Schlier (Gemeinde)

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Wappe Dütschlandcharte
Wappe vo dr Gmei Schlier (Gemeinde)
Schlier (Gemeinde)
Dütschladcharte, Position vo dr Gmei Schlier (Gemeinde) fürighobe
47.7697222222229.6741666666667596Koordinate: 47° 46′ N, 9° 40′ O
Basisdate
Bundesland: Bade-Württebärg
Regierigsbezirk: Dibenga
Landkreis: Raveschburg
Höchi: 596 m ü. NHN
Flächi: 32,6 km²
Iiwohner:

3721 (31. Dez. 2012)[1]

Bevölkerigsdichti: 114 Iiwohner je km²
Poschtleitzahl: 88281
Vorwahl: 07529
Kfz-Chennzeiche: RV
Gmeischlüssel: 08 4 36 069
Adress vo dr
Gmeiverwaltig:
Rathausstraße 10
88281 Schlier
Webpräsenz: http://www.schlier.de
Burgermeischter: Reimund Hausmann
Lag vo dr Gmei Schlier (Gemeinde) im Raveschburg
Charte
Dialäkt: Schwäbisch

Schliar (dt. Schlier) ischt e Gmoe em Landkreis Raveschburg en Bade-Wirttaberg.

Gmoendsgliderong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zu Schliar gheret d Ortschafda Schliar, Ãnggareide (Ober- ond Undranggareide), Wetzis, Fengga ond d Weiler ond Hef Albisreide, Appaberg, Dietaberg, Eratsrain, Fechtberg, Furtbach, Fuchsaloch, Gessariad, Grieble, Katzheim, Kehraberg, Kocherhof, Krautenau, Lanzareide, Lauratal, Maierhanser, Mühlareide, Richlisreide, Walserhof, Rößlerhof, Schattbuach, Spinnahirn, Staratal, Steinrausa, Stöcklisberg ond Zundelbach.

Gschicht[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Schliar isch zom erschda Môl anne 1269 em a Vrdrag zwischa m Kloschdr Weigarda ond em Truchsess vo Waldburg gnennt worda. 1525 hond en Schliar d uffschdendische Baura glagert. Em Dreißigjähriga Kriag ist d Gegend om Schlier it bloß durch d Schweda plündert worda, sondern ao vo dr Peschd ond Hungersneed hoimgsuacht worda. Grad amôl 130 Leit (20%) hend da Kriag iberleabt. Om d vrlassene Hef nui zom besiadla send en de kommende Jôhr an haufa Baura aus dr Schweiz, Tirol ond Vorarlberg reigschmeggd. Heit noh fendet mr viele Familianama, dia vrrôdet, wo dia Leit herkomma send (z.B. Walser). Ois vo de äldeschde Heiser isch s sog. Vorarlberger Haus, wo frier d Wirtschaft dr "Schwana" dinna gsai isch. D Iberlebende ond d nuie Eiwohner sind scheins it faul gsai: Scho ab 1690 sind an haufa Schliarer als Donauschwôba nôch Ungarn ond ens Banat ausgwandret. Drbei gsai ist ao dr Johann Broz, meglicherweis an Vorfahr vom Josip Broz Tito, dem schbädera Staatspräsidenda vo Jugoslawia. Zwischa 1791 ond 1800 hond d Franzosa ond Russa dia Dörfer plündert. Em Reichsdeputationshauptschluss isch nôch schliaßlich d Abtei Weigarda, zu dera Schlier gheard hôt, uffgleest worda ond zeerschd em Fürschda vo Nassa-Dillenburg zuagschbrocha worda, 1806 nôch abr vom Napoleon em (evangelischa) Keenigreich Würddaberg zuagschla worda. Sell isch em kadolischa Oberland it grad uf Begoischderung gschdoßa.

Middlerweile wohned abr an haufa "Wiaschtglaibige" en Schlier, dia zur Kirchagmoe Weigarda gherat. D moischde Leid en Schlier send abr ällaweil noh kadolisch ond ghearet zur Kirchagmoe St. Martin mit de Kircha St. Martin en Schlier und Mariä Himmelfahrt en Undranggareide, sowia de Kapella St. Sebastian en Hindrmoos, St. Sebastian (Undranggareide) ond dr Boserkapell en Wetzis.

D Situatio heit[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dia moischda Leit en Schlier ganget zom Schaffa nôch Ravaschburg; d Eiwohner z Anggareide send drgega eher nôch Weigarda orientiert. Viale Schlierer duant ao em Gewerbegebiet Gulla odr em Gewerbegebiet Linsaberg ond Wetzis zum Schaffa gong. En ond um Schlier geits ao nôch einige Baura. Schlier isch en de 1970er ond 80er Jôhr für Heislesbauer an beliebter Flägga gsai, weil mr mid m Audo en zeah Minuda en Ravaschburg ond Weigarda isch, abr em Windr vial weniger Nebel hôt, weil Schlier 150 Höhameter iber m Schussadal leit. Vor allem an Haufa Lehrer ond Beamte hônt sich niadrglassa, dass d Eigborene dômôls zu de Neubaugebiat "Lehrerghetto" odr "Rotstiftviertel" gsait hond. Ao heit isch Schlier noh an beliebter Wohnort, abr s geit moischdens it gnuag Bauplätz, weil s moischde Land de Baura gheart, dia s it hergea wellat ond d Gmoe bloß a "maßvolle Entwicklung" vrfolgt. Weil dia boide Teilorte Schlier ond Undranggareide ugfähr gleich viale Eiwohner hond, hôt mr a große Mehrzweckhalle zwischa dene boide Dörfer en Wetzis baut. Weil dia Halle it bloß zum Sport, sondern ao fir viale Vrâschdaldunga, zom Beispial an dr Fasnet, gnutzt wird, isch "Wetzis" end dr Region en Begriff. Schlier ond Anggareide hond jeweils a oigena Grondschual. D Schlierer Hauptschüler messet mittlerweil nôch Waldburg end "Gemeinschaftsschule" gong.

Verwaldong[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Schliar hôt sich mit dr Gmoene Burnegg, Grĩgraut ond Waldburg zum Gmoeverwaltongsverband „Gullen“' mit Sitz en Grĩgraut-Gulla zammagschlossa.

Dr Birgermoeschter ischt dr Reimund Hausmann.

Gmoedrôt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Zämmesetzig vum Gmeinderot
Partäi Wahle vu 2009 Wahle vu 2004
SPD
2 Sitz
CDU 3 Sitz 4 Sitz
Wehlervereinigunge 11 Sitz 8 Sitz
Gsamt 14 Sitz 14 Sitz
Quälle: Statisdischs Landesamt vu Bade-Württebärg

Dialekt[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Dr ursprüngliche Dialekt vo Schliar gheart zom Bodeseealemannisch. En de ledschde fuffzich Jôhr hôt sich durch die Reigschmeggde aus m reschdliche Schwôbaland ond aus andre Gegenda d Schbrôôch it bloß em Hochdeitscha aglicha, sondern isch ao a weng vom Näggrschwäbischa beeiflusst worda. Trotzdem schwätzed dia moischde Leit en Schlier ällaweil noh en reacht broida Dialekt. Wemmr se frôgt, was des fir a Schbrôôch isch, noch dädet de moischde saga, des sei "Oberschwäbisch".

Fueßnote[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Weblink[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): Schlier (Gemeinde) – Sammlig vo witere Multimediadateie