René Schickele

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Dialäkt: Elsassisch (Orthal)
René Schickele

René Schickelé, gabora ìn Ewernahn (ìm Onderelsàss) àm 4. Àuigscht 1883 un gstorwa àm 31. Janer 1940 ìn Vence, (Alpes-Maritimes), ìsch a elsassisch'r Schrìftstell'r, Essayist un Ìwersetz'r gsìì.

Biogràphi[ändere | Quälltäxt bearbeite]

Sin'r Vàder ìsch ditsch gsìì, Wiibür un Stààtsàgstelt'r (bi d'r Polizèi), sini Miad'r ìsch frànzeesch gsìì. Noch sim Studium ìn Literàtür, Gschìcht, Wìssaschàfta, un Filosofi ìn Stràsborig, Münschen, Bàris un Berlin het'r mìt sina Frìnd Otto Flake un Ernst Stadler mehreri Zytschrìfta un mehreri Gadìchts'biacher vereffentlichd.

Si Warig àls Àudor ìsch gabrägt gsìì von d'r speziell Situation vom Elsàss, Konfliktfald zwìscha da frànzeesch un ditch Küldür.

  • 1909, schribd'r ìn ditsch d'r Roman Der Fremde.
  • 1914, ìn Zürich fàngt'r a Weiße Blätter arüs zo ga, wàs späder àls d'wìrdigscht Zitschrìft von d'r Bewejung Expressionismüs word.
  • 1916, schribt'r s Drama Hans im Schnakenloch, wo a Kültürmonumant word vom elsassischa Theàter, güet gkennt durch s Machla vum gliich Nàma, a lokàl Version vu Cadet Rousselle, a spàldana Màn, spàlda zwìsch zwei Liab un zwei Granza.

Nochem Erschta Waldkriaj, verlosst'r s Elsàss, un geht ìwer d'r Rhi noch Bàdewiiler, er engagiart sìch leidaschàftlich fer's gejasidiga Verstandigung zwìscha Ditschland und Frànkrìch o.a. ìm Ràhma sin'r Wìrkung ìn d'r "Preußischen Akademie der Künste / Sektion Dichtkunst" er hàt àui Frìnd wia Annette Kolb un d'r Màl'r Emil Bizer.

  • 1932 emigriart'r noch Südfrànkrìch ùf Sanary-sur-Mer, a klein Fìsch'rdorf wo d'Katherine Mansfield labt sowia àui Heinrich un Thomas Mann, Arnold Zweig, Franz Werfel, Lion Feuchtwanger, Ernst Toller, Bert Brecht un ànderi ditschi Literàta.

Si Schrìftwarig di Romantrilogi Das Erbe am Rhein (1925-31) ìsch si bescht Warig.

Si letscht Romàn, Le retour, ìn frànzeesch (1938), ìwersetzt'r ìm Johr danoch selwer ùf ditsch Heimkehr.

Ìm Geischt vom René Schickelé, soll d'r "Cercle René-Schickelé", 1968 ìn's Lawa grüafa wara, dorich's Verein "Culture et bilinguisme d'Alsace et de Moselle" oder René Schickele-Gesellschaft, àls Brogg diana zwìscha da beida Kültura (frànzeesch un ditsch).

D'r René Schickelé ìsch àui a Elsasser, Europe'r un Pazifìscht gsìì, so kàn er karakterisiart wara, àls "s Symbol vom elsassischa Gadànka".

Ìn sinem Nàma ìsch d'r René-Schickelé Priis erfonda worra, dar ìsch àwer noma ein Mol verliha worra: 1952.

S Kollège von Saint-Louis (Haut-Rhin) trajd ìhm zo Ehra sina Nàma.

Warig[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Sommernächte. Straßburg 1902.
  • Pan. Sonnenopfer der Jugend. Straßburg 1902.
  • Mon Repos. Berlin, Leipzig 1905.
  • Voltaire u. seine Zeit. Berlin, Leipzig 1905.
  • Der Ritt ins Leben. Stuttgart, Berlin, Leipzig, 1906.
  • Der Fremde. Berlin 1909.
  • Weiß u. Rot. Berlin, 1910.
  • Meine Freundin Lo. Berlin 1911. (Erweiterte Fassung 1931)
  • Schreie auf dem Boulevard. Berlin 1913.
  • Benkal der Frauentröster. Leipzig 1914.
  • Die Leibwache. Leipzig 1914.
  • Mein Herz mein Land. Leipzig 1915.
  • Das Glück. Rudolstadt 1919.
  • Der neunte November. Berlin 1919.
  • Die Genfer Reise. Berlin 1919
  • Wir wollen nicht sterben! München 1922.
  • Ein Erbe am Rhein. Berlin 1925 (Späterer Titel: Maria Capponi; Band 1 von Das Erbe am Rhein).
  • Symphonie für Jazz. Berlin 1925.
  • Blick auf die Vogesen. Berlin 1927 (Band 2 von Das Erbe am Rhein).
  • Der Wolf in der Hürde. Berlin 1931 (Band 3 von Das Erbe am Rhein)
  • Die Witwe Bosca. Berlin 1933.
  • Liebe und Ärgernis des D. H. Lawrence. 1935
  • Die Flaschenpost. Amsterdam 1936.
  • Le Retour. 1938.
  • Werke in 3 Bänden, arüsgaa vom Hermann Kesten. Köln, Berlin 1959.
  • Überwindung der Grenze. Essays zur ditsch-franzeschi Verständigong. Arüsgaa vom Adrien Finck. Kehl, Straßburg, Basel 1987. ISBN 3-88571-166-4
  • Großstadtvolk Jahr: k.A.

Literatür[ändere | Quälltäxt bearbeite]

  • Friedrich Bentmann (Hrsg.): René Schickele. Leben und Werk in Dokumenten. 2. Aufl. Carl-Verlag, Nürnberg 1976, ISBN 3-418-00553-5.
  • Albert M. Debrunner: Freunde es war eine elende Zeit! René Schickele in der Schweiz 1915-1919. Huber, Frauenfeld 2004, ISBN 3-7193-1315-8.
  • Hanns Heinz Ewers, Victor Hadwiger, Erich Mühsam, René Schickele: Führer durch die moderne Literatur. 300 Würdigungen der hervorragendsten Schriftsteller unserer Zeit. Revonnah Verlag, Hannover 2006, ISBN 3-934818-23-4.
  • Michael Fuchs: Schickele, René. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 9, Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1, Sp. 191–194.
  • Jean-Marie Gall: René Schickele. Environnement familial, social et culturel (1883-1904). Diss. Strasbourg, 1996.
  • «Hommage à René Schickele» ìn Revue Alsacienne De Littérature, Strasbourg, n° 10, juni 1985.
  • Annemarie Post-Martens (Hrsg): Rene Schickele. Die blauen Hefte. Edition und Kommentar ("Edition Text"; 5). Stroemfeld Verlag, Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-87877-871-6 (2 Bd.).
  • Adolf Schmid: René Schickele und die "„himmlische Landschaft“ am Oberrhein. In: Badische Heimat. 2003, S. 533 ff.
  • Holger Seubert: Deutsch-französische Verständigung: René Schickele. Verlag Eberhard, München 1993, ISBN 3-926777-32-X.
  • Hans Wagener: Rene Schickele. Europäer in neun Monaten. Bleicher, Gerlingen 2000, ISBN 3-88350-667-2.
  • Hans Wagener: Schickele, Marie Armand Maurice René. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 729–731.
  • Hans Wysling und Cornelia Bernini (Hrsg.): Jahre des Unmuts. Thomas Manns Briefwechsel mit René Schickele 1930–1940. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1992, ISBN 978-3-465-02517-7.

Weblenks[ändere | Quälltäxt bearbeite]

 Allmänd (Commons): René Schickele – Sammlig vo witere Multimediadateie