Theodor Heuss

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Theodor Heuss (1953)
Unterschrift vom Theodor Heuss

De Theodor Heuss (* 31. Januar 1884 z Braggene; † 12. Dezember 1963 z Stuegert) isch en dütsche Politiker, Journalischt und Politikwisseschafter gsi. Er isch vo 1949 bis 1959 de erschti Bundespräsident i de Gschicht vo de Bundesrepublik Dütschland gsi.

Läbe[ändere | Quälltäxt bearbeite]

De Heuss isch z Braggene ufgwachse und het z Hailbrunn s Gymnasium bsuecht. Aaschlüssend het er z Münche und z Berlin Nationalökonomie, Literatur, Gschicht, Philosophii, Kunschtgschicht und Schtaatswüsseschafte gstudiirt. Nach em Studium isch er politische Redakteur gsi und im 1908 het er d Elly Heuss-Knapp ghürote. Vo 1924 bis 1928 und vo 1930 bis 1933 isch de Heuss Abgeordnete im Dütsche Reichstag gsi, z erscht für d Dütsch Demokratisch Partei (DDP), nach de Fusion vo de DDP mit de Volksnationale Riichsvereinigung zu de Dütsche Staatspartei (DStP) für di. Bi de Abstimmig über s Ermächtigungsgsetz vo de Nazis am 23. Mörz 1933 het er mit sine Fraktionskollege für s Gsetz gstumme, übwohl er sich in de Fraktion für en Ablehnig usgschbroche gha het. Im Juli 1933 isch ihm sis Abgordntemandat aberkannt worde, wil er uf em Wahlvorschlag vo de SPD gwählt worde isch. Im 1936 het er es Publikationsverbot übercho und im 1942i hei alli dütsche Zitige d Aawisig übercho, kei Tekscht vom Heuss meh z veröffentliche. Er het aber unterm Pseudonym Thomas Brackenheim witer gschribe. Nach em Chrieg isch er vo de amerikanische Militärregiirig zum erschte Kultusminischter vo Württebärg-Bade ernannt worde. 1946 und 1947 het de Heuss e Professur a de TH Stuegert in Gschicht gha und ich im 1948i Honorarprofessor an de TH Stuegert worde. Am 12. September 1949 isch er zum erschte Bundespräsident vo de Bundesrepublik Dütschland gwählt worde und het das Amt 10 Jahr usgüebt. Am 12. Dezember 1963 isch de Heuss z Stuttgart gschtorbe.

Schrifte[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar. Dissertation an der Universität München 1905/06; Carlesso, Brackenheim 2005, ISBN 3-00-014657-1.
  • Die Bundesstaaten und das Reich. Fortschritt Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg 1918.
  • Friedrich Naumann: Gestalten und Gestalter. Lebensgeschichtliche Bilder. Herausgegeben von Theodor Heuss. Walter de Gruyter, Berlin/Leipzig 1919.
  • Hitlers Weg: Eine historisch-politische Studie über den Nationalsozialismus. Union, Stuttgart 1932 (acht Auflagen 1932, zu Lebzeiten verhinderte Heuss einen Nachdruck; Neuausgabe als Hitlers Weg. Eine Schrift aus dem Jahre 1932. Wunderlich, Tübingen 1968.
  • Friedrich Naumann. Der Mann, das Werk, die Zeit. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart/Berlin 1937; Siebenstern-Taschenbuch-Verlag, München/Hamburg 1968.
  • Hans Poelzig: Bauten und Entwürfe. Das Lebensbild eines deutschen Baumeisters. E. Wasmuth, Berlin 1939; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1985, ISBN 3-421-02835-4.
  • Anton Dohrn in Neapel. Atlantis-Verlag, Berlin/Zürich 1940; erweiterte Ausgabe unter dem Titel Anton Dohrn. Wunderlich, Stuttgart/Tübingen 1948.
  • Justus von Liebig. Vom Genius der Forschung. Hoffmann und Campe, Hamburg 1942.
  • Robert Bosch. Leben und Leistung. Wunderlich, Stuttgart/Tübingen 1946; erweiterte Neuausgabe, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05630-7.
  • Deutsche Gestalten. Studien zum 19. Jahrhundert. Wunderlich, Stuttgart/Tübingen 1947; Goldmann, München 1975, ISBN 3-442-11130-7.
  • Schattenbeschwörung. Randfiguren der Geschichte. Wunderlich, Stuttgart/Tübingen 1947; Klöpfer und Meyer, Tübingen 1999, ISBN 3-931402-52-5.
  • 1848. Werk und Erbe. Schwab, Stuttgart 1948; Neuausgabe unter dem Titel 1848. Die gescheiterte Revolution. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05143-7.
  • Mut zur Liebe. Deutscher Koordinierungsrat der Christen und Juden, Bad Nauheim 1949 (Rede des Bundespräsidenten anlässlich der Feierstunde der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Wiesbaden am 7. Dezember 1949).
  • Was ist Qualität? Zur Geschichte und zur Aufgabe des Deutschen Werkbundes. Wunderlich, Tübingen/Stuttgart 1951.
  • Vorspiele des Lebens. Jugenderinnerungen. R. Wunderlich, Tübingen 1953.
  • mehreri Artikel i de Neuen Deutschen Biographie, ab 1953 (E-Texte)
  • Zur Kunst dieser Gegenwart. 3 Essays. Wunderlich, Tübingen 1956.
  • Reden an die Jugend.. Wunderlich, Tübingen 1956.
  • Von Ort zu Ort. Wanderungen mit Stift und Feder. Wunderlich, Tübingen 1959; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1986, ISBN 3-421-06225-0.
  • Vor der Bücherwand. Skizzen zu Dichtern und Dichtung. Wunderlich, Tübingen 1961.
  • Wanderung durch deutsches Schicksal. Bertelsmann, Gütersloh 1961.
  • Erinnerungen 1905–1933. Wunderlich, Tübingen 1963; Fischer Bücherei, Frankfurt a. M./Hamburg 1965.
  • Ernte der Jahre – Eine Auswahl aus seinen Schriften. Wunderlich, Tübingen 1963; Bertelsmann Gütersloh 1964.
  • An und über Juden. Aus Schriften und Reden (1906–1963) zusammengestellt und hrsg. von Hans Lamm. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1964.
  • Berlin und seine Museen. Knorr und Hirth, München/Ahrbeck 1966.
  • Aufzeichnungen 1945–1947. Hrsg. von Eberhard Pikart. Wunderlich, Tübingen 1966.
  • Die großen Reden. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1967.
  • Schwaben. Farben zu einem Portrait. Wunderlich, Tübingen 1967.
  • Die Machtergreifung und das Ermächtigungsgesetz. Zwei nachgelassene Kapitel der Erinnerungen 1905 bis 1933. Hrsg. von Eberhard Pikart. Wunderlich, Tübingen 1967.
  • Tagebuchbriefe 1955–1963. Eine Auswahl aus Briefen an Toni Stolper. Wunderlich-Verlag Leins, Tübingen/Stuttgart 1970.
  • Hochverehrter Herr Bundespräsident! Der Briefwechsel mit der Bevölkerung 1949–1959. Stuttgarter Ausgabe. Herausgegeben von der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, bearbeitet von Wolfram Werner. Verlag de Gruyter, Berlin 2010.
  • Der Bundespräsident. Briefe 1954–1959. Herausgegeben und bearbeitet von Ernst Wolfgang Becker, Martin Vogt und Wolfram Werner. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2013, 710 S.

Literatur[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Konrad Adenauer: Unter vier Augen. Gespräche aus den Gründerjahren 1949–1959. Schöningh, Paderborn 1997, ISBN 3-88680-614-6.
  • Ulrich Baumgärtner: Reden nach Hitler. Theodor Heuss – Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. (= Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Wissenschaftliche Reihe 4), Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2001, ISBN 3-421-05553-X.
  • Ernst Wolfgang Becker: Theodor Heuss. Bürger im Zeitalter der Extreme. Kohlhammer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-021490-3.
  • Reiner Burger: Theodor Heuss als Journalist, Beobachter und Interpret von vier Epochen. (= Dissertation 1998.) LIT Verlag, Münster 1999, ISBN 3-8258-4332-7. Online bei googlebooks
  • [Frieder Günther: Heuss auf Reisen. Die auswärtige Repräsentation der Bundesrepublik durch den ersten Bundespräsidenten. (= Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Wissenschaftliche Reihe 8), Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-515-08819-0.
  • Hildegard Hamm-Brücher: Gerechtigkeit erhöht ein Volk. Theodor Heuss und die deutsche Demokratie. Piper, München 1984, ISBN 3-492-00646-9.
  • Thomas Hertfelder, Christiane Ketterle: Theodor Heuss, Publizist – Politiker – Präsident. Begleitband zur ständigen Ausstellung im Theodor-Heuss-Haus. Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart 2003, ISBN 3-9807404-4-7.
  • Thomas Hertfelder: Von Naumann zu Heuss. Über eine Tradition des sozialen Liberalismus in Deutschland, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-942302-03-6
  • Gangolf Hübinger; Thomas Hertfelder (Hrsg.): Kritik und Mandat. Intellektuelle in der deutschen Politik (= Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Wissenschaftliche Reihe 3), Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05222-0.
  • Peter Merseburger: Theodor Heuss. Der Bürger als Präsident. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04481-5.
  • Horst Möller: Theodor Heuss. Staatsmann und Schriftsteller. Bouvier, Bonn 1990, ISBN 3-416-02267-X.
  • Eberhard Pikart: Heuss, Theodor. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 52–56.
  • Joachim Radkau: Theodor Heuss. Über die Vielfalt menschlicher Würde, Hanser Verlag, München 2013, ISBN 978-3-446-24355-2.
  • Martin Schumacher, Katharina Lübbe, Wilhelm Heinz Schröder: M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3. Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.
  • Ines Soldwisch/Jürgen Frölich: Theodor Heuss im Original – Ausgewählte Dokumente in der Analyse. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2013, ISBN 978-3-8300-7023-8.

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

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