo de Veräinigte Staate vo Amerika und em Ostblock under dr Füerig vo dr Sowjetunion bezäichnet, wo die vo 1947 bis 1989 mit fast alle Middel usser ere diräkte militäärische Usenandersetzig zwüsche de bäide Supermächt usdräit häi. Dr Chalti Chrieg isch e Konfrontazioon gsi zwüsche de Süsteem vom Kapitalismus und vom Kommunismus. Uf bäide Site het mä wääred Joorzäät politischi, wirtschaftligi, technischi und milidäärischi Aasträngige gmacht, zum dr Iifluss vom andere Laager uf dr Wält iizdämme oder zruggzdränge. As Synonym für die Eera im 20. Joorhundert wird au d Bezäichnig Ost-West-Komflikt verwändet.

Dr Komflikt het dreimol en üsserst bedroolige Charakter aagnoo, sodass d Möögligkäit vom ene „häisse“ Chrieg bestande het: in dr Berlin-Blockade 1948/49, in dr Kubakrise 1962 und im Strit um d Middelstreckeraggeete vo 1979 bis 1982/83. Zwüsche dene Faase het s Periode gee, wo d Intensidäät vom Komflikt chliiner gsi isch oder sogar Entspannig gherrscht het.

D Berliner Muure het im Weste dr Chalt Chrieg woorschinlig mee as jedes andere Bauwärk sümbolisiert

As Usgangspunkt vom Chalte Chrieg gältet d Verkündigung vo dr sogenannte Truman-Doktrin dur e amerikanisch Bresidänt Harry S. Truman am 12. März 1947. Dr Hindergrund isch d Irankrise gsi: In de Joor 1945 und 1946 het d Sowjetunion brobiert, die iranische Browinze im Norde vom Land, wo Kurde und Aseris gläbt häi, abzspalte, zum dört prosowjetischi Staate iizrichde. Dr Josef Stalin het au vorghaa, z Teheran e kommunistischi Regierig z installiere. Dr Bresidänt vo de Veräinigte Staate, dr Harry S. Truman, het im Früelig 1946 im Stalin mit ärnsthafte Konsekwänze droot, bis zum Iisatz vo Atomwaffe, wenn er sini Drubbe nit us em Iran wurd abzie.[1] Dr Truman het dänggt, ass sich s Machtgliichgwicht uf dr Wält zu Ungunste vom Weste wurd verschiebe, wenn d Sowjetunion d Kontrolle über s iranische Öl bechiem und dass die westligi Wirtschaft massiv chönnt gschäädigt wärde.[2]

Die «häisse» Chrieg im Chalte Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Mit äigene Drubbe häi d USA 1950 und 1965 in „häissi“ Chrieg iigriffe, wo s um d Zuekumft vo de Länder Korea und Vietnam gange isch, wo noch em Zwäite Wältchrieg gspalte gsi si. Wääred in Korea dr Weste wenigstens s Überlääbe vo Südkorea het chönne sichere, isch in Vietnam s ganze Land under d Herrschaft vo de Kommuniste choo.

Uf dr andere Site het d Sowjetunion zwüsche 1979 und 1989 mit äigene Drubbe in Afghanistan interweniert, zum d Regierig z understütze und eso iiri Macht in de islamische Sowjetrepublike z sterke und eme Zuegang zum Indische Ozean nööcherzchoo, was e wichdigs strategischs Ziil für e groossi Landmacht wie d Sowjetunion gsi isch. In dr Usenandersetzig mit de Mudschaheddin, wo vo dr NATO understützt worde si, het d Sowjetunion dr chürzer zooge.

In dr Dritte Wält si sich d Gegner in Stellverdräterchrieg indiräkt gegenübergstande, wie zum Bischbil 1973 im Jom-Kippur-Chrieg, wo Israel vo sine arabische Noochberstaate agriffe worde isch, die aber noch herte Kämpf het chönne zrugggschloo, im Bürgerchrieg in Angola vo 1975 aa, wo sich Kuba und Südafrika iigmischt häi, oder im Ogadenchrieg in Ethiopie, wo vo 1977 bis 1978 duurt het und wo die kommunistischi Regierig vo Ethiopie d Aagriff vo Somalie het chönne abweere.

Interwenzioone[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wenn d USA und iiri Verbündete Angst ghaa häi, ass e Land in s andere Laager chönnt wäggsle, häi iiri Ghäimdienst in verdeckte Operazione Milidäärpütsch organisiert oder understützt, wie im Iran und in Chile. D Sowjetunion het iiri Armee diräkt iigsetzt und am 17. Juni 1953 dr Volksufstand in dr DDR zämmegschlaage, 1956 Ungarn bsetzt und 1968 in dr Tschechoslowakei d Regierig gstürzt. Mit dr Breschnew-Doktrin, wo 1968 entwigglet worde isch, het d Sowjetunion sonigi Akzioone im „sozialistische Laager“ grächtfertigt.[3]

Dr Bropagandachrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr Konkurränzkampf vo de bäide Süsteem het sich au in dr Verbräitig vo ideologische Propaganda dur d Supermächt und iiri Verbündete zäigt, an iirem Wettrüste, in dr Wirtschaft und an Entwigglige in de Beriich Kultur, Sport, Wüsseschaft und Technologii. Bsundrige Ufwand häi bäidi Site mit em Wettlauf ins All gmacht.

D Duur vom Chalte Chrieg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wie lang dr Chalt Chrieg duurt het, isch früener andersch definiert worde. Hüte verstoot mä drunder mäistens braktisch die ganzi Noochchriegszit vo 1945 aa oder e chli spööter bis zum Zämmebruch vo dr Sowjetunion 1991; vor 1989 isch s üüblig gsi, nume d Zit vo öbbe 1947 bis 1972 as d Periode vom Chalte Chrieg aazluege. Z Russland hingeege gseet mä dr 5. Merz 1946 as dr Daag, wo dr Chalti Chrieg „usbroche“ isch. Das isch dr Daag gsi, wo dr Winston Churchill si Fulton-Reed ghalte het und din dr Usdruck «Iisige Vorhang» verwändet het.

D Schuldfroog[ändere | Quälltäxt bearbeite]

D Froog vo wär schuld isch am Chalte Chrieg, isch bis hüte nid glööst. Uf dr äinte Site si die, wo dr Sowjetunion Schuld gääbe, wil si ideologisch uf d Verbräitig vom Kommunismus mit alle Middel aanegschafft häig, uf dr andere Site gseen Kritiker vom kapitalistische Süsteem dr Expansionsdrang vo de USA, wo sich nöiji Määrt het welle verschaffe, as Hauptgrund.

Litratuur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Spencer C. Tucker, Santa Barbara (Hrsg.): The encyclopedia of the Cold War: a political, social, and military history, 5 Bände. ABC-CLIO, Calif. [u. a.] 2008.
  • Michael R. Beschloss, Strobe Talbott: Auf höchster Ebene. Das Ende des Kalten Krieges und die Geheimdiplomatie der Supermächte 1989–91. Econ, Düsseldorf 1993, ISBN 3-430-11247-8.
  • Jürgen Bruhn: Der Kalte Krieg oder: Die Totrüstung der Sowjetunion. Der US-militär-industrielle Komplex und seine Bedrohung durch Frieden. Focus, Gießen 1995, ISBN 3-88349-434-8.
  • Whittacker Chambers: Witness 1952/1987, ISBN 978-0-89526-789-4.
  • John Lewis Gaddis: Der Kalte Krieg. Eine neue Geschichte. Siedler, Münche 2007, ISBN 3-88680-864-5.
  • Raymond L. Garthoff: Détente and Confrontation. American-Soviet Relations from Nixon to Reagan. Brookings Institution, Washington, DC 1994, ISBN 0-8157-3041-1 (änglisch).
  • Bernd Greiner, Christian Th. Müller, Dierk Walter (Hrsg.): Heiße Kriege im Kalten Krieg. Hamburger Edition HIS, Hamburg 2006, ISBN 978-3-936096-61-3.[4][5]
  • David Horowitz: Kalter Krieg. Hintergründe der US-Außenpolitik von Jalta bis Vietnam. Wagenbach, Berlin 1983, ISBN 3-8031-1013-0.
  • Jeremy Isaacs, Taylor Downing: Der Kalte Krieg. Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19710-0.
  • Peter Krewer: Geschäfte mit dem Klassenfeind. Die DDR im innerdeutschen Handel 1949–1989. Kliomedia, Trier 2008, ISBN 978-3-89890-122-2.
  • Melvyn P. Leffler, Odd Arne Westad (Hrsg.): The Cambridge History of the Cold War. 3 Bände, Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-60229-8 (änglisch).[6]
  • Nicolas Lewkowicz: The German Question and the International Order, 1943–48. Palgrave Macmillan, Basingstoke / New York 2010, ISBN 978-0-230-24812-0 (änglisch).
  • Wilfried Loth: Die Teilung der Welt. Geschichte des Kalten Krieges 1941–1955. dtv, Münche 2000, ISBN 3-423-30756-0.
  • Ion Mihai Pacepa (e rumänische Ghäimdienstschef, wo 1978 übergloffe isch): Disinformation. Former Spy Chief Reveals Secret Strategies for Undermining Freedom, Attacking Religion, and Promoting Terrorism. Wnd Books, 2013, ISBN 978-1-936488-60-5.
  • Georges-Henri Soutou: La guerre de Cinquante Ans. Le conflit Est-Ouest 1943–1990. Fayard, Paris 2004, ISBN 2-213-60847-4 (französisch).
  • Rolf Steininger: Der Kalte Krieg. Fischer-TB 15551, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-596-15551-4.
  • Bernd Stöver: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947–1991. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-48014-0.
  • Odd Arne Westad: The global Cold War. Third world interventions and the making of our times. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2010, ISBN 978-0-521-70314-7.
  • Wladimir K. Wolkow, Harald Neubert (Hrsg.): Stalin wollte ein anderes Europa. Moskaus Außenpolitik 1940 bis 1968 und die Folgen. Eine Dokumentation. Edition Ost, Berlin 2003, ISBN 978-3-360-01046-9.

Weblingg[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Wikibooks-logo.svg Wikibooks: Der Wettlauf zum Mond – Die Rolle der Raumfahrt im Kalten Krieg — Lern- und Lehrmaterialie

Fuessnoote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1.  Gerhard Schweizer: Iran. Stuttgart 1991, ISBN 3-7632-4034-9, S. 383.
  2.  Gholam Reza Afkhami: The life and the times of the Shah. University of California Press, 2009, S. 98.
  3. Wo dr Gorbatschow im Merz 1985 in s Amt cho isch, het er de kommunistische Ministerbresidänte mitdäilt, ass er die Doktrin nid wurd aawände.
  4. Rezension von H. Hoff Archivlink (Memento vom 15. Oktober 2007 im Internet Archive)
  5. Rezension vom I. Küpeli
  6. Rezension von Lawrence D. Freedman: Frostbitten